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  5. › Betrugsvorwurf: US-Börsenaufsicht…

Verstehe das Problem nicht

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  1. Verstehe das Problem nicht

    Autor: Screeny 28.09.18 - 08:47

    Musk hat also mit seinem privaten Account offene Gedanken geteilt und daraufhin ist das ganze dumme Vieh direkt zur Börse gerannt und Aktien gekauft / verkauft, ja?

    Und das ist jetzt ein Betrug, weil alle auf das gehört haben, was er auf Twitter (!) geschrieben hat?
    Diese Welt wird auch immer verrückter ...

    Mich würde mal interessieren, wo dies in den NASDAQ Regeln steht. Falls sich jemand die Mühe machen möchte: http://nasdaq.cchwallstreet.com/NASDAQTools/PlatformViewer.asp?selectednode=chp_1_1_1_1&manual=%2Fnasdaq%2Fmain%2Fnasdaq-equityrules%2F

    Nachtrag:
    Allein schon, dass es bei der Börse "Öffnungszeiten" gibt ist eine Farce. Wie soll so etwas in der heutigen und globalen Welt funktionieren? Wenn man seine Anleger bescheißen will, dann verkündet man wichtige Veränderungen also immer *nach* Börsenschluss. (Jaja, sehen die Regeln so vor - macht es ja nicht besser)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.18 08:49 durch Screeny.

  2. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: kazhar 28.09.18 - 08:55

    Das sind die ganz normalen Börsenregeln.
    Zu Firmeninterna, die noch nicht veröffentlicht wurden, hat man die Klappe zu halten. Egal ob am Stammtisch oder auf Twitter - und egal ob man Chef oder der letzte Hackler man Band ist.

  3. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: PiranhA 28.09.18 - 09:14

    Sein Twitter-Account ist ein offizieller Kanal für börsenrelevante Nachrichten. Wäre er das nicht, wäre es ja noch schlimmer. Hat er schon öfter so gehandhabt, ist allen Anlegern bekannt.

    Zum Thema Öffnungszeiten. Das hat einfach auch was mit der Gesundheit zu tun. Es gibt einfach feste Zeiten, damit auch jeder die Chance hat, zu einer normalen Uhrzeit auf Kursänderungen zu reagieren. Ansonsten würden die Börsianer ja niemals schlafen ;)

  4. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: Beazy 28.09.18 - 10:20

    Außerdem sollte man hier nicht in den Regeln der NASDAQ nachschlagen, sondern in denen der SEC. Und die gelten für alle börsennotierten Unternehmen.

    Und warum ein CEO nicht absichtlich wilde Kurssprünge verursachen darf, sollte eigentlich nicht schwer zu verstehen sein, oder?

  5. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: pumok 28.09.18 - 10:34

    Beazy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und warum ein CEO nicht absichtlich wilde Kurssprünge verursachen darf,
    > sollte eigentlich nicht schwer zu verstehen sein, oder?

    Nein, in meinen Augen ist das einfach.
    Die Frage ist jedoch, wie unterscheidet man absichtlich, (grob-)fahrlässig, (naiv) unverschuldet.

  6. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: Muhaha 28.09.18 - 10:45

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Frage ist jedoch, wie unterscheidet man absichtlich, (grob-)fahrlässig,
    > (naiv) unverschuldet.

    Die SEC macht da aus gutem Grund keinen Unterschied. Nachlässigkeit schützt hier nicht vor Strafe.

    Der CEO eines börsennotierten Unternehmens hat gewisse Verpflichtungen. Dazu gehört die Verpflichtung vor der Veröffentlichung kursrelevanter Nachrichten und Mitteilungen diese entsprechend prüfen und absegnen zu lassen, damit man eben NICHT versehentlich jemanden durch drastische Kursverläufe schädigt.

    Musk sollte das wissen. Musk hat leider niemanden, der ihm den Twitter-Account sperrt und ihm auf die Füße tritt, wenn er gerade im Begriff ist eine Dummheit zu begehen.

