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Warum liebe Linkspartei?

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  1. Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Sharra 27.03.22 - 14:01

    Weil es euch einen Dreck angeht, wo privatwirtschaftliche Unternehmen ihren Sitz haben, auch wenn der Bund beteiligt ist.

    Und weil es komplett bescheuert wäre, nur aus ideologischen Gründen den etablierten Firmensitz mit all seinen Verbindungen nach Ostdeutschland zu verlegen, wo jetzt schon nichts (mehr) ist.

  2. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: HeroFeat 27.03.22 - 14:19

    Vor allem wie soll das aussehen? Werden dann im "Osten" neue MA angestellt und im "Westen" entlassen, oder sollen die im "Westen" einfach Mal umziehen? Mitsamt Familie, Kindern usw.?

    Beides kann doch eigentlich kein gewolltes Szenario sein.

    Natürlich scheint es da nicht ganz fair zuzugehen und man sollte schauen was man machen kann, aber dann doch bitte ordentliche Vorschläge.

  3. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 14:19

    > Und weil es komplett bescheuert wäre, nur aus ideologischen Gründen den
    > etablierten Firmensitz mit all seinen Verbindungen nach Ostdeutschland zu
    > verlegen, wo jetzt schon nichts (mehr) ist.

    Ich finde es auch lustig, dass die Partei sich sonst als Stimme der Arbeitnehmer aufspielt, aber dass tausende Familien umziehen sollen, Kinder die Schulen wechseln müssen, Partner ihre Arbeitsplätze bei anderen Unternehmen kündigen sollen, Familien auseinandergerissen werden, Mitarbeiter, die nicht umziehen können, gekündigt werden, das ist alles kein Problem, solange es ein paar Stimmen im Osten bringt.

    Ja, es ist doof für die Linke, wenn die Proteststimmen nicht mehr an sie gehen sondern an die AfD. Jetzt müsste man richtige Politik machen, um die Wähler zu überzeugen. Aber wenn das nicht funktioniert, macht man halt ein paar populistische Forderungen.

  4. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 14:21

    > Vor allem wie soll das aussehen? Werden dann im "Osten" neue MA angestellt
    > und im "Westen" entlassen, oder sollen die im "Westen" einfach Mal
    > umziehen? Mitsamt Familie, Kindern usw.?
    >
    > Beides kann doch eigentlich kein gewolltes Szenario sein.

    Na jetzt komm doch nicht mit Details, das sind die Linken. Es geht nicht darum, dass ernsthaft jemand daran denkt, das zu tun, was da gefordert wird. Es gibt um Populismus im Osten, nicht um einen sinnvollen Plan.

  5. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Sharra 27.03.22 - 16:14

    Ich fürchte mit "richtiger Politik" holst du auf dem Land im Osten auch keine Stimmen mehr. Die Linke war dort stark, als sie einfach nur laut geschrien hat. Jetzt kreischt die AFD noch lauter und holt sich eben diese Stimmen. Und demnächst ist es dann wieder die Union, denn unter Merz kann sie nichts anderes als sinnloses Zeug brüllen.

  6. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 16:25

    > Die Linke war dort stark, als sie einfach nur laut
    > geschrien hat. Jetzt kreischt die AFD noch lauter und holt sich eben diese
    > Stimmen.

    Ich fand witzig, die Wählerwanderungen zu beobachten beim Auftauchen der AfD. Ihr größtes Reservoir fand sie bei ehemaligen Nichtwählern, das ist schon eine Leistung. Die zweitgrößte Bewegung kam von den Linken. Ist das nicht glatt ein Indiz für das Hufeisen. Am Ende sind sich Linke und Rechte doch austauschbar ähnlich, zumindest sehen ihre Wähler das so.

    > Und demnächst ist es dann wieder die Union, denn unter Merz kann
    > sie nichts anderes als sinnloses Zeug brüllen.

    Ach abwarten. Er ist gerade mal 55 Tage im Amt. Wir werden sehen. Ich halte ihn allerdings auch eher für einen Übergangskandidaten. Wobei, das hat man von Merkel anfangs auch gedacht.

  7. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: bplhkp 27.03.22 - 17:00

    HeroFeat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vor allem wie soll das aussehen? Werden dann im "Osten" neue MA angestellt
    > und im "Westen" entlassen, oder sollen die im "Westen" einfach Mal
    > umziehen? Mitsamt Familie, Kindern usw.?

    Natürlich sollen dann neue Mitarbeiter eingestellt werden, denn nur so erfüllt man die auch schon mal geforderte Ossiquote. Nachzuweisen bevorzugt durch eigenes SED-Parteibuch oder beider Elternteile oder min. 3 Großelternteile.

