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Host-Anwendungen...

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  1. Host-Anwendungen...

    Autor: Anonymer Nutzer 30.09.19 - 10:29

    Ich bin zwar in keiner Bank, aber in einer Versicherung, da gibt es einige Parallelen.
    Und ich glaube ein großes Problem, welches sich auch immer weiter zuspitzen wird, sind die in Rente gehenden Host-Leute.
    Arbeiten am Host ist ein Drahtseilakt, und das gesamte Operative Geschäft hängt davon ab.
    Man macht unfassbar schnell Dinge kaputt, und braucht dann lange um das wieder zu reparieren.
    Und ich denke sowas hat auch einen gewissen Einfluss. Wenn da mal einer einen kleinen Fehler macht, dauert es ggf Stunden bis es wieder läuft.

    Dazu kommen dann auch die typischen Herstellerprobleme - VPN-Gateways mit LDAP-Problemen, Netzwerkgeräte bei denen auch der Hersteller nicht weiß warum das Gerät so gehandelt hat, Firewalls die sich unter Last anders verhalten als ohne Last...

  2. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: sg-1 30.09.19 - 11:12

    Man muss sich unbedingt lossagen von dem uralt Zeugs, das keiner mehr lesen kann und keiner anfassen will.

    Mainframe vs handelsübliche Server. Wenn dann noch jemand da her kommt, und möchte Container auf Mainframe laufen lassen, dann ist das ein scharlatan. Die Vorteile soll er erst Mal aufzeigen

  3. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: Anonymer Nutzer 30.09.19 - 11:21

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss sich unbedingt lossagen von dem uralt Zeugs, das keiner mehr lesen
    > kann und keiner anfassen will.
    >
    > Mainframe vs handelsübliche Server. Wenn dann noch jemand da her kommt, und
    > möchte Container auf Mainframe laufen lassen, dann ist das ein scharlatan.
    > Die Vorteile soll er erst Mal aufzeigen

    Stimmt natürlich, aber oft sind die Systeme so alt dass niemand mehr zu 100% weiß, was die Kiste insgesamt alles macht. Die läuft und läuft, solange Mensch keinen Fehler macht. Aber das migrieren ist ein Aufwand von Jahren, wenn nicht Jahrzehnten.
    Z-Cloud von IBM gibt es auch nicht umsonst - IBM betreut das System, die kriegen anscheinend ihren Host-Nachwuchs.

  4. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: Bluejanis 30.09.19 - 15:51

    Das weiß man aber nicht sicher.
    Niemand weiß was für Spezialverhalten und welche Bugs vorhanden sind. Ob das wirklich läuft, lässt sich eigentlich nicht beurteilen. Und viel Spaß beim Fehler suchen in so ner Codebase.

    Dass es dauerhaft stabil läuft und scheinbar auch funktioniert ist ja toll, aber reicht das wirklich? Braucht man in der Finanzbranche die Sicherheit nicht?

  5. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: crash 30.09.19 - 16:28

    Naja ein Vorteil würde mir halt direkt einfallen. Die Container dokumentieren sich selbst, da z.B. bei Docker alles in der Dockerfile steht, was gemacht werden muss um die Anwendung zum laufen zu kriegen. Da hat halt keiner irgendwann mal manuell Sachen installiert und konfiguriert.

    Dann kann ich diesen Build laufend wiederholen und auch lokal bequem testen.

  6. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: holgerscherer 30.09.19 - 19:02

    Snowi schrieb:

    > Z-Cloud von IBM gibt es auch nicht umsonst - IBM betreut das System, die
    > kriegen anscheinend ihren Host-Nachwuchs.

    Die "kriegen" den nicht. Die "machen" den. Denn eins, was unsere Wirtschaft wirklich nicht kann, ist Fortbildung. Man erwartet, daß die Absolventen das praxisgerecht können, was "die Wirtschaft" gerade benötigt. Mit dem Ergebnis, daß man inzwischen Leute findet, die entweder Windows oder Linux können, oder nur Linux mit Oracle, oder nur Windows mit MS SQL Server, oder was auch immer. Blick über den Tellerrand geht sowieso nicht.

