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Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

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  1. Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: Lebenszeitvermeider 04.06.19 - 22:50

    Zwar gibt es grundsätzlich die Vertragsfreiheit, jeden Vertrag abzuschließen, der immer einem beliebt, ABER dem stehen natürlich die Gesetze gegen die Kartell- und Monopol-Bildung entgegen.

    Meiner Ansicht nach hat sich das OLG Düsseldorf da etwas weit aus dem Fenster gehängt. Die Urteilsbegründung (die auch schon mal 6 Monate auf sich warten lassen kann) wird die Argumentation in der Urteilsbegründung erweisen,

    Man wird da wohl nicht umhinkommen, diese nach Augenschein sehr schwache Entscheidung anderweitig gerichtlich anzugehen. Das OLG Düsseldorf suhlt sich offenbar auch gerne in Provokation, zumal man eine Rechtsbeschwerde nicht zulassen wollte.

    Das alleine beweist ja schon, dass man Dorfpolitik allgemeinverbindlich durchboxen will.

  2. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: AllDayPiano 04.06.19 - 22:56

    Ja ich denke das BKA wird da eine nicht-zulassungsbeschwerde einreichen.

    Mir jedenfalls erscheint das Urteil auch sehr wackelig. Wenn ein Anbieter Provision verlangt, dann ist es durchaus legitim, wenn der Bereitsteller des Angebots ohne Provision, also billiger direkt anbietet.

    Aber auch hier bin ich mir sicher: die Hotels sind selbst schuld. Die könnten sich zusammenschließen, ein eigenes Portal gründen, und die Schmarotzer von heute auf morgen kalt stellen. Dass sie es nicht machen, ist halt dumm.

  3. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: Sarkastius 04.06.19 - 23:43

    Naja seht es mal so, die Hotels nutzen die Reichweite und Infrastruktur der Suchportale und wissen genau, das der Kunde bei Ihnen billiger bucht.

  4. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: Quantium40 05.06.19 - 00:03

    Sarkastius schrieb:
    > Naja seht es mal so, die Hotels nutzen die Reichweite und Infrastruktur der
    > Suchportale und wissen genau, das der Kunde bei Ihnen billiger bucht.

    Dafür dass die Hotels die Reichweite und Infrastruktur der Portale nutzen, zahlen sie diesen ja auch eine ziemlich stattliche Provision.
    Das eigentliche Problem ist an der Stelle aber vor allem der extrem hohe Marktanteil einzelner Portale. Der Marktanteil von Booking.com liegt mal eben bei schlappen 66% unter den Reiseportalen, über die insgesamt wiederum ca. 25% aller Hotelbuchungen erfolgen.

  5. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: Anonymer Nutzer 05.06.19 - 05:44

    Dusseldorf halt, wenn der klugere nachgibt regiert Dussel ...

  6. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: nightmar17 05.06.19 - 07:44

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sarkastius schrieb:
    > > Naja seht es mal so, die Hotels nutzen die Reichweite und Infrastruktur
    > der
    > > Suchportale und wissen genau, das der Kunde bei Ihnen billiger bucht.
    >
    > Dafür dass die Hotels die Reichweite und Infrastruktur der Portale nutzen,
    > zahlen sie diesen ja auch eine ziemlich stattliche Provision.
    > Das eigentliche Problem ist an der Stelle aber vor allem der extrem hohe
    > Marktanteil einzelner Portale. Der Marktanteil von Booking.com liegt mal
    > eben bei schlappen 66% unter den Reiseportalen, über die insgesamt wiederum
    > ca. 25% aller Hotelbuchungen erfolgen.

    Und das ist nun wessen Problem?
    Das Thema gibt es doch immer wieder. Selbst im digitalen Wesen.
    Die wollen Booking.com nutzen, also sollen sie halt nach deren Regeln spielen.
    Wenn den Hotels gestattet ist, die Preise zu unterbieten, wird das sonst in Zukunft so laufen.
    Die Kunden Suchen über Booking.com oder irgendeinen anderen Anbieter und gehen dann direkt auf die Hotelwebsite und buchen dort für 10-15% billiger.

  7. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: misfit 05.06.19 - 09:35

    War ja schon Praxis, aber wie im Artikel steht sind es vielleicht 1% der Nutzer. Also kann man in dem Hinblick mal die Kirche im Dorf lassen. Ich halte es für unwahrscheinlich das sich der Anteil noch mal großartig nach oben ändert.

    Ich finde es gut wenn hier ein Kartellamt mal einschreiten. Dafür ist es ja da. Wenn man zweidrittel des Markts beherrscht, dann hat man als Unternehmen / Anbieter eben andere Verpflichtungen. Ist eben kein reiner Kapitalismus sondern soziale Marktwirtschaft. Das das Kartellamt versucht hier die Hotels vor kruden Machenschaften seitens der marktbeherrschenden Portalen zu schützen ist gut, denn dem Kunden geht es am Arsch vorbei was das Portal und das Hotel miteinander verhandelt haben.

  8. Re: Auf den ersten Blick erscheint mir das etwas unreflektiert

    Autor: Michael H. 05.06.19 - 14:33

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dafür dass die Hotels die Reichweite und Infrastruktur der Portale nutzen,
    > zahlen sie diesen ja auch eine ziemlich stattliche Provision.
    > Das eigentliche Problem ist an der Stelle aber vor allem der extrem hohe
    > Marktanteil einzelner Portale. Der Marktanteil von Booking.com liegt mal
    > eben bei schlappen 66% unter den Reiseportalen, über die insgesamt wiederum
    > ca. 25% aller Hotelbuchungen erfolgen.

    Wie ich von einer Kundin im Reisegewerbe gehört hab, buchen (zumindest die meisten in deutschland agierenden Portale) Zimmer im voraus. Heisst quasi, booking.com oder ab-in-den-urlaub buchen ein Kontingent von 10 Zimmern fix und "verkaufen" diese dann über Ihr Portal ab.

    Daher kann es schon gut sein, dass Hotels z.B. nur 25% ihrer Kapazitäten über solche Portale anbieten.
    Denn zusätzlich zu den Portalen gibt es ja doch auch noch Reisebüros und unabhängige Vermittler.

    Die Italiener haben z.B. viel über verticalbooking am laufen.
    Das ist quasi ein "Hotelregister", bei dem sich jedes Hotel (meines Wissens) nach registrieren lassen kann und eine Schnittstelle hat um Bilder, Zimmer, Angebote, Reservierungen zu Pflegen über ihre Hotelsoftware und solche Portale bzw. Reiseveranstalter können auf ihren Homepages verticalbooking einbinden und selbst übers Portal für Ihre Kunden preisauskünfte und buchungen in echtzeit durchführen.

    Heisst es zeigt dir tagesaktuell Preise, freie Zimmer etc an.
    Somit hat man auch auf der Homepage den Vorteil, dass man einfach das Datum auswählt und noch angaben macht wie Personenanzahl, Kinder, Meerblick, Whirlpool etc. um dann das passende Zimmer bzw. den dafür vorgesehenen Preis zu erhalten.

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