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Geiz-ist-Geil aka Sozialdumping ist asozial

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  1. Geiz-ist-Geil aka Sozialdumping ist asozial

    Autor: Frankieboy 14.06.14 - 10:08

    Das Internet lässt viele neue Geschäftsideen entstehen und das auch gut so. Auch dass diese Entwicklung Verlierer im OldBusiness hinterlässt, ist hinzunehmen. Wer den Strukturwandel und dadurch ggf. die Konkurrenzfähigkeit verpasst, verliert im gewerblichen Wettbewerb seine Daseinsberechtigung.

    Wenn ein neues internetbasierte Geschäftsmodells jedoch nur unter Inkaufnahme von Sozialdumping basiert, ist es zwingend abzulehnen. Das ist ausbeuterisch, macht die jeweilige Branche kaputt und führt zur Erosion der Steuer- und Sozialsysteme.

    Deutschland ist ein Hochlohnland und darf sich mit Spargelstechern für 5,00 ¤ oder pseudoprivaten MietCarDrivern mit Angeboten zum Selbstkostenpreis nicht abfinden.
    Das ist eine Sauerei und gehört verboten!

    Und Nutzern solcher Angebote ist zu sagen: Nein, Geiz ist leider nicht geil.

  2. Re: Geiz-ist-Geil aka Sozialdumping ist asozial

    Autor: DrWatson 14.06.14 - 17:15

    Frankieboy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein neues internetbasierte Geschäftsmodells jedoch nur unter
    > Inkaufnahme von Sozialdumping basiert, ist es zwingend abzulehnen. Das ist
    > ausbeuterisch, macht die jeweilige Branche kaputt und führt zur Erosion der
    > Steuer- und Sozialsysteme.

    Sozialdumping ist im Taxigewerbe ja der Normalfall. Es kann also nur besser werden.

    Soll heißen: Wenn ein Taxifahrer nicht mehr 80.000¤ für die Konzession zahlen müssen, kann das dem Kunden und Fahrer nur zugute kommen.
    Dann langt die Rufzentrale noch mal mit 30% hin und das Auto ist auch immer ein Mercedes.

    Schon alleine der Kredit für die Taxikonzession dürfte einen Großteil der Einnahmen kosten.

    Wer dann noch glaubt, Steuerhinterziehung und ähnliches wäre bei herkömmlichen Taxis schwerer als bei Mietwagen muss schon sehr naiv sein.

    >Deutschland ist ein Hochlohnland und darf sich mit Spargelstechern für 5,00 ¤ oder pseudoprivaten MietCarDrivern mit Angeboten zum Selbstkostenpreis nicht abfinden.

    Ein Taxifahrer verdient heute etwa 5 ¤ bis 7 ¤ pro Stunde.

    > Das ist eine Sauerei und gehört verboten!

    Sie wollen das Taxigewerbe verbieten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.14 17:21 durch DrWatson.

  3. "80.000¤ für die Konzession" = Märchen

    Autor: Yes!Yes!Yes! 16.06.14 - 08:06

    In anderen Städten mag die Konzession teurer sein als in Chemnitz mit seinen 185¤ für's erste und 50¤ für jedes weitere Fahrzeug, aber nie und nimmer 80k Euro. Dafür will ich 'ne Quelle sehen - sonst ist es einfach Spinnerei.

    http://vis.stadt-chemnitz.de/eap/leistungen/de/leistung.itl?id=8274e9a3-fc11-40b0-bbd1-1c7c85fe513b

    "und das Auto ist auch immer ein Mercedes" ... und schon das nächste Märchen. Mercedes mag zwar den Großteil der Taxen ausmachen, aber definitiv nicht alle.

    "Sie wollen das Taxigewerbe verbieten?"
    Trollerei...

  4. Bis zu 80.000 Euro kostet eine Taxikonzession in Köln.

    Autor: DrWatson 16.06.14 - 10:01

    [www.derwesten.de]


    > Trollerei...


    Leider fällt das auf dich zurück, wenn du dich nicht informierst.