    Und dann wird gejammert, daß keine Fachkräfte da sind.

  7. Re: Host-Anwendungen... oh Gott, wenn ich das Gejammere höre

    Autor: Toni32 30.09.19 - 22:04

    Snowi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin zwar in keiner Bank, aber in einer Versicherung, da gibt es einige
    > Parallelen.
    > Und ich glaube ein großes Problem, welches sich auch immer weiter zuspitzen
    > wird, sind die in Rente gehenden Host-Leute.
    > Arbeiten am Host ist ein Drahtseilakt, und das gesamte Operative Geschäft
    > hängt davon ab.
    > Man macht unfassbar schnell Dinge kaputt, und braucht dann lange um das
    > wieder zu reparieren.
    > Und ich denke sowas hat auch einen gewissen Einfluss. Wenn da mal einer
    > einen kleinen Fehler macht, dauert es ggf Stunden bis es wieder läuft.

    Also ich habe die letzten Jahre für Großbanken gearbeitet, und muß die Aussagen relativieren:

    Das Problem waren bei uns die Massen von hinzu gebastelten AddOns, welche die alte Kernbank-Software mit dem Meldewesen verknüpfen. Das sind schnell mal 30, 40, 50 Schnittstellen, die da tagtäglich bedient werden müssen, und die jede mögliche Transaktion wie vom Gesetzgeber gewünscht im Meldewesen der EU und des Bundes abbilden müssen. Sodann muß alles widerspruchsfrei, fehlerfrei und revisionssicher sein, IFRS gerecht und nach ISO perfekt dokumentiert.

    Es ist tatsächlich so, daß Dutzende, wenn nicht Hunderte von Programmierern mit nichts anderem beschäftigt sind. Wenn es klemmt, dann mit ziemlicher Sicherheit nicht im 30 Jahre alten COBOL-Code der Kernbank-Anwendung, sondern bei den gebastelten AddOns der letzten 10 Jahre, für die keine Kernmannschaft zuständig war, sondern die von mehreren Tausend Leih-Programmierern in der Regel ohne Gesamtkonzept und ohne Vorgaben zusammen gefrickelt worden sind. Das Glanzstück sind in der Regel die von Indern gelieferten Programme, die meist völlig unbrauchbar sind, weil niemand durchdachte Vorgaben geliefert hat, sondern nur Stückwerk. Wenn irgendwas aus dem Ruder läuft, hat man dann gleich die nächste Bescherung, darf tagelang analysieren, und wie man die Kuh vom Eis kriegt, ohne daß es gleich wieder an anderer Stelle knallt.

    Wir hatte z.B. mehrere DataWare-Häuser, die allesamt mißlungen waren. Um jedes DWH wird ca. 1 Jahr lang gekämpft, bevor man das Ding aufgibt, und zur nächsten Generation übergeht, meist ohne die Totgeburt des Vorjahres zu beerdigen. Ganze wird immer komplizierter, und das bedeutet nichts Gutes.

    Also ich würde mich freuen, wenn der Bund und die EU Basel 1, -2 und -3 wieder sterben lassen würden, und die IT der Banken wieder mal was Vernünftiges machen dürfte. Die Kernbank-Software wurde jahrelang vernachlässigt, weil sie ja hinlänglich gut läuft (mit minimalstem Wartungsaufwand), und weil die AdddOns und Rucksäcke das meiste Geld verschlungen haben.

    Wenn da jetzt einer neue Kernbanksoftware fordert, geht es ihm sicher nur ums ganz große Geschäft. Dann geht es um Milliarden, die das die Großbanken kostet, und die kleinen Banken ruiniert, bzw. zum Tode verurteilt.

