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Die Gehälter sind zu niedrig

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  1. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: 32bit 06.12.19 - 14:30

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    > Dann erkundige dich mal, ... in USA ist.
    Es gibt auch Staaten mit Todesstrafe ... es ist komplett irrelevant was du scheibst! Fakt ist, wir drücken weit mehr als die Hälfte ab!

    Anders formuliert, wir sind nur Schlachtvieh das den Großteil seines Lebens für einige Wenige opfert.

  2. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: nweeiqr 06.12.19 - 14:37

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 5. Jobsicherheit
    > Ja, als junger ITler muss man sich in USA keine Sorgen machen. Aber ältere,
    > die vor allem schon in höheren Führungspositionen waren, tun sich mit unter
    > extrem schwer, nach eine Kündigung wieder was zu finden. Das ist bei uns
    > nicht unbedingt anders. Aber spätestens an dieser Stelle lernt man das
    > deutsche Sozialsystem zu schätzen. Nicht selten führt eine derartige
    > Situation in USA zu einem Totalbankrott.

    Und in Deutschland? Nach 1-2 Jahren Hartz4. Ist doch nichts anderes.

  3. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: Gurli1 06.12.19 - 14:40

    32bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gurli1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > ...
    > > Dann erkundige dich mal, ... in USA ist.
    > Es gibt auch Staaten mit Todesstrafe ... es ist komplett irrelevant was du
    > scheibst! Fakt ist, wir drücken weit mehr als die Hälfte ab!
    >
    > Anders formuliert, wir sind nur Schlachtvieh das den Großteil seines Lebens
    > für einige Wenige opfert.

    Du verstehst wohl nicht was der Unterschied zwischen ungebremstem Kapitalismus bzw. vollständiger Privatisierung und einer sozialen Marktwirtschaft ist. Aber gut, dann gehe doch nach USA. Es hat Vorteile, aber eben auch Nachteile. Letztere kann man akzeptieren oder ignorieren. Mache es einfach so, wie du willst.

  4. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: Gurli1 06.12.19 - 14:46

    nweeiqr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gurli1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 5. Jobsicherheit
    > > Ja, als junger ITler muss man sich in USA keine Sorgen machen. Aber
    > ältere,
    > > die vor allem schon in höheren Führungspositionen waren, tun sich mit
    > unter
    > > extrem schwer, nach eine Kündigung wieder was zu finden. Das ist bei uns
    > > nicht unbedingt anders. Aber spätestens an dieser Stelle lernt man das
    > > deutsche Sozialsystem zu schätzen. Nicht selten führt eine derartige
    > > Situation in USA zu einem Totalbankrott.
    >
    > Und in Deutschland? Nach 1-2 Jahren Hartz4. Ist doch nichts anderes.

    Doch, es ist anders. Die Krankenversicherung für eine Familie mit zwei Kindern kostet in USA rund 5.000 Dollar im Monat. Und das Wohnen ist sehr viel teurer.
    In Deutschland kannst du z.B. immer noch einen 450-Euro Job machen, was die Kosten der Krankenversicherung schon mal komplett eliminiert, und zwar für die ganze Familie. In die Situation, dass dir eine lebensnotwendige medizinische Behandlung verwehrt wird, weil du keine KV mehr hast, kannst du in Deutschland nicht kommen.
    Und wenn du in D ein (angemessenes) Eigenheim hast (was in D Hartz-IV-sicher ist), kann man selbst mit dem Hartz IV Satz und der zusätzlichen Unterstützung für etwaige Kinder einigermaßen menschenwürdig leben.
    Außerdem sind in Deutschland deine Rentenansprüche ebenfalls Hartz-IV-sicher. In USA verlierst du absolut alles, wenn du kein Einkommen mehr hast. Und zwar bis an dein Lebensende.

    Wer in Deutschland mit 40 ein Einkommen von > 100k erreicht und sein Erspartes einigermaßen sinnvoll investiert, braucht sich mit 55 keine Sorgen mehr zu machen. Dann sollten das Ersparte sowie die Rentenansprüche reichen, um bis ans Lebensende gut durchkommen zu können.

