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zu hohe Gehaltsforderungen ...

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  1. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: user_256 05.12.19 - 15:46

    Ich finde es sollte auch mal erwähnt werden worüber wir uns unterhalten. Wenn ein hochqualifizierter Entwickler 50.000¤ im Jahr will, sind das 2500¤ netto im Monat. Wenn ich mir jetzt in großen Städten die Mietpreise anschaue (inkl. Nebenkosten), ich noch ein Auto will, Lebenskosten, Urlaub und etwas zurücklegen, vielleicht noch eine Familie habe bedeutet das nicht dass alle IT'ler reich sind. Am Ende bedeutet das vielleicht ein bisschen mehr wie andere zu haben. Dafür ist man eine hochqualifizierte Fachkraft die etwas kann, was nicht viele können, oft weit mehr wie sein Gehalt erwirtschaftet, sich konstant fortbildet (kein Projekt ist wie das letzte) und vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr gebraucht wird weil eine andere Technik relevanter ist. Und es gibt noch genug Firmen die Leute frisch von der Uni ausnehmen die keine Gehaltsvorstellungen habe und mit lächerlichen Versprechen geködert werden. Aber klar, als Firma würde ich mich auch über jeden Euro beschweren den ich bezahlen muss, denn ich muss mich ja vor den Anteilseigner rechtfertiigen warum dieses Quarteil die Gewinnsteigerung so niedrig war.

  2. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: Palerider 05.12.19 - 15:54

    > naja es ist ja auch kein geheimnis, dass die arbeitgeber bei den 1st lvl
    > leuten schon eine ganze weile versuchen die preise massiv zu drücken... ich
    > bin der meinung auch ein 1st lvl supporter darf gerne 36.000-40.000
    > verlangen... die unternehmen sind aber oft nichtmals bereit 32.000 zu
    > bezahlen, da muss man sich über mangelnde qualität bei bewerbungen auf
    > solche stellen eben auch nicht wundern, denn dann bekommst du eben die
    > leute, die von der ARGE eine umschulung zum MS supporter bezahlt bekommen
    > haben und nicht den gerade fertig geweordenen FiSi, oder bachelor
    > studenten...

    es wird ja auch gern vergessen, das es noch andere Kriterien als die geforderte Qualifikation gibt - z.B. auf 1st Level Support hätte ich persönlich so wenig Lust, dass ich das nicht mal machen würde wenn ich mehr Geld bekommen würde als jetzt.

  3. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: elknipso 05.12.19 - 15:59

    Palerider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > naja es ist ja auch kein geheimnis, dass die arbeitgeber bei den 1st lvl
    > > leuten schon eine ganze weile versuchen die preise massiv zu drücken...
    > ich
    > > bin der meinung auch ein 1st lvl supporter darf gerne 36.000-40.000
    > > verlangen... die unternehmen sind aber oft nichtmals bereit 32.000 zu
    > > bezahlen, da muss man sich über mangelnde qualität bei bewerbungen auf
    > > solche stellen eben auch nicht wundern, denn dann bekommst du eben die
    > > leute, die von der ARGE eine umschulung zum MS supporter bezahlt
    > bekommen
    > > haben und nicht den gerade fertig geweordenen FiSi, oder bachelor
    > > studenten...
    >
    > es wird ja auch gern vergessen, das es noch andere Kriterien als die
    > geforderte Qualifikation gibt - z.B. auf 1st Level Support hätte ich
    > persönlich so wenig Lust, dass ich das nicht mal machen würde wenn ich mehr
    > Geld bekommen würde als jetzt.

    Das stimmt, das macht wirklich keinen Spaß :).

  4. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: elknipso 05.12.19 - 16:00

    user_256 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es sollte auch mal erwähnt werden worüber wir uns unterhalten.
    > Wenn ein hochqualifizierter Entwickler 50.000¤ im Jahr will, sind das 2500¤
    > netto im Monat. Wenn ich mir jetzt in großen Städten die Mietpreise
    > anschaue (inkl. Nebenkosten), ich noch ein Auto will, Lebenskosten, Urlaub
    > und etwas zurücklegen, vielleicht noch eine Familie habe bedeutet das nicht
    > dass alle IT'ler reich sind. Am Ende bedeutet das vielleicht ein bisschen
    > mehr wie andere zu haben. Dafür ist man eine hochqualifizierte Fachkraft
    > die etwas kann, was nicht viele können, oft weit mehr wie sein Gehalt
    > erwirtschaftet, sich konstant fortbildet (kein Projekt ist wie das letzte)
    > und vielleicht in ein paar Jahren nicht mehr gebraucht wird weil eine
    > andere Technik relevanter ist. Und es gibt noch genug Firmen die Leute
    > frisch von der Uni ausnehmen die keine Gehaltsvorstellungen habe und mit
    > lächerlichen Versprechen geködert werden. Aber klar, als Firma würde ich
    > mich auch über jeden Euro beschweren den ich bezahlen muss, denn ich muss
    > mich ja vor den Anteilseigner rechtfertiigen warum dieses Quarteil die
    > Gewinnsteigerung so niedrig war.