  5. Re: Bis zu 80.000 Euro kostet eine Taxikonzession in Köln.

    Autor: ohja 16.06.14 - 11:27

    Jedoch nur, weil keine neuen durch die Stadt Köln ausgestellt werden und sich hierdurch ein Schwarzmarkt (illegal ;-) etablierte...

    http://www.stadt-koeln.de/service/produkt/taxi-genehmigung-1

  6. Re: Bis zu 80.000 Euro kostet eine Taxikonzession in Köln.

    Autor: DrWatson 16.06.14 - 12:17

    ohja schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jedoch nur, weil keine neuen durch die Stadt Köln ausgestellt werden und
    > sich hierdurch ein Schwarzmarkt (illegal ;-) etablierte...

    So ist aber die Realität und Köln ist mitnichten die einzige Stadt, in der es so aussieht.

  7. Re: Bis zu 80.000 Euro kostet eine Taxikonzession in Köln.

    Autor: Dwalinn 16.06.14 - 14:18

    Was ist so schlecht an Mercedes? Je nachdem wo das Auto gebaut wird bleibt ein großteil des geldes in Deutschen kreislauf und hilft so den Staat. Teure Autos lassen sich auch gut abschreiben, zudem sind sie zuverlässig... das sind wichtige Punkte.

    Taxen sind defenitiv zu teuer abe lieber ist es mir so als leute zu unterstützen die sich zum Hartz IV was dazu verdienen (wobei das immer noch besser ist als nur mit Hartz IV leben zu wollen)

  8. Re: nicht assozial

    Autor: Bouncy 16.06.14 - 14:24

    Frankieboy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ¤ oder pseudoprivaten MietCarDrivern mit Angeboten zum Selbstkostenpreis
    > nicht abfinden.
    > Das ist eine Sauerei und gehört verboten!
    Nein, wenn es Angebote zum Selbstkostenpreis sind dann kann man es logischerweise unmöglich zum Geschäft machen, unter keinen Umständen! Deine Argumentation ist damit hinfällig, denn entweder es lohnt nicht und man kann vom Erlös nicht leben, dann machen Leute das nur zum Spaß oder um Kosten etwas zu reduzieren, was imho absolut ok wäre, oder es lohnt doch und Menschen können sich damit eine Existenz finanzieren, was wieder ok wäre, denn wer das so möchte - egal wieviel Geld nun letztlich übrig bleibt - dem sollte in einem freien Markt freigestellt sein, das Geschäft zu betreiben. Niemals wird eine Person draufzahlen, eine Ausbeutung ist schon prinzipiell ausgeschlossen. Daher gehört dieser Markt imho geöffnet, er wird sich selbst regulieren oder selbst zerstören, eins von beiden...

  9. Re: Bis zu 80.000 Euro kostet eine Taxikonzession in Köln.

    Autor: Bouncy 16.06.14 - 14:39

    Dwalinn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist so schlecht an Mercedes? Je nachdem wo das Auto gebaut wird bleibt
    > ein großteil des geldes in Deutschen kreislauf und hilft so den Staat.
    > Teure Autos lassen sich auch gut abschreiben, zudem sind sie zuverlässig...
    > das sind wichtige Punkte.
    Naja, etwas blauäugig imho: Daimler ist eine AG, das Geld geht erstmal an die Börse und bleibt nicht per se zum Großteil in Deutschland. Abschreiben läßt sich jedes Auto prozentual gleich,
    Mercedes ist nur durch hohe Subventionen im Taximarkt so beliebt - was übrigens deren Gewinn und damit das Geld, von dem du denkst es bliebe in Deutschland, im Taxibereich ziemlich gegen 0 drückt, in der Konzernführung ist das Taxigeschäft nicht sonderlich beliebt, im Moment wird auch massiv gekürzt (weniger Kulanz, teurere Anschlußgarantie, weniger Nachlässe). Es ist mehr eine Prestige-Sache und damit Quersubvention.
    Naja und wenn es nach Zuverlässigkeit ginge würden wir hier nur Toyotas sehen - was wir eventuell bald tatsächlich tun werden, Toyota ist durchaus an dem Markt interessiert, falls Mercedes sich weiter zurückzieht (falls!)...

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