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Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

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  1. Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: kikimi 05.12.19 - 15:23

    Es ist ja nicht so, dass alle Jobsuchenden keinen bestehenden Job haben. Und viele, gerade in der IT verdienen da schon mal nicht schlecht. Ich habe einen stabilen Job und verdien gemessen an meinem Aufwand (40h-Woche ohne Überstunden) auch gut (54 kEUR brutto im Jahr).

    Deswegen bleibt Recruitern am Telefon gern mal die Spucke weg, wenn ich sage: Wechsel wird für mich erst ab 70kEUR im Jahr interessant. Denn ich weiß, dass ich kurz bis mittelfristig locker auf 60kEUR bekommen kann und langfristig sind auch die 70kEUR bis 80 kEUR drin. Da ist die relevante Frage nur: wann errreiche ich das?

    Es lohnt sich einfach nicht, sich dem Risiko eines Wechsels für 6 kEUR mehr im Jahr auf sich zu nehmen. Und viele Angebote kommen noch mit schlechteren Perks einher.
    Zum Vergleich:

    Hamburg, Ausbildung Fachinformatiker, PHP- und TypeScript-Entwickler Backend für 54kEUR brutto im Jahr.


    Unter 30 Tage Urlaub? Ihr wollt, dass ich mich auf meine Ziele "comitte"? Ich soll also mehr als 40h die Woche unentgeldlich arbeiten um eure Planungsfails auszugleichen? Ein Teil meines Gehalts so "variabel" sein? Gern, aber dann denkt euch meine Gehaltsforderung als das Basisgehalt und alles andere kann gerne on-top gehen. Kein Home Office möglich? Bei Krankheit mich zwingen direkt am ersten Tag zum Arzt zu gehen? Alter, ich bin krank, ich will mich zuhause ausruhen.

    Könnt ihr alles schon so machen, dann will ich da halt nicht arbeiten.

    In meiner jetzigen Bude kann ich bspw. mich bis zu drei Tage krank melden ohne AU und ohne Fragen. Einzig bei Krankheit im Urlaub muss ich doch direkt zum Arzt.

    Wenn ich dann noch von meinen Mindeststandard an meine Ausrüstung erzähle, dann fallen halt viele Arbeitgeber krachend durch (nein, ein 80cm x 40cm Tisch ist in einer 30-Mann-Open-Space-Legehennenbatterie ist kein geeigneter Arbeitsplatz). Ein höhenverstellbarer Tisch von 160cm x 80cm sollten es schon sein, und ein Bürostuhl sollte der Firma auch mindestens 500 EUR wert sein.

    Insofern: Ihr könnt gerne weiter jammern. Kommt wieder wenn ihr euch an die Marktpreise gewöhnt habt.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.19 15:35 durch kikimi.

  2. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: StaTiC2206 05.12.19 - 15:28

    sehr schön geschrieben und volle Zustimmung

  3. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: Bonsaibäumchen 05.12.19 - 15:43

    +1

  4. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: Matthiasxyz 05.12.19 - 15:57

    Bis auf den Bürostuhl (da finde ich auch für 250 Euro was gutes), volle Zustimmung!

  5. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: lock_ 05.12.19 - 16:02

    kikimi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja nicht so, dass alle Jobsuchenden keinen bestehenden Job haben.
    > Und viele, gerade in der IT verdienen da schon mal nicht schlecht. Ich habe
    > einen stabilen Job und verdien gemessen an meinem Aufwand (40h-Woche ohne
    > Überstunden) auch gut (54 kEUR brutto im Jahr).
    >
    > Deswegen bleibt Recruitern am Telefon gern mal die Spucke weg, wenn ich
    > sage: Wechsel wird für mich erst ab 70kEUR im Jahr interessant. Denn ich
    > weiß, dass ich kurz bis mittelfristig locker auf 60kEUR bekommen kann und
    > langfristig sind auch die 70kEUR bis 80 kEUR drin. Da ist die relevante
    > Frage nur: wann errreiche ich das?
    >
    > Es lohnt sich einfach nicht, sich dem Risiko eines Wechsels für 6 kEUR mehr
    > im Jahr auf sich zu nehmen. Und viele Angebote kommen noch mit schlechteren
    > Perks einher.
    > Zum Vergleich:
    >
    > Hamburg, Ausbildung Fachinformatiker, PHP- und TypeScript-Entwickler
    > Backend für 54kEUR brutto im Jahr.
    >
    > Unter 30 Tage Urlaub? Ihr wollt, dass ich mich auf meine Ziele "comitte"?
    > Ich soll also mehr als 40h die Woche unentgeldlich arbeiten um eure
    > Planungsfails auszugleichen? Ein Teil meines Gehalts so "variabel" sein?
    > Gern, aber dann denkt euch meine Gehaltsforderung als das Basisgehalt und
    > alles andere kann gerne on-top gehen. Kein Home Office möglich? Bei
    > Krankheit mich zwingen direkt am ersten Tag zum Arzt zu gehen? Alter, ich
    > bin krank, ich will mich zuhause ausruhen.
    >
    > Könnt ihr alles schon so machen, dann will ich da halt nicht arbeiten.
    >
    > In meiner jetzigen Bude kann ich bspw. mich bis zu drei Tage krank melden
    > ohne AU und ohne Fragen. Einzig bei Krankheit im Urlaub muss ich doch
    > direkt zum Arzt.
    >
    > Wenn ich dann noch von meinen Mindeststandard an meine Ausrüstung erzähle,
    > dann fallen halt viele Arbeitgeber krachend durch (nein, ein 80cm x 40cm
    > Tisch ist in einer 30-Mann-Open-Space-Legehennenbatterie ist kein
    > geeigneter Arbeitsplatz). Ein höhenverstellbarer Tisch von 160cm x 80cm
    > sollten es schon sein, und ein Bürostuhl sollte der Firma auch mindestens
    > 500 EUR wert sein.
    >
    > Insofern: Ihr könnt gerne weiter jammern. Kommt wieder wenn ihr euch an die
    > Marktpreise gewöhnt habt.

