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Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

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  1. Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Lebenszeitvermeider 07.02.20 - 17:34

    In Deutschland leben die Studios von der Hand in den Mund, wenn da ein oder zwei Titel in Folge nicht wie erwartet abgesetzt werden, muss man gleich über Schließung nachdenken.

    Es wäre nicht das erste Studio, das es erwischt, das früher mit Berühmtheiten glänzen konnte aber nun durch eine Folge von Fehlentscheidungen am Rand des Abgrunds steht.

  2. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: DrF 07.02.20 - 21:11

    In welchem Land ist das anders? In den USA ist es noch krasser hire and fire

  3. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: PerilOS 07.02.20 - 21:24

    Sony macht Massenweise Studios zu überall in der Welt. Vor allem in UK.
    EA macht Studios dicht, nachdem sie 3x nicht abgeliefert haben (Mehr Chancen als sonstwo).
    Als wäre Konsolidierung etwas schlechtes oder neues. Du bist nicht wirtschaftlich? Du bist es immer noch nicht, wenn du über Wasser gehalten wurdest? Dann tschüss.

  4. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Lebenszeitvermeider 07.02.20 - 21:35

    DrF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In welchem Land ist das anders? In den USA ist es noch krasser hire and
    > fire

    Immerhin hast du die großen der Branche vor Augen - EA und Rockstar Games zum Beispiel - die demonstrieren, dass man richtig viel Geld in der Branche verdienen kann. In Deutschland lachen sie nicht einmal über dich, weil sie so kleine Nummern gar nicht zur Kenntnis nehmen.

    CD Projekt RED hätte es in Deutschland nie gegeben, obwohl es so tolle Entwickler gab und gibt. Aber Geld bekommst du keins.

    Sicherlich wären deutsche Studios anderswo aufgekauft worden, aber in Deutschland sind sie einfach nur pleite gegangen, haben ihre Produkte zum Teil nicht mal zu Ende entwickelt, weil kein Geld da war.

  5. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Lebenszeitvermeider 07.02.20 - 21:49

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sony macht Massenweise Studios zu überall in der Welt. Vor allem in UK.
    > EA macht Studios dicht, nachdem sie 3x nicht abgeliefert haben (Mehr
    > Chancen als sonstwo).
    > Als wäre Konsolidierung etwas schlechtes oder neues. Du bist nicht
    > wirtschaftlich? Du bist es immer noch nicht, wenn du über Wasser gehalten
    > wurdest? Dann tschüss.

    Wobei EA was Management angeht nun ein Beispiel ist, wie man es falsch machen kann. Z.B. Bioware so zu verwursten ist eine Schande; im Grunde haben die aus defekten Zielvorgaben noch das beste gemacht, auch wenn das Ergebnis dann etwas floppte.

    Aber vergleich das mal mit Daedalic, die haben praktisch nur einen Geldgeber, der selber etwas klamm ist und eigentlich Daedalic nur zur Bilanzaufhübschung eingekauft hat. Und meilenweit niemand in Sicht, der sonst noch ein paar Kröten investieren würde, weil man in Deutschland mit Spielen kein Renommée erwirbt. Die Politik verspricht hin und wieder Fördermittel in Portokassenmenge, vergisst das aber anschließend wieder.

    Daedalic hat wirklich legendäre Spiele gemacht, steht aber nun wahrscheinlich vor dem Ende. Wobei ich die jetzige Ausrichtung auch für fragwürdig halte und die Beurteilung "nicht zukunftsfähig" für gar nicht so falsch. Nur kommt die Korrektur zu spät und fällt dementsprechend aus, vermutlich. :-(

  6. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: leMatin 07.02.20 - 21:53

    Also ich lese hier viele Aussagen darüber, dass es als Gamestudio schwer ist, in Deutschland zu überleben. Aber was sind denn genau die Gründe dafür auf einem insgesamt wohl ziemlich internationalen Markt? Ob sich das Spiel verkauft oder nicht, kann doch nicht davon abhängen, ob es in Deutschland oder USA entwickelt wurde. Sind unsere Lohnkosten so hoch? Würde mich freuen, wenn hier jemand mit Branchenkenntnis mal ein wenig die Hintergründe schildern könnte.

