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Eine Firma ohne Betriebsrat...

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  1. Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: slax 07.12.20 - 12:08

    ...hat immer eine absolutistische Führung nach Gutsherrenart.
    Oftmals gut getarnt, aber wie die da ticken ist ziemlich gruselig.

    Ich bin froh, dass ich mittlerweile einen Arbeitgeber mit Betriebsrat und Tarifvertrag gefunden habe.

  2. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Emulex 07.12.20 - 12:33

    slax schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...hat immer eine absolutistische Führung nach Gutsherrenart.

    Und eine Firma mit Betriebsrat hat einen riesigen Hemmschuh an, der vor allem Low-Performern hilft und in Summe allen etwas kostet.

    > Oftmals gut getarnt, aber wie die da ticken ist ziemlich gruselig.
    >

    Ok ich finde eher, dass Betriebsräte grundsätzlich gruselig ticken.

  3. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Greys0n 07.12.20 - 12:40

    Betriebsrat ist schon ne Gute Sache.
    Es entlastet auch eben die Arbeitskräfte wenn sich jemand um deren Interessen kümmert und Sie nicht selbst für jeden furz kämpfen müssen während der Arbeitszeit. Und natürlich gibt es Schwarze Schaafe. Aber insgesamt dürften Angestellte davon profitieren.
    Würde nicht mehr in ein Betrieb ohne wollen.

  4. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Flasher 07.12.20 - 12:43

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > slax schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ...hat immer eine absolutistische Führung nach Gutsherrenart.
    >
    > Und eine Firma mit Betriebsrat hat einen riesigen Hemmschuh an, der vor
    > allem Low-Performern hilft und in Summe allen etwas kostet.
    >
    > > Oftmals gut getarnt, aber wie die da ticken ist ziemlich gruselig.
    > >
    >
    > Ok ich finde eher, dass Betriebsräte grundsätzlich gruselig ticken.

    Dem kann ich mich nur anschliessen. Betriebsräte haben die Eigenheit sehr einseitig zum Wohle des Arbeitnehmers zu entscheiden und die Interessen des Unternehmens zu vernachlässigen. Dabei vergessen die Mitglieder eines solchen Rates, dass die Umsetzung der Interessen des Unternehmens auch dem Wohle der Arbeitnehmer dient.

    Ich kenne konkrete Beispiele in denen Betriebsräte durch übertriebene Corona-Massnahmen massiv zu Projektverzögerungen beigetragen haben. Massnahmen die weit über den gesetzlich geforderten Einschränkungen galten.

    Tja, die Folge waren mehrere Projektstopps und deie entsprechenden Standorte sind nunmehr nicht mehr rentabel. Es wird aktiv eine Schliessung einiger Standorte diskutiert. Klassisches Eigentor



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.20 12:44 durch Flasher.

  5. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Trollversteher 07.12.20 - 12:46

    >Und eine Firma mit Betriebsrat hat einen riesigen Hemmschuh an, der vor allem Low-Performern hilft und in Summe allen etwas kostet.

    Was für ein unsäglicher Unsinn. Da kann man echt nur mit dem Kopf schütteln - Du hast offenbar noch nie in einem Unernehmen mit Betriebsrat gearbeitet?

    >Ok ich finde eher, dass Betriebsräte grundsätzlich gruselig ticken.

    OK, Budder bei die Fische: Mit wievielen unterschiedlichen Betriebsräten hattest Du bisher zu tun, dass Du offenbar *derart* miese Erfahrungen gemacht hast?

  6. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Trollversteher 07.12.20 - 12:48

    Klingt mir ziemlich nach "Hörensagen" nach der Art, "Der Vetter eines Schwagers kennt jemanden, dessen Vater..." Um welche Unternehmen handelt es sich da konkret? Welche Projekte sind auf welche Art verloren gegangen? Und inwieweit hat der Betriebsrat über die von der jeweiligen Landesregierung vorgegebenen verpflichtenden Maßnahmen hinaus zusätzliche Maßnahmen angeordnet?

