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Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

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  1. Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Freazer 08.11.17 - 10:38

    Hallo Leute,
    bis jetzt habe ich noch nie ein Kommentar verfasst aber ein paar Dinge zu dem Thema interessieren mich schon.
    Ein paar Sachen zu mir: Ich bin Geschäftsführender Gesellschafter einer Software-Entwicklungs-Firma und wir suchen seit Jahren gut ausgebildete Entwickler, vorrangig im Bereich der C++-Entwicklung. Die Suche nach guten Leuten ist in unserem Gebiet wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen und kann einen wirklich deprimieren.

    Immer wenn ich solche Berichte lese denke ich mir: Wo verdammt nochmal sind die 22k IT Spezialisten. Wir suchen nämlich nicht nur Software-Entwickler sondern auch noch diverse andere Qualifikationen. Dieses Jahr hatte ich schon über 30 Vorstellungsgespräche und alle waren angeblich Spezialisten, genommen habe ich jedoch nur 2 Leute. Warum? Tja. Ganz einfach. Die sogenannten Spezialisten hatten wirklich von gar nichts einen Plan und Gehaltsvorstellungen jenseits der Machbarkeit.

    Wer gilt also als IT-Spezialist bei den 22k die angeblich auf dem Markt sind? Sind das die Leute die wissen wie man einen Rechner anschaltet und theoretisch ein Programm installieren kann? Oder welche die eine Ausbildung als IT-Kaufmann gemacht haben? Oder Leute die auf der Oskar-Kämmer-Schule waren und hier nur Ablage gemacht haben als sie mal in einem Betrieb waren.
    Vielleicht kann mir diese Frage auch mal Golem direkt beantworten denn wenn so viele qualifizierte Mitarbeiter auf dem Markt sein würden wüsste ich wahrscheinlich davon.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.17 10:42 durch Freazer.

  2. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: contentmafia 08.11.17 - 11:03

    Wo suchen Sie denn nach den Spezialisten?

    In unserer Firma haben wir die Erfahrung gemacht, dass man sein Geld besser im Ofen verheizen kann (dann wärmt es wenigstens ;-)) als es in die großen Stellenbörsen zu pumpen; denn deren Preise sind nicht nur für kleine Unternehmen schwer unerschwinglich, und bei uns war das Feedback immer gleich Null. (Spätestens nach 2 Tagen waren wir aus den Listings verdrängt durch neuere Ausschreibungen, und die Anrufe der Stellenbörsen-Vertriebler, die einem dann noch Premium-Pakete aufschwatzen wollen, haben wir zuletzt nur noch dankend abgelehnt.)

    Unsere Erfahrung ist, dass man sich selbst auf die Leute zubewegen muss und sie dort suchen sollte, wo sie sich herumtreiben: Foren, Entwicklerkonferenzen etc. etc.

    Dass Sie heute mit C/C++ in einem Spezialgebiet suchen, das vermutlich an kaum einer Hochschule dieser Welt mehr unterrichtet wird, wissen Sie sicher selbst. Das macht es bei jungen Kandidaten bestimmt nicht leichter. Haben Sie es schon bei den Elektrotechnik-Studiengängen versucht? Ansonsten vielleicht Leute anheuern und umschulen. Ich stoße immer wieder auf IT-ler in fortgeschrittenem Alter, die plötzlich "nicht mehr gebraucht" wurden, aber auch nicht so richtig wissen, wohin mit sich selbst, und im schlimmsten Fall beim Arbeitsamt landen. Da macht es dann vielleicht Sinn, als Unternehmen mal nach "Rausgefallenen" zu suchen, sie an die Hand zu nehmen und ihnen eine neue Perspektive aufzuzeigen.

    Ich hoffe, das kommt jetzt nicht als "oberschlau" an; ist gut gemeint.