  7. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Vaako 07.02.20 - 21:57

    Naja Piranha Bytes hat es ja immerhin geschafft von THQ Nordic gekauft zu werden, ist aber auch das einzige deutsche Studio von dem ich Spiele kenne die mir gefallen. Daedelic's Gollum Spiel wird höhst wahrscheinlich auch floppen. Hab erst einmal davon was gesehen auf einer internationalen Internetseite und wenn ich mich richtig erinner sah es zumindest grafisch nicht sehr dolle aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.20 21:57 durch Vaako.

  8. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: countzero 07.02.20 - 22:06

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > CD Projekt RED hätte es in Deutschland nie gegeben, obwohl es so tolle
    > Entwickler gab und gibt. Aber Geld bekommst du keins.
    >
    Crytek war ja mal ähnlich groß und erfolgreich wie CD Project. Dass man vom denen nichts mehr hört, liegt nach meinem Eindruck hauptsächlich an schlechtem Management in der Führungsetage.

    Grundsätzlich hats du natürlich trotzdem recht, dass die Bedingungen für Spieleentwickler hierzulande nicht optimal sind.

  9. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: CJ 08.02.20 - 00:45

    Entwicklungen aus Deutschland haben es generell schwer. Es gibt kaum ein deutsches Produkt was mit der amerikanischen Konkurrenz mithalten kann. Wenn man Sky Ticket oder Maxdome mit Netflix oder Amazon vergleicht liegen zwischen der Software Welten. Imho liegt das aber auch daran, dass in Deutschland kaum Risiko bereite Kapitalgeber gibt. Der Ami steckt viele Millionen in Versuche ohne an die Verluste zu denken, macht am Ende aber wirklich gute Produkte.
    Eine der wenigen europäischen Software Entwicklungen die es geschafft haben ist Spotify und die waren machen auch mehr Verluste als Gewinne, aber sind so zum Marktführer geworden. Das Deutsche Pendant simfy wurde nicht weiter mit Kapital versorgt und sind dann eingestellt worden. Und die Spieleentwicklung ist ja noch viel viel teurer als solche Software und die Konkurrenz ist noch größer.

  10. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Vaako 08.02.20 - 01:17

    CJ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entwicklungen aus Deutschland haben es generell schwer. Es gibt kaum ein
    > deutsches Produkt was mit der amerikanischen Konkurrenz mithalten kann.
    > Wenn man Sky Ticket oder Maxdome mit Netflix oder Amazon vergleicht liegen
    > zwischen der Software Welten. Imho liegt das aber auch daran, dass in
    > Deutschland kaum Risiko bereite Kapitalgeber gibt. Der Ami steckt viele
    > Millionen in Versuche ohne an die Verluste zu denken, macht am Ende aber
    > wirklich gute Produkte.
    > Eine der wenigen europäischen Software Entwicklungen die es geschafft haben
    > ist Spotify und die waren machen auch mehr Verluste als Gewinne, aber sind
    > so zum Marktführer geworden. Das Deutsche Pendant simfy wurde nicht weiter
    > mit Kapital versorgt und sind dann eingestellt worden. Und die
    > Spieleentwicklung ist ja noch viel viel teurer als solche Software und die
    > Konkurrenz ist noch größer.

    Der Ami kauft oft einfach das richtige ein was was taugt und sei es nur um Konkurrenz zu vermeiden, Netflix ist kaum profitable und Amazonprime video kann sich auch nur halten wegen dem Onlineversand geschäft. Maxdome und Sky sind nach meinen wissen nur überteuertes premium tv für viele Filme/Serien die ohne geoblocking wesentlich billiger zu sehen wäre. Und sicherlich kaum eine Alternative für Leute mit wenig Einkommen in Vergleich zu Netflix und Amazonvideo.

    Es gibt durch aus gute Entwickler Sureai die die Enderal und Nehrim totalconversion mods für Skyrim und Oblivion gemacht haben waren echt gut, aber gab halt auch viel internationale Hilfe. Und ich kann mir Vorstellen bei den ganzen Papierkrieg den man hier in Deutschland für jeden Scheiss ausfüllen muss ist auch ein Grund warum es kleinere Startups echt nicht leicht haben wenn sie vom Vorschriften wirrwarr zerquetscht werden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.20 01:19 durch Vaako.