  7. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: pumok 28.09.18 - 10:51

    Ja, da hast Du recht. Zu diesen Verpflichtungen gehört auch eine grosse Verantwortung.
    Er wird normalerweise auch entsprechend dafür entlöhnt.

  8. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: PiranhA 28.09.18 - 10:51

    pumok schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist jedoch, wie unterscheidet man absichtlich, (grob-)fahrlässig,
    > (naiv) unverschuldet.

    Unverschuldet aus Naivität gibt es nicht. Es wäre seine Aufgabe gewesen das zu wissen.
    Letztendlich läuft es darauf hinaus, dass er gesagt hat, dass die Finanzierung sichergestellt ist und der einzige Grund ist, warum dass noch nicht über die Bühne ist, weil die Aktionäre dem Plan noch zustimmen müssen. Dass ihm dann erst im Nachhinein auffällt, dass neben der nicht gesicherten Finanzierung noch ganz andere Gründe* dagegen sprechen, ist das konkrete Fehlverhalten. Bis das nicht geklärt ist, sollte man sich mit solchen Aussagen zurück halten. Hätte er einfach nur die Idee in den Raum geworfen, ohne konkrete Zusicherung, wäre das alles kein Problem gewesen.

    * Konkret dass einige Aktionäre gezwungen wären zu verkaufen, weil sie nur öffentlich gehandelte Unternehmen halten dürfen und dass es nach dem de-listing ein Obergrenze von 300 Teilhabern gäbe. Siehe [www.heise.de]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.18 10:55 durch PiranhA.

  9. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: quasides 28.09.18 - 11:47

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Zum Thema Öffnungszeiten. Das hat einfach auch was mit der Gesundheit zu
    > tun. Es gibt einfach feste Zeiten, damit auch jeder die Chance hat, zu
    > einer normalen Uhrzeit auf Kursänderungen zu reagieren. Ansonsten würden
    > die Börsianer ja niemals schlafen ;)

    Falsch, absolut falsch.

    Das ganze hat historische Ursprünge und wurde später dann künstlich am leben gehalten aus ganz anderen gründen.

    Der Trick ist das das BigMoney in der Nacht sein Geld abziehen kann und in Japan und europa weitertraden kann. Wären die Börse zu ist macht das Kapital einemal die Runde und wird 24 stunden am laufen gehalten.

    Würde die Börse weiterlaufen müsste das Kapital da bleiben hätte aber nun den nachteil das das andere "Konkurrenz" Kapital auf die anderen Märkte ausweichen würde.
    Edit: bzw verdoppelt man damit auch seine geldmenge.
    die kurse ändern sich ja nur zu börsenzeiten, das max mögliche handelsvolumen hat isch damit verdoppelt.

    man könnte nun argumentieren das am ende das selbe rauskommen würde wenn an einer börse 24 stunden gehandelt wird, das stimmt aber nicht wirklich weil jeder markt eine obergrenze hat.
    mit dem zwangszeiten zwingt man damit theoretisch das gesamt möglichse handelsvolumen in einen 12 stunden tag und verdoppelt damit die geldmenge wenn man am zweiten markt in der nacht weitermacht


    So aber kann man mit der selben geldmenge globale märkte unter kontrolle halten.


    Btw man kann sehr wohl auch closing hours weitertraden, deswegen sind die morgenkurse aus andere als die abend kurse, es wird einfach nur morgens verbucht.
    Dennoch ist das volumen weit geringer, kein wunder weil die schwergewichte woanders sich rumtreiben.


    Btw früher wars nur dem big money möglich after hours zu traden.
    heute ist eigentlich jedem möglich, internet brokerseiten sei dank



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.18 11:53 durch quasides.

  10. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: /mecki78 28.09.18 - 11:56

    Screeny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Musk hat also mit seinem privaten Account offene Gedanken geteilt und
    > daraufhin ist das ganze dumme Vieh direkt zur Börse gerannt und Aktien
    > gekauft / verkauft, ja?

