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Selbstfahrende Autos können nicht früh genug kommen!

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  1. Selbstfahrende Autos können nicht früh genug kommen!

    Autor: JohnDoes 21.10.20 - 07:31

    In ein paar Jahren lassen sich die Leute entweder von ihren eigenen Autos chauffieren (wenn sie z.B. betrunken sind) oder aber von Robo-Taxen. Wie lange wird das noch dauern? Tesla und Co brauchen noch ca. 5-10 Jahre, bis sie zuverlässig durch die Stadt fahren können. Dann vergehen noch ein paar Jahre, bis sich das alles durchgesetzt hat. Ich schätze, dass in spätestens 20 Jahren die Taxiszene, zumindest in den reicheren Länder, nur noch sehr klein ist und für spezielle Fälle existiert.

  2. Re: Selbstfahrende Autos können nicht früh genug kommen!

    Autor: CptData 22.10.20 - 01:02

    Solange man kein Investment in die Infrastruktur steckt und meint, "Google Maps + Schildererkennung = Autonomes Auto" passiert das genau nicht. Die Erkennungssysteme sind manipulationsanfällig, aber auch Wind und Wetter können die Sicht auf den Schilderwald einschränken und zu Fehlerkennungen führen. Natürlich kann das autonome Auto die Karte abgleichen (Stadtgebiet - 50er Limit - das 120er Schild - ???) und gewisse Korrekturen vornehmen. Aber eben nicht alle. Das autonome Auto ist vor allen Dingen ein "betriebsblinder Idiot", der nur nach Vorgabe tut. Mit echter KI hat das nichts zu tun.

    Gibt aber noch mehr so lustige Dinge: jedes Land hat eigene Verkehrsschilder und Verkehrsregeln. So komplex und überdeutlich ausformuliert wie die StVo gibt's kaum was auf der Welt (fahr mal in Italien oder Spanien und vergleiche das mit Deutschland). Aber selbst hier im Land hat das autonome Auto schlechte Karten, was die Berechenbarkeit der Verkehrsteilnehmer betrifft (z.B. andere Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger). Mein alter Fahrlehrer pflegte zu sagen, dass "vorausschauendes Fahren" und "mit der Dummheit aller anderen rechnen" hilft, Unfälle zu vermeiden.
    Das autonome Auto ist aber ein "betriebsblinder Idiot" und rechnet eben nicht mit der Dummheit anderer und egal wie sehr sich die Ingenieure auch anstrengen mögen, jede mögliche Situation können sie nicht vorhersehen und nicht jeden Edge Case abdecken.

    Außerdem glaube ich nicht, dass ein fahrerloses Taxi billiger ist. Das wird wie bei allen anderen Sachen auch sein, wo man sich den Menschen spart: weniger Service, gleiche Kosten. Wenn ich bei der Schalterdame der Deutschen Bahn ein Ticket mit Beratung kaufe, kostet es mich nicht mehr, als wenn ich mich am Automaten durch den Tarifdschungel kämpfen muss. Der Service der Schalterdame ist "mit drin" im Kartenpreis, der fehlende Service am Automaten führt aber zu keinem Preisnachlass.
    Warum soll also das fahrerlose Taxi billiger sein als der Klassiker?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.10.20 01:08 durch CptData.