    Einem früheren Kollegen von mir wurde in USA mit 54 gekündigt. Er war seit 10 Jahren Mitglied der Geschäftsleitung und verdiente 200-250k pro Jahr. Nun, nach zwei Jahren schlägt er sich als Selbständiger durch, muss aber gleichzeitig massiv von seinem Ersparten leben. Das Haus ist schon weg, und wie es in der Rente weiter gehen soll, weiß er nicht.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 14:56 durch Gurli1.

  5. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: stevencloser 06.12.19 - 14:50

    So schlimm, dass lebensnotwendige Eingriffe aufgrund fehlender KV verweigert werden, ist es in den USA noch nicht. Du bleibst dann halt nur auf so ca. 50-100k Kosten hocken und wünschtest dir, sie hätten den Eingriff verweigert.

  6. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: Gurli1 06.12.19 - 14:55

    stevencloser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So schlimm, dass lebensnotwendige Eingriffe aufgrund fehlender KV
    > verweigert werden, ist es in den USA noch nicht. Du bleibst dann halt nur
    > auf so ca. 50-100k Kosten hocken und wünschtest dir, sie hätten den
    > Eingriff verweigert.

    Das stimmt, wenn es um Leben und Tod geht und die Behandlung akut notwendig ist.
    Einen Tumor, der noch nicht akut lebensbedrohlich, aber bösartig ist, schneiden sie dir dort aber nicht raus, wenn du die OP nicht bezahlen kannst.

  7. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: Gamma Ray Burst 06.12.19 - 15:10

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verbringe 1/4 meiner Arbeitszeit in USA/Kalifornien, weil ich für eine
    > dort ansässige Firma arbeite. Nach vielen Gesprächen mit meinen Kollegen
    > sehe ich die angeblichen Vorteile in den USA etwas differenzierter.
    >

    Kalifornien ist eigentlich ein schlechtes Beispiel, da ist zwar viel IT, aber Kalifornien ist eher die Ausnahme, repräsentiert den Rest der USA nur bedingt. Mein Eindruck ist, dass es wirklich sehr stark vom Bundesstaat abhängt. Selbst die Regelungen für das Abwerben sind pro Bundesstaat anders. In Michigan ist glaube ich verboten und in Kalifornien erlaubt. Das hat dann Einfluss auf das Gehaltsgefüge.

    """
    4. Altersvorsorge
    Die gesetzliche Rente in USA reicht nicht ansatzweise zum Leben aus. Vor allem die Krankenversicherung muss bezahlt werden. Von daher ist es in USA völlig selbstverständlich, dass jeder noch zusätzlich Geld beiseite legt. Dass die Rentner in USA insgesamt besser gestellt sind als bei uns, ist weniger dem System geschuldet, sondern der Tatsache, dass die Deutschen ihr Geld in Lebensversicherungen, Riesterrenten, Sparkonten und Photovoltaikanlagen stecken und damit de facto negative Renditen einfahren, während die Amerikaner in Aktien investieren.
    """

    Das ist ein guter Punkt, die negative Verzinsung die einem vom deutschen System aufgezwungen wird, ist einer der Hauptgründe warum ich einen Teufel tun werde und mich anstellen lasse. Es ist ein schwachsinniges System bei der Geld vernichtet wird. Und dann wundert man sich warum die Binnennachfrage in D nicht so stark ist.

    In Summe sehe ich aber schon Europe / D vorteilhafter als die USA, wobei es wirklich auf den genauen Einzelfall ankommt, Skill Set, Erfahrung, Position, Art des Vertrags, Ort, Remote Anteil, etc ...

  8. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: AynRandHatteRecht 06.12.19 - 15:14

    stevencloser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So schlimm, dass lebensnotwendige Eingriffe aufgrund fehlender KV
    > verweigert werden, ist es in den USA noch nicht. Du bleibst dann halt nur
    > auf so ca. 50-100k Kosten hocken und wünschtest dir, sie hätten den
    > Eingriff verweigert.


