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  5. › Automatisierung: Bahn testet…

Arbeitsplätze

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  1. Arbeitsplätze

    Autor: Invertiert 01.09.20 - 08:44

    Die Bahn leidet unter diesem Wirtschaftlichkeitsproblem des händischen Kuppeln. Es wurde schon vor ca. 30 Jahren, soweit ich mich errinnere, probiert die automatischen Güterwaggonkupplungen einzuführen (zumindest in Österreich). Gescheitert ist es an Arbeitnehmervertretern wegen den Arbeitsplätzen.
    ich denke es wird Zeit, dass die neuen Kupplungen eingeführt werden.

  2. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Captain 01.09.20 - 09:08

    Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...

  3. Re: Arbeitsplätze

    Autor: alabiana 01.09.20 - 09:17

    Also sorgen wir dafür, dass eine der ökologischsten Güterverkehre immer im Nachteil gegenüber dem LKW bleibt? Sehr gute Einstellung. Es heißt ja nicht dass man die Leute einfach rauswirft. Durch Umschulungen kann man im selben Konzern die Leute ebenso unterbringen. Die Kupplungen sind aber lange überfällig, um der LKW Branche endlich den Kampf anzusagen und die Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen.

  4. Re: Arbeitsplätze

    Autor: M.P. 01.09.20 - 09:28

    Außerdem: Die Umstellung der Güterwagen (gut 80000 DB-eigene, weitere 75000 in anderer Hand) wird ca 10 Jahre dauern - das wird jedenfalls für Arbeit sorgen ...

    Im Rangierer-Beruf ist es eh schon in den letzten Jahren zu einer Verdichtung gekommen:
    Die Rangierlok wird von Rangierer mit einem Fernbedienpult in einem Tragegurt vor den Bauch geschnallt gesteuert - der Lokführer ist eingespart.

    Das ist schon körperliche Hochleistung, den ganzen Tag die Lok bedienen, mit dem schweren Bedienpanel vor dem Bauch zwischen die Waggons krabbeln, auf die Plattform eines geeigneten Güterwaggons steigen, oder neben dem fahrenden Zug mitlaufen ... Rente mit 67 ist für DIESEN Beruf sicherlich keine gute Idee ...

  5. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Steven Lake 01.09.20 - 09:39

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis
    > stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...

    Ja das ist der Sinn an der Sache. Man kann nicht den Fortschritt aufhalten, weil man keinen Arbeitsplatz streichen will. Bitte schmeiß dein Wecker weg und Bezahl jemand, der dich morgens Weckt. Schmeiß auch bitte ein Handy weg und bezahle gefälligst jemanden dafür, das er ein Telefonat für dich verbindet. Du ließt Nachrichten Online? Was ist mit dem armen Zeitungsträger und dem Drucker?

    Arbeitsplätze kommen und gehen und da darf man sich nicht in den Weg stellen. Wichtiger ist, dass man mal einen vernünftigen Plan für diejenigen aufstellt, deren Arbeitsplätze weg fallen. Je nach Alter kann man die Umschulung vergessen und einen neuen Job zu finden, wird ab einem gewissen Alter auch nicht mehr so leicht.

  6. Re: Arbeitsplätze

    Autor: mke2fs 01.09.20 - 10:00

    Das würde bei mir so oder so passieren da ich nicht in einem Halbstaatlichen Konzern arbeite wo man darauf Rücksicht nimmt.

    Arbeitsplätze sind kein Grund Fortschritt zu verhindern.
    Zumal es sich hier um sehr ungemütlichen und sehr gefährliche Arbeitsplätze handelt.
    Wenn man diese Gefahren vermeiden kann wäre es gut sie zu vermeiden.

    Generell werden wir uns wohl ein anderes Konzept als Harz 4 überlegen müssen für Menschen die nicht mehr arbeiten können/ihrem Job nicht mehr nachgehen können.
    Deutschland ist ein reiches Land, wir konnten eben die Lufthansa mit 9 Milliarden retten (und die schmeißt zum Dank dann 20000 Leute raus, dafür sparen wir das Toilettenpapier in den Schulen ein).
    Wenn wir noch mal 9 Milliarden nehmen (wir haben es ja offensichtlich) und denen deren Jobs nicht mehr existieren ein bedingungsloses Grundeinkommen geben oder zumindest eine Art Übergangsgeld von 1500 Euro damit sie sich neu strukturieren können, dann reicht das für 6.000.000 Mann/Monate oder in Worten Sechs Millionen Mann/Monate.
    Ich weiß nicht wie viele Rangierer es in Deutschland gib, aber sicher keine Millionen, keine 100 000, auch keine zehntausende, eher einige Tausend - also kein Ding.
    Dann können wir auch gleich noch die Braunkohle-Tagebaue schließen, da fallen dann auch noch mal ein paar wenige Hundert bis Tausend Arbeitsplätze weg, dann haben wir das Problem auch gelöst.

  7. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Bouncy 01.09.20 - 10:16

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis
    > stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...
    Das ist doch völlig normal und in Ordnung so, wenn jemand oder etwas meine Arbeit besser und günstiger machen kann oder sie gar nicht mehr benötigt, dann muss ich weg. Ist schon passiert und wird wieder passieren, aber das ist doch nichts Schlimmes und da bin ich auch keinem Kunden böse. Wie idiotisch wäre das denn?! Dann muss ich eben meine Kenntnisse anpassen an das, was der Markt im Moment braucht und schon geht es weiter.
    Probleme treten immer dann auch, wenn der AG sich nicht traut zu entlassen oder der AN trotz seiner Untauglichkeit klammert. Schade auch, wenn Gesetze hier eine höhere Dynamik verhindern...