    Und das nennt man Kursmanipulation und verstößt in den meisten Ländern dieser Welt gegen geltendes Recht, in etwa so wie Insider Handel. Du darfst als Vorstand, CEO oder Großaktionär einer Firma nicht einfach so deine "Gedanken öffentlich teilen", wenn diese das Kaufverhalten von Aktionären massiv beeinflussen wird und dir somit die Möglichkeit gib, den Kurs nach belieben zu manipulieren, weil du damit gegen Regeln verstößt. So eine Ankündigung musst du vorher mit der Börsenaufsicht absprechen und die wird dir nur dann erlauben, so etwas bekannt zu geben, wenn es dir damit auch wirklich ernst ist und nicht wenn du kurz darauf wieder einen Rückzieher machst. Börsen sind ein Privileg und du hast kein Anrecht an einer Börse gehandelt zu werden. Wenn du dich nicht an die Regeln hältst, dann kann die Börse dich auch von Handel ausschließen und dann schau doch wo man dein Papier noch kaufen/verkaufen kann.

    Wären Kursmanipulationen legal, dann könnte ich als Millionär ja einfach Aktien kaufen, bis mir über 50% der Firma gehören, womit ich ja so gut wie das alleinige Sagen habe. Dann mach ich irgend eine ganz tolle Ankündigung, damit der Kurs durch die Decke geht und dann verkaufe ich alle Aktien wieder. Muss man hier echt ernsthaft erklären, dass bzw. warum das verboten ist?

    Noch einfacher anders herum. Ich kaufe Puts auf eine Aktie, da sind Verkaufsoptionen, die umso wertvoller werden, je weniger eine Aktie wert ist. Dann kaufe ich 51% von einem Unternehmen und mache eine schrecklich Ankündigung durch die Kurs in's bodenlose fällt. Dadurch gehen meine Puts zeitgleich durch die Decke. Jetzt verkaufe ich alle Puts und mache richtig viel Geld, dann ziehe ich meine Ankündigung zurück, sie wie Musk hier auch, der Kurs der Aktie erholt sich langsam wieder und wenn er in etwa dort ist, wo ich mal gekauft habe, dann verkaufe ich alle Aktien wieder.

    Das ist genauso verboten wie Insider Handel, also wenn Musk mir sagt "Du, morgen mache ich so eine Ankündigung" und ich dann ganz viele Tesla Aktien kaufen gehe, nur um sie direkt nach der Ankündigung dann wieder zu verkaufen mit hohen Kursgewinn. Auch das ist verboten. Ich müsste nicht einmal Aktien kaufen, wenn mir die zu teuer sind, dann kaufe ich halt Calls, das sind Kaufoptionen, das Gegenteil von Puts, die steigen im Wert, wenn die Aktie im Wert steigt, aber nach eigenen Kurs gehandelt werden.

    Und zu deiner Frage, welche Regel er denn verletzt haben soll, mindestens SEC-Regel 10b-5, steht doch in der Anklageschrift.

    > Allein schon, dass es bei der Börse "Öffnungszeiten" gibt ist eine Farce.
    > Wie soll so etwas in der heutigen und globalen Welt funktionieren?

    Genauso wie in einer lokalen Welt, oder hast du noch nicht bemerkt, dass die Börse in Hong Kong eigenständig ist und überhaupt nichts mit der Börse in New York zu tun hat? Selbst die Börse in Frankfurt hat nichts mit der Börse in Hamburg oder in München zu tun, da werden zeitgleich die gleichen Papiere zu unterschiedlichen Preisen gehandelt. Und nicht jedes Papier wird weltweit an jeder Börse gehandelt und nicht an jeder Börse gelten genau die gleichen Regeln, genauso wenig wie jedes Land die gleichen Börsengesetze hat. Wenn also die Regeln der New Yorker Börse sagen, dass solche Ankündigungen nur außerhalb der Börsenzeiten gemacht werden dürfen, dann bezieht sich das auf die Öffnungszeiten dieser Börse und nicht der in London, Hong Kong oder Tokio.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.09.18 11:58 durch /mecki78.

