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Bitcoin nicht verstanden

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  1. Bitcoin nicht verstanden

    Autor: plan_b 26.11.21 - 18:30

    Also grundsätzlich habe ich auch ein Problem damit, wenn durch den schlagartigen