  8. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Rasczak 27.03.22 - 17:14

    Die sollen lieber mal eine Ossiquote in Politischenämtern und in Führungspositionen machen geht ja bei anderen Gruppen auch, dann muss das auch bei Ossis gehen.

  9. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 18:42

    > Die sollen lieber mal eine Ossiquote in Politischenämtern und in
    > Führungspositionen machen

    Was qualifiziert einen nach nunmehr fast 35 Jahren Einheit zum Ossi? Muss man in den neuen Ländern geboren zu sein? Dann wäre Honecker ja kein Ossi gewesen.

    Wenn man in Sachsen geboren wurde, die Eltern aber 1988 rüber gemacht haben, ist man dann trotzdem Ossi? Muss man seinen Lebenslauf lückenlos bis zum Ur-Ossi rückverfolgen können, so eine Art Ossi-Nachweis? Und wie läuft das in Berlin, wenn man sagen wir mal 2000 in Mitte geboren wurde, Eltern sind Schwaben, man wohnt in einem schicken sanierten Altbau, ist man dann trotzdem Ossi?

    Mich würden die Kriterien interessieren, was jemanden zum Ostling macht.

    > geht ja bei anderen Gruppen auch, dann muss das
    > auch bei Ossis gehen.

    Das muss toll sein, wenn man Abteilungsleiter (zum Mindestlohn) einer Dummy-Abteilung ist (ohne Mitarbeiter), und alle wissen, das ist der Quoten-Ossi. Ist das dann sowas wie die Schwerbehinderten-Quote, und kann man sich davon freikaufen als Unternehmen?

  10. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 18:43

    > Natürlich sollen dann neue Mitarbeiter eingestellt werden, denn nur so
    > erfüllt man die auch schon mal geforderte Ossiquote. Nachzuweisen bevorzugt
    > durch eigenes SED-Parteibuch oder beider Elternteile oder min. 3
    > Großelternteile.

    So eine Art Ossi-Nachweis? Und was machen wir mit Halb- und Dreiviertel-Ossis?

  11. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: murphsen 27.03.22 - 19:31

    Es ist kein Indiz für das Hufeisen, sondern ein Indiz dafür, dass "Einfache Antworten auf komplexe Fragen" die beste Methodik ist um empörte Menschen für sich zu gewinnen.

  12. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Sharra 27.03.22 - 19:36

    murphsen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist kein Indiz für das Hufeisen, sondern ein Indiz dafür, dass "Einfache
    > Antworten auf komplexe Fragen" die beste Methodik ist um empörte Menschen
    > für sich zu gewinnen.


    Bis zu dem Tag, an dem man liefern muss. Die AFD hat nicht geliefert, und damit wars das.

  13. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Oktavian 27.03.22 - 19:53

    > Bis zu dem Tag, an dem man liefern muss. Die AFD hat nicht geliefert, und
    > damit wars das.

    Naja, die Linken doch auch nicht. Sind halt beides populistische Vollpfostensammelbecken.

  14. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: HeroFeat 27.03.22 - 22:01

    Ja, ich finde es ja nur schade. Tatsächliche Linke Politik könnte ja vielleicht auch durchaus eine Bereicherung für den demokratischen politischen Diskurs sein. Aber das ist auf keinen Fall das was wir hier aktuell unter der "Linken" haben.

  15. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Extrawurst 27.03.22 - 22:15

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und weil es komplett bescheuert wäre, nur aus ideologischen Gründen den
    > > etablierten Firmensitz mit all seinen Verbindungen nach Ostdeutschland
    > zu
    > > verlegen, wo jetzt schon nichts (mehr) ist.
    >
    > Ich finde es auch lustig, dass die Partei sich sonst als Stimme der
    > Arbeitnehmer aufspielt, aber dass tausende Familien umziehen sollen, Kinder
    > die Schulen wechseln müssen, Partner ihre Arbeitsplätze bei anderen
    > Unternehmen kündigen sollen, Familien auseinandergerissen werden,
    > Mitarbeiter, die nicht umziehen können, gekündigt werden, das ist alles
    > kein Problem, solange es ein paar Stimmen im Osten bringt.

    Wenn man ganz zynisch wäre, könnte man sagen:

    Mussten ungewollt viele Ossis doch auch machen. Teilweise bis heute.

    Was natürlich nicht heißen soll, dass dieser staatskapitalistische Unsinn jetzt in irgendeiner Form gerecht wäre.

  16. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: bplhkp 27.03.22 - 22:25

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > So eine Art Ossi-Nachweis? Und was machen wir mit Halb- und
    > Dreiviertel-Ossis?


    Ich vermute dass es das für die Rechtsnachfolgerin der SED nicht gibt, denn die werden wenn nicht mehr physisch aber zumindest geistig noch durch den antifaschistischen Schutzwall geschützt.

