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Im Homeoffice stieg die Produktivität

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  1. Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: /mecki78 10.03.21 - 18:11

    Kann ja gar nicht sein. Alle Chefs behaupten doch das Gegenteil. Diese Beobachtung deckt sich zwar auch mit meiner, aber wenn alle Chefs was anderes sagen, muss das ja schließlich so sein, warum sollten die lügen? (braucht ihr nicht beantworten, ist natürlich ein rhetorische Frage)

    /Mecki

  2. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: aLpenbog 10.03.21 - 18:38

    Häufig wird sie wohl auch sinken. Wir haben Homeoffice kurz im ersten Lockdown ausprobiert. Generell ist unser Chef strickt dagegen und die Erfahrung hat ihn bestätigt. Das lag aber nicht an den Leuten, die waren imo produktiver. Nur wollte er überall mitreden, es gab jeden Tag GEMEINSAM eine Teams Konferenz mit allen morgens, wo jeder erzählt hat, was er heute fertig kriegen will, ca. 2-3 Stunden und das gleiche nochmal Abends, wo man seine Ergebnisse vorzeigen durfte. Logischerweise kam die eigentliche Arbeit etwas Kurz.

    Anschließend gab es 50% Kurzarbeit. Leider auf Wochenbasis. Am Tag wäre das cool. Zwei Stunden klären was man machen will, zwei Stunden erzählen was man geschafft hat und Feierabend.

    Zum zweiten Lockdown gab es daher kein Homeoffice, auch wenn es eigentlich überall gemacht werden sollte, wo möglich.

  3. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: Argh 10.03.21 - 20:06

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Häufig wird sie wohl auch sinken. Wir haben Homeoffice kurz im ersten
    > Lockdown ausprobiert. Generell ist unser Chef strickt dagegen und die
    > Erfahrung hat ihn bestätigt. Das lag aber nicht an den Leuten, die waren
    > imo produktiver. Nur wollte er überall mitreden, es gab jeden Tag GEMEINSAM
    > eine Teams Konferenz mit allen morgens, wo jeder erzählt hat, was er heute
    > fertig kriegen will, ca. 2-3 Stunden und das gleiche nochmal Abends, wo man
    > seine Ergebnisse vorzeigen durfte. Logischerweise kam die eigentliche
    > Arbeit etwas Kurz.
    >
    > Anschließend gab es 50% Kurzarbeit. Leider auf Wochenbasis. Am Tag wäre das
    > cool. Zwei Stunden klären was man machen will, zwei Stunden erzählen was
    > man geschafft hat und Feierabend.
    >
    > Zum zweiten Lockdown gab es daher kein Homeoffice, auch wenn es eigentlich
    > überall gemacht werden sollte, wo möglich.

    So einen Vogel hatte ich auch letztes Jahr als Chef. Bin dann gegangen. Vor kurzem war der Laden erstmal dicht, wegen Coronafällen. Bin mal gespannt ob er sich erklären muss.

    Schon blöd, wenn von 12 angestellten 8 positiv sind.
    Bei einem IT Job und man hätte Homeoffice anbieten müssen.

  4. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: /mecki78 10.03.21 - 20:32

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur wollte er überall mitreden, es gab jeden Tag GEMEINSAM
    > eine Teams Konferenz mit allen morgens, wo jeder erzählt hat, was er heute
    > fertig kriegen will, ca. 2-3 Stunden und das gleiche nochmal Abends, wo man
    > seine Ergebnisse vorzeigen durfte.

    Softwareentwickler haben schon lange das Problem, dass sich hie bei großen Projekten oft hunderte Entwickler verteilt über den ganzen Erdball und in unterschiedlichen Zeitzonen koordinieren müssen. Und daher haben sie schon lange Lösungen für dieses Probleme entwickelt. Und dies Lösungen lassen sich auch wunderbar für andere Bereichen als Software nutzen.