  11. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: theonlyone 28.09.18 - 12:36

    Reale Welt und Ehrlichkeit gehen eben nicht ein her.

    Es wird eben bei Aktien darauf geachtet das man bloß nicht die Wahrheit sagt, im Zweifel gar nichts sagt und dabei auch keine "notwendigen" Informationen zurück hält.

    Also egal wie mans macht, es ist immer falsch, wenn dadurch irgendwer irgendwie Geld verliert wird der immer die Schuld abladen.

    ----

    Für die Menge der Anleger und Follower seiner Tweets ist es immer interessant auf dem Laufenden gehalten zu werden.

    Das ist ein Mehrwert, Vertrauensbeweis und jeder kann darauf seine Entscheidungen treffen, oder eben auch nicht.

    ----

    Mir allemal angenehmer als zu wenig Informationen zu bekommen.

  12. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: Huegelstaedt 28.09.18 - 12:48

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Reale Welt und Ehrlichkeit gehen eben nicht ein her.
    >
    > Es wird eben bei Aktien darauf geachtet das man bloß nicht die Wahrheit
    > sagt, im Zweifel gar nichts sagt und dabei auch keine "notwendigen"
    > Informationen zurück hält.
    >
    > Also egal wie mans macht, es ist immer falsch, wenn dadurch irgendwer
    > irgendwie Geld verliert wird der immer die Schuld abladen.
    >
    > ----
    >
    > Für die Menge der Anleger und Follower seiner Tweets ist es immer
    > interessant auf dem Laufenden gehalten zu werden.
    >
    > Das ist ein Mehrwert, Vertrauensbeweis und jeder kann darauf seine
    > Entscheidungen treffen, oder eben auch nicht.
    >
    > ----
    >
    > Mir allemal angenehmer als zu wenig Informationen zu bekommen.

    Was für ein Unsinn, er hat geschrieben die Finanzierung ist gesichert und hat sogar einen Preis genannt ohne dass es Vereinbarungen dahingehend gab. Das hat mit Ehrlichkeit überhaupt nichts zu tun. Wenn er geschrieben hätte er denkt darüber nach Tesla von der Börse zu nehmen und führt gespräche mit verschiedenen Investoren wäre das eine andere Sache gewesen.

    Es gibt gute Gründe warum sowas illegal ist. Manchen Leuten mögen die Regeln vielleicht zu starr sein, aber es muss so sein, da man sonst gegen insiderhandel keine Handhabe hätte. Es wäre beinahe unmöglich nachzuweisen, da man die Geschäfte über dritte abwickeln könnte die einem dann im Gegenzug in anderen Geschäften Gewinne bringen. Wie man hier ernsthaft Musk im Recht sehen kann ist mir schleierhaft.

    Ich gehe auch davon aus, dass er keine böse Absicht hatte sondern in seiner Art halt übertrieben positiv geschrieben hat ohne drüber nachzudenken. Aber er ist nicht irgendein Normalo der mal eben so auf Twitter konsequenzlos halbwahrheiten posten kann. Er ist CEO eines Milliardenunternehmens und wenn er sagt er hat die Finanzierung gesichert muss das auch stimmen (mal ganz davon abgesehen, dass er selbst im dem Fall erst die Aufsicht hätte informieren müssen). Sofern er die Vorwürfe ernst nimmt und sein Verhalten dahingehend überdenkt wünsche ich ihm nochmal glimpflich davonzukommen (geldstrafe oder so). Kann ihn zwar nicht leiden, aber manchmal braucht es auch einfach ein bisschen Wahnsinn um Erfolgreich zu sein.

  13. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: debattierer 28.09.18 - 13:11

    Tja ITler sind halt nicht immer im rudimentären Börsenrecht bewandert. Ich habe schon bei der Ankündigung und der darauffolgenden Absage gesagt, dass das rechtliche Konsequenzen haben wird. Damals war im Golemforum die dominierende Meinung, dass das nicht so sein wird.
    Schuster blei bei deinen Leisten.