  7. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: ssj3rd 07.12.20 - 12:52

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > slax schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Und eine Firma mit Betriebsrat hat einen riesigen Hemmschuh an, der vor
    > allem Low-Performern hilft und in Summe allen etwas kostet.

    Wie haben 80 Millionen Einwohner, es können nicht alle High Performer sein und wollen das evtl auch gar nicht.
    Dazu kommt: High Performer leben nicht gerade lange, so meine Erfahrung, Burn Out etc lässt Grüßen.

    Ich bin auch eher so etwas wie ein Middle - Low Performer und das reicht mir. Ich arbeite um zu leben und nicht umgekehrt und Stress und Höchstleistung muss ich nun wahrlich nicht täglich haben,
    selbst wöchentlich wäre mir schon zu viel :-)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.20 12:53 durch ssj3rd.

  8. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Greys0n 07.12.20 - 12:53

    Klingt so als hätte der Betriebsrat nen guten Job gemacht. Bei uns gab es auch massig Delays, aber die gab es in unser kompletten Branche. Somit hat sich das bei uns effektiv ausgeglichen. Wer natürlich versucht so eine Phase zu nutzen, zu Lasten der Gesundheit seiner Angestellten, ist natürlich gearscht wenn es einen guten Betriebsrat gibt. ;)

  9. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: aLpenbog 07.12.20 - 13:00

    ssj3rd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie haben 80 Millionen Einwohner, es können nicht alle High Performer sein
    > und wollen das evtl auch gar nicht.

    Die Frage ist, ob es dann falsch ist, dass eher leistungsgerecht bezahlt wird. Natürlich unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, wie Gesundheit und co. und das man so oder so von seinem Gehalt leben können soll. Ansonsten sorgt sowas eher für eine Orientierung nach unten bzw. für Abgänge, wenn Leute sehen, dass ihre Leistung nicht gewürdigt wird.

    Klar Menschen sind unterschiedlich. Der eine Arbeitet um zu leben, der andere definiert sich über seine Arbeit, für den ist in seinen Job gut sein etwas wie ein sportlicher Wettkampf.

  10. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Flasher 07.12.20 - 13:01

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt mir ziemlich nach "Hörensagen" nach der Art, "Der Vetter eines
    > Schwagers kennt jemanden, dessen Vater..." Um welche Unternehmen handelt es
    > sich da konkret? Welche Projekte sind auf welche Art verloren gegangen? Und
    > inwieweit hat der Betriebsrat über die von der jeweiligen Landesregierung
    > vorgegebenen verpflichtenden Maßnahmen hinaus zusätzliche Maßnahmen
    > angeordnet?

    Werde ich hier sicher nicht öffentlich machen. Ich weiss es aber als "Kunde" aus erster Hand, da ich es miterlebt habe. Nix mit Hören-Sagen


    Greys0n schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klingt so als hätte der Betriebsrat nen guten Job gemacht. Bei uns gab es
    > auch massig Delays, aber die gab es in unser kompletten Branche. Somit hat
    > sich das bei uns effektiv ausgeglichen. Wer natürlich versucht so eine
    > Phase zu nutzen, zu Lasten der Gesundheit seiner Angestellten, ist
    > natürlich gearscht wenn es einen guten Betriebsrat gibt. ;)

    Sag das mal den anderen 150 Mitarbeitern die auf den Output der Projekte angewiesen war und jetzt irgendwo neu verteilt werden müssen weil das Kern-Projekt gecancelt wurde.

  11. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Trollversteher 07.12.20 - 13:05

    >Die Frage ist, ob es dann falsch ist, dass eher leistungsgerecht bezahlt wird. Natürlich unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen, wie Gesundheit und co. und das man so oder so von seinem Gehalt leben können soll. Ansonsten sorgt sowas eher für eine Orientierung nach unten bzw. für Abgänge, wenn Leute sehen, dass ihre Leistung nicht gewürdigt wird.

    Aber was hat das mit Betriebsräten zu tun? Ich habe es nie erlebt, dass dort "Leistungsverweigerer" und "Underperformer" bevorzugt wurden...
    Selbst in Tarifverträgen gibt es für die "Überperformer" die Leistungszulage, und unser Betriebsrat bei meinem vorherigen Arbeitgeber hat sich auch *nie* gesperrt, wenn besonders "wertvolle" Kollegen einen außertariflichen Bonus erhalten haben - im Gegenteil.