    Arbeitsaufträge werden schriftlich in einem Bugtracking System erfasst. Da muss man keine Roman schreiben, da reicht oft ein Satz oder nur ein paar Stichpunkte. Es geht nur darum, dass de betreffende weiß, was er zu tun hat. Und falls nicht, Rückfragen sind natürlich immer erlaubt und im Zweifel immer erwünscht.

    Rückfragen kann man direkt unter den Auftrag eingeben und wer den Auftrag erstellt hat bekommt die dann per Mail und kann zeitnah darauf antworten. So ist alles dokumentiert: Was zu tun ist, alle Fragen und alle Antworten (wichtig, wenn der Arbeitsauftrag irgendwann mal den Besitze wechselst, siehe unten, weil dann der nicht die gleichen Fragen nochmal stellen muss).

    Ist die Aufgabe zeitlich gebunden, dann kann man dort im System eine Deadline festlegen bis wann das erledigt sein muss. Ansonsten werden die Aufträge priorisiert, damit die wichtigen zuerst abgearbeitet werden.

    Diese Arbeitsaufträge werden dann Personen zugewiesen (kann der Chef selber machen oder jemand anderes, der z.B. dem Team vorsteht) und die arbeiten diese selbstständig. Zum einen natürlich nach Priorität, zum anderen so, dass sie möglichst keine Deadlines reißen, was wichtiger als Priorität ist.

    Wer nichts mehr zu tun hat, der sagt Bescheid, dann bekommt er mehr Arbeit zugewiesen oder er darf sich selbständig eine noch nicht zugewiesene Aufgabe aus dem Pool holen und somit sich auch die Rosinen rauspicken, sozusagen als Belohnung weil er so schnell fertig war; die anderen bekommen dann was übrig bleibt. Natürlich gilt auch hier die Priorität zu beachten, aber es gibt ja immer mehrere Aufgaben mit gleicher Prio und die sind nicht alle gleich beliebt.

    Wer Gefahr läuft, Deadlines zu reißen, weil er noch zu viel andere Arbeit hat, der sagt einfach auch Bescheid. Dann wird man schauen, ob man Aufgaben jemand anderen geben kann, der aktuell nicht so viele hat oder sowieso nach Arbeit gefragt hat. Das ist keine Schande, weil manchmal schätzen Entscheider Aufgaben auch komplett falsch ein (das geht in 30 Minuten; in Wahrheit dauert das mindestens 2 Stunden) und das ist kein Wettbewerb, jeder arbeitet so gut und schnell wie er kann, daher darf man auch mal nach Unterstützung fragen.

    Ist man mit einer Aufgabe fertigt, hakt man die ab. Gibt es etwas zur Aufgabe oder Bearbeitung anzumerken, hängt man das einfach wie eine Frage an die Aufgabe dran. Dabei können fast alle System auch Zeiten erfassen, damit man nachher sehen kann, wie lange die Aufgabe in Bearbeitung war. Ein weiteres Zeiterfassungssystem kann man sich dann sparen, wenn dort alles erfasst wird, weil diese Daten kann man problemlos exportieren.

    Und was jeder getan hat muss auch niemand berichten, das kann man jederzeit abfragen. Der Ersteller bekommt auch sofort eine Mail wenn die Aufgabe als fertig markiert wird. Auch kann man sich am Tagesende eine automatisch Übersicht raus lassen, was alles heute erledigt wurde, wer aktuell noch wo dran sitzt und wie hoch heute die Teamleistung in etwa war und man kann schon mal für den nächsten Tag planen.

    Müssen arbeiten koordiniert werden, dann kann man Aufträge auch verknüpfen, die ggf. unterschiedlichen Mitarbeitern zugeordnet werden. Es wird erwartet, dass diese sich selber koordinieren, wie auch immer die das machen wollen. Das sind Erwachsene Menschen, die bekommen das hin.