  3. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Freazer 08.11.17 - 12:54

    Vielen Dank für die Tips.
    Wir haben auch festgestellt, dass Annoncen auf den großen Portalen wie Monster etc. nicht richtig viel bringen. Wir versuchen die Leute direkt in der Uni und auf Messen anzusprechen. Hier haben wir auch dieses Jahr insgesamt 4 gute Leute gefunden.
    Des Weiteren beschäftigen wir Head-Hunter die auf diesen Bereich spezialisiert sind jedoch fällt denen wohl die Vorauswahl recht schwer. Wir haben hierfür einen Vortest entwickelt um ein bisschen zu filtern aber auch das ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Oft kommen hier noch Leute an die nicht so viel können.
    Umschulen ist eine sehr sehr gute Idee jedoch haben wir als kleine Firma nicht die Ressourcen um das zu stemmen. Vielleicht gehen wir das mal in einem Jahr an bzw. müssen das angehen.
    Fraglich sind meiner Meinung nach trotzdem die Leute die sich als Spezialist ausgeben und außer Rechner anschalten wirklich nichts können.

  4. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Punktuelles 08.11.17 - 12:59

    Freazer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >...Wir suchen nämlich nicht nur Software-Entwickler
    > sondern auch noch diverse andere Qualifikationen.

    Kann es sein, dass das tatsächlich das Problem ist? Eben das bestimmte Sprache/n + bestimmte Qualifikationen?
    Ich meine könnt Ihr nicht einen (halbwegs) guten Entwickler nehmen und ihn in den "diversen anderen Qualifikationen" selbst weiterbilden?

  5. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Freazer 08.11.17 - 13:21

    Also: Wir suchen auch Java, C# und JavaScript Entwickler denn hier könnten wir uns schon eine kleine Umschulung vorstellen. Dummerweise fehlt hier oft das komplette Verständnis von objektorientierter Programmierung. Für uns ist das ein MUSS denn jemanden komplett neu auszubilden der aber dann eine Gehaltsvorstellung > 60k hat ist nicht wirtschaftlich.
    Problem ist häufig die absolute Überschätzung der Bewerber. Viele die von der Uni kommen haben vielleicht 20 Zeilen Code produziert und denen wird dort suggeriert, dass sie Gehälter > 60k oder gar 70k auf dem freien Markt bekommen können. Ein großes Unternehmen kann sich das bestimmt leisten die Leute zwei Jahre ohne Profit einzustellen. Bei uns ist das leider nicht möglich. Dummerweise halten sich einige Bewerber für absolute Profis weil sie z.B. mehr über Computer wissen als die eigene Freundin.

    Naja. Egal. Lassen wir das :-)

  6. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Seismoid 08.11.17 - 13:32

    Freazer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also: Wir suchen auch Java, C# und JavaScript Entwickler denn hier könnten
    > wir uns schon eine kleine Umschulung vorstellen. Dummerweise fehlt hier oft
    > das komplette Verständnis von objektorientierter Programmierung. Für uns
    > ist das ein MUSS denn jemanden komplett neu auszubilden der aber dann eine
    > Gehaltsvorstellung > 60k hat ist nicht wirtschaftlich.
    > Problem ist häufig die absolute Überschätzung der Bewerber. Viele die von
    > der Uni kommen haben vielleicht 20 Zeilen Code produziert und denen wird
    > dort suggeriert, dass sie Gehälter > 60k oder gar 70k auf dem freien Markt
    > bekommen können. Ein großes Unternehmen kann sich das bestimmt leisten die
    > Leute zwei Jahre ohne Profit einzustellen. Bei uns ist das leider nicht
    > möglich. Dummerweise halten sich einige Bewerber für absolute Profis weil
    > sie z.B. mehr über Computer wissen als die eigene Freundin.
    >
    > Naja. Egal. Lassen wir das :-)

    Aber wie wird das Problem denn nun gelöst? Die direkt von der Uni taugen angeblich nichts, selbst ausbilden will man nicht; wo sollen die Leute mit Erfahrung also herkommen? Oder macht man den Laden in 10 Jahren dann einfach dicht, wenn keine passenden Mitarbeiter mehr vorhanden sind?