    50k ist wahrlich kein Gehalt mit dem man "reich" wird, und schon dreimal nicht in einer Großstadt.

  5. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: Nurgler 05.12.19 - 16:02

    Auf der anderen Seite haben wir die absurde Situation das wir immer mehr Studienabgänger haben, deren Gehaltsvorstellungen gleich irgendwo am oberen Ende ansetzen, obwohl eben weder Ausbildung noch Berufserfahrung in der Tasche. Das man Leute die in ihrem Bereich Top sind dann entsprechend bezahlt / bzw. sie entsprechend fordern können ist ja legitim. Das heißt aber nicht das jeder Depp, der heute ein Studium in der Tasche hat, auch das Recht hat, irgendwo auf dem Roten Teppich empfangen zu werden. Die Leute sind teils mit einer Einsteigermentalität unterwegs, das eigentlich alles zu spät ist...

  6. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: lock_ 05.12.19 - 16:04

    Nurgler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auf der anderen Seite haben wir die absurde Situation das wir immer mehr
    > Studienabgänger haben, deren Gehaltsvorstellungen gleich irgendwo am oberen
    > Ende ansetzen, obwohl eben weder Ausbildung noch Berufserfahrung in der
    > Tasche. Das man Leute die in ihrem Bereich Top sind dann entsprechend
    > bezahlt / bzw. sie entsprechend fordern können ist ja legitim. Das heißt
    > aber nicht das jeder Depp, der heute ein Studium in der Tasche hat, auch
    > das Recht hat, irgendwo auf dem Roten Teppich empfangen zu werden. Die
    > Leute sind teils mit einer Einsteigermentalität unterwegs, das eigentlich
    > alles zu spät ist...
    wieso... wenn ich bwl studiert habe sind knapp 50k ein völlig normales einstiegsgehalt, was auch jeder AG gerne zahlt... warum das bei einem IT absolventen weniger sein sollte, obwohl das studium vermutlich mindestens genauso anstrengend ist, erschließt sich mir nun wirklich nicht.

  7. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: theonlyone 05.12.19 - 16:05

    Beim Thema Gehalt ist ja die Frage wie ein Bewerber und der HR Mensch damit umgehen.

    Wenn gesagt wir was für ein Gehalt stellen sie sich vor :
    50k im Jahr

    Und die dann einfach nichts sagen und den Bewerber nach Hause schicken , tja, was soll man da machen ?

    Richtig wäre ja zu sagen:
    Was ist ihre Gehaltsvorstellung ?
    50k im Jahr

    Wir bieten ihnen 40k im Jahr.

    Dann entscheidet der Bewerber ob er das ok findet oder ob das Gehalt in irgendeiner weiße mit Benefits aufgewogen wird ; irgendwie muss man da eben verhandeln.

    ----

    Was die HR Menschen und die Chefs eigentlich wollen ist ein Bewerber der sich BRUTAL unterschätzt und dann für ein Geld arbeitet das weit höher sein könnte.

    Im Sinne von :

    "Was ist ihre Gehalts Vorstellung ?"
    30k im Jahr

    Hurra, wir hätten auch 40k gezahlt, aber das muss der ja nicht wissen ...

    ----

    Frechheit ganz einfach.

    Wer am Gehalt verhandeln will muss einfach zwangsläufig hoch einsteigen und sich runterhandeln, anders herum funktioniert es gar nicht und ist zum vollständigen Nachteil des Bewerbers (den einmal unter Wert verkauft, steigert man sein Gehalt auch folgend nur kläglich und das zieht sich somit über Jahre hinweg, wenn man nicht einfach selbst geht).

  8. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: PiranhA 05.12.19 - 16:06

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wir sind eine reine IT Firma und Gehälter > 100k sind bei uns mehr als
    > üblich.

    Allgemein kann man das aber nicht sagen, selbst für gut zahlende Betriebe. Und selbst da sind die IGM Tarife eigentlich schon das Höchste der Gefühle. Wenn die meisten zwischen 70 und 90k liegen, ist das schon gut.
    Mehr als 100k sind sicherlich möglich, aber eigentlich immer mit großer Verantwortung und Leitung verbunden. Sei es fachliche Leitung oder technische.

