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Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

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  1. Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: motzerator 07.02.20 - 17:46

    Die haben doch genug eigene Romanheft Universen, in denen man Spiele platzieren könnte. Das würde sicher mehr Sinn machen, als das nächste Herr der Ringe Spiel zu machen.

  2. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: Lebenszeitvermeider 07.02.20 - 17:58

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die haben doch genug eigene Romanheft Universen, in denen man Spiele
    > platzieren könnte. Das würde sicher mehr Sinn machen, als das nächste Herr
    > der Ringe Spiel zu machen.

    Vielleicht fand man Lassiter oder Jerry Cotton weniger attraktiv. Zumindest bei einer internationalen Vermarktung ist tatsächlich mit dem Portfolio von Bastei Lübbe wenig zu reißen, und selbst in Deutschland dürfte man etwas verwundert angeguckt werden.

  3. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: Muhaha 07.02.20 - 18:52

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die haben doch genug eigene Romanheft Universen, in denen man Spiele
    > platzieren könnte.

    Romanheft-Settings haben ausserhalb dieser Branche keine Zugkraft. Man schaue sich nur mal all die Versuche an ein Perry-Rhodan-Spiel zu etablieren. Das letzte war ein ziemlich ordentliches Adventure, aber ein Verkaufserfolg war das nicht. Nicht einmal in der deutschen Adventure-Nische.

    Die Serie ist immer noch groß und lukrativ, der Wechsel zu eBooks eine Goldgrube für den Verlag, aber ausserhalb der Romane ... nichts bleibt hängen.

  4. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: Lebenszeitvermeider 07.02.20 - 19:04

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Romanheft-Settings haben ausserhalb dieser Branche keine Zugkraft. Man
    > schaue sich nur mal all die Versuche an ein Perry-Rhodan-Spiel zu
    > etablieren. Das letzte war ein ziemlich ordentliches Adventure, aber ein
    > Verkaufserfolg war das nicht. Nicht einmal in der deutschen
    > Adventure-Nische.

    Die Heftchen sind halt Massenware, austauschbar, qualitativ wechselnd, nicht selten minderwertig. Man liest es und vergisst es, also ungefähr das Gegenteil eines Adventures. Und das passt nicht zusammen.

    Auch nicht gerade förderlich sind die fehlenden Übersetzungen, und selbst wenn sie vorhanden sind, dann oft grottig oder lächerlich.

    Wenn man mit so einem Projekt Geldgeber sucht, wird man niemanden finden. Und es gibt nicht wenige, die sagen würden: Das ist auch gut so.

  5. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: motzerator 07.02.20 - 19:39

    Muhaha schrieb:
    ------------------------------
    > Romanheft-Settings haben ausserhalb dieser Branche keine Zugkraft.

    Wenn man das Geld einfach in ein geiles RPG steckt, warum sollte das keine Marktchancen haben? Sicher hat Herr der Ringe mehr Zugkraft als beispielsweise John Sinclair, aber darum ging es mir bei meinem Vorschlag auch gar nicht.

    Spiele wie "The Outer Worlds" funktionieren doch auch mit unbekanntem Setting, warum sollte das mit Romanheft Universen nicht auch klappen?

  6. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: Lebenszeitvermeider 07.02.20 - 20:42

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ------------------------------
    > > Romanheft-Settings haben ausserhalb dieser Branche keine Zugkraft.

    > Wenn man das Geld einfach in ein geiles RPG steckt, warum sollte das keine
    > Marktchancen haben?

    Daedalic macht nun keine RPGs, aber tun wir mal so als ob. Wenn es bei dem Hintergrund nicht darauf ankommt, kann man ja ebenso gut etwas erfinden. Soweit ich weiß ist zum Beispiel die Welt von Dragon Age zunächst aus dem Spiel entstanden um dann zum Selbstläufer zu werden.

    Bisherige Ansätze aus Deutschland scheiterten nicht an der miesen Story, sondern an Fehlern in Distribution und Marketing. Die Leute im Ausland kaufen eben keine Ware, die nicht in den Auslagen steht, weil man den Release-Termin verpennt hat und keine Distributoren an Bord geholt hatte (zu Zeiten, als man noch in den Laden ging um Software zu kaufen).

    Ganz schlecht ist es (für Daedalic), wenn die Übersetzung (Neuvertonung) den Humor nicht rüberbringt, und die Reviewer statt Humor faschistoide Tendenzen vermuten.