  7. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: elcaron 08.11.17 - 13:48

    Ich würde mich den Leuten anschließen, die vorschlagen, nicht das fertige Produkt zu suchen. Ich bin in der Wissenschaft und werde vermutlich bleiben, aber ich schaue schon gelegentlich nach rechts und links.
    Ich behaupte ziemlich solides Verständnis von OOP zu haben und benutze es sogar gerne in Sprachen, die das nicht nicht unbedingt erfordern, sogar in MATLAB, was derzeit (leider) mein Hauptarbeitsbereich ist. Ich hatte Java im Studium, C/C++ benutze ich hobbymäßig auf dem Microcontroller, aber nie wirklich auf dem PC, früher habe ich als Nebenjob viel PHP gemacht (auch viel OOP, außerdem habe ich an anderen Leuten viel gelernt, was "scheiße programmieren" anrichten kann, nicht nur sicherheitsmäßig, sondern auch bezüglich Lesbarkeit, Wartbarkeit, Erweiterbarkeit), in Python habe ich auch das eine oder andere Script geschrieben ... Ich hatte nie Problem, ein Tool anzufassen und damit ein Problem zu lösen, aber auch für keine Sprache tiefes Expertenwissen.

    Würde ich einen Einstellungstest als C++-Programmierer bestehen? Vermutlich nicht. Würde ich nach einiger Einarbeitungszeit, Vertrautmachen mit den Entwicklungsumgebungen und Sprachfeinheiten mehr reißen als viele, die das studiert haben, aber nicht umwerfend begabt sind? Vermutlich schon.

    Also vielleicht lieber Verständnis von Grundprinzipien abfragen und testen, wie schnell sich die Leute in etwas Neues einarbeiten können, als auf der Basis leicht erlernbares Wissen abzufragen?

    Nach der Promotion war ich mal bei einer Beratungsgesellschaft. (Wir sind dann wegen unterschiedlichen Vorstellungen von Work-Life-Balance nicht zusammengekommen.) Die haben das wohl so gemacht. In einer der Fragen wurde z.B. LargeDataObject in einer for-Schleife instantiiert. Da ging es dann darum zu merken, dass dabei jedes Mal wieder neu Speicher kollokiert werden muss. So ein Verständnis scheint mir wichtiger zu sein, als aus dem Stand die sprachenspezifischen Übungsaufgaben von learncpp.com lösen zu können.

  8. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: SelfEsteem 08.11.17 - 14:01

    Naja, dem Text allein kann man erstmal nicht so viel entnehmen.
    Cpp-Programmierer zu finden ist eigentlich nicht schwer, aber einer mit Erfahrung wird halt nicht fuer den Preis eines PHP-Coders zu haben sein. Das "wo" kommt natuerlich oben drauf - die 20.000 verteilen sich sicher nicht gleichmaessig auf Deutschland, sondern bewegen sich in der Realitaet in der Naehe von Staedten. Ist der eigene Unternehmenssitz etwas abgelegen, wird es schwer.

    Erstmal kann man die Jobboersen (meiner persoenlichen, allgemeingueltigen und unwiderlegbaren Meinung nach) alle knicken. Der Bereich wurde von Unternehmen kaputt gemacht, die sich dort die eierlegende Wollmilchsau gewuenscht haben, sodass die Bewerber oft schon ahnen, die meisten Anforderungen ignorieren zu koennen, da ohnehin uebertrieben. Setzt man also eine ernstgemeinte, ehrliche Stellenanzeige mit tatsaechlich realistischen Anforderungen ein, wird auch diese als uebertrieben angenommen und man bekommt Bewerbungen von Leuten, die "mal eine Webseite programmiert haben" auf komplexe Stellen.
    Ich mach den Bloedsinn jedenfalls nicht mehr mit.

    Wenn dein Unternehmenssitz wirklich eher abgelegen ist, dann versuch dich mit der Idee von Homeoffice anzufreunden und hol die Leute nur fuer ein paar Tage je Woche ins Buero. Damit faellt der Negativfaktor "Dorf" schonmal ziemlich weg.
    Ansonsten ruhig in der Umgebung nach diversen IT-Treffen schauen (also nicht nur die grossen Conferenzen!). Ich habe eine Zeit lang jeden Montag-Abend mein Bier an der Webmontag-Bar geschluerft. Dabei faellt immer wieder ein guter Mitarbeiter voellig stressfrei vom Himmel (man muss keine Bewerbungen lesen, sich keine aufgesetzten, schoengeredeten Maerchen anhoeren und es kostet nichts - ausser etwas Zeit).

