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Moore's Law und der Stromverbrauch

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
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  1. Moore's Law und der Stromverbrauch

    Autor: c0t0d0s0 22.08.11 - 12:31

    Wenn man die ARM-Leute so reden hört, könnte man fast denken, sie missverstehen Herrn Moore: Er hat nicht gesagt, dass sich der Stromverbrauch alle 18 Monate verdoppelt. Wäre auch bescheuert.

  2. Re: Moore's Law und der Stromverbrauch

    Autor: JoePhi 22.08.11 - 13:00

    Wo sagen ARM-Leute denn das?

    Sie sagen nur, dass komplexere Schaltkreise mehr Strom verbrauchen, weil zu einer Zeit eben mehr Schaltkreise gleichzeitig unter Saft stehen müssen, um zu funktionieren.

    Das Problem ist eben, dass in Akku-Leistung zu wenig Entwicklungsgeld fliesst. Hier muss etwas getan werden.

    Weniger Stromverbrauch bei mehr Leistung ist ein Vorgang, der irgendwann nicht mehr funktioniert ...

    *******************
    'Zitate in der Signatur sind wirklich albern und überflüssig.'

    P. Machinery

  3. Gut das Akkus noch so schwach sind

    Autor: BasAn 22.08.11 - 13:36

    > Das Problem ist eben, dass in Akku-Leistung zu wenig Entwicklungsgeld
    > fliesst. Hier muss etwas getan werden.

    Finde ich nicht! Nicht weil ich längere Akkulaufzeiten nicht gut fände, sondern weil dies vom [US-] Militär gleich für Drohnen/Roboter und dergleichen mißbraucht werden wird, noch sind die gerade wegen der geringen Akkulaufzeiten eingeschränkt.

    Deshalb: mögen die Akkus weiterhin so schwach sein!

  4. Re: Gut das Akkus noch so schwach sind

    Autor: Seasdfgas 22.08.11 - 13:45

    sie sagen doch nicht, das der stromverbrauch verdoppelt wird.
    die entwicklung der akkuleistung hält nur nicht mit dem steigenden verbrauch mit, der durch neue techniken und mehr transistoren entsteht.

  5. Re: Moore's Law und der Stromverbrauch

    Autor: Oberst 22.08.11 - 15:43

    JoePhi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist eben, dass in Akku-Leistung zu wenig Entwicklungsgeld
    > fliesst. Hier muss etwas getan werden.

    Hallo,
    das sehe ich nicht so:
    Aktuell kommt in den Bereich nicht nur haufenweise Geld der IT Industrie, sondern auch der Automobilhersteller, von Energieversorgungs-Unternehmen und natürlich auch vom Militär (besonders das hat immer ein hohes Budget und daher bringt das meist auch deutliche Schritte nach vorne mit sich, auch wenn die Nutzung der Technik dann sicherlich nicht jedem gefällt). An den Forschungs-Budgets der Akku Hersteller kann es daher nicht liegen.

    Die Ausgaben für die Entwicklung sind nämlich sicherlich so hoch wie nie zuvor, nur kann man in dem Gebiet einfach keine so großen Schritte machen, wie in der IT Chipfertigung, wo man einfach nur einen Shrink machen muss, und schon hat man das Moore'sche Law erfüllt...

    ARM hat sich auf mobile Endgeräte spezialisiert, daher sind sie natürlich stark von der Akkulaufzeit abhängig. Aber wenn man bedenkt, dass vor einem Jahr der übliche Fertigungsprozess noch bei 65nm war und Anfang nächstes Jahr bereits auf 28nm gewechselt werden soll, dann hat ARM hier einfach in 2 Jahren erhebliche Sprünge gemacht und wird nächstes Jahr fertigungstechnisch up to date sein, während man letztes Jahr noch 1-2 Schritte hinter der Konkurrenz war.
    Der nächste Shrink wird aber dann auf sich warten lassen müssen, weil technisch einfach nicht mehr drin ist. Daher versucht man scheinbar jetzt schon, das Problem der anstehenden Stagnation auf die Akku Hersteller zu schieben.