    Ansonsten kann man auch Abhängigkeiten definieren, weil ggf. eine Arbeit auf einer anderen aufbaut, hier wird dann derjenige sofort informiert, wenn alle Abhängigkeiten erledigt sind und er jetzt mit dieser Arbeit loslegen kann. Wenn eine Arbeit hier nicht abgearbeitet wird, kann der Chef oder Teamleiter jederzeit schauen wo es gerade hängt und ggf. neu priorisieren oder nachträglich eine Deadline festlegen. Ggf. muss dann eine gerade bearbeite Arbeit ruhen und der Mitarbeiter muss etwas anderes vorziehen.

    Wer gerne so was wie SCRUM machen will, man kann in alle Systemen auch Arbeitsaufwandsschätzungen für jede Aufgabe hinterlegen, Stories in Tasks runter brechen (diese Begriffe werden nur nicht überall verwendet) und es gibt auch Systeme, die hier agile Konzepte sogar komplett abbilden.

    Es gibt dutzende solcher System und einige sind sogar komplett kostenlos. Damit klappt das reibungslos, auch wenn ein drittel der Belegschaft im Home Office arbeitet und ein Drittel in der Zweigstelle in Kalifornien. Denn das was dein Chef da betreibt, das skaliert nicht. Wie soll das funktionieren, wenn die Firma irgendwann mal 1000 Mitarbeiter hat oder 8 räumlich komplett getrennte Standorte? Auch wenn euer Unternehmen klein ist, muss euer Chef aufhören in Zwergdimensionen zu denken, weil sonst beschränkt er selber das Wachstum des Unternehmens und ist nicht Wachstum das Ziel, dass die meisten anstreben?

    /Mecki

  5. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: Michagnom 10.03.21 - 21:48

    Laut unserer Erfahrung wird das Arbeiten in erster Linie unfairer. Es gibt Mitarbeiter, die sind Zuhause doppelt so Produktiv. genauso gibts aber auch Mitarbeiter, die stempeln sich 2 Minuten nach dem aufstehen ein und sind dann erstmal frühstücken, duschen, einkaufen, beim Arzt, mittagessen und vor 13 Uhr erreicht man sie schlicht nicht. Dann arbeiten sie noch bis die maximale Tagesarbeitszeit voll sind und haben 2 Stunden plus gemacht. Freitags nehmen sie sich dann immer komplett frei und haben damit ihr Wochensoll erfüllt. Im Schnitt haben sie von ihren 40 Stunden aber nur 20-25 wirklich, bei normaler Produktivität, gearbeitet.
    Im Schnitt siehts dann wirklich so aus, das die Mitarbeiter produktiver sind. In Wirklichkeit war aber nur gut die hälfte produktiver und die andere knappe hälfte hat weniger gearbeitet. Unterm Strich zwar produktiver, aber eben unfair verteilt.

    Dazu kommt noch die Tatsache, das die kinderlosen Haushalte oft mehr arbeiten als die mit Kindern weil die teilweise einfach ihre Kinder aus dem Kindergsarten nehmen weil sie ja "eh Zuhause sind" aber wenn man die dann anruft, sind sie nie erreichbar und rufen erst 2-3 Stunden später zurück weil sie "kurz mit dem Kind im Garten" waren.
    Und das war bei uns auch schon vor Corona so bei 50% Telearbeit.
    Ich habe kein problem damit, wenn man mal auf die Kinder aufpasst weil sie krank sind oder der Kindergarten wegen Streik geschlossen ist. Aber die Kinder komplett aus der KiTa zu nehmen weil wegen jeweils 50% Telearbeit immer ein Elternteil Zuhause ist und dann dauerhaft während der Arbeit auf 2-4 jährige Kinder aufzupassen finde ich dann teilweise echt unfair.