  9. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: AD_SAP 05.12.19 - 16:14

    In der ganzen Diskussion muss auch mal gefragt werden, was den wirklich gesucht wird.

    Speziallisten sind nun mal teurer als Fachkräfte. Eine Spezialisierung amotisiert sich doch sonst überhaupt nicht wenn sich die Leistung nicht monetär auswirken würde. Abgesehen davon kann es auch mal in den Jahren vorkommen, dass aufgrund von Technologiewechsel deine Spezialisierung für die Katz ist.

    Was mir über die Jahre aber immer wieder auffällt, ist der Punkt, das die statistische Erhebung der Gehaltsdaten irgendwie zu schwammig ist. Wie viele Leute geben als "Spezialist" anonym wirklich irgendwo ihr Gehalt an.
    Ganze Berufsgruppen als Spezialisten zu bezeichnen um die Diskussion anzufeuern, hilft nicht weiter. Mein KFZ Schrauber ist sicher eine sehr gute Fachkraft, Spezialist, nein. Ich gönne Ihm trotzdem mehr Geld. Ein Fachinformatiker ist kein Spezialist weil etwas anderes macht als sein Kollege gegenüber am Tisch. Das ganze exotenzeugs was wir jeden Tag machen, ist auch einfach Tagesgeschäft, weil wir Informatik verstehen. Genau wir der KFZ -Heini "auto" kann.
    Und Spezis über 100K ? Sind die nicht als erstes wieder weg, wenn gespart werden muss?

  10. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: Olliar 05.12.19 - 16:38

    derNichtGlaubt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... FREIE Marktwirtschaft !!!

    Wir haben aber keine " FREIE Marktwirtschaft".
    Wir haben derzeit "eigentlich" eher eine "soziale Markwirtschaft",
    wenn man sich an die Rahmenbedienungen halten möchte,
    die das Grundgesetz nun mal vorgibt...

    Was die Arbeitgeber fordern (gute Leute billig) wäre nur mit einer Planwirtschaft möglich.
    Im Ostblock bekam der Landknecht nahezu dasselbe Geld wie der studierte Biologe.


    Das Grundgesetz schreibt einen sozialen Rechtsstaat (Art. 28 Abs. 1) vor...

    Wo wir da gerade sind:
    Vielleicht sollten "wir" unsere Innenminister und Polizei auch mal wieder an
    GG Art. 20 Abs. 4 erinnern?
    "(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist."

    https://www.kas.de/web/soziale-marktwirtschaft/grundrechte-grundgesetz-und-soziale-marktwirtschaft

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftsverfassung

  11. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: Akaruso 05.12.19 - 16:42

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Und es stimmt: In den deutschen Großstädten können sich selbst
    > Spitzenverdiener kaum mehr den Lebensunterhalt leisten, da die Wohnkosten
    > um ein Vielfaches der Gehälter gestiegen sind.

    Es sind doch gerade die Spitzenverdiener, die bereit sind höhere Mieten zu bezahlen bzw. dies auch können und die Mieten dadurch steigen lassen.

    Wenn keiner dazu bereit wäre, dann würden die Wohnungsvermieter ihre Wohnungen gar nicht los werden.

  12. Re: Nein eben nicht

    Autor: jonasz 05.12.19 - 16:54

    In der EU ist die soziale Marktwirtschaft doch ein Witz und Behauptungen, dass man einen Mitarbeiter nicht los wird, ist doch einfach lächerlich. Eigentlich gibt es doch gar keinen Kündigungsschutz mehr, fast jedes Unternehmen, kann mit Fiskaljahr oder ähnlichen Gründen Mitarbeiter entlassen, überhaupt kleinere Firmen haben es hier noch leichter. Da sich die Bilanzierung absichtlich in die jeweilige Richtung drängen lässt.

    Ich hoffe einige ist hier bekannt, dass die Wirtschaft selbst von der Inflation bereinigt permanent steigt, aber die Kaufkraft nachweislich z. B. in Österreich 30 Jahre immer am sinken ist. Man hat als Arbeitnehmer anscheinend kein Anrecht an der kalten Progression.

    Die Unterkonsum Theorie ist auch genau deswegen nicht nur eine Theorie, sondern Realität. Wenn nämlich auf langer Sicht weniger Leute in einer Volkswirtschaft sind, die Kaufkraft permanent sinkt, dann ist der Inlandskonsum sehr schlecht.

  13. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: nweeiqr 05.12.19 - 19:16

    Handle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In welcher Region? In München wären 52k vielleicht knapp über einem
    > Einstiegsgehalt.