  11. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Lebenszeitvermeider 08.02.20 - 05:21

    Vaako schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ich kann mir Vorstellen
    > bei den ganzen Papierkrieg den man hier in Deutschland für jeden Scheiss
    > ausfüllen muss ist auch ein Grund warum es kleinere Startups echt nicht
    > leicht haben wenn sie vom Vorschriften wirrwarr zerquetscht werden.

    Ist manchmal ein bisschen undurchschaubar alles. Da gibt's Fördermittel, die man nur kriegt wenn man StartUp ist und die Mittel *vor* der Gründung der Firma beantragt, das heißt dann Businessplan usw. muss man aus eigener Tasche zahlen, weil's die Firma ja noch nicht gibt und ergo auch keine Mittel. Dann müssen häufig Eigenmittel nachgewiesen werden, die aber nicht aus dem gesetzlichen GmbH-Stammkapital bestehen dürfen, und es gibt Obergrenzen, das heißt, wenn man die Bank erfolgreich bequatscht hat gibt's eventuell keine Fördermittel mehr. Und wenn alles klappt kommt das Geld manchmal erst nachdem man den Laden schon wieder zugemacht hat, weil die Bearbeitung dauert. Auch andere staatliche Leistungen (wie z.B. Wohngeld) schließen eventuell Mittelbezug aus.

    273 Milliarden Euro EU-Fördermittel wurden nicht abgerufen, weil die Antragstellung zu schwierig war oder die Bedingungen nicht gegeben.

  12. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Profi_in_allem 08.02.20 - 09:05

    Am Ende entscheidet trotzdem das Spiel. Schau dir mal World of Tanks an, mit Mini-Budget angefangen, zahlreiche Flops vorher produziert. Waren bestimmt auch vor der Pleite und jetzt ist wargaming.net ein riesen Ding, dass niemand mehr kaputt kriegt. Die hatten die richtige Idee, eine Panzer-Sim mit aufwendiger Berechnung der Penetration etc auf kurzlebige Action (15min pro Runde) ausgelegt. Kein Cheaten möglich, da alles auf den Servern berechnet wird. Also das Game an sich ist geil, die uralt Engine mit mieser Grafik von 2007 war nicht so wichtig. Oder The Witcher aus Polen, einfach ein Hammer Spiel.

    Aus DE gab es auch ein paar Perlen aber darauf kann sich niemand ausruhen. Die Konkurrenz ist groß und wenn Studios aus DE nicht mithalten können, dann ist es halt so und man sollte eher hinterfragen, warum die Spiele nicht ankommen. WoT war jahrelang eine vermurkste BETA mit vielen Fehlern und kaum Inhalt, lief aber trotzdem und brachte schon damals Gewinne ein. Also am Geld kann es nicht liegen!

  13. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Trockenobst 08.02.20 - 16:03

    leMatin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > freuen, wenn hier jemand mit Branchenkenntnis mal ein wenig die
    > Hintergründe schildern könnte.

    Das Problem ist breiter und da könnte man wahrscheinlich stundenlang sinnieren.

    Ein Hauptgrund ist: es gibt keine Financiers für Medienproduktionen. Das sind alles High Risk Investments. Deswegen verstärkt crowdfunding. Das Risiko auf ganz viele Leute verteilen, denn es kann ja schief gehen. Und es ging so häufig schief, das es eher schlechter wird. In anderen Ländern gibt es verstärkte Abschreibungsoptionen für Risikoinvestments, in EU gibt es das nur in wenigen Sonderzonen. Keine davon ist in Nord Europa.

    Dazu kommt noch unser harten Jugendschutz. Historisch gab es z.B. keine große Kultur der Spielhallen. Denn die durfte man vielleicht ab 16 betreten und später ab 18. Jeder hatte einen popeligen Nintendo oder Playstation daheim. Da hat man natürlich nicht "gesehen", was alles technisch möglich ist und wie viel Geld damit verdient wird. Das lief so mit und kam nur negativ hoch, wenn es um Killerspiele geht.