    Worst-Case-Beispiele sind irrelevant.

    Fakt ist: Als IT-Experte hast Du in den USA ein ganz anderes Standing. Wirtschaftlich und gesellschaftlich. Und jeder Tech-Konzeren hat verpflichtende Krankenversicherungsangebote, die besser sind als bei vielen deutschen PKVs(!).

    Unser Sozialsystem bricht gerade zusammen, man kürzt uns unsere "Ansprüche" so drastisch, dass wird faktisch für die monatlich bezahlten Abgaben keine Leistungen mehr bekommen. Das liegt am Schneeballsystem der einerseits durch die Demografie andererseits auch durch die Anerkennung von (fiktiven) Ansprüchen durch ex-DDR-Bewohner begründet ist.

    Das beste wäre, wenn man nochmal 18 wäre:

    - Alles tun um in die USA zu kommen (Studium, Job, H-1B, Greencard)
    - 5-15 Jahre im Valley, Seattle, NYC, Colorado oder einem anderen Tech-Hub arbeite und die Taschen voll machen - bei moderatem Lebensstil
    - danach entweder in eine weniger kompetitive Gegend ziehen und Frührente oder zurück nach Europa.

    Hier in Deutschland wird man nie als Programmierer Millionär werden, alleine schon durch Steuern und Abgabenlast, den Zwang zum Auto oder unwirtschaftlich teuren Immobilien in der Pampa auf Pump ("Eigenheim"). Dann verliert man Job, Ehepartner und schon ist das Leben wirtschaftlich ruiniert. Zeite oder Dritte Chancen gibt es hier selten.

  9. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: slax 06.12.19 - 15:17

    Geistesgegenwart schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > 42% grenzsteuersatz + Soli, Sozialversicherungsabgaben, Rentenversicherung.
    > Kommt meist auf so 40% des Einkommens in Summe.

    Ich nenne mal den Taschenspielertrick namens "Arbeitgeberanteil" den man zum eigentlichen Brutto dazurechnen muss. 15 % KV + 19 % RV sind schon 34 % und die 16 % Durchschnittssteuersatz erreicht man auch ohne Probleme. Mein letzter Steuerbescheid bescheinigte mir um die 26 %. D.h. 60 % Abgaben direkt an der Quelle.

  10. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: Gurli1 06.12.19 - 15:44

    Gamma Ray Burst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist ein guter Punkt, die negative Verzinsung die einem vom deutschen
    > System aufgezwungen wird, ist einer der Hauptgründe warum ich einen Teufel
    > tun werde und mich anstellen lasse. Es ist ein schwachsinniges System bei
    > der Geld vernichtet wird. Und dann wundert man sich warum die
    > Binnennachfrage in D nicht so stark ist.
    >

    Das stimm so nicht ganz. Du hast auch ein USA ein soziales, umlagenbasiertes Rentensystem mit absolut gesehen sogar vergleichbarer Leistung. Da sind durchaus 2000-2500 USD Rente pro Monat drin. Das Problem ist nur, dieses Einkommen ist in der Rente nur ein Tropfen auf den heißen Stein, während du in D davon gut leben kannst.

    > In Summe sehe ich aber schon Europe / D vorteilhafter als die USA, wobei es
    > wirklich auf den genauen Einzelfall ankommt, Skill Set, Erfahrung,
    > Position, Art des Vertrags, Ort, Remote Anteil, etc ...

    Eben. Für den jungen, gut ausgebildeten und leistungswilligen Single ist USA eine nette Sache. Aber mit Familie und/oder unerwarteten Ereignissen in der beruflichen Laufbahn wird es schnell so viel teurer, dass auch die höheren Einkommen nicht mehr helfen.