    Ganz schlecht ist es, wenn niemand das Spiel testet, weil man vergessen hat, Rezensionsexemplare rauszuschicken. Alles solche Sachen.

    Daedalic hat es bei den letzten Spielen bei der Übersetzung und Neuvertonung sehr gut gemacht, aber mit den Rezensionen klappt's gar nicht gut - von den Säulen der Erde habe ich z.B. erst heute erfahren.

    Der Herr der Ringe ist natürlich ein Mammut-Ding, vor allem nach der opulenten Verfilmung. Alle gucken darauf und werden nicht zögern, das Projekt völlig zu verreißen. Und wenn ich ehrlich bin, das ist nichts, was ich von der Größe her und von der erforderlichen Pathetik her einer Firma wie Daedalic zutrauen würde. Da hat man sich wirklich in der Regalreihe geirrt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.20 20:45 durch Lebenszeitvermeider.

  7. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen 07.02.20 - 21:57

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumindest bei einer internationalen Vermarktung ist
    > mit dem Portfolio von Bastei Lübbe wenig zu reißen ...
    ----



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.02.20 21:59 durch DieTatsaechlicheDimensionDesGanzen.

  8. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: non_sense 08.02.20 - 09:49

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Bei Daedalic hapert es an ganz vielen anderen Stellen und ehrlich gesagt, wundert es mich, dass es den Laden überhaupt so lange gibt und nein, damit meine ich nicht mal die Spiele.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.02.20 09:50 durch non_sense.

  9. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: Lebenszeitvermeider 08.02.20 - 09:59

    non_sense schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Daedalic hapert es an ganz vielen anderen Stellen und ehrlich gesagt,
    > wundert es mich, dass es den Laden überhaupt so lange gibt und nein, damit
    > meine ich nicht mal die Spiele.

    Sondern?

  10. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: non_sense 08.02.20 - 10:42

    Keine Ahnung, ob ich darüber in epischer Breite reden darf. Ich hab aber vor fast 10 Jahren dort für eine kurze Zeit gearbeitet und schon damals hat es mich gewundert, wie der Laden überhaupt leben kann. Es war ein ein ineffizienter, chaotischer Haufen mit einem schlechten Management aber wahrscheinlich tut man wohl alles, nur damit der eigene Name in den Credits zu finden ist.

  11. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: aha47 08.02.20 - 13:33

    Lebenszeitvermeider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Daedalic hat es bei den letzten Spielen bei der Übersetzung und
    > Neuvertonung sehr gut gemacht, aber mit den Rezensionen klappt's gar nicht
    > gut - von den Säulen der Erde habe ich z.B. erst heute erfahren.

    Säulen der Erde wurde von den relevanten Spieleseiten reviewt. Nicht immer sind die anderen schuld.

  12. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: gadthrawn 08.02.20 - 13:51

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > motzerator schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die haben doch genug eigene Romanheft Universen, in denen man Spiele
    > > platzieren könnte.
    >
    > Romanheft-Settings haben ausserhalb dieser Branche keine Zugkraft. Man
    > schaue sich nur mal all die Versuche an ein Perry-Rhodan-Spiel zu
    > etablieren. Das letzte war ein ziemlich ordentliches Adventure, aber ein
    > Verkaufserfolg war das nicht. Nicht einmal in der deutschen
    > Adventure-Nische.

    Ich mag Perry Rhodan - aber das Adventure fand ich von Start an totlangweilig. Eines der Adventures die ich nie fertig gespielt habe.

    Ken Follett / Säulen der Erde fand ich so schon totlangweilig. Ein Adventure damit würde ich mir nicht antun.
    Für Fans eines langatmigen Erzählstils ist vielleicht ein Adventure nicht so ganz das ware.

    Daedelic hat für mich gute Arbeit bei Sachen wie Deponia geleistet. Aber auch Whispered World hatte teilweise viel Langeweile.

    Telltale fand ich bei Adventures besser - aber auch die mit internationalem Namen sind pleite gegangen.