    NRW in IG Metall Tarif.

  14. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: Niaxa 05.12.19 - 19:26

    Wucher ist es nur, wenn der Großteil des Marktes günstiger ist. Wenn die Unternehmen nur teure Fachkräfte finden, dann ist das nicht Wucher, sondern der Preis.

  15. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: nweeiqr 05.12.19 - 19:46

    Gurli1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nweeiqr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > >
    > >
    > > Ganz ehrlich. Um dein Gehalt kann ich dich nur beglückwünschen. Find ich
    > > super.
    > >
    > > Ich frage mich aber trotzdem was bei dir unter IT Fachkraft fällt. Bin
    > > DevOp Engineer mit 2 Jahren Berufserfahrung, hab eine Ausbildung und
    > einen
    > > Bachelor in Informatik und verdiene in einem grossen Deutschen Konzern
    > 52k.
    > > Ich sehe nicht das ich jemals auch nur annähernd 100k verdienen werde.
    > Bei
    > > Softwareentwicklern und Leuten die hier in der ITSec arbeiten auch nicht.
    >
    > > Möglicherweise schätze ich das falsch ein, aber hier verdienen nur
    > > Führungskräfte und Leute mit Promotion soviel. Aber nie die normalen IT
    > > Fachkräfte.
    >
    > Wir sind eine reine IT Firma und Gehälter > 100k sind bei uns mehr als
    > üblich.
    >
    > Aber generell kommt es auch darauf an, in welcher Stadt die Firma ist. In
    > einer Kleinstadt sind die Gehälter niedriger, dafür lebt es sich dort aber
    > auch sehr viel günstiger.

    Also ich wohne zentral in NRW und habe hier Städte wie Dortmund, Essen und Düsseldorf im Radius und arbeite bei einem großen Konzern, der nach IG Metall Tarif mit zusätzlichen frewilligen Zulagen bezahlt. Ich habe auch Freunde, meist Softwareentwickler, die hier im Umkreis ein ähnliches Gehalt wie ich im Consulting erzielen.

    Darf ich fragen was ihr für eine IT Firma seid und was es bei euch so für Jobs gibt? Also wenn ich an sechsstellige Gehälter denke, muss ich immer an die Gesuche von der Firma Thinkcell denken, die einen promovierten C++ Softwareentwickler suchen der auch Reverse Engineering Skills usw. mitbringt. Die schreiben auch in die Stellenanzeige, dass es ein 6 stelligen Gehalt gibt (120k).

    Bei euch werden doch keine normalen Softwareentwickler oder Leute im Operations ein 6 stelliges Gehalt bekommen?

  16. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: konglumerat 05.12.19 - 20:04

    aber natürlich ist der preis für gleiche leistungen verbreitbar, das erwächst aus dem streikrecht/recht zum arbeitskampf, du musst dich dafür darüber austauschen können ...

  17. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: kommentar4711 05.12.19 - 20:15

    nekronomekron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wie in der freien Marktwirtschaft gibt es auch bei Gehaltsforderungen
    > Wucher. In der freien Marktwirtschaft ist Wucher nicht erlaubt, am
    > Arbeitsmarkt verhindert er die Besetzung von Stellen.

    Wenn diese Leute niemanden finden, der ihre Gehaltsforderung erfüllt, dann werden sie schon runter kommen. Das Problem ist eher, dass die meisten Firmen, gerade kleine IT Firmen, keine Ahnung von Gehältern haben, und davon profitieren, dass vielen Jungs, die von der Uni kommen, ein Tisch-Kicker und eine gratis Cola mehr wert ist als "ein paar Euro" mehr Gehalt. Ich bekomme über Xing REGELMÄßIG Job-Angebote von HR Leuten oder Head-Huntern mit "Gehalt bis zu xx Euro" und muss dann regelmäßig lachen wenn dieser "bis zu" Wert regelmäßig im Bereich vom 10-25k¤ unter meinem aktuellen Gehalt liegt - bei dem ich noch nicht mal bis auf den letzten Euro verhandelt habe. So, und da rede ich über den "bis zu" Wert vs. dem, der tatsächlich auf der Jahresendabrechung steht - wir alle wissen, dass beim "bis zu" meist Zielvorgaben drinnen sind, die eh nie erreicht werden.

    Wenn ich da mein aktuelles Gehalt fordern würde, dann würde man mir sicher auch Wucher unterstellen. Ist es aber nicht.