    Mit Familie fährt man in Deutschland als Gut- oder Spitzenverdiener eigentlich richtig gut. Wenn der Ehepartner nicht oder nur Teilzeit arbeitet oder weniger verdient, bringt schon das Ehegattensplitting gerne mal 1500 Euro netto im Monat mehr. Nicht vergessen darf man auch das Kindergeld bzw. den Kinderfreibetrag, welcher ebenso noch mal bis zu 250 Euro netto pro Monat und Kind bedeutet. Damit hat man als Alleinverdiener-Familie oft schon 2000 Euro mehr in der Tasche als ein Single. Das eliminiert den Steuervorteil der USA schon zum größten Teil.

  11. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: ubuntu_user 06.12.19 - 16:08

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 42% grenzsteuersatz + Soli, Sozialversicherungsabgaben, Rentenversicherung.
    > Kommt meist auf so 40% des Einkommens in Summe. Wenn man jetzt noch die
    > Verbrauchssteuern wie MwSt, Mineralöl-, Tabak-, Schaumwein-, Kaffeesteuer
    > etc. summiert fliesst mehr als 50% deines Einkommens in Steuern. Nur die
    > Miete ist das einzige das wirklich Steuerfrei ist, sonst kannst du quasi
    > kein Geld ausgeben ohne nochmal Steuern zu zahlen.

    und wo ist das Problem, wenn du das Geld eh wieder bekommst?

  12. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: 32bit 06.12.19 - 16:11

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 42% grenzsteuersatz + Soli, Sozialversicherungsabgaben,
    > Rentenversicherung.
    > > Kommt meist auf so 40% des Einkommens in Summe. Wenn man jetzt noch die
    > > Verbrauchssteuern wie MwSt, Mineralöl-, Tabak-, Schaumwein-,
    > Kaffeesteuer
    > > etc. summiert fliesst mehr als 50% deines Einkommens in Steuern. Nur die
    > > Miete ist das einzige das wirklich Steuerfrei ist, sonst kannst du quasi
    > > kein Geld ausgeben ohne nochmal Steuern zu zahlen.
    >
    > und wo ist das Problem, wenn du das Geld eh wieder bekommst?
    Wie bitte? Also ich bekomme da nichts wieder. Wie machst du das?

  13. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: ubuntu_user 06.12.19 - 16:19

    32bit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie bitte? Also ich bekomme da nichts wieder. Wie machst du das?

    nie kostenlos im Krankenhaus gewesen?
    in der Schule?
    Straßen benutzt

  14. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: Geistesgegenwart 06.12.19 - 16:29

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 42% grenzsteuersatz + Soli, Sozialversicherungsabgaben,
    > Rentenversicherung.
    > > Kommt meist auf so 40% des Einkommens in Summe. Wenn man jetzt noch die
    > > Verbrauchssteuern wie MwSt, Mineralöl-, Tabak-, Schaumwein-,
    > Kaffeesteuer
    > > etc. summiert fliesst mehr als 50% deines Einkommens in Steuern. Nur die
    > > Miete ist das einzige das wirklich Steuerfrei ist, sonst kannst du quasi
    > > kein Geld ausgeben ohne nochmal Steuern zu zahlen.
    >
    > und wo ist das Problem, wenn du das Geld eh wieder bekommst?

    Geld wieder bekomme? Guter Witz.

  15. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: stevencloser 06.12.19 - 16:30