    Die Bürokratie ist halt ein Monster

  8. Re: Host-Anwendungen... oh Gott, wenn ich das Gejammere höre

    Autor: freebyte 30.09.19 - 22:39

    Toni32 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] Wenn es klemmt, dann mit ziemlicher Sicherheit nicht im 30 Jahre
    > alten COBOL-Code der Kernbank-Anwendung, sondern bei den gebastelten
    > AddOns der letzten 10 Jahre, für die keine Kernmannschaft zuständig war,
    > sondern die von mehreren Tausend Leih-Programmierern in der Regel
    > ohne Gesamtkonzept und ohne Vorgaben zusammen gefrickelt worden sind.
    > Das Glanzstück sind in der Regel die von Indern gelieferten Programme,
    > die meist völlig unbrauchbar sind, weil niemand durchdachte Vorgaben
    > geliefert hat, sondern nur Stückwerk.

    +1

    fb

  9. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: johnripper 30.09.19 - 23:59

    Banken, Versicherungen, Zahlungsdienstleister und nicht zuletzt die Kreditkartenanbieter.

    Sie alle haben genau die oben genannten Themen.

  10. Re: Host-Anwendungen... oh Gott, wenn ich das Gejammere höre

    Autor: eechauch 01.10.19 - 11:00

    Toni32 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Snowi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich bin zwar in keiner Bank, aber in einer Versicherung, da gibt es
    > einige
    > > Parallelen.
    > > Und ich glaube ein großes Problem, welches sich auch immer weiter
    > zuspitzen
    > > wird, sind die in Rente gehenden Host-Leute.
    > > Arbeiten am Host ist ein Drahtseilakt, und das gesamte Operative
    > Geschäft
    > > hängt davon ab.
    > > Man macht unfassbar schnell Dinge kaputt, und braucht dann lange um das
    > > wieder zu reparieren.
    > > Und ich denke sowas hat auch einen gewissen Einfluss. Wenn da mal einer
    > > einen kleinen Fehler macht, dauert es ggf Stunden bis es wieder läuft.
    >
    > Also ich habe die letzten Jahre für Großbanken gearbeitet, und muß die
    > Aussagen relativieren:
    >
    > Das Problem waren bei uns die Massen von hinzu gebastelten AddOns, welche
    > die alte Kernbank-Software mit dem Meldewesen verknüpfen. Das sind schnell
    > mal 30, 40, 50 Schnittstellen, die da tagtäglich bedient werden müssen, und
    > die jede mögliche Transaktion wie vom Gesetzgeber gewünscht im Meldewesen
    > der EU und des Bundes abbilden müssen. Sodann muß alles widerspruchsfrei,
    > fehlerfrei und revisionssicher sein, IFRS gerecht und nach ISO perfekt
    > dokumentiert.
    >
    > Es ist tatsächlich so, daß Dutzende, wenn nicht Hunderte von Programmierern
    > mit nichts anderem beschäftigt sind. Wenn es klemmt, dann mit ziemlicher
    > Sicherheit nicht im 30 Jahre alten COBOL-Code der Kernbank-Anwendung,
    > sondern bei den gebastelten AddOns der letzten 10 Jahre, für die keine
    > Kernmannschaft zuständig war, sondern die von mehreren Tausend
    > Leih-Programmierern in der Regel ohne Gesamtkonzept und ohne Vorgaben
    > zusammen gefrickelt worden sind. Das Glanzstück sind in der Regel die von
    > Indern gelieferten Programme, die meist völlig unbrauchbar sind, weil
    > niemand durchdachte Vorgaben geliefert hat, sondern nur Stückwerk. Wenn
    > irgendwas aus dem Ruder läuft, hat man dann gleich die nächste Bescherung,
    > darf tagelang analysieren, und wie man die Kuh vom Eis kriegt, ohne daß es
    > gleich wieder an anderer Stelle knallt.
    >
    > Wir hatte z.B. mehrere DataWare-Häuser, die allesamt mißlungen waren. Um
    > jedes DWH wird ca. 1 Jahr lang gekämpft, bevor man das Ding aufgibt, und
    > zur nächsten Generation übergeht, meist ohne die Totgeburt des Vorjahres zu
    > beerdigen. Ganze wird immer komplizierter, und das bedeutet nichts Gutes.
    >
    > Also ich würde mich freuen, wenn der Bund und die EU Basel 1, -2 und -3
    > wieder sterben lassen würden, und die IT der Banken wieder mal was
    > Vernünftiges machen dürfte. Die Kernbank-Software wurde jahrelang
    > vernachlässigt, weil sie ja hinlänglich gut läuft (mit minimalstem
    > Wartungsaufwand), und weil die AdddOns und Rucksäcke das meiste Geld
    > verschlungen haben.
    >
    > Wenn da jetzt einer neue Kernbanksoftware fordert, geht es ihm sicher nur
    > ums ganz große Geschäft. Dann geht es um Milliarden, die das die Großbanken
    > kostet, und die kleinen Banken ruiniert, bzw. zum Tode verurteilt.
    >
    > Die Bürokratie ist halt ein Monster