    Damit fehlen auch Hotspots. Keine Topunis, wenig Firmennetzwerke, gar nichts. Ubisoft in Toronto ist ein Standard-Arbeitgeber wo man landet, wenn man irgendwie programmiert oder was mit Medien bei der lokalen Uni macht. Es gibt dort auch 100te von kleinen Firmen zum experimentieren und zu liefern. Später gibt es gut bezahlte Jobs, nicht unbedingt so gut wie n der Industrie, aber nicht mit zwei Zentimeter Abstand zum Mindestlohn wie hier. Da entwickelt sich nichts über Jahre.

    Bei allen kreativen Projekten ist viel Ego im Spiel. Ich kenne einen, der ist sehr erfolgreich mit IOS Spielen. Er sagt, Desktop Games sind noch risikoreicher in DE, wegen den Punkten oben, aber auch weil es schwer ist die richtigen Menschen zu finden. Alle seine Projekte kommen von Teams, die alle nicht aus Deutschland sind. Die fokussieren sich auf das Game, auf das liefern eines guten Produkts, nicht auf" große Kunst". Die Denke ist in ganz Europa sehr verbreitet.

    Eine Freundin von mir wollte einen Webcomic machen, für ein finanziertes soziales Projekt, Jugendarbeit. Richtig gut. Sie hat am Ende eine Studentin aus Kanada gefunden, die bereit war, Regelmäßig schöne Strips zu zeichnen. Das Angebot hing an mehreren"Medien" Unis für Monate am weißen Brett. Für einen "SHIT" wie Comis (oder Games) geben sich die Deutschen jungen Kreativen wohl nicht her, auch nicht mit sozialem Spin.

    Natürlich ist es müßig zu diskutieren, was ein mittelmäßiges Projekt für eine Industrie bedeutet. Es zeigt aber, dass es anscheinend ein schwieriges Umfeld ist, um solche Firmen in DE zu betreiben. Das auch wenn man Geld bekommt (hier von einem Verlag in Millionenhöhe), diese Ideen nicht unbedingt in ein (kommerziell) erfolgreiches Produkt wandeln kann. Was genau davon Fehleinschätzung des Marktpotentials war, schlechtes Marketing etc. ist von außen kaum zu beantworten.

    Es zeigt nur, dass es in DE extra doppelt schwer ist sowas am Laufen zu halten. Die Kultur, die Gesellschaft, die Finanzierungssysteme etc arbeiten wenn nicht gegen dich, auch nicht für dich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.20 16:06 durch Trockenobst.

  14. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Hotohori 08.02.20 - 16:58

    Studios kommen und gehen. Wenn also Daedalic nicht mehr ist, wird halt ein neues irgendwo gegründet, mit einem Teil der gleichen Leute.

    Das dumme daran ist eher der Ruf, weil auch wenn es zuletzt nicht so lief, unter Adventure Fans hat sich Daedalic durchaus einen Namen gemacht. Der ist mit Schließung des Studios dann aber auch leider weg.

  15. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Garius 08.02.20 - 17:49

    Gibt auch Positivbeispiele. Piranha Bytes geht es gut. Die haben aber auch nicht drei Spiele jährlich veröffentlicht.

  16. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: gadthrawn 08.02.20 - 21:29

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Deutschland leben die Studios von der Hand in den Mund, wenn da ein oder
    > zwei Titel in Folge nicht wie erwartet abgesetzt werden, muss man gleich
    > über Schließung nachdenken.
    >
    > Es wäre nicht das erste Studio, das es erwischt, das früher mit
    > Berühmtheiten glänzen konnte aber nun durch eine Folge von
    > Fehlentscheidungen am Rand des Abgrunds steht.


    Das hat nichts mit Deutschland zu tun. Auch früher große Studios aus anderen Ländern sind irgendwann pleite gegangen. Microprose (Civilization, Colonization, XCom, etc.pp.), THQ (etliche Studios sind bei der Pleite mit hops gegangen), Telltale (hauptsächlich Adventures), Origin Systems (Wind Commander, Ultima, wurden daher von EA übernommen), Sierra (war eins der bedeutendsten Studios der 90er), Spectrum Holobyte (Falcon 1-3.0), Infocom (Zork, Leather Goddess og Phoebos), Parallax Software (Descent), New World Computing (Might & Magic 1-3, Heroes of M&M,...), ION Storm (Deus Ex), Bullfrog (Popolous, Dungeon Keeper), Westwood (Battletech, Dune, Command & Conquer), Looking Glas (System Shook etc.pp.)