    Gerade wenn dort jemand einen kleinen Vortrag gehalten hat, den du interessant findest: Einfach direkt auf ein Bier einladen.
    Das ist deutlich effektiver als im grossen, weiten Meer zu fischen.

    Dann kann man sich natuerlich Gedanken daruber machen, ob es wirklich ein C++-Entwickler sein muss. Bei vielen jungen Codern ist Rust ziemlich "in", was in so einigen Bereichen Cpp bereits ersetzen kann. Fuer ein neues Projekt wuerde ich es zumindest mal in Erwaegung ziehen.

    Die eigenen Mitarbeiter finanziell dafuer belohnen, wenn sie jemanden vermitteln, funktioniert auch ziemlich gut. Dabei gibts zwar ein paar gefaehrliche Stolpersteine, aber meistens filtern die schon recht gut vor.

    // edit: natuerlich auf den falschen Beitrag geantwortet - das sollte an das Eingangsposting im Thread gehen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.17 14:02 durch SelfEsteem.

  9. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Kleba 08.11.17 - 14:02

    elcaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach der Promotion war ich mal bei einer Beratungsgesellschaft. (Wir sind
    > dann wegen unterschiedlichen Vorstellungen von Work-Life-Balance nicht
    > zusammengekommen.)

    Sehr schön formuliert :D ;-)

  10. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: GottZ 08.11.17 - 14:11

    als ich zuletzt einen neuen arbeitgeber gesucht habe, hab ich weder auf linkedin noch xing zugegriffen und vor allem keinen headhunter kontaktiert.

    ich empfinde headhunter sogar eher als nervig und habe sogar diverse qualifikationen aus meinen profilen gestrichen um nicht adhoc von jedem headhunter angeschrieben zu werden.

    das arbeitsamt kenne ich nur noch von außen.
    ich würde mir auch eher eine kugel setzen als beim arbeitsamt anzuklopfen.

    mein erster schritt war damit verbunden mich in meinem freundeskreis umzuschauen um zu sehen ob mir ein arbeitgeber meiner freunde gefällt.

    im endeffekt hab ich bei einem dieser unternehmen einfach mal eine online bewerbung eingereicht und nach einem vorstellungsgespräch und von mir genannten bedingungen eine unbefristete arbeitsstelle ohne einstellungstest bekommen.

    ich glaube das problem gute leute zu finden liegt einfach darin dass gute leute bereits ein bestehendes netzwerk haben in dem sie sich praktisch frei bewegen können.

    was ich damit sagen will:

    · gute entwickler melden sich von sich aus.. sie suchen sich ihren arbeitgeber praktisch selber aus.
    · vorzugsweise suchen sie erst mal in ihrem eigenen netzwerk und greifen nur bei bedarf auf den arbeitsmarkt zu.
    · die voraussetzung dafür ist ein angenehmes portfolio um tatsächlich in die engere auswahl für solche devs zu kommen.
    · vielleicht sogar einblicke in das tägliche arbeitsumfeld der unternehmen und eventuelle benefits.

    · arbeitslose entwickler sind keine guten entwickler es sei denn sie gönnen sich eine kreative pause.

    man muss leute finden die in ihrem derzeitigen arbeitsverhältnis unzufrieden sind und tatsächlich darüber nachdenken zu wechseln.
    in dem fall sind headhunter eventuell wieder ganz nützlich sofern diese devs keine angebote durch ihr eigenes netzwerk finden.

    also einfach gesagt:
    gute IT-Spezialisten sind nur arbeitslos wenn ihr unternehmen dicht macht und sie zu faul sind sich schnell genug nach einer neuen stelle umzuschauen.