  14. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: debattierer 28.09.18 - 13:15

    Es war ziemlich sicher Vorsatz, da er Shortsellern "f*cken" wollte (eigene Aussage von Musk). Nach der Ankündigung gingen die Kurse nach oben und die Shortseller haben Millionenverluste erlitten. Diese wollen sie jetzt von Tesla/Musk einklagen.

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > pumok schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Die Frage ist jedoch, wie unterscheidet man absichtlich,
    > (grob-)fahrlässig,
    > > (naiv) unverschuldet.
    >
    > Die SEC macht da aus gutem Grund keinen Unterschied. Nachlässigkeit schützt
    > hier nicht vor Strafe.
    >
    > Der CEO eines börsennotierten Unternehmens hat gewisse Verpflichtungen.
    > Dazu gehört die Verpflichtung vor der Veröffentlichung kursrelevanter
    > Nachrichten und Mitteilungen diese entsprechend prüfen und absegnen zu
    > lassen, damit man eben NICHT versehentlich jemanden durch drastische
    > Kursverläufe schädigt.
    >
    > Musk sollte das wissen. Musk hat leider niemanden, der ihm den
    > Twitter-Account sperrt und ihm auf die Füße tritt, wenn er gerade im
    > Begriff ist eine Dummheit zu begehen.

  15. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: theonlyone 28.09.18 - 13:36

    Huegelstaedt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > theonlyone schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Reale Welt und Ehrlichkeit gehen eben nicht ein her.
    > >
    > > Es wird eben bei Aktien darauf geachtet das man bloß nicht die Wahrheit
    > > sagt, im Zweifel gar nichts sagt und dabei auch keine "notwendigen"
    > > Informationen zurück hält.
    > >
    > > Also egal wie mans macht, es ist immer falsch, wenn dadurch irgendwer
    > > irgendwie Geld verliert wird der immer die Schuld abladen.
    > >
    > > ----
    > >
    > > Für die Menge der Anleger und Follower seiner Tweets ist es immer
    > > interessant auf dem Laufenden gehalten zu werden.
    > >
    > > Das ist ein Mehrwert, Vertrauensbeweis und jeder kann darauf seine
    > > Entscheidungen treffen, oder eben auch nicht.
    > >
    > > ----
    > >
    > > Mir allemal angenehmer als zu wenig Informationen zu bekommen.
    >
    > Was für ein Unsinn, er hat geschrieben die Finanzierung ist gesichert und
    > hat sogar einen Preis genannt ohne dass es Vereinbarungen dahingehend gab.
    > Das hat mit Ehrlichkeit überhaupt nichts zu tun. Wenn er geschrieben hätte
    > er denkt darüber nach Tesla von der Börse zu nehmen und führt gespräche mit
    > verschiedenen Investoren wäre das eine andere Sache gewesen.
    >
    > Es gibt gute Gründe warum sowas illegal ist. Manchen Leuten mögen die
    > Regeln vielleicht zu starr sein, aber es muss so sein, da man sonst gegen
    > insiderhandel keine Handhabe hätte. Es wäre beinahe unmöglich nachzuweisen,
    > da man die Geschäfte über dritte abwickeln könnte die einem dann im
    > Gegenzug in anderen Geschäften Gewinne bringen. Wie man hier ernsthaft Musk
    > im Recht sehen kann ist mir schleierhaft.
    >
    > Ich gehe auch davon aus, dass er keine böse Absicht hatte sondern in seiner
    > Art halt übertrieben positiv geschrieben hat ohne drüber nachzudenken. Aber
    > er ist nicht irgendein Normalo der mal eben so auf Twitter konsequenzlos
    > halbwahrheiten posten kann. Er ist CEO eines Milliardenunternehmens und
    > wenn er sagt er hat die Finanzierung gesichert muss das auch stimmen (mal
    > ganz davon abgesehen, dass er selbst im dem Fall erst die Aufsicht hätte
    > informieren müssen). Sofern er die Vorwürfe ernst nimmt und sein Verhalten
    > dahingehend überdenkt wünsche ich ihm nochmal glimpflich davonzukommen
    > (geldstrafe oder so). Kann ihn zwar nicht leiden, aber manchmal braucht es
    > auch einfach ein bisschen Wahnsinn um Erfolgreich zu sein.