  13. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: nweeiqr 08.02.20 - 14:32

    Das Problem ist einfach, dass Point and Click keine grossen Verkaufszahlen hat und die Spiele zudem dann noch generell günstig sind. Wie viel wird man von einem Mittelklasse Point and Click verkaufen? Vielleicht 300.000 Exemplare. Lass so ein Spiel 25 Euro kosten. Sind 7.5 Mio. Euro. Dann kommen die Steuern runter, sind es nur noch 4 Mio. Dann beschäftige mal ein 10 köpfiges Team 2 Jahre für so ein Titel. Das sind dann mind. 1 Mio. Euro Personalkosten. Nebst Ausgaben wie Übersetzung, Musik etc. Da bleibt ja fast nix übrig. Kein Wunder das solche Game Schmieden mit jedem Titel potentiell Pleite gehen können.

  14. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: Trockenobst 08.02.20 - 16:37

    gadthrawn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >Aber auch Whispered World hatte teilweise viel Langeweile.

    Das ist nicht nur bei Games so. Ich schaute gerade eine Serie aus Deutschland, wo ich mir denke: das sind nur 6 Folgen und sie kommen nicht zum Punkt. Wahnsinn ist das ein Kaugummi.

    Und dann schaue ich einen slow cooker aus USA mit 12 Folgen und fühle mich trotzdem unterhalten, wenn die Mutter mit der neuen Superkraft Tochter Frühstück kocht und verzweifelt das Geheimnis entrücken versucht, warum die Tochter seit Wochen so komisch ist.
    Das "finden" von diesen Nebenmomenten, interessanten Szenen, ist ganz großes Kino.
    Bei Games mit großen Singleplayer Missionen braucht man eben die 10 Minuten Abspann voller Animateure um den Content zu füllen.

    Sehr guter Content ist superschwer. Mittelmaß, das sehen wir täglich, ist dagegen leicht.
    Mit Mittelmaß dagegen Geld zu verdienen wenn es fast nur noch Mittelmaß gibt, sehr schwer.

    > Telltale fand ich bei Adventures besser - aber auch die mit internationalem
    > Namen sind pleite gegangen.

    Die haben geglaubt, sie könnten mit Namen die Nische pumpen. In einer Zeit, wo 1000 Spiele im Monat auf den Markt kommen. Damit 400 Leute beschäftigen. Das war Wahnsinn, eine gigantische Fehleinschätzung, die dazu geführt hat das es momentan kaum solche Spiele gibt.
    Man hat den Markt etwas verbrannt.

    Herr der Ringe ist eine Premium Marke. Da erwartet niemand starre Flash Animationen von Casual Games als überblender. Jeder der was anderes denkt, man muss das ja versuchen, träumt. Das ist wie diese Free2Play Games, die mit großen Marken schnell madigs Pay2Win Gameplay haben. Damit ruiniert man sich nur den eigenen Namen und die der Marke.

  15. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: SchreibenderLeser 09.02.20 - 19:33

    Einfache Antwort:
    Weil man große Namen wollte, die auch international ziehen.

    Die Sache ist doch relativ einfach. Wenn ich auf ein Spiel (oder eine Kaffeetasse oder einen Lüfter (für PCs) oder auf eine Müsli-Packung) "Star Wars" schreibt, dann kann man es verkaufen. Das fördert den Verkauf.
    Wenn ich aber auf das selbe Produkt "Perry Rhodan" draufschreibe, dann muss ich zwangsläufig auch Werbung für PR machen. Den kennt man außerhalb der Nische nämlich nicht.

  16. Re: Warum hat Bastei Lübbe nicht eigene Lizenzen bereit gestellt?

    Autor: John2k 10.02.20 - 15:00

    non_sense schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Keine Ahnung, ob ich darüber in epischer Breite reden darf. Ich hab aber
    > vor fast 10 Jahren dort für eine kurze Zeit gearbeitet und schon damals hat
    > es mich gewundert, wie der Laden überhaupt leben kann. Es war ein ein
    > ineffizienter, chaotischer Haufen mit einem schlechten Management aber
    > wahrscheinlich tut man wohl alles, nur damit der eigene Name in den Credits
    > zu finden ist.

    Ich hätte denen gerne damals eine Idee vorgetragen, mit der man mit recht wenig Aufwand zusätzlich Geld einnehmen hätte können.
    War ihnen aber keine Stunde Wert sich das mal anzuhören.
    Schade eigentlich. Aber ich habe es noch nirgendwo gesehen. Anscheinend hat das Potential davon noch keiner erkannt. Vielleicht frage ich mal woanders an~



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.02.20 15:01 durch John2k.

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