    PS:
    kanäle über die ich permanent mit angeboten zugespamt werde:

    · linkedin
    · xing
    · email (license.md files in github sind halt öffentlich.)
    · stackoverflow (da könnte man tatsächlich gute devs finden und hat direkt ein portfolio des nutzers)
    · experts-exchange.com (oder wie ich es auch nenne: ein sehr schlechter vorreiter von stackoverflow)

    zum glück hab ich nirgendwo ne telefonnummer angegeben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.17 14:15 durch GottZ.

  11. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Clown 08.11.17 - 14:36

    GottZ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > zum glück hab ich nirgendwo ne telefonnummer angegeben.

    Das ist auch gar nicht nötig, habe ich festgestellt.. Plötzlich auf der Arbeit einen Anruf von einem Headhunter bekommen, der im Xing-Profil den derzeitigen Arbeitgeber gesehen hat, dort die Infohotline gewählt und sich dann unter fadenscheinigen Behauptungen zu mir durchstellen lassen hat.
    Empfand ich als ungeheuer unseriös.

    Blizzard: "You guys don't have phones?" ~ Bethesda: "You guys don't have friends?" ~ EA: "You guys don't have wallets?"

  12. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: der_wahre_hannes 08.11.17 - 14:43

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > GottZ schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > zum glück hab ich nirgendwo ne telefonnummer angegeben.
    >
    > Das ist auch gar nicht nötig, habe ich festgestellt.. Plötzlich auf der
    > Arbeit einen Anruf von einem Headhunter bekommen, der im Xing-Profil den
    > derzeitigen Arbeitgeber gesehen hat, dort die Infohotline gewählt und sich
    > dann unter fadenscheinigen Behauptungen zu mir durchstellen lassen hat.
    > Empfand ich als ungeheuer unseriös.

    Jo, hatte ich auch schon. Gibt sich gegenüber der Zentrale natürlich als alles, bloß nicht als Headhunter aus und kommt so auch noch an die direkte Durchwahl. :(

  13. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: GottZ 08.11.17 - 14:45

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist auch gar nicht nötig, habe ich festgestellt.. Plötzlich auf der
    > Arbeit einen Anruf von einem Headhunter bekommen, der im Xing-Profil den
    > derzeitigen Arbeitgeber gesehen hat, dort die Infohotline gewählt…

    nujo da hab ichs gut. der würde in amerika landen.
    aber klar. bei deutschen firmen ist das natürlich etwas simpler für headhunter.

  14. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: PiranhA 08.11.17 - 14:57

    Bei uns stellt der Empfang die Anrufer nicht einfach durch, sondern gibt erstmal dem Empfänger kurz Bescheid. Wenn der vollkommen irritiert ist, weil er keinen Kumpel namens Stefan o.ä. kennt, wird das gleich blockiert. Anrufer ohne Rufnummeranzeige kommen gar nicht erst durch.

  15. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: der_wahre_hannes 08.11.17 - 15:01

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns stellt der Empfang die Anrufer nicht einfach durch, sondern gibt
    > erstmal dem Empfänger kurz Bescheid. Wenn der vollkommen irritiert ist,
    > weil er keinen Kumpel namens Stefan o.ä. kennt, wird das gleich blockiert.
    > Anrufer ohne Rufnummeranzeige kommen gar nicht erst durch.

    Wird nur dann problematisch, wenn tatsächlich ein Kunde anruft, deine Durchwahl aber nicht hat und du auch nicht weißt, dass Herr XYZ bei Kunde ABC arbeitet. :P

  16. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: PiranhA 08.11.17 - 15:15

    Gut, dass ist ja glücklicherweise eher die Ausnahme. Der Kundenkontakt verläuft ja meistens etwas persönlicher, sodass man gleich E-Mail, Telefon, usw. ausgetauscht hat. Und bei Support-Anfragen sollen die Leute sich auch nicht zum Entwickler durcharbeiten und mit ihren Fragen quälen. Dafür gibt es ein Support-Team mit Nerven aus Stahl ;)