    Hätte man sich bei ARM nur halbwegs an das Moore'sche Law gehalten, dann hätte man diese Probleme aber nicht so stark, aber hier wollte man lieber gleich mit x86 konkurrieren, anstatt in seinem Kerngeschäft stark zu bleiben.
    Wie Herr Segars selbst sagte, besagt dieses "Gesetz" eine Verdoppelung der Schaltungskomplexität in 18 Monaten. Bei ARM wird man aber innerhalb von 2 Jahren die Komplexität mehr als vervierfacht haben. Dass da der Verbrauch entsprechend steigen muss, wenn man da nicht gegensteuert, ist wohl jedem klar.

    Daher wäre es vielleicht doch besser gewesen, wenn man in Sachen Leistung lieber etwas auf die Bremse gedrückt hätte und dafür den Verbrauch konstant gehalten hätte. Die Kunden finden die Leistung zwar durchaus toll, aber die Beschwerden über schlechte Akku Laufzeiten nehmen doch immer weiter zu. Wenn man von vorne herein aber die Leistung nicht so stark steigen lässt, dann fehlt den Kunden die Leistung auch nicht so, mit der Leistung zurückrudern geht halt schlecht.
    Wenn technisch bedingt im Bereich Akkumulator keine so großen Schritte möglich sind, dann muss man eben auch in Sachen Leistung kleinere Schritte machen. So kann man vielleicht nicht so schnell in den PC Bereich einsteigen, aber wenn der Verbrauch der ARM SoCs weiterhin so steigt wie aktuell, wird x86 zwangsweise auch verstärkt in ARM Kernbereiche wie Tablet oder Smartphone eindringen.

    Für ARM besteht daher die reelle Gefahr, dass man mit dem Wunsch, mit AMD und Intel zu konkurrieren, sich deren Geschäftsfeldern zu sehr angenähert hat. Dann kann es eben durchaus kommen, dass nicht nur in einem PC ein ARM SoC werkelt, sondern auch in dem ein oder anderen Tablet oder Smartphone ein Atom oder Bobcat.

    Um es mit einem hier im Forum gerne mal beliebten Auto-Vergleich zu sagen:
    Wenn das neue Auto weniger Reichweite hat als das alte, dann beschwert man sich ja auch nicht bei Schell und Co. dass die nicht schon längst einen 120 Oktan Sprit im Angebot haben, sondern beim Autohersteller, weil der einen Motor mit zu viel Verbrauch für den vorhandenen Tank eingebaut hat...

  6. Re: Moore's Law und der Stromverbrauch

    Autor: Schiwi 23.08.11 - 17:54

    Bei den Akkus wird sehr viel geforscht, ein vielversprechender Ansatz ist z.B. mit Nanostrukturen die innere Oberfläche zu vergrößern

    [www.dradio.de]
    [www.dradio.de]
    [www.dradio.de]

  7. Re: Moore's Law und der Stromverbrauch

    Autor: tilmank 27.08.11 - 22:30

    Oberst schrieb:

    > Aber wenn man bedenkt, dass vor einem
    > Jahr der übliche Fertigungsprozess noch bei 65nm war
    Also mein AMD Phenom II von Mitte 2009 hatte eine Strukturbreite von 45 nm, ganz so heftig ist es nicht. Intel hat ebenfalls noch 2009 die Produktion in 32 nm begonnen, die jetzt aktuell sind.
    Ich würde allerdings nicht ausschließen, dass die üblichen Auftragsfertiger von ARM-Chips etwas hinterherhinken, was die Aufrüstung ihrer Fabriken betrifft.

    > und Anfang nächstes
    > Jahr bereits auf 28nm gewechselt werden soll, dann hat ARM hier einfach in
    > 2 Jahren erhebliche Sprünge gemacht und wird nächstes Jahr
    > fertigungstechnisch up to date sein
    Kann man so nicht sagen, ARM hat ja schließlich keine eigenen Fabriken, sie verkaufen nur die Lizenzen fürs Chipdesign.

    Ansonsten bin ich deiner Meinung.


    "Die Deutsche Rechtschreibung ist Freeware, sprich, du kannst sie kostenlos nutzen. Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen."

    Du fühlst dich durch einen meiner Beiträge provoziert oder persönlich angegriffen? -> ¯\_(ツ)_/¯ http://www.wordforge.net/images/smilies/simpsons_nelson_haha2.jpg

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