    Dazu kommt leider auch eine soziale ungerechtigkeit. Gerade die schlechter bezahlten Jobs wie Poststelle, Pförtner, Hausmeister und co. müssen auch derzeit mindestens 50% die Woche ins Büro wärend die meisten Bürojobs derzeit 100% zuhause bleiben dürfen. Das weckt leider auch eine Menge Neid. Vor Corona hatten alle Mitarbeiter 50% und der Pförtner der Zuhause saß hat die Telefonate entgegen genommen und die Leute der Poststelle haben Zuhause Emails weitergeleitet.

    Bei meiner Schwester gibts erst seit Corona Telearbeit und da sind tatsächlich viele hochmotiviert. Unter der Hand geben da aber auch viele zu, dass sie das nur machen, um den Geschäftsführer dazu zu bringen, auch nach Corona Telearbeit beizubehalten. Wenn das aber erstmal produktiv eingeführt wurde nach Corona wird der Geschäftsführer das nichtmehr so einfach los und dann wird die Produktivität, zumindest in der Firma meiner Schwester, signifikant nachlassen.

  6. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: aLpenbog 11.03.21 - 12:11

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das was dein Chef da betreibt, das skaliert nicht. Wie soll das
    > funktionieren, wenn die Firma irgendwann mal 1000 Mitarbeiter hat oder 8
    > räumlich komplett getrennte Standorte? Auch wenn euer Unternehmen klein
    > ist, muss euer Chef aufhören in Zwergdimensionen zu denken, weil sonst
    > beschränkt er selber das Wachstum des Unternehmens und ist nicht Wachstum
    > das Ziel, dass die meisten anstreben?

    Ich glaube daran wird sich nix ändern. Geht letztlich eh nur um den angestellten Geschäftsführer, der hier alles regelt. Vorstand und co. da über hält nur die Hand auf und weiß gar nicht wirklich was wir machen und haben das geerbt.

    Bzgl. Mitarbeitern wächst da nicht viel, Laden gibt es seit 30 Jahren und war schon immer um 10 Mann stark.

  7. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: Dino13 11.03.21 - 13:38

    Michagnom schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Laut unserer Erfahrung wird das Arbeiten in erster Linie unfairer. Es gibt
    > Mitarbeiter, die sind Zuhause doppelt so Produktiv. genauso gibts aber auch
    > Mitarbeiter, die stempeln sich 2 Minuten nach dem aufstehen ein und sind
    > dann erstmal frühstücken, duschen, einkaufen, beim Arzt, mittagessen und
    > vor 13 Uhr erreicht man sie schlicht nicht. Dann arbeiten sie noch bis die
    > maximale Tagesarbeitszeit voll sind und haben 2 Stunden plus gemacht.
    > Freitags nehmen sie sich dann immer komplett frei und haben damit ihr
    > Wochensoll erfüllt. Im Schnitt haben sie von ihren 40 Stunden aber nur
    > 20-25 wirklich, bei normaler Produktivität, gearbeitet.
    > Im Schnitt siehts dann wirklich so aus, das die Mitarbeiter produktiver
    > sind. In Wirklichkeit war aber nur gut die hälfte produktiver und die
    > andere knappe hälfte hat weniger gearbeitet. Unterm Strich zwar
    > produktiver, aber eben unfair verteilt.
    >
    > Dazu kommt noch die Tatsache, das die kinderlosen Haushalte oft mehr
    > arbeiten als die mit Kindern weil die teilweise einfach ihre Kinder aus dem
    > Kindergsarten nehmen weil sie ja "eh Zuhause sind" aber wenn man die dann
    > anruft, sind sie nie erreichbar und rufen erst 2-3 Stunden später zurück
    > weil sie "kurz mit dem Kind im Garten" waren.
    > Und das war bei uns auch schon vor Corona so bei 50% Telearbeit.
    > Ich habe kein problem damit, wenn man mal auf die Kinder aufpasst weil sie
    > krank sind oder der Kindergarten wegen Streik geschlossen ist. Aber die
    > Kinder komplett aus der KiTa zu nehmen weil wegen jeweils 50% Telearbeit
    > immer ein Elternteil Zuhause ist und dann dauerhaft während der Arbeit auf
    > 2-4 jährige Kinder aufzupassen finde ich dann teilweise echt unfair.
    >
    > Dazu kommt leider auch eine soziale ungerechtigkeit. Gerade die schlechter
    > bezahlten Jobs wie Poststelle, Pförtner, Hausmeister und co. müssen auch
    > derzeit mindestens 50% die Woche ins Büro wärend die meisten Bürojobs
    > derzeit 100% zuhause bleiben dürfen. Das weckt leider auch eine Menge Neid.
    > Vor Corona hatten alle Mitarbeiter 50% und der Pförtner der Zuhause saß hat
    > die Telefonate entgegen genommen und die Leute der Poststelle haben Zuhause
    > Emails weitergeleitet.
    >
    > Bei meiner Schwester gibts erst seit Corona Telearbeit und da sind
    > tatsächlich viele hochmotiviert. Unter der Hand geben da aber auch viele
    > zu, dass sie das nur machen, um den Geschäftsführer dazu zu bringen, auch
    > nach Corona Telearbeit beizubehalten. Wenn das aber erstmal produktiv
    > eingeführt wurde nach Corona wird der Geschäftsführer das nichtmehr so
    > einfach los und dann wird die Produktivität, zumindest in der Firma meiner
    > Schwester, signifikant nachlassen.