    >Klar Menschen sind unterschiedlich. Der eine Arbeitet um zu leben, der andere definiert sich über seine Arbeit, für den ist in seinen Job gut sein etwas wie ein sportlicher Wettkampf.

  12. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Trollversteher 07.12.20 - 13:08

    >Werde ich hier sicher nicht öffentlich machen. Ich weiss es aber als "Kunde" aus erster Hand, da ich es miterlebt habe. Nix mit Hören-Sagen

    Da Du als Kunde keinerlei bzw. eine sehr einseitige Einsicht in die Interna eines Auftraggeber Unternehmen hast, würde Ich Deine Aussage nach wie vor mit dem nötigen "grain of salt" nehmen. Denn schließlich gehört es auch zur typischen "Politik", bei einem Versagen einen schwarzen PEter zu finden und mit dem Finger auf Andere zu deuten. Und ob die Maßnahmen nun innerhalb der landesspezifischen Vorschriften oder zusätzlich "on top" beschlossen wurden, hast Du noch nicht beantwortet?

    >Sag das mal den anderen 150 Mitarbeitern die auf den Output der Projekte angewiesen war und jetzt irgendwo neu verteilt werden müssen weil das Kern-Projekt gecancelt wurde.

    Möglicherweise hat das aber auch verhindert, dass das Virus im Unternehmen um sich greift, und *alle* Kollegen ewerst mal zwei Wochen Däumchen hätten drehen müssen, weil die Niederlassung wegen Quarantäne hätte dicht gemacht werden müssen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.12.20 13:10 durch Trollversteher.

  13. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: aLpenbog 07.12.20 - 13:25

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber was hat das mit Betriebsräten zu tun? Ich habe es nie erlebt, dass
    > dort "Leistungsverweigerer" und "Underperformer" bevorzugt wurden...
    > Selbst in Tarifverträgen gibt es für die "Überperformer" die
    > Leistungszulage, und unser Betriebsrat bei meinem vorherigen Arbeitgeber
    > hat sich auch *nie* gesperrt, wenn besonders "wertvolle" Kollegen einen
    > außertariflichen Bonus erhalten haben - im Gegenteil.

    Nun wenn Leistung z.B. erfasst werden soll, wo angezeigt werden soll usw. dann ist das Geschrei immer gleich sehr groß. Kenne ich z.B. von einigen Kunden von uns, wo via Gamification ein wenig mehr Motivation erzeugt werden sollte aber eben auch die Leistung zumindest am Monitor des Arbeiters leicht ersichtlich war. Da gab es dann ein riesen Shitstorm. Ich bezweifele, dass das von Leuten kam, bei denen auf dem Monitor quasi stand, sie leisten gute Arbeit.

    So fällt natürlich für alle erstmal der Ansporn weg, als auch das Wissen der eigenen Leistung im Vergleich, was wieder rum Argumente bzgl. Gehaltsverhandlungen hätten sein können. Profitieren tut davon sicherlich niemand der was leistet.

  14. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Trollversteher 07.12.20 - 13:41

    >Nun wenn Leistung z.B. erfasst werden soll, wo angezeigt werden soll usw. dann ist das Geschrei immer gleich sehr groß. Kenne ich z.B. von einigen Kunden von uns, wo via Gamification ein wenig mehr Motivation erzeugt werden sollte aber eben auch die Leistung zumindest am Monitor des Arbeiters leicht ersichtlich war. Da gab es dann ein riesen Shitstorm. Ich bezweifele, dass das von Leuten kam, bei denen auf dem Monitor quasi stand, sie leisten gute Arbeit.

    Tja, die Grenzen zwischen "gamification" und Überwachung/Kontrolle sind ja auch fließend. Und ob ein Kollege gute Arbeit leiste, sehe ich an der Kundenzufriedenheit und ob er in den Scrum Sprints seine Stories durchschnittlich oder gar überdurchschnittlich abschließt, dafür brauche ich keinen "Gamification" Hipster Schnickschnack.