  3. Re: Selbstfahrende Autos können nicht früh genug kommen!

    Autor: trinkhorn 22.10.20 - 07:58

    CptData schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange man kein Investment in die Infrastruktur steckt und meint, "Google
    > Maps + Schildererkennung = Autonomes Auto" passiert das genau nicht. Die
    > Erkennungssysteme sind manipulationsanfällig, aber auch Wind und Wetter
    > können die Sicht auf den Schilderwald einschränken und zu Fehlerkennungen
    > führen. Natürlich kann das autonome Auto die Karte abgleichen (Stadtgebiet
    > - 50er Limit - das 120er Schild - ???) und gewisse Korrekturen vornehmen.
    > Aber eben nicht alle. Das autonome Auto ist vor allen Dingen ein
    > "betriebsblinder Idiot", der nur nach Vorgabe tut. Mit echter KI hat das
    > nichts zu tun.
    Naja, ein autonom fahrendes Auto würde seine Geschwindigkeit wahrscheinlich von mehreren Parametern abhängig machen. Einer Davon ist dann die erlaubte Höchstgeschwindigkeit. Die schlechte Sicht bei Wind und Wetter aber sicher ein weiterer. Bei menschlichen Fahrern habe ich oft das Gefühl sie sehen es als Herausforderung so schnell zu fahren wie erlaubt, bzw. 10/20/30 nach Tacho drüber. Mit echter I hat das auch wenig zu tun bei vielen Fahrern.
    > Gibt aber noch mehr so lustige Dinge: jedes Land hat eigene
    > Verkehrsschilder und Verkehrsregeln. So komplex und überdeutlich
    > ausformuliert wie die StVo gibt's kaum was auf der Welt (fahr mal in
    > Italien oder Spanien und vergleiche das mit Deutschland). Aber selbst hier
    > im Land hat das autonome Auto schlechte Karten, was die Berechenbarkeit der
    > Verkehrsteilnehmer betrifft (z.B. andere Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger).
    Finde es jedes mal aufs neue verblüffend, wenn Vorfahrtsschilder in anderen Ländern versuchen die Kreuzungs-geometrie nachzubilden, statt wie in DE einfach ein Standardschild zu sein. Denke aber das einspeichern der Regeln ist jetzt nicht die größte Challenge daran. Weder Tesla (die ja (angeblich?) eigentlich autonom fahren können?) noch Google/Uber/etc. testet seine Systeme Primär in DE, sondern in den USA. Wenn müsstest du also deren "StVO" als Grundlage nehmen um die Komplexität der Logik mit anderen zu vergleichen.
    > Mein alter Fahrlehrer pflegte zu sagen, dass "vorausschauendes Fahren" und
    > "mit der Dummheit aller anderen rechnen" hilft, Unfälle zu vermeiden.
    > Das autonome Auto ist aber ein "betriebsblinder Idiot" und rechnet eben
    > nicht mit der Dummheit anderer und egal wie sehr sich die Ingenieure auch
    > anstrengen mögen, jede mögliche Situation können sie nicht vorhersehen und
    > nicht jeden Edge Case abdecken.
    Sie können nicht jede Situation und jeden Edge Case abdecken. Aber vorausschauendes Fahren geht denke ich mit der passenden Sensorik schon ganz gut.
    > Außerdem glaube ich nicht, dass ein fahrerloses Taxi billiger ist. Das wird
    > wie bei allen anderen Sachen auch sein, wo man sich den Menschen spart:
    > weniger Service, gleiche Kosten. Wenn ich bei der Schalterdame der
    > Deutschen Bahn ein Ticket mit Beratung kaufe, kostet es mich nicht mehr,
    > als wenn ich mich am Automaten durch den Tarifdschungel kämpfen muss. Der
    > Service der Schalterdame ist "mit drin" im Kartenpreis, der fehlende
    > Service am Automaten führt aber zu keinem Preisnachlass.
    > Warum soll also das fahrerlose Taxi billiger sein als der Klassiker?
    Mal ganz abgesehen vom Quasi-Monopol der Bahn, durch welches keine Marktwirtschaftliche Preisfindung stattfindet: Das Bahnpersonal an den Bahnhöfen wird im Overhead mit gezahlt. Egal ob du dein Ticket am Automaten oder am Schalter kaufst. Genau wie die Self-Check-out Kassen in manchen Supermärkten oder bei IKEA. Beraten/Kassieren sind eben nicht wirklich wertsteigernde Tätigkeiten aus Kundensicht, sondern eine Notwendigkeit um bestimmte Zielgruppen überhaupt zu erreichen. Würde man dafür extra Geld nehmen, würde es weniger angenommen und man würde weniger Tickets verkaufen. Das wäre also wahrscheinlich keine zusätzliche Einnahmequelle.
    Das fahren des Taxis ist aber eben DIE wertschöpfende Tätigkeit beim Taxi fahren. Da gibt es dann sicher eine Nische für Leute die einen menschlichen Fahrer bevorzugen, aber am Ende wäre das ein Sparpotential um die Konkurzen die Fahrer einsetzt preislich auszustechen. Wenn die Kosten pro km von 10Ct auf 5Ct fallen, zwingt ja niemand den Dienstleister 5Ct Ersparniss an den Kunden weiterzugeben. schon mit 2Ct Preisreduktion können sie die Konkurenz ausstechen UND sind Profitabler.
    Der Vergleich zu deinem Bahnbeispiel ist hier eben schon jetzt UBER: sofern der Enkel es nicht regelmäßig erklärt wie es funktioniert, haben die die Zielgruppe der alten Omas die 2 mal die Woche zum Einkaufen und 3 mal zum Arzt fahren komplett ausgeschlossen, weil sie sich die Zentrale inklusive Beratung, etc. und telefonischer Abwicklung dank App sparen. Wie ein Fahrscheinautomat, der manche Menschen überfordert.

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