    Bei all den erwähnten Situationen habe ich nur die Frage wie viele von denen haben ihre Arbeit nicht erledigt? Wenn man massiv mit seiner Arbeit hinten dran ist, dann fällt so etwas recht schnell auf.

  8. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: frostbitten king 11.03.21 - 19:23

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Michagnom schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Laut unserer Erfahrung wird das Arbeiten in erster Linie unfairer. Es
    > gibt
    > > Mitarbeiter, die sind Zuhause doppelt so Produktiv. genauso gibts aber
    > auch
    > > Mitarbeiter, die stempeln sich 2 Minuten nach dem aufstehen ein und sind
    > > dann erstmal frühstücken, duschen, einkaufen, beim Arzt, mittagessen und
    > > vor 13 Uhr erreicht man sie schlicht nicht. Dann arbeiten sie noch bis
    > die
    > > maximale Tagesarbeitszeit voll sind und haben 2 Stunden plus gemacht.
    > > Freitags nehmen sie sich dann immer komplett frei und haben damit ihr
    > > Wochensoll erfüllt. Im Schnitt haben sie von ihren 40 Stunden aber nur
    > > 20-25 wirklich, bei normaler Produktivität, gearbeitet.
    > > Im Schnitt siehts dann wirklich so aus, das die Mitarbeiter produktiver
    > > sind. In Wirklichkeit war aber nur gut die hälfte produktiver und die
    > > andere knappe hälfte hat weniger gearbeitet. Unterm Strich zwar
    > > produktiver, aber eben unfair verteilt.
    > >
    > > Dazu kommt noch die Tatsache, das die kinderlosen Haushalte oft mehr
    > > arbeiten als die mit Kindern weil die teilweise einfach ihre Kinder aus
    > dem
    > > Kindergsarten nehmen weil sie ja "eh Zuhause sind" aber wenn man die
    > dann
    > > anruft, sind sie nie erreichbar und rufen erst 2-3 Stunden später zurück
    > > weil sie "kurz mit dem Kind im Garten" waren.
    > > Und das war bei uns auch schon vor Corona so bei 50% Telearbeit.
    > > Ich habe kein problem damit, wenn man mal auf die Kinder aufpasst weil
    > sie
    > > krank sind oder der Kindergarten wegen Streik geschlossen ist. Aber die
    > > Kinder komplett aus der KiTa zu nehmen weil wegen jeweils 50% Telearbeit
    > > immer ein Elternteil Zuhause ist und dann dauerhaft während der Arbeit
    > auf
    > > 2-4 jährige Kinder aufzupassen finde ich dann teilweise echt unfair.
    > >
    > > Dazu kommt leider auch eine soziale ungerechtigkeit. Gerade die
    > schlechter
    > > bezahlten Jobs wie Poststelle, Pförtner, Hausmeister und co. müssen auch
    > > derzeit mindestens 50% die Woche ins Büro wärend die meisten Bürojobs
    > > derzeit 100% zuhause bleiben dürfen. Das weckt leider auch eine Menge
    > Neid.
    > > Vor Corona hatten alle Mitarbeiter 50% und der Pförtner der Zuhause saß
    > hat