    vorallem sind das ja noch nichtmals herausragende forderungen... sowas sollte standard sein und nichts besonderes... wenn einer erwartet, dass ich gute arbeit mache, dann soll er mir auch die passende umgebung dafür bieten...
    und ja von mir hören recruiter in der regel auch nur noch "ja job interessant, aber ich muss bei 30h die woche 55k verdienen, da ich mich ja auch verbessern möchte!"

  6. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: IMM0rtalis 05.12.19 - 16:08

    Matthiasxyz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis auf den Bürostuhl (da finde ich auch für 250 Euro was gutes), volle
    > Zustimmung!

    das was er sagt^^

  7. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: mainframe 05.12.19 - 17:35

    Jepp. Ich habe auch festgestellt, dass wenn so sicher auftritt die Chancen besser stehen, weil man weiß was man will.

  8. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: Gubb3L 05.12.19 - 18:35

    Danke für deine Sicht. Derzeit bin ich ähnlich unterwegs.

    Anwendungsentwickler (in der Firma hauptsächlich Webentwicklung Typo3 und Co) und nach ein paar Jahren BA Wirtschaftsinformatik drauf gesetzt.
    Danach dann gewechselt weil zu eintönig und jetzt als Prozess Ingenieur in einem Konzern (20k+ Mitarbeiter weltweit) mit Hauptstandort Deutschland unterwegs nachdem ich im selbigen meine BA auch geschrieben habe und ein Jahr als Werksstudent tätig war.
    35h Tarifvertrag Metall EG12 NRW mit 30 Tagen Urlaub wobei ich jetzt für nächstes Jahr als "Boni" einen 40h Vertrag bekommen (erstmal auf 1 Jahr begrenzt) habe nachdem sich die Überstunden anhäuften welche nicht ausbezahlt sondern nur in Freizeit gewandelt werden können womit ich ab 1.1.2020 dann auf 54k im Jahr komme und ab 1.11.2020 durch 36 Monate Vertragslaufzeit bei 60k lande. Bin jetzt 2 Jahre fest angestellt und vorher als Werksstudent bzw. für die BA angestellt. (Gesamt ca. 3,5 Jahr im Betrieb)

    Beruf ist sehr abwechslungsreich und geht von klassischer Montagesystemplanung und Integration in die Produktionsumgebung über Outsourcing/Insourcing Projekte (ja letzteres gibt es bei uns noch) bis hin zu Forschungsprojekten (RWTH, FIR, IFU...) zum Thema maschinellem Lernen.
    Durch meinen Background betreue bzw. manage ich tendenziell eher die Projekte die starke IT Abhängigkeiten haben wie z.B. die Konzipierung/Einführung einen E-Kanban Systems (Eigenentwicklung mit Zulieferer da keine geeignete Lösung am Markt für uns verfügbar).

    Derzeit tendiere ich stärker Richtung klassischem Projektmanagement weshalb die für mich eher uninteressante Montagesystemplanung immer weiter entfällt. Dies Jahr gab es diverse Fortbildungen welches sich im kommenden Jahr mit einer weiteren Six Sigma und Projektmanagement Schulung fortführt.
    Spannende weitere Projekte für die kommenden zwei Jahre sind in Aussicht.

    Mich wo anders zu bewerben hab ich derzeit noch nicht probiert sehe da aber auch eher schlechtere Aussichten wenn ich mir durchlese was hier so abgeht. Die 60k habe ich ab Ende des kommenden Jahres sicher und als einer der wenigen Kollegen die überhaupt einen 40h Vertrag angeboten bekommen haben sehe ich da langfristig gute Chancen auch weiter zu steigen.