    >So fällt natürlich für alle erstmal der Ansporn weg, als auch das Wissen der eigenen Leistung im Vergleich, was wieder rum Argumente bzgl. Gehaltsverhandlungen hätten sein können. Profitieren tut davon sicherlich niemand der was leistet.

    Was für ein Unsinn. Wenn Projekt/Abteilungsleiter keine anderen Instrumente zur Hand haben um die Leistung ihrer Mitarbeiter einschätzen zu können, dann stinkt das Problem wohl eher vom Kopf her. Ich würde übrigens jederzeit einen besonnenen Kollegen, der lieber noch nen halben Tag drauflegt um eine wirklich solide Lösung abzuliefern jederzeit einem "heißen" Karriereisten auf Koks, dem es vor allem darum geht, im jeweiligen System die meisten Punkte abzusahnen, ob sinnvoll oder nicht, vorziehen. Aber vermutlich liegt das an meiner jahrzehntelangen Erfahrung.

  15. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Oktavian 07.12.20 - 13:50

    > OK, Budder bei die Fische: Mit wievielen unterschiedlichen Betriebsräten
    > hattest Du bisher zu tun, dass Du offenbar *derart* miese Erfahrungen
    > gemacht hast?

    Bei mir drei in Unternehmen, in denen ich selbst gearbeitet hab. Der beste von denen war faktisch nicht vorhanden, extrem unauffällig, die anderen beiden lästig, realitätsfern, arbeitsverhindernd.

    Dazu noch diverse Betriebsräte bei Kunden, da war leider kein unauffälliger dabei, wohl aber welche, die sehr auf ihr eigenes Auskommen und ihren eigenen politischen Vorteil bedacht waren. Da wurde dann eine Reise nach Brasilien organisiert.

  16. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: whopper 07.12.20 - 14:04

    Moin, jetzt hab ich da mal meinen alten golem-account reaktiviert, der Artikel hat mich als Personalratsmitglied (fast das gleiche wie ein Betriebsrat, nur halt im ÖD) getriggert.
    Wir sind ein kleines 3-er Gremium, Dienststellen-Größe= 34 Mitarbeiter, keine Beamten.

    Ich bin jetzt 10 Jahre hier, 5 davon in der Interessensvertretung.
    Mir sträuben sich alle paar Stunden die Nackenhaare, wie manche in der Dienststelle, aber auch in der Öffentlichkeit bzw. hier im Forum dem Ellenbogenprinzip mit nem Schuss "Meine Nase passt dem Chef ganz besonders gut" frönen. Hab als das älteste von drei Geschwistern aber wohl einfach eine SJW-Tendenz bzw. nen Sinn für unsere "Schwächeren". (Schwerbehinderte/Gleichgestellte, Azubis etc., Anti-High-Performer). Der Ellenbogen funkioniert solange, bis man selber mal einfach Hilfe braucht.

  17. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Oktavian 07.12.20 - 14:07

    > Wir sind ein kleines 3-er Gremium, Dienststellen-Größe= 34 Mitarbeiter,
    > keine Beamten.

    Ich gehe mal davon aus, ihr seid nicht freigestellt, macht das so wie es anfällt. Das ist immer schon mal gut, damit der BR/PR nicht den Kontakt zur eigentlichen Arbeit verliert.

    > Ich bin jetzt 10 Jahre hier, 5 davon in der Interessensvertretung.
    > Mir sträuben sich alle paar Stunden die Nackenhaare, wie manche in der
    > Dienststelle, aber auch in der Öffentlichkeit bzw. hier im Forum dem
    > Ellenbogenprinzip mit nem Schuss "Meine Nase passt dem Chef ganz besonders
    > gut" frönen.

    Okay, und was hast Du jetzt zur Diskussion beizutragen?

  18. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Trollversteher 07.12.20 - 14:10

    >Bei mir drei in Unternehmen, in denen ich selbst gearbeitet hab. Der beste von denen war faktisch nicht vorhanden, extrem unauffällig, die anderen beiden lästig, realitätsfern, arbeitsverhindernd.