    Kann ich absolut bestätigen. Unser Host ist das mit Abstand kleinste Problem. Die vielen durch regulatorische Anforderungen und Online-Banking benötigten Schnittstellen machen dem Kernsystem vor dem Host zu schaffen, weil es nie dafür konzipiert wurde. Das neu zu machen, ist tatsächlich in Diskussion, aber da reden wir über Kosten und Zeitspannen, die sich niemand wirklich leisten will.

  11. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: KastenBier 02.10.19 - 09:16

    Snowi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin zwar in keiner Bank, aber in einer Versicherung, da gibt es einige
    > Parallelen.
    > Und ich glaube ein großes Problem, welches sich auch immer weiter zuspitzen
    > wird, sind die in Rente gehenden Host-Leute.
    > Arbeiten am Host ist ein Drahtseilakt, und das gesamte Operative Geschäft
    > hängt davon ab.
    > Man macht unfassbar schnell Dinge kaputt, und braucht dann lange um das
    > wieder zu reparieren.
    > Und ich denke sowas hat auch einen gewissen Einfluss. Wenn da mal einer
    > einen kleinen Fehler macht, dauert es ggf Stunden bis es wieder läuft.
    >
    > Dazu kommen dann auch die typischen Herstellerprobleme - VPN-Gateways mit
    > LDAP-Problemen, Netzwerkgeräte bei denen auch der Hersteller nicht weiß
    > warum das Gerät so gehandelt hat, Firewalls die sich unter Last anders
    > verhalten als ohne Last...

    Bei welcher Versicherung arbeitest du? Ich arbeite bei der Versicherung mit den 3 großen Buchstaben, der neuerdings Sponsor vom FC Liverpool ist, und unsere Anwendungssoftware hier ist absolut grausam! Alles altes Zeug von vor 20-25 Jahren...

  12. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: Toni32 02.10.19 - 17:27

    KastenBier schrieb:
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------
    > ... Ich arbeite bei der Versicherung mit den 3 großen Buchstaben,
    > der neuerdings Sponsor vom FC Liverpool ist, und unsere Anwendungs-
    > software hier ist absolut grausam! Alles altes Zeug von vor 20-25 Jahren...
    -----------------------------------------------------------------------------------------------------
    Ja, verstehe, nur ist das alles relativ zu unserem Informatik-Jahrgang

    Die Software, die Dir ein Graus ist, entstand anscheinend zu der Zeit, als
    ich auf dem Höhepunkt meiner Kraft war. Aber wenn ich heute Anfragen erhalte,
    Software aus den 60-er und 70-er Jahren zu pflegen, klar, dann sträuben
    sich auch mir die Haare.