  8. Sicher?

    Autor: 486dx4-160 01.09.20 - 10:18

    Invertiert schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Bahn leidet unter diesem Wirtschaftlichkeitsproblem des händischen
    > Kuppeln. Es wurde schon vor ca. 30 Jahren, soweit ich mich errinnere,
    > probiert die automatischen Güterwaggonkupplungen einzuführen (zumindest in
    > Österreich). Gescheitert ist es an Arbeitnehmervertretern wegen den
    > Arbeitsplätzen.
    > ich denke es wird Zeit, dass die neuen Kupplungen eingeführt werden.

    Deine Geschichte klingt stark unglaubwürdig.
    Wie soll Österreich im Alleingang andere Güterwaggonkupplungen einsetzen? Das funktioniert weder technisch noch organisatorisch. Die Wagen und Loks werden international eingesetzt.

    Es gab Mitte der 80er mal den Versuch, das Güterverkehrs-Kupplungssystem in Europa auf was Halbautomatisches umzustellen - aber dann kam die Wende, dann die Privatisierungswelle, und so blieb es beim Versuch. Jetzt geht's offenbar endlich weiter.

  9. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Huanglong 01.09.20 - 10:22

    Man darf auch nicht vergesse, dass die Kapazität mal eben um 40% steigen soll, das muss auch irgendwer rumfahren, dann werden eben einige der Arbeiter zu Zugführern weitergebildet, ist ja auch kein Hexenwerk und braucht man kein Studium für.

  10. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Tuxraxer007 01.09.20 - 10:30

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Rangierlok wird von Rangierer mit einem Fernbedienpult in einem
    > Tragegurt vor den Bauch geschnallt gesteuert - der Lokführer ist
    > eingespart.
    Ich würde eher mal sagen, das der Rangierer eingespart wird, Lokführer kann nicht jeder "spielen"

    Das ist übrigens schon seit Jahrzenhten üblich - vor über 25 Jahren hatte ich einen Kollegen in der Technikerschule, dessen AG diese Fernsteuersysteme für diverse Bahngesellschaften baute u.a. eben auch für die DB

  11. Re: Arbeitsplätze

    Autor: krakos 01.09.20 - 11:03

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis
    > stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...


    Du würdest auch lieber noch in Wagen fahren, die von Pferden gezogen werden...

  12. Re: Arbeitsplätze

    Autor: TheUnichi 01.09.20 - 11:29

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis
    > stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...

    Was ist das denn für eine Rückwärts-Einstellung?

    Wenn mein Arbeitsplatz gehen muss, weil die Technik ihn überholt, dann schule ich um. Was denn sonst? Den Rest meines Lebens rumheulen, dass die Welt sich ohne mich weiterdreht?

    Berufe kommen und gehen, das ist völlig normal. Deshalb soll man im Leben flexibel bleiben und sich nicht von einem einzigen Arbeitgeber abhängig machen, sondern seine individuellen Fähigkeiten fördern und ausleben.

    Das propagiert man ja nicht aus Spaß.

  13. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Anonymer Nutzer 01.09.20 - 12:04

    Zumal man auch bedenken muss dass es ein Arbeitsplatz ist welchem der Nachwuchs absterben wird.

  14. Re: Sicher?

    Autor: Invertiert 01.09.20 - 14:42

    Boah genau weiß ich das auch nicht, ist nicht mein Spezialgebiet, der Eisenbahnwesen Professor hat das so in etwa in der Vorlesung gesagt.

  15. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Bonarewitz 01.09.20 - 18:03

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis
    > stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...

    Das dürfte nicht passieren:
    https://www.handelsblatt.com/unternehmen/dienstleister/schienenverkehr-die-bahn-will-investieren-doch-86-prozent-der-belegschaft-stehen-vor-der-rente/26091146.html

  16. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Eheran 01.09.20 - 20:40

    Heilige Scheiße.
    >bei der für Neu- und Ausbau verantwortlichen DB Netz AG bis 2030 rund 39.000 Eisenbahner in den Ruhestand gehen werden. Das sind 86 Prozent der Belegschaft.
    >Die Bahn plant aber nach eigenen Angaben, nur 36.500 neue Eisenbahner einzustellen.
    >Schon heute sind rund 600 Stellen nicht besetzt.
    >ein Rätsel, wie die Bahn bei steigendem Investitionsvolumen mit sinkendem Personal auskommen will.

  17. Re: Arbeitsplätze

    Autor: Trockenobst 01.09.20 - 23:20

    Captain schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es, wenn man deinen AP digitalisiert und dich aufs Abstellgleis
    > stellt, weill du zu ineffizient und langsam bist...

    Da gibt es so viele Bahnhöfe die total runter gearbeitet wurden, es gibt angeblich keine Leute die Glasfaserleitungen legen können, Schulen finden keine Firma die Renovieren kann,
    aber wir jammern über abgezockte LKW Fahrer und Leute die Züge zusammenstecken.
    Es gibt genug da draußen zu tun. Es dauert 3-6 Monate in der Großstadt bis ein Team dazu kommt eine nicht kritische Delle im Straßenbelag zu fixen.

    Wer dicke schwere Züge verbinden kann, für den ist das einsetzen eines einfachen Fensters bei der Schulrenovierung eher leicht.

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