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Verschiedene Modelle - wir versuchen auch eines

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  1. Verschiedene Modelle - wir versuchen auch eines

    Autor: velo 10.03.21 - 16:29

    Es gibt da diverse Modelle. Manche, scheinbar auch bei Sipgate, legen 6h fest und dann muss man es beenden.

    Da wir gerade ein Startup aufziehen, versuchen wir ein anderes Modell:
    - Es bleibt den Entwicklern überlassen, wieviel sie arbeiten.
    - Wer aber nach 6h geht, sollte das mit gutem Gewissen machen und nicht das Gefühlt haben, dass er nichts geschafft hat.
    - Es wird nicht einfach so jedem ermöglicht, sondern mit den Entwicklern dahin geführt. Vor allem was effizientes Arbeiten ausmacht.

    Da gibt es bestimmt noch einiges zu lernen und man muss Erfahrung sammeln. Ich glaube auch nicht, dass eine 5x6h funktioniert, also dass man immer alles in 6h am Tag schafft. Das fix einzuplanen halte ich für einen Fehler. Aber dem Mitarbeiter die Option zu geben finde ich gut. Es soll niemand, der total effizient 6h gearbeitet hat, ausgelaugt ist, dann noch 2h bleiben, weil es so erwartet wird.

  2. Re: Verschiedene Modelle - wir versuchen auch eines

    Autor: Michagnom 10.03.21 - 21:25

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wir gerade ein Startup aufziehen, versuchen wir ein anderes Modell:
    > - Es bleibt den Entwicklern überlassen, wieviel sie arbeiten.
    Das haben schon viele versucht. Am Ende wars dann aber so, dass die Entwickler sogar deutlich länger als eine "normale" Arbeitszeit (also so 7-8 Stunden) blieben. Nicht weil sie solange hochproduktiv waren oder es unbedingt wollten. Der Druck ist dann einfach da wenn der Chef da morgens duchs Büro läuft will jeder schon da sein und wenn der Chef Abends abhaut, will auchnoch jeder da sein. Kaum jemand traut sich nach dem Chef zu kommen und vor ihm zu gehen. Für das Startup ist das zwar erstmal super. Die Mitarbeiter powern sich da aber ohne Ende aus und sind blitzschnell verbrannt.

    In Deutschalnd bzw. Europa ist soein Model aber ja garnicht möglich mit der Stundenerfassung und Arbeitsverträge ohne genaue Stundenzahl.

    Reine Arbeitsleistung kannst du aber auchnicht in den Arbeitsvertrag schreiben, das ginge dann nur über Selbstständige Leute aber da muss man mit Scheinselbstständigkeit aufpassen. Dazu noch Mindestlohn usw.

  3. Re: Verschiedene Modelle - wir versuchen auch eines

    Autor: Dino13 11.03.21 - 13:42

    velo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt da diverse Modelle. Manche, scheinbar auch bei Sipgate, legen 6h
    > fest und dann muss man es beenden.
    >
    > Da wir gerade ein Startup aufziehen, versuchen wir ein anderes Modell:
    > - Es bleibt den Entwicklern überlassen, wieviel sie arbeiten.
    > - Wer aber nach 6h geht, sollte das mit gutem Gewissen machen und nicht das
    > Gefühlt haben, dass er nichts geschafft hat.
    > - Es wird nicht einfach so jedem ermöglicht, sondern mit den Entwicklern
    > dahin geführt. Vor allem was effizientes Arbeiten ausmacht.
    >
    > Da gibt es bestimmt noch einiges zu lernen und man muss Erfahrung sammeln.
    > Ich glaube auch nicht, dass eine 5x6h funktioniert, also dass man immer
    > alles in 6h am Tag schafft. Das fix einzuplanen halte ich für einen Fehler.
    > Aber dem Mitarbeiter die Option zu geben finde ich gut. Es soll niemand,
    > der total effizient 6h gearbeitet hat, ausgelaugt ist, dann noch 2h
    > bleiben, weil es so erwartet wird.

    Als Entwickler hast du das Problem, das es immer etwas gibt, wo es dann weiter geht. Wenn ich ans debuggen denke, wie viel Zeit da verbraten werden kann.
    Deswegen, gerade bei Entwicklern muss man auch mal ein Cut machen.
    Wir sind bei uns alle angehalten nicht mehr als 30 Überstunden zu haben und diese auch schnellstmöglich abzubauen.

    Euer Modell zieht aber darauf ab Druck auf die Leute aufzubauen, weil sie noch nicht produktiv genug waren. Das ist aber der normale Zustand bei Startups, man tut so als sei man Flexibel aber gelebt wird etwas anderes.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.03.21 13:43 durch Dino13.

  4. Re: Verschiedene Modelle - wir versuchen auch eines

    Autor: velo 13.03.21 - 00:31

    Dino13 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Euer Modell zieht aber darauf ab Druck auf die Leute aufzubauen, weil sie
    > noch nicht produktiv genug waren. Das ist aber der normale Zustand bei
    > Startups, man tut so als sei man Flexibel aber gelebt wird etwas anderes.

    Interessanter Einwand. Also das Ziel ist es wirklich nicht, Druck aufzubauen.

    Da ich selbst Entwickler bin, weiss ich, dass es irgendwann einfach nicht mehr geht.
    Wenn man dann nach zb 6h einfach ausgepauert ist, weil man intensiv bei der Sache war, sollte man IMHO gehen dürfen. Warten bis auf der Uhr 8h vollendet sind, ist totale Zeitverschwendung. Lieber zu Hause erholen und als Arbeitgeber bekommt man am nächsten Tag einen eher ausgeruhten Mitarbeiter wieder.

  5. Re: Verschiedene Modelle - wir versuchen auch eines

    Autor: velo 13.03.21 - 00:39

    Michagnom schrieb:

    > In Deutschalnd bzw. Europa ist soein Model aber ja garnicht möglich mit der
    > Stundenerfassung und Arbeitsverträge ohne genaue Stundenzahl.

    Es ist in der Tat ein Problem, so etwas in einen Vertrag zu packen. Und ja im Arbeitsvertrag steht deswegen tatsächlich 40h Woche aber mit Vertrauensarbeitszeit. Was man dann daraus macht, ist ein ganz anderes Thema.

    Dabei setze ich einfach darauf, dass die Mitarbeiter es eben anders erleben. Es ist dann also die Kultur die man lebt und die Mitarbeiter bilden sich ihr Urteil.

    Festzustellen, ob jemand im allgemeinen effizient ist, ist die eigentliche Problematik. Auch besteht als Beobachter die Gefahr, dass man nicht erkennt, wieviel Arbeit jemand eigentlich macht. Das bekommt man vermutlich am besten mit durch Austausch und direkter Zusammenarbeit.

    Dabei sei angemerkt, dass ich es nicht daran messe, wieviel jemand vor dem PC sitzt. Ganz im Gegenteil; ich glaube die guten Ideen kommen, wenn man eben nicht am PC sitzt.

    Ja mal abwarten, es ist auch Neuland für uns, aber einen Versuch wert, um herauszukommen aus dem 8-Stunden-Schema - das hat IMHO in der IT nichts zu suchen.

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