    > > die Telefonate entgegen genommen und die Leute der Poststelle haben
    > Zuhause
    > > Emails weitergeleitet.
    > >
    > > Bei meiner Schwester gibts erst seit Corona Telearbeit und da sind
    > > tatsächlich viele hochmotiviert. Unter der Hand geben da aber auch viele
    > > zu, dass sie das nur machen, um den Geschäftsführer dazu zu bringen,
    > auch
    > > nach Corona Telearbeit beizubehalten. Wenn das aber erstmal produktiv
    > > eingeführt wurde nach Corona wird der Geschäftsführer das nichtmehr so
    > > einfach los und dann wird die Produktivität, zumindest in der Firma
    > meiner
    > > Schwester, signifikant nachlassen.
    >
    > Bei all den erwähnten Situationen habe ich nur die Frage wie viele von
    > denen haben ihre Arbeit nicht erledigt? Wenn man massiv mit seiner Arbeit
    > hinten dran ist, dann fällt so etwas recht schnell auf.
    Wollte gerade sagen das fällt aber dann auf. Wir fahren einen scrum Prozess Großteil mit all den von mecki erwähnten Punkten. Wenn da einer massiv slackt merkst das wenn der regelmäßig die geschätzten Zeiten sprengt. Wenn einer so 1h /Tag slackt merkt man das ned wirklich und bei home office wahrscheinlich dann egal weil immer noch produktiver. Aber wenn wer so extrem wie beschrieben (österreichisch) owezahrt fällt in so einem Prozess das doch sofort auf. Hey warum hast du für das und das so lange gebraucht. Ich spreng auch manchmal die geschätzte Zeit der tickets, aber das liegt daran weil wir uns einfach wirklich verschätzt haben, und oft passiert das nicht. Ausserdem wenn das perment passiert gehen doch irgendwann die ausreden aus warum das so lang gedauert hat. Das gibt's ned dass der typ jedes mal bei einem Ticket technische unvorhergesehene Komplikationen hatte. Da gibt's dann zwei Schlußfolgerungen. Entweder ist er unfähig oder slackt. Was auch immer schmeichelhafter ist.

  9. Re: Im Homeoffice stieg die Produktivität

    Autor: Ottmar West 05.04.21 - 20:19

    Er meinte, als die Sperre begann, sei die Produktivität gestiegen. Aber mit der Zeit kam es tiefer und tiefer. Sie haben angefangen, weniger an Arbeit als an Kochen zu denken, während Sie putzen und die Kinder dazu bringen, mehr an Sie zu denken. All diese Faktoren wirken sich auf Ihre Produktivität aus. Diejenigen, die alleine in der Wohnung leben, sind sehr gestresst, weil sie in der Vergangenheit zumindest mit Menschen bei der Arbeit gesprochen haben. Jetzt hast du nur noch Mauern und schreiende Nachbarn. Dies waren die Gründe, warum ich mich entschlossen habe, vor der Pandemie einen Coworking Space zu mieten. Und jetzt muss ich zu Hause bleiben. Schreckliche Situation, wenn Sie mich fragen.

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