  17. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: kriD reD 27.03.22 - 23:37

    Rasczak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die sollen lieber mal eine Ossiquote in Politischenämtern und in
    > Führungspositionen machen geht ja bei anderen Gruppen auch, dann muss das
    > auch bei Ossis gehen.

    Die kriegen sie ja nicht mal bei sich selbst hin, oder was macht der Import-Wessi Ramelow in Thüringen?

  18. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Rasczak 27.03.22 - 23:41

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die sollen lieber mal eine Ossiquote in Politischenämtern und in
    > > Führungspositionen machen
    >
    > Was qualifiziert einen nach nunmehr fast 35 Jahren Einheit zum Ossi? Muss
    > man in den neuen Ländern geboren zu sein? Dann wäre Honecker ja kein Ossi
    > gewesen.
    >
    > Wenn man in Sachsen geboren wurde, die Eltern aber 1988 rüber gemacht
    > haben, ist man dann trotzdem Ossi? Muss man seinen Lebenslauf lückenlos bis
    > zum Ur-Ossi rückverfolgen können, so eine Art Ossi-Nachweis? Und wie läuft
    > das in Berlin, wenn man sagen wir mal 2000 in Mitte geboren wurde, Eltern
    > sind Schwaben, man wohnt in einem schicken sanierten Altbau, ist man dann
    > trotzdem Ossi?
    >
    > Mich würden die Kriterien interessieren, was jemanden zum Ostling macht.
    >
    > > geht ja bei anderen Gruppen auch, dann muss das
    > > auch bei Ossis gehen.
    >
    > Das muss toll sein, wenn man Abteilungsleiter (zum Mindestlohn) einer
    > Dummy-Abteilung ist (ohne Mitarbeiter), und alle wissen, das ist der
    > Quoten-Ossi. Ist das dann sowas wie die Schwerbehinderten-Quote, und kann
    > man sich davon freikaufen als Unternehmen?

    Wenn man schon Quoten für andere Gruppen auf anderer Basis hat dann kann man auch eine Ossiquote haben. Wenn man da vor der Wende geboren ist zählt man als Ossi, sollte kein Problem sein bei dem Durschnittsalter bei Politiker kann man gerne in 50 Jahren einstellen diese Quote. :)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.22 23:44 durch Rasczak.

  19. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: AynRandHatteRecht 28.03.22 - 04:20

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > murphsen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es ist kein Indiz für das Hufeisen, sondern ein Indiz dafür, dass
    > "Einfache
    > > Antworten auf komplexe Fragen" die beste Methodik ist um empörte
    > Menschen
    > > für sich zu gewinnen.
    >
    > Bis zu dem Tag, an dem man liefern muss. Die AFD hat nicht geliefert, und
    > damit wars das.

    Ist das so? Warum wählen Leute 2022 noch immer SED/Linkspartei oder AfD? Ein signifikanter Teil der Bevölkerung dort ist "lost" und geht weiter der Empörungspropaganda auf den Leim. Die genannten bekamen Geld und Unterstützung aus Moskau, besuchten zT das Terror-Regime der Separatisten in der Ukraine und bis heute verbreiten sie die Lügen und "Argumente" aus Moskau.

    Es ist schon erstaunlich, dass das gerade in Ostdeutschland weiter beim Wähler funktioniert.

    Ein Grund dürfte sein, dass nach dem Mauerfall bis in jüngste Zeit die jungen und qualifizierten Menschen abgewandert sind und dort keinen Ausgleich zu den überall vorhandenen Querulanten und Empörten stellen. Rattenfänger-Gruppen hatten und haben es dann einfach an der Wahlurne.

    Ich finde Hufeisen trifft es nicht, vielmehr sind die rhetorischen Methoden identisch, sich als Opfer zu stilisieren und eine andere Gruppe dafür verantwortlich zu machen. Schaut man ganz genau hin, findet man das Muster auch in der CSU.

  20. Re: Warum liebe Linkspartei?

    Autor: Test_The_Rest 28.03.22 - 07:11

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Ende sind sich Linke und Rechte
    > doch austauschbar ähnlich, zumindest sehen ihre Wähler das so.

    Gilt das nicht für ALLE Parteien?

    Ich zumindest kann schon seit Jahren keinen wirklichen Unterschied zwischen den "Volksparteien" entdecken.

    Im Wahlkampf vielleicht noch, aber danach eher nicht mehr...
    Sind sie einmal an der Macht, gibt es kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

    Im Prinzip können sich alle Parteien zusammeschließen, eine Wahl findet dann nur noch zum Schein statt, et voila, wir haben wieder eine SED mit 99,9% Wählerzustimmung...

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