  18. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: kommentar4711 05.12.19 - 20:24

    nweeiqr schrieb:
    > Ich frage mich aber trotzdem was bei dir unter IT Fachkraft fällt. Bin
    > DevOp Engineer mit 2 Jahren Berufserfahrung, hab eine Ausbildung und einen
    > Bachelor in Informatik und verdiene in einem grossen Deutschen Konzern 52k.
    > Ich sehe nicht das ich jemals auch nur annähernd 100k verdienen werde. Bei
    > Softwareentwicklern und Leuten die hier in der ITSec arbeiten auch nicht.
    > Möglicherweise schätze ich das falsch ein, aber hier verdienen nur
    > Führungskräfte und Leute mit Promotion soviel. Aber nie die normalen IT
    > Fachkräfte.

    Hm. Also mit etwas mehr Berufserfahrung kannst Du in 5-10 Jahren im Großkonzern mit Tarifbindung problemlos auf 80k¤ kommen, auch 100k¤ sind drin. Die nächsten Jahre könnte es schwer werden Sprünge zu machen da die Wirtschaft erst einmal runter geht, das geht aber wieder vorbei. Wichtiger Tipp in meinen Augen wenn es um das Gehalt geht: Such' Dir einen Job mit Tarifbindung. Ich weiß, hört sich langweilig an, aber wenn Du in einer Firma mit Tarifvertrag mit der IGM, IGBCE oder vergleichbarem bist, dann hast Du schon mal vorneweg im langjährigen Schnitt um die 3% Tariferhöhung im Jahr und die Erhöhung der Leistungszulage im jährlichen Mitarbeitergespräch oder eine Höhergruppierung kommt noch obendrauf. Und wenn Du dann mal von im Schnitt 5% mehr im Jahr ausgehst (was in einer solchen Firma nicht unrealistisch ist), dann wärst Du nach 10 Jahren von Deinen 52k¤ bei 85k¤. Und ja, von so einer Gehaltsentwicklung kann man in einer kleinen IT-Bude mit 50 Leuten, bei dem der Chef bei 1% mehr im Jahr die Füße geküsst haben will, nur träumen.

  19. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: Bouncy 05.12.19 - 21:31

    lock_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wieso... wenn ich bwl studiert habe sind knapp 50k ein völlig normales
    > einstiegsgehalt, was auch jeder AG gerne zahlt... warum das bei einem IT
    > absolventen weniger sein sollte, obwohl das studium vermutlich mindestens
    > genauso anstrengend ist, erschließt sich mir nun wirklich nicht.
    Dafür gibt es viele Gründe, etwa dass viele Studiengänge in der IT nicht auf den Job vorbereiten und die Einarbeitungszeit daher lang und kostspielig ist. Außerdem bedingt ein Studium doch nicht automatisch hohen Lohn, zwischen einem studierten Pfaffen und einem studierten Physiker werden wohl trotz Abschluß in vielerlei Hinsicht Welten liegen, beim Gehalt folgerichtig auch...

  20. Re: zu hohe Gehaltsforderungen ...

    Autor: sg-1 05.12.19 - 23:31

    Ist ja auch nicht Aufgabe des Studiums, den Leuten C#, Java, sämtliche Scriptsprachen, DevOps zuegs, CI, CD und sonst was beizubringen. Dort werden die Grundlagen vermittelt - die schon deutlich mehr als bei einer Ausbildung sind - und die guten können dann gleich programmieren. Zum großen Teil muss man sich doch eh aufgrund der Unternehmensinfrastruktur in neue Sachen einarbeiten. Da ist halt dann die Frage, wie schnell man sich einarbeiten kann und wie viel man mitdenkt, und etwas Weitblick mitbringt, sodass auch andere mit der eigenen Arbeit zurecht kommen. Wenn man dann noch etwas sozialverträglich ist und mit nichttechnischen Leuten eine Sprache sprechen kann, was wollen die Unternehmen denn noch? Für die Anforderung Experte, der von Anfang an effektiv arbeitet, gibts Externe - die aber nicht nur Vorteile bringen, sondern eben auch betreut werden müssen und deren Wissen eben zum internen Mitarbeiter transferiert werden muss (sonst hat das Unternehmen wenig davon und nur zukünftig mehr Kosten).

    Gute Unternehmen / Chefs erkennen das und zahlen auch dafür und nicht nur, um die Stelle zu besetzen. Trotzdem meine Forderung, dass man auch mal selbstbewusster zum Vorstellungsgespräch gehen muss mit dem Gedanken, dass man eben wieder nach Hause geht und es weiter probiert, anstatt sich unter Wert zu verkaufen. Falls man den Job unbedingt braucht, dann sollte man zumindest aktiv und sofort nach etwas anderem suchen. Jedem IT'ler sollte aber sein Stellenwert klar sein.

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