    >Dazu noch diverse Betriebsräte bei Kunden, da war leider kein unauffälliger dabei, wohl aber welche, die sehr auf ihr eigenes Auskommen und ihren eigenen politischen Vorteil bedacht waren. Da wurde dann eine Reise nach Brasilien organisiert.

    Klingt mir nach großen Konzern-Betriebsräten a la Automobilindustrie - in den eher kleineren Uneternehmen/Niederlassungen (<100 Mitarbeiter) mit Betriebsrat, in denen ich gearbeitet habe, war der Betriebsrat tatsächlich sehr nützlich und hat nicht nur einseitig im Sinne der Belegschaft, sondern immer verantwortlich im Sinne des gesamten Unternehmens gehandelt - zB, wenn es darum ging, notwendige aber unangenehme Maßnahmen wie Kurzarbeit oder am Ende die Schließung von Niederlassungen zu kommunizieren, und so zu vermitteln/verhandeln, dass beide Seiten (also Führung und Belegschaft) mit dem Ergebnis am Ende weitgehend zufrieden sein konnten. Und das waren, wie gesagt, sehr engagierte Kollegen, die ihre Aufgabe ernst genommen und ne Menge zusätzlicher Arbeit investiert haben. Da hätte ein "underperformender Faulenzer" gar nicht erst einen Fuß in die Tür bekommen.

  19. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: whopper 07.12.20 - 14:17

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wir sind ein kleines 3-er Gremium, Dienststellen-Größe= 34 Mitarbeiter,
    > > keine Beamten.
    >
    > Ich gehe mal davon aus, ihr seid nicht freigestellt, macht das so wie es
    > anfällt. Das ist immer schon mal gut, damit der BR/PR nicht den Kontakt zur
    > eigentlichen Arbeit verliert.
    >
    > > Ich bin jetzt 10 Jahre hier, 5 davon in der Interessensvertretung.
    > > Mir sträuben sich alle paar Stunden die Nackenhaare, wie manche in der
    > > Dienststelle, aber auch in der Öffentlichkeit bzw. hier im Forum dem
    > > Ellenbogenprinzip mit nem Schuss "Meine Nase passt dem Chef ganz
    > besonders
    > > gut" frönen.
    >
    > Okay, und was hast Du jetzt zur Diskussion beizutragen?

    Gegenwärtig wollte ich das in meiner Mittagspause erstmal von der Seele schreiben, muss ja auch nicht immer produktiv sein, oder?

  20. Re: Eine Firma ohne Betriebsrat...

    Autor: Aristarch 07.12.20 - 14:18

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Oftmals gut getarnt, aber wie die da ticken ist ziemlich gruselig.
    >
    > Ok ich finde eher, dass Betriebsräte grundsätzlich gruselig ticken.

    Amazon zum Beispiel hat festgestellt, dass man gut fährt, wenn man die Betriebsratswahlen durch eigene Leute organisiert und eigene Kandidaten aufstellt. Diese sind bevorzugt schwerbehindert, womit man dann gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt.

    Wenn du denen dann begegnest, dann wird dir klar, dass diese nur zu einem Bruchteil in der Lage sind, ihre Aufgaben im Rahmen der betrieblichen Mitbestimmung zu erledigen. Das ist auch so gewollt.

    Andererseits sind auch die gewerkschaftlichen "Vertrauensmänner" (sic) oft von einem Kaliber, bei dem man von Unsicherheit übermannt wird, ob derjenige durch gezielte Schulung, Gehirnoperation oder aber durch einen Schaden während des Geburtsvorgangs (Zange usw.) so geworden ist. Es ist erstaunlich, wie man sich gleichzeitig als von Gott und Marx gesandten antikapitalistischen Heiland verstehen kann, der gewählt zu werden hat und trotzdem viel, viel zu bedeutend ist, als dass er mit gewöhnlichen Arbeitnehmern sprechen müsste.

    Insofern kann ich Dir in gewisser Weise zustimmen: Das mag tatsächlich häufig so sein, dass die gruselig ticken.

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