    Als kleine Besonderheit gibt es zu dem Urlaub noch 8 VA Tage im Jahr oben drauf die ich zwar erarbeite (-15 Minuten pro Tag) welche jedoch wie Urlaubstage behandelt werden. Diese werden für Brückentage wie auch z.B. Weihnachten verwendet wodurch ich da nicht separat Urlaub nehmen muss und diese auch nicht zur Diskussion stehen. Wenn ich will kann ich die Tage in Absprache natürlich trotzdem kommen, was noch nie ein Thema war, und diese wie normale Urlaubstage nutzen.
    Krank Meldungen und Co. läuft wie bei dir.

    Etwas wesentlich besseres muss man mir erstmal bieten.

    PS: Und nein ich war von den Note nie ein Überflieger. Vllt kann ich mich auch einfach nur gut verkaufen ;)



    9 mal bearbeitet, zuletzt am 05.12.19 18:46 durch Gubb3L.

  9. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: Tuxraxer007 05.12.19 - 19:12

    Geld ist nicht alles, aber das haben viele noch nicht verstanden.

    Ich hab über 15 Jahre bei einem Grossunternehmen gearbeitet und dort gut verdient, Gleitzeit, diverses vergünstigungen usw. erhalten, eben was ein Grossunternehmen so bietet.
    Aber irgentwann ist mir der Job so auf dem Zeiger gegangen, weil es immer das selbe war und immer man immer wieder gegen die selben Wände läuft, nicht verändern oder beeinflussen kann, das Betriebsklima zwar nicht das beste, immer wieder die selben Sparmaßnahmen und Kürzungen, Überstunden , Nachtarbeiten usw. und kaum Möglichkeit, die Stunden wieder abzubauen.

    Das hätte man mir 10k mehr im Jahr zahlen können, ich währe nicht geblieben.

    Heute verdiene ist weniger, auch wieder bei einem Großunternehmen, haben die selben oder besser Vergünstigungen, mache mind. 4 Tage pro Wochen HomeOffice ( spart Unmengen an Stress und Freizeit ), bin in große IT-Projekte eingebunden, bei denen ich auch viel bewegen und mitentscheiden kann.
    Das Betriebsklima bei uns ist sowas von gut, das hab ich noch in keiner anderen Firma erlebt ( trotz der Größe des Unternehmens ) und vor allen, es gibt eine Wertschätzung und Respekt gegenübern den Mitarbeitern.

    Ich hab vor 2 Wochen noch ein Jobangebot dankend abgelehnt, die mir 15kEUR / Jahr mehr geboten haben - ich habe dem Heathunter gesagt, das mir die 15k zuwenig Schmerzensgeld sind, mir das anzutun, jeden Tag nach Köln zu fahren.
    HomeOffice gabs nicht und da bleibt von 15kEUR netto nichts mehr übrig, wenn ich mal die Fahrkosten mit PKW oder ÖPNV dagegen rechne, von der wegfallenden Freizeit mal ganz zu schweigen, wenn ich jeden Tag 3 bsi 4 Stund unterwegs bin.

    Bei der Auswahl meines Arbeitsgebers stand das Gehalt nicht an erster Stelle, da zählten andere Faktoren.

    Ich habe etliche Vorstellunsggespräche in den letzten 2 Jahren gehabt, viele Firma versprechen dir wer weiss was und bin bei einigen Firma rausgegangen, da war die Entscheidung für mich klar, das ich dort für kein Geld der Welt anfangen möchte.
    Bestes Negativ-Beispiel: In einem IT-Unternehmen "SIEzten" sich die Leute untereinander, ich dachte ich währe im falschen Film.

  10. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: medium_quelle 05.12.19 - 20:50

    Mein Tipp ist es tatsächlich alle 2-3 Stunden den Stuhl zu wechseln. Also gern mal vom Bürostuhl zum Garten- oder Küchenstuhl. Das hält frisch und irgendwie mag mein Hinterteil das auch.

  11. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: divStar 05.12.19 - 21:46

    Ich habe für 30% mehr als vorher einen sehr verlässlichen Arbeitgeber, bei dem ich mich aber nur nach Jahren "entwickeln" kann, verlassen und weine ihm keine Träne nach. Jetzt haben die, die es wollten, sogar nen X1 Carbon Laptop zum Arbeiten.
    .ich bin zufrieden auch wenn ich sicher noch mehr verdienen könnte. Noch ein paar Jahre (2) und ich verhandle neu.

  12. Re: Der Wechsel muss sich halt auch lohnen

    Autor: amagol 05.12.19 - 22:02

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ihm keine Träne nach. Jetzt haben die, die es wollten, sogar nen X1 Carbon
    > Laptop zum Arbeiten.

    Ich verstehe nicht was an einem Laptop fuer die Arbeit so toll ist?
    Und es ist ein Arbeitsgeraet - wenn meine Produktivitaet um wenige Prozent gesteigert wird indem ich weniger warten muss ist das aufs Jahr gerechnet mehr als mein Rechner (P920, 2x Xeon Gold, 192GB, ... blabla, irgendne brauchbare Kiste halt) kostet.

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