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > stevencloser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So schlimm, dass lebensnotwendige Eingriffe aufgrund fehlender KV
    > > verweigert werden, ist es in den USA noch nicht. Du bleibst dann halt
    > nur
    > > auf so ca. 50-100k Kosten hocken und wünschtest dir, sie hätten den
    > > Eingriff verweigert.
    >
    > Worst-Case-Beispiele sind irrelevant.
    >
    > Fakt ist: Als IT-Experte hast Du in den USA ein ganz anderes Standing.
    > Wirtschaftlich und gesellschaftlich. Und jeder Tech-Konzeren hat
    > verpflichtende Krankenversicherungsangebote, die besser sind als bei vielen
    > deutschen PKVs(!).
    >
    > Unser Sozialsystem bricht gerade zusammen, man kürzt uns unsere "Ansprüche"
    > so drastisch, dass wird faktisch für die monatlich bezahlten Abgaben keine
    > Leistungen mehr bekommen. Das liegt am Schneeballsystem der einerseits
    > durch die Demografie andererseits auch durch die Anerkennung von (fiktiven)
    > Ansprüchen durch ex-DDR-Bewohner begründet ist.
    >
    > Das beste wäre, wenn man nochmal 18 wäre:
    >
    > - Alles tun um in die USA zu kommen (Studium, Job, H-1B, Greencard)
    > - 5-15 Jahre im Valley, Seattle, NYC, Colorado oder einem anderen Tech-Hub
    > arbeite und die Taschen voll machen - bei moderatem Lebensstil
    > - danach entweder in eine weniger kompetitive Gegend ziehen und Frührente
    > oder zurück nach Europa.
    >
    > Hier in Deutschland wird man nie als Programmierer Millionär werden,
    > alleine schon durch Steuern und Abgabenlast, den Zwang zum Auto oder
    > unwirtschaftlich teuren Immobilien in der Pampa auf Pump ("Eigenheim").
    > Dann verliert man Job, Ehepartner und schon ist das Leben wirtschaftlich
    > ruiniert. Zeite oder Dritte Chancen gibt es hier selten.

    "In 2015, the Kaiser Family Foundation found that medical bills made 1 million adults declare bankruptcy. Its survey found that 26% of Americans age 18 to 64 struggled to pay medical bills. According to the U.S. Census, that's 52 million adults. The survey found that 2%, or 1 million, said they declared bankruptcy that year.

    In 2017, Debt.org published that people aged 55 and older account for 20% of total filings. Even with assistance from Medicare, the average 65-year-old couple faces $275,000 in medical bills throughout retirement. " von The Balance - Medical Bankruptcy and the Economy, mehr Quellen problemlos recherchierbar.

    Das sind genug Fälle, um nicht mehr als "Worst-Case" zu zählen, sondern als reelles Problem, was jeden treffen kann, der unverhofft medizinische Probleme bekommt, selbst MIT Krankenversicherung. Freilich, wenn man einen großartigen Job abgreift, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert, deutlich geringer. Aber es kommt nunmal nicht jeder Heinz in eine fette Silicon Valley Firma, wo er 100-200k im Jahr verdient. Für den durchschnittlichen Amerikaner ist sowas nur ein Wunschtraum.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 16:33 durch stevencloser.

  16. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: nweeiqr 06.12.19 - 17:37

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nweeiqr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gurli1 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > 5. Jobsicherheit
    > > > Ja, als junger ITler muss man sich in USA keine Sorgen machen. Aber
    > > ältere,
    > > > die vor allem schon in höheren Führungspositionen waren, tun sich mit
    > > unter
    > > > extrem schwer, nach eine Kündigung wieder was zu finden. Das ist bei
    > uns
    > > > nicht unbedingt anders. Aber spätestens an dieser Stelle lernt man das
    > > > deutsche Sozialsystem zu schätzen. Nicht selten führt eine derartige
    > > > Situation in USA zu einem Totalbankrott.
    > >
    > > Und in Deutschland? Nach 1-2 Jahren Hartz4. Ist doch nichts anderes.
    >
    > Doch, es ist anders.
    > [....]
    > Und wenn du in D ein (angemessenes) Eigenheim hast (was in D
    > Hartz-IV-sicher ist), kann man selbst mit dem Hartz IV Satz und der
    > zusätzlichen Unterstützung für etwaige Kinder einigermaßen menschenwürdig
    > leben.

    Icb besitze ein Eigenheim. Umgerechnet auf den Monat:

    Gebäudeversicherung: 34.01¤
    Strom/Wasser/Heizung : 232¤
    Schornsteinfeger: 4¤
    Grundsteuer: 31¤
    Abfall: 23¤
    Straßenreinigung: 2¤
    Abwasser: 58¤
    Wasser und Bodenverband: 2¤

    Macht jeden Monat -6¤ beim regulären Hartz4 Satz.