    Den Insider Handel gibt es so oder so, nur wird es nicht öffentlich gemacht, sondern eben unter der Hand und das macht es keinen Deut weniger schwer nachzuweisen.

    Hier hat man völlig öffentliche und für jeden sichtbare Tweets, das kann allein schon deshalb kein "insider" Handel sein, weil absolut JEDER diese Information bekommt der sie sehen will.
    Wer darauf anspringt und völlig irrational verkauft oder kaufen will, der ist schlichtweg verblödet und selbst schuld.

    Selbst verständlich wird hier geklagt wenn irgendwer durch seine dummen Entscheidungen viel Geld verloren hat, völlig klar, wenn man mit einer Klage irgendwie Geld zurück bekommt und seine eigene Verantwortung abladen kann, nur her damit.

    Gesagt sei, ein CEO der aktuell informiert ist mir allemal mehr wert als Absprachen und Gemauschel im Stillen und Dunkeln, wo Informationen nur an die wenigen fließen.
    Dann doch lieber Informationen für alle und ständig, konsequent über alles informieren, dann kann jeder seine Entscheidung treffen auf Basis dieser Informationen, darf sich aber nicht entblößen wenn diese Entscheidungen einfach schlecht waren und Verluste einbringen, den so ist das, wenn man für seine Entscheidungen auch wirklich verantwortlich gemacht wird.

    ----

    Der Witz ist ja, hätte Musk nicht über die Entscheidungen per Tweet berichtet, hätten es trotzdem irgendwelche Markt Agenten herausgefunden und darauf Gekauft oder Verkauft, es hätte sich praktisch nichts geändert.

    Nur anstatt reine Gerüchte wird die Information offen und klar für alle einsehbar versendet, keine Geheimnis tuerei nötig und Informationen sind für alle zu sehen.

  16. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: Muhaha 28.09.18 - 14:08

    debattierer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es war ziemlich sicher Vorsatz, da er Shortsellern "f*cken" wollte (eigene
    > Aussage von Musk).

    Musk ist ein Depp, der jede Bodenhaftung verloren hat. Wenn die SEC vor Gericht hier einen kausalen Zusammenhang konstruieren kann, verliert Musk alles, was er aufgebaut hat.

    Auch wenn ich seine Abneigung gegenüber Shortsellern auf gewisse Weise nachvollziehen kann, so sollte man sich nicht von seinen Emotionen zu Handlungen verführen lassen, die man nur als Betrug mit der Absicht Schädigung Dritter bezeichnen kann. Die Shortseller, auch wenn das skrupellose Arschlöcher sind, haben allen Grund zu klagen, die SEC hat allen Grund hier einzuschreiten. Offenbar ist sogar das Justizministerium in Washington dabei eigene Ermittlungen zu erheben.

  17. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: cyblord 28.09.18 - 14:34

    quasides schrieb:

    > Der Trick ist das das BigMoney in der Nacht sein Geld abziehen kann und in
    > Japan und europa weitertraden kann. Wären die Börse zu ist macht das
    > Kapital einemal die Runde und wird 24 stunden am laufen gehalten.

    Wie genau zieht man in der Nacht bei geschlossener Börse sein Geld ab?

  18. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: lear 28.09.18 - 15:07

    Ob hier zusätzlich ein Insiderhandel vorliegt ist nicht bekannt und auch nicht diskutiert.
    Der Punkt ist, daß der CEO grob wahrheitswidrige Aussagen mit direktem Einfluß auf den Kurs (er hat ein Ziel ausgerufen) gemacht hat. Das ist strafbar. Du darfst als CEO gar keine falschen oder fehlleitenden Aussagen zu Deinem Unternehmen machen.

    Wenn Musk zusätzlich (evtl. per Strohmann) Kasse gemacht hat, ist er nochmal dran.