    Damals (in den 60-er bis 70-er Jahren) konnte man zwar schon programmieren,
    aber man mußte alles (fast alles) bis ins kleinste Detail ausprogrammieren.
    Da wurden Bits an- und ausgeschaltet, Strings Byte für Byte verschoben,
    da wurde dezimal gepackt gerechnet, und wenn eine Variable nicht sauber
    initialisiert war, hat man einen Dezimaldatenfehler bekommen, so ähnlich,
    als ob du durch Null dividierst.

    Für mich hört es halt da auf, wo ich keine SQL-Datenbank vorfinde, sondern
    mit IMS DB und DL1 arbeiten muß, wo CICS oder so als Transaktionsmonitor
    läuft, und überhaupt DB/DC-Technik zum Einsatz kommt, die in den Jahrzehnten
    danach standardisiert, miteinander integriert und drastisch vereinfacht wurde.
    Also in den 80-ern konnte man schon ganz gut programmieren, und hat tausende
    von Anwendungen nach Maß geschneidert. In den 90-ern war das schon so weit
    fortgeschritten, daß man mühelos umfangreiche EDV-Anwendungen erschaffen hat.
    Wenn man die damalige Technik nicht richtig kennt, die COBOL-Programme nicht
    wie früher generiert, sondern per Hand ausprogrammiert, ist das natürlich doof.
    Also ich jedenfalls habe ab 1990 nur noch eine Metasprache benutzt, und dann
    gesagt, daß ich COBOL oder was anderes als Zielsprache wünsche. Fertig.
    Und so habe ich wohl einige Millionen Zeilen COBOL-Code produziert.
    Dasselbe Entwicklungssystem und Methoden konnte ich auch verwenden,
    um C++ oder JAVA zu produzieren, aber natürlich nicht so, wie Du in Java
    programmierst.

    Was findet Ihr denn so grausam an den alten Programmen ?

  13. Re: Host-Anwendungen...

    Autor: ranzassel 02.10.19 - 19:30

    Toni32 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damals (in den 60-er bis 70-er Jahren) konnte man zwar schon
    > programmieren,
    > aber man mußte alles (fast alles) bis ins kleinste Detail ausprogrammieren.
    >
    > Da wurden Bits an- und ausgeschaltet, Strings Byte für Byte verschoben,
    > da wurde dezimal gepackt gerechnet, und wenn eine Variable nicht sauber
    > initialisiert war, hat man einen Dezimaldatenfehler bekommen, so ähnlich,
    > als ob du durch Null dividierst.

    Das ist sicher wahr und ein großes Problem heute. Ich habe ähnliche Erfahrungen bei einem großen deutschen Retailer gemacht als dessen steinaltes Hostsystem abgelöst werden sollte. Viel schlimmer sind allerdings die „Sonderlocken“. Da hatte man dann in bestimmten Systemen nur soundso viele Bytes zur Verfügung, musste dann aber noch irgendwas anflanschen.

    Schon hast du Prozesse die aufgrund der Technologie keiner mehr versteht. Und bei denen dann z.B. ein Kundengeburtsdatum mit Inhalt 12.12.1912 irgendeine fachliche Bedeutung bekommt die mit einem Menschenalter rein gar nichts mehr zu tun hatte. „Wir müssten Information xy damals unbedingt unterbekommen, mehr Speicher ging nicht. Also haben wir das Geburtsdatum dafür zweckentfremdet“.

    Und genau SOWAS hast du denn massenhaft. Das bricht jeder Neuimplementierung das Genick. Denn auch im dokumentieren waren die Entwickler damals genauso schlecht wie heute. ;)

  14. Re: Host-Anwendungen... oh Gott, wenn ich das Gejammere höre

    Autor: hl_1001 02.10.19 - 23:18

    Toni32 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Die Bürokratie ist halt ein Monster

    Danke für die Einblicke! Interessant zu lesen!

    Habe auch schon viel Legacy SW gesehen, aber in ganz anderen Bereichen.

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