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Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

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  1. Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: nervousbaseball 21.08.19 - 13:44

    Apple erhöht damit nur die eigene Rendite, weil keine Bank mehr zwischengeschaltet ist und sich Amerikaner gerne mit Kreditkarten verschulden. (=viele Zinsen für Apple)

    Geld abheben kann man keines.(=keine Automatengebühren für Apple) Nichtmal online bezahlen kann man, bzw. nur mit Apple Pay, falls das unterstützt wird (= noch mehr Kohle für Apple).

    Und die Schritte zum Bezahlen übers Handy sind ja mal total behämmert :D den Einschaltknopf 2x drücken und aufs Gerät schauen LOL wie wärs wie die letzten 30 Jahre mit nem "Bezahlen" Button, bei dem man sonst nix machen muss?

  2. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: Peter Brülls 21.08.19 - 15:04

    nervousbaseball schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apple erhöht damit nur die eigene Rendite, weil keine Bank mehr
    > zwischengeschaltet ist

    Natürlich ist da eine Bank dazwischen, nämlich Goldmann Sachs. Die dürften auch die Zinsen einstreichen, denn das ist ihr Geschäft. Apple verdient weiterhin am Interchange-Anteil und natürlich an der Kundenbindung.

    > Geld abheben kann man keines.(=keine Automatengebühren für Apple)

    Technisch geht es selbst mit Apple Pay (bei passenden Geldautomaten), ob Apple Card das anbietet weiß ich in der Tat nicht. Ist anscheinend eine uninteressante Frage. Ich finde nur einen Teil mit „ATM withdrawal fees — it’s still not clear whether Apple will charge cash withdrawal fees.“ Anscheinend wird davon ausgegangen. 's halt Bargeld. Wird zwar auch in den USA noch oft benutzt, aber sicherlich von die Zielgruppe weniger, insbesondere in Städten mit moderneren Geräten. Das ist ja die Krux von „Apple Pay“ allein: Zu viele KK-Akzeptanzstellen, die kein NFC können. Wobei es natürlich zu jeder Apple Pay „Karte“ auch jetzt schon eigentlich eine CHIP-Karte gibt. (Außer bei manchen deutschen Banken, wo die Kreditkarte für Apple Pay rein virtuell ist.)

    > Nichtmal online bezahlen kann man, bzw. nur mit Apple Pay, falls das unterstützt
    > wird (= noch mehr Kohle für Apple).

    Das ist falsch. Und zwar völlig falsch. Tatsächlich wird für Onlinezahlungen außerhalb Apple Pay eine eigene virtuelle Nummer generiert, die über die Wallet App sichtbar gemacht word. Oder bei verknüpften Geräten in Safaris Autofill benutzt word. CCV wird dann in der Wallet App angezeigt.

    Der Benutzer kann, wenn er möchte, immer eine neue virtuelle Nummer generieren lassen.

    > Und die Schritte zum Bezahlen übers Handy sind ja mal total behämmert :D
    > den Einschaltknopf 2x drücken und aufs Gerät schauen LOL wie wärs wie die
    > letzten 30 Jahre mit nem "Bezahlen" Button, bei dem man sonst nix machen
    > muss?

    Weil das spätestens in ein paar Monaten passé ist, weil dann in der EU Zwei-Faktor für jeder neue Transaktion Pflicht wird.

    Darum ja auch die biometrische Freigabe: Ohne Bestätigung über TouchID oder FaceID fehlt die Bestätigung.

    Mal sehen, wie PayPal das Problem lösen wird.

  3. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: WeitWeitWeg 21.08.19 - 18:55

    nervousbaseball schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apple erhöht damit nur die eigene Rendite, weil keine Bank mehr
    > zwischengeschaltet ist und sich Amerikaner gerne mit Kreditkarten
    > verschulden. (=viele Zinsen für Apple)
    ... und die Deutschen trinken gerne Bier. Apple ist keine Bank. Goldman Sachs ist die Bank, die mit Apple kooperiert. Apple hatte es recht schwer eine Bank zu finden, die mitmacht. D.h. die Banken erwarten nicht so viele Kreditzinsen.

    > Geld abheben kann man keines.(=keine Automatengebühren für Apple) Nichtmal
    > online bezahlen kann man, bzw. nur mit Apple Pay, falls das unterstützt
    > wird (= noch mehr Kohle für Apple).
    Keine Ahnung wo du die Kohle siehst. Der Kunde bezahlt weder eine Grundgebuehr noch eine Transaktionsgebuehr bei Apple Pay. D.h. der Kunde zahlt nicht direkt dafuer.

    > Und die Schritte zum Bezahlen übers Handy sind ja mal total behämmert :D
    > den Einschaltknopf 2x drücken und aufs Gerät schauen LOL wie wärs wie die
    > letzten 30 Jahre mit nem "Bezahlen" Button, bei dem man sonst nix machen
    > muss?
    Genauso behämmert wie seinen Geldbeutel zu suchen, dort eine Karte finden, diese reinstecken, wieder rausnehmen und richtig reinstecken ... warten... pin eingeben .... sich an die richtige pin erinnern ... nochmal eingeben ... hoffen, dass jetzt alles passt ...
    Oder einfach die Apple Watch antippen und an das Lesegeraet halten. Was ist wohl benutzerfreundlicher?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.08.19 18:57 durch WeitWeitWeg.

  4. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: LinuxMcBook 22.08.19 - 03:24

    WeitWeitWeg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > wird (= noch mehr Kohle für Apple).
    > Keine Ahnung wo du die Kohle siehst. Der Kunde bezahlt weder eine
    > Grundgebuehr noch eine Transaktionsgebuehr bei Apple Pay. D.h. der Kunde
    > zahlt nicht direkt dafuer.

    Apple kassiert 0,3% der Transaktion (für europäische Verhältnisse ziemlich viel). Dieses Geld zahlt im Endeffekt die Bank, dessen Kreditkarte man nutzt an Apple.

    Vor dem Hintergrund wundert es mich auch, dass hauptsächlich Banken mit kostenloses Kreditkarten zuerst bei Apple Pay mitgemacht haben. Google Pay ist übrigens völlig kostenlos für die Banken, und nein, Google erlangt nicht über mehr Daten Kenntnis, als Apple...

  5. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: WeitWeitWeg 22.08.19 - 04:45

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > WeitWeitWeg schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > wird (= noch mehr Kohle für Apple).
    > > Keine Ahnung wo du die Kohle siehst. Der Kunde bezahlt weder eine
    > > Grundgebuehr noch eine Transaktionsgebuehr bei Apple Pay. D.h. der Kunde
    > > zahlt nicht direkt dafuer.
    >
    > Apple kassiert 0,3% der Transaktion (für europäische Verhältnisse ziemlich
    > viel). Dieses Geld zahlt im Endeffekt die Bank, dessen Kreditkarte man
    > nutzt an Apple.
    Hast du ein Link dazu? Würde mich interessieren.

    > Vor dem Hintergrund wundert es mich auch, dass hauptsächlich Banken mit
    > kostenloses Kreditkarten zuerst bei Apple Pay mitgemacht haben. Google Pay
    > ist übrigens völlig kostenlos für die Banken, und nein, Google erlangt
    > nicht über mehr Daten Kenntnis, als Apple...
    Die Frage ist was Google und was Apple damit machen. Google verdient sein Geld mit Nutzerdaten und Apple mit Hardware. hm...

  6. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: LinuxMcBook 22.08.19 - 05:12

    WeitWeitWeg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxMcBook schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > WeitWeitWeg schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > > wird (= noch mehr Kohle für Apple).
    > > > Keine Ahnung wo du die Kohle siehst. Der Kunde bezahlt weder eine
    > > > Grundgebuehr noch eine Transaktionsgebuehr bei Apple Pay. D.h. der
    > Kunde
    > > > zahlt nicht direkt dafuer.
    > >
    > > Apple kassiert 0,3% der Transaktion (für europäische Verhältnisse
    > ziemlich
    > > viel). Dieses Geld zahlt im Endeffekt die Bank, dessen Kreditkarte man
    > > nutzt an Apple.
    > Hast du ein Link dazu? Würde mich interessieren.
    Ne, jetzt gerade nicht. Ging zum Start von Apple Pay vor einem 3/4 Jahr aber durch die entsprechende Fachpresse.

    > Die Frage ist was Google und was Apple damit machen. Google verdient sein
    > Geld mit Nutzerdaten und Apple mit Hardware. hm...
    Die Zeiten in denen Apple sein Geld mit Hardware verdient sind schon lange vorbei. Der Großteil kommt mittlerweile durch "Services". Also App Store, Itunes, Apple Pay und Co.
    > https://www.golem.de/news/quartalsbericht-apples-umsatz-gewinn-und-iphone-absatz-faellt-1904-140978.html
    Und natürlich werden die Nutzerdaten auch zur "Verbesserung" (Gewinnoptimierung?) dieser Dienste genutzt.
    Google mag die Nutzerdaten auch nutzen, aber entgegen der Behauptung vieler werden diese Daten eben nicht verkauft, sondern nur für genauere Werbung genutzt. Und es ist mir ziemlich egal, ob die Werbung (die ich eh weg blocke) nun dadurch angepasst wird, das Google weiß, dass ich lieber bei Lidl als bei Aldi einkaufe (Kaffee und Spülmaschinentabs sind bei Aldi aber echt gut!).

  7. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: Peter Brülls 22.08.19 - 06:30

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    .


    > > Hast du ein Link dazu? Würde mich interessieren.
    > Ne, jetzt gerade nicht. Ging zum Start von Apple Pay vor einem 3/4 Jahr aber durch die entsprechende Fachpresse.

    Die genauen Zahlen sind nicht bekannt und garantiert Geschäftsgeheimnis.

    Verdienen können sie eigentlich nur am interchange, der in der EU gedeckelt ist, 2 ‰ bei Debit, 3 ‰ bei Kredit.



    > Die Zeiten in denen Apple sein Geld mit Hardware verdient sind schon lange
    > vorbei. Der Großteil kommt mittlerweile durch "Services". Also App Store,
    > Itunes, Apple Pay und Co.

    Nein, kommt es (noch) nicht. Die Servicesparte hat ein rasantes Wachstum und eine höhere Marge, liegt aber selbst im Gewinn noch klar darunter.

  8. Re: Das ist ein Arschlochprodukt, keine Kreditkarte

    Autor: Peter Brülls 22.08.19 - 08:03

    LinuxMcBook schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Google Pay ist übrigens völlig kostenlos für die Banken, und nein, Google erlangt
    > nicht über mehr Daten Kenntnis, als Apple...


    Nach meinen Recherchen von vor ein paar Monaten stimmt das nicht. Google sammelt auch bei POS Payments intensiver Daten als Apple, genauer (Exakte Werte) und mehr. Bei Web Paypemts sieht es ähnlich aus, aber da lassen sie sich naturgemäß nicht vermeiden und da ist Apple über seine Apple Pay Server auch stärker involviert.

    In der Gesamtbetrachtung kommt man aber auch mit Google Pay besser weg als mit direkter Kartenbezahlung, da die Daten auf mehr Parteien aufgeteilt werden, wobei die jeweiligen Kartenbetreiber natürlich genauso viel wissen wie früher. Und das Google die Daten verkauft ist auch eher unwahrscheinlich, sind sie doch für sie das Schmieröl für das Kerngeschäft, effektive Werbung zu verkaufen.

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