    Davon hab ich noch nichts gegessen. Nichts zum anziehen. Keine Rücklagen.

    Dumm gelaufen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.12.19 17:39 durch nweeiqr.

  17. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: AynRandHatteRecht 06.12.19 - 17:49

    stevencloser schrieb:
    > Das sind genug Fälle, um nicht mehr als "Worst-Case" zu zählen, sondern als
    > reelles Problem, was jeden treffen kann, der unverhofft medizinische
    > Probleme bekommt, selbst MIT Krankenversicherung. Freilich, wenn man einen
    > großartigen Job abgreift, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowas passiert,
    > deutlich geringer. Aber es kommt nunmal nicht jeder Heinz in eine fette
    > Silicon Valley Firma, wo er 100-200k im Jahr verdient. Für den
    > durchschnittlichen Amerikaner ist sowas nur ein Wunschtraum.

    eben. Und hier im Thread geht es um ITler nicht um armutsgefährdete Teile der Gesellschaft. Egal ob in D oder USA.

  18. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: amagol 06.12.19 - 18:11

    thinksimple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die Schulausbildung der Kinder ist auch in ner Gruppenversicherung mit
    > drin?

    Warum sollte die Schulausbildung in der Krankenversicherung enthalten sein? Die schule ist hier genauso kostenlos wie in Deutschland auch. Uni ist ne andere Geschichte, aber abgesehen von Eliteschulen auch nicht unerschwinglich (insbesondere in-state).

    > Krankengeld? Reha-Maßnahmen? Zeitliche bedingte Erwerbsunfähigkeitsrente?

    Ja, ja, ja

    > Arbeitsplatzsicherung? Arbeitslosengeld? Berufsgenossenschaft? 100%

    bedingt (in DE ist dein Arebitsplatz auch nicht 100% sicher), ja, meist du sowas wie OSHA?

    > Absicherung bei Arbeitsunfall? Usw. ..

    ja

    > Du bist so schnell aus deiner Gruppenversicherung draussen wenn du nicht
    > mehr bei der Firma bist weil du länger krank wirst.

    Wenn du lange krank wirst und keiner in der Familie mehr eine Krankenversicherung abschliessen kann hast du natuerlich ein Problem.

    > Mach dir nichts vor. Du musst dir einen Haufen Geld zurück legen. Wenns
    > dann hart kommt, wandert man dann schnell wieder nach DE zurück.

    Klar, wenn man von solchen Extremfaellen ausgeht. Aber ich kann mir in 10 Jahren ueberlegen ob ich mit einem guten finanziellen Polster zueruck nach Deutschland gehe oder hier bleibe. Waere ich in Deutschland geblieben wuerde ich heute noch an meinem Reihenhaus abbezahlen.

  19. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: stevencloser 06.12.19 - 18:17

    AynRandHatteRecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > stevencloser schrieb:
    > > Das sind genug Fälle, um nicht mehr als "Worst-Case" zu zählen, sondern
    > als
    > > reelles Problem, was jeden treffen kann, der unverhofft medizinische
    > > Probleme bekommt, selbst MIT Krankenversicherung. Freilich, wenn man
    > einen
    > > großartigen Job abgreift, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowas
    > passiert,
    > > deutlich geringer. Aber es kommt nunmal nicht jeder Heinz in eine fette
    > > Silicon Valley Firma, wo er 100-200k im Jahr verdient. Für den
    > > durchschnittlichen Amerikaner ist sowas nur ein Wunschtraum.
    >
    > eben. Und hier im Thread geht es um ITler nicht um armutsgefährdete Teile
    > der Gesellschaft. Egal ob in D oder USA.


    Auch nicht jeder x-beliebige ITler kann es ins Silicon Valley schaffen...

  20. Re: Die Gehälter sind zu niedrig

    Autor: matbhm 06.12.19 - 18:18

    Aus dem Steuersystem: Jedes Jahr bisher etwa 100 Mrd. Und die Beträge sollen deutlich steigen, auch ohne Grundrente!

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