  17. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: Freazer 08.11.17 - 17:10

    vielen Dank für die tollen Beiträge. hier stecken glaube ich sehr sehr viele Wahrheiten drin.
    1. headhunter können wirklich nerven. bevor ich Geschäftsführender Gesellschafter bei z.b. ging eingetragen hatte habe ich pro Woche mind. 10 Angebote bekommen.
    2. gute Entwickler suchen sich den neuen Arbeitgeber selber. Hab ich auch immer gemacht.
    3. Entwickler die vom Arbeitsamt kommen sind selten gut ich habe leider noch keinen erlebt.
    4. nur fachliche Definitionen abfragen bringt nix. das stimmt. Wir machen alles in einem freien Gespräch und prüfen Verständnis und Adaption wenn man etwas erklärt hat.
    5. die Lage ist entscheidend: das sehe ich nicht so denn wir sitzen in Braunschweig welches ich nicht als unattraktiv bezeichnen würde. dummerweise sind hier sehr viele Software Firmen ansässig und die paar Bewerber haben ein riesiges Angebot.
    6. Mitarbeiter werben Mitarbeiter bonus: wir zählen 3000 Euro bei Vermittlung eines Mitarbeiters und gedenken das auf 5000 Euro zu erhöhen. bis jetzt wurde trotzdem noch kein einziger geworben.

    Davon abgesehen haben wir die Firma nicht gegründet um reich zu werden sondern um einiges besser zu machen als unsere alten Chefs. die vorher schon angesprochene Work life Balance ist für uns das a und o. Mitarbeiter sollen sich wohl fühlen und Spass bei der Arbeit haben. für viele steigt z.b. der Spass wenn sie immer wieder neue Spielzeuge bekommen und das motiviert ungemein. Motivation ist meiner Meinung das höchste gut. klar motiviert auch Geld weswegen wir Leistung würdigen und den Erfolg der Firma direkt an die Mitarbeiter weiterreichen. Wir haben eine kündigungsrate von NULL.
    Wie dem auch sei: ich bedanke mich jetzt schon mal für alle weiteren Beiträge denn ich hab jetzt schon was gelernt und vielleicht hilft es ja unser mitarbeiterakquise System zu verbessern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.11.17 17:25 durch Freazer.

  18. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: der_wahre_hannes 09.11.17 - 09:06

    Freazer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 5. die Lage ist entscheidend: das sehe ich nicht so denn wir sitzen in
    > Braunschweig welches ich nicht als unattraktiv bezeichnen würde.
    > dummerweise sind hier sehr viele Software Firmen ansässig und die paar
    > Bewerber haben ein riesiges Angebot.

    Naja, aber Braunschweig ist schon eher Studentenstadt, oder? Und es gibt Unmengen an Forschungseinrichtungen (z.B. das Fraunhofer-Institut). Möglicherweise sehen Bewerber "von Außerhalb" Braunschweig deshalb nicht als Option, weil sie denken, da gäbe es eh nichts interessantes...

    Aber vielleicht ändert sich das ja in den nächsten Jahren auch. Eine Freundin von mir wohnt in Braunschweig und als sie mir erzählte, was sie für ihre Wohnung an Miete zahlt, sind mir fast die Tränen in die Augen gestiegen. Für das Geld würde man in Hamburg nichtmal eine Bruchbude mitten am Arsch der Welt bekommen.

  19. Re: Wer gilt wirklich als IT-Spezialist?

    Autor: amagol 12.11.17 - 10:47

    der_wahre_hannes schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jo, hatte ich auch schon. Gibt sich gegenüber der Zentrale natürlich als
    > alles, bloß nicht als Headhunter aus und kommt so auch noch an die direkte
    > Durchwahl. :(

    Sind Telefone wirklich noch so verbreitet? Ich hab seit Jahren kein Telefon mehr in der Hand gehabt (also so'n Festnetzding) - in allen Firmen ging alles per eMail/IM/etc. Daher hatte ich meine letzten Headhunteranrufe in der Firma auch Anfang des Jahrtausends.

    Laestige Angebote fuer Web-Programmierung fuer 30k in Muenchen gibts aber leider auch per eMail :(

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