    Und das sind nur bekannte Große.

  17. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: Lebenszeitvermeider 08.02.20 - 21:51

    gadthrawn schrieb:
    > Das hat nichts mit Deutschland zu tun. Auch früher große Studios aus
    > anderen Ländern sind irgendwann pleite gegangen. Microprose (Civilization,
    > Colonization, XCom, etc.pp.), THQ (etliche Studios sind bei der Pleite mit
    > hops gegangen), Telltale (hauptsächlich Adventures), Origin Systems (Wind
    > Commander, Ultima, wurden daher von EA übernommen), Sierra (war eins der
    > bedeutendsten Studios der 90er), Spectrum Holobyte (Falcon 1-3.0), Infocom
    > (Zork, Leather Goddess og Phoebos), Parallax Software (Descent), New World
    > Computing (Might & Magic 1-3, Heroes of M&M,...), ION Storm (Deus Ex),
    > Bullfrog (Popolous, Dungeon Keeper), Westwood (Battletech, Dune, Command &
    > Conquer), Looking Glas (System Shook etc.pp.)
    >
    > Und das sind nur bekannte Große.


    Nein, nicht pleite gegangen, sondern aufgekauft und geschlossen. Das ist ein Unterschied. Finde ich zumindest.

  18. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: countzero 09.02.20 - 11:04

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, nicht pleite gegangen, sondern aufgekauft und geschlossen. Das ist
    > ein Unterschied. Finde ich zumindest.

    Die meisten wurden aber aufgekauft, nachdem sie schon pleite waren. Die einzigen Entwickler in der Aufzählung, bei denen ich weiß, dass sie gekauft wurden, als sie noch erfolgreich waren und danach geschlossen wurden, sind Origin, Bullfrog und Westwood.

  19. Re: Großes Handicap, deutsches Studio zu sein

    Autor: gadthrawn 09.02.20 - 11:41

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gadthrawn schrieb:
    > > Das hat nichts mit Deutschland zu tun. Auch früher große Studios aus
    > > anderen Ländern sind irgendwann pleite gegangen. Microprose
    > (Civilization,
    > > Colonization, XCom, etc.pp.), THQ (etliche Studios sind bei der Pleite
    > mit
    > > hops gegangen), Telltale (hauptsächlich Adventures), Origin Systems
    > (Wind
    > > Commander, Ultima, wurden daher von EA übernommen), Sierra (war eins der
    > > bedeutendsten Studios der 90er), Spectrum Holobyte (Falcon 1-3.0),
    > Infocom
    > > (Zork, Leather Goddess og Phoebos), Parallax Software (Descent), New
    > World
    > > Computing (Might & Magic 1-3, Heroes of M&M,...), ION Storm (Deus Ex),
    > > Bullfrog (Popolous, Dungeon Keeper), Westwood (Battletech, Dune, Command
    > &
    > > Conquer), Looking Glas (System Shook etc.pp.)
    > >
    > > Und das sind nur bekannte Große.
    >
    > Nein, nicht pleite gegangen, sondern aufgekauft und geschlossen. Das ist
    > ein Unterschied. Finde ich zumindest.

    Die wurden aufgekauft, nachdem sie faktisch pleite waren.

    Nimm einfach mal Studios an denen Chris Roberts mitgearbeitet hat.
    Origins -> größere Reibereien mit Chris Roberts Projekten -> finanzielle Schieflage -> Verkauf an EA
    Digital Anvil -> massive Verzögerungen bei Freelancer, Kapital benötigt -> Verkauf an MS, schließen.
    Point of No Return Entertainment -> nur angefangene Projekte -> schließen
    Cloud Imperium Games -> ach ja, die gibt's noch, da wird ja immer mehr Geld eingesammelt.

    2 Studios wurden verkauft als es sie noch gab, aber als die schon Probleme hatten. Nur eins direkt geschlossen.

    Das direkt schließen versucht man zu vermeiden, indem man noch vorher verkauft. Verkäufer bekommt billig Manpower & Knowledge.

    Und nur mal so: Wenn die Studios richtig erfolgreich sind, werden die nach Kauf nicht geschlossen..... dann sind sie ne Cash Cow. EA behält erfolgreiche Studios.

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