  19. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: Huegelstaedt 28.09.18 - 18:03

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Huegelstaedt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > theonlyone schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Reale Welt und Ehrlichkeit gehen eben nicht ein her.
    > > >
    > > > Es wird eben bei Aktien darauf geachtet das man bloß nicht die
    > Wahrheit
    > > > sagt, im Zweifel gar nichts sagt und dabei auch keine "notwendigen"
    > > > Informationen zurück hält.
    > > >
    > > > Also egal wie mans macht, es ist immer falsch, wenn dadurch irgendwer
    > > > irgendwie Geld verliert wird der immer die Schuld abladen.
    > > >
    > > > ----
    > > >
    > > > Für die Menge der Anleger und Follower seiner Tweets ist es immer
    > > > interessant auf dem Laufenden gehalten zu werden.
    > > >
    > > > Das ist ein Mehrwert, Vertrauensbeweis und jeder kann darauf seine
    > > > Entscheidungen treffen, oder eben auch nicht.
    > > >
    > > > ----
    > > >
    > > > Mir allemal angenehmer als zu wenig Informationen zu bekommen.
    > >
    > > Was für ein Unsinn, er hat geschrieben die Finanzierung ist gesichert
    > und
    > > hat sogar einen Preis genannt ohne dass es Vereinbarungen dahingehend
    > gab.
    > > Das hat mit Ehrlichkeit überhaupt nichts zu tun. Wenn er geschrieben
    > hätte
    > > er denkt darüber nach Tesla von der Börse zu nehmen und führt gespräche
    > mit
    > > verschiedenen Investoren wäre das eine andere Sache gewesen.
    > >
    > > Es gibt gute Gründe warum sowas illegal ist. Manchen Leuten mögen die
    > > Regeln vielleicht zu starr sein, aber es muss so sein, da man sonst
    > gegen
    > > insiderhandel keine Handhabe hätte. Es wäre beinahe unmöglich
    > nachzuweisen,
    > > da man die Geschäfte über dritte abwickeln könnte die einem dann im
    > > Gegenzug in anderen Geschäften Gewinne bringen. Wie man hier ernsthaft
    > Musk
    > > im Recht sehen kann ist mir schleierhaft.
    > >
    > > Ich gehe auch davon aus, dass er keine böse Absicht hatte sondern in
    > seiner
    > > Art halt übertrieben positiv geschrieben hat ohne drüber nachzudenken.
    > Aber
    > > er ist nicht irgendein Normalo der mal eben so auf Twitter konsequenzlos
    > > halbwahrheiten posten kann. Er ist CEO eines Milliardenunternehmens und
    > > wenn er sagt er hat die Finanzierung gesichert muss das auch stimmen
    > (mal
    > > ganz davon abgesehen, dass er selbst im dem Fall erst die Aufsicht hätte
    > > informieren müssen). Sofern er die Vorwürfe ernst nimmt und sein
    > Verhalten
    > > dahingehend überdenkt wünsche ich ihm nochmal glimpflich davonzukommen
    > > (geldstrafe oder so). Kann ihn zwar nicht leiden, aber manchmal braucht
    > es
    > > auch einfach ein bisschen Wahnsinn um Erfolgreich zu sein.
    >
    > Den Insider Handel gibt es so oder so, nur wird es nicht öffentlich
    > gemacht, sondern eben unter der Hand und das macht es keinen Deut weniger
    > schwer nachzuweisen.
    >
    > Hier hat man völlig öffentliche und für jeden sichtbare Tweets, das kann
    > allein schon deshalb kein "insider" Handel sein, weil absolut JEDER diese
    > Information bekommt der sie sehen will.
    > Wer darauf anspringt und völlig irrational verkauft oder kaufen will, der
    > ist schlichtweg verblödet und selbst schuld.
    >
    > Selbst verständlich wird hier geklagt wenn irgendwer durch seine dummen
    > Entscheidungen viel Geld verloren hat, völlig klar, wenn man mit einer
    > Klage irgendwie Geld zurück bekommt und seine eigene Verantwortung abladen
    > kann, nur her damit.
    >
    > Gesagt sei, ein CEO der aktuell informiert ist mir allemal mehr wert als
    > Absprachen und Gemauschel im Stillen und Dunkeln, wo Informationen nur an
    > die wenigen fließen.
    > Dann doch lieber Informationen für alle und ständig, konsequent über alles
    > informieren, dann kann jeder seine Entscheidung treffen auf Basis dieser
    > Informationen, darf sich aber nicht entblößen wenn diese Entscheidungen
    > einfach schlecht waren und Verluste einbringen, den so ist das, wenn man
    > für seine Entscheidungen auch wirklich verantwortlich gemacht wird.
    >
    > ----
    >
    > Der Witz ist ja, hätte Musk nicht über die Entscheidungen per Tweet
    > berichtet, hätten es trotzdem irgendwelche Markt Agenten herausgefunden und
    > darauf Gekauft oder Verkauft, es hätte sich praktisch nichts geändert.
    >
    > Nur anstatt reine Gerüchte wird die Information offen und klar für alle
    > einsehbar versendet, keine Geheimnis tuerei nötig und Informationen sind
    > für alle zu sehen.

    Es wäre aber insiderhandel gewesen wenn jemand aus seinem Umfeld auf steigende Kurse gesetzt hätte oder er Aktienoptionen mit fälligkeit gehabt hätte. Eine falsche Information rauszugeben und jemanden das vorher mitzuteilen oder selbst davon zu Profitieren ist genauso insiderhandel wie eine richtige Information frühzeitig rauszugeben. Da gibt es keinen Unterschied.

  20. Re: Verstehe das Problem nicht

    Autor: Akaruso 28.09.18 - 18:16

    Nicht jede Aktie ist an jeder Börse notiert.

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Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

Core i9-10980XE im Test: Intel rettet sich über den Preis
Core i9-10980XE im Test
Intel rettet sich über den Preis

Nur wenige Stunden vor AMDs Threadripper v3 veröffentlicht Intel den i9-10980XE: Der hat 18 Kerne und beschleunigt INT8-Code für maschinelles Lernen. Vor allem aber kostet er die Hälfte seines Vorgängers, weil der günstigere Ryzen 3950X trotz weniger Cores praktisch genauso schnell ist.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Prozessoren Intel meldet 14-nm-Lieferprobleme
  2. NNP-T und NNP-I Intel hat den T-1000 der künstlichen Intelligenz
  3. Kaby Lake G Intels AMD-Chip wird eingestellt

  1. I am Jesus Christ: Mit dem Jesus-Simulator die Wiederauferstehung schaffen
    I am Jesus Christ
    Mit dem Jesus-Simulator die Wiederauferstehung schaffen

    In I am Jesus Christ sollen PC-Spieler aus der Ich-Perspektive als Sohn Gottes antreten, Gutes tun und gegen Satan kämpfen können. Unklar ist derzeit unter anderem, ob das Programm rechtzeitig zu Weihnachten fertig wird.

  2. Dorothee Bär: Daten von Kindern sollen im Internet besser geschützt werden
    Dorothee Bär
    Daten von Kindern sollen im Internet besser geschützt werden

    Deutschlands Digital-Staatsministerin Dorothee Bär will Kinder im Internet besser schützen: Persönliche Daten sollen nicht mehr für die Erstellung von Nutzerprofilen oder zu Werbezwecken verwendet werden dürfen. Die FDP hält ein Verbot für kontraproduktiv.

  3. Mobilität: E-Scooter sollen gesondert in Unfallstatistik erscheinen
    Mobilität
    E-Scooter sollen gesondert in Unfallstatistik erscheinen

    Bislang gibt es keine offiziellen Zahlen dazu, wie viele Unfälle in Deutschland durch Fahrer von E-Scootern verursacht wurden. Das soll sich demnächst ändern; erste Zwischenbilanzen zeigen, dass bei Unfällen mit den Tretrollern die Verursacher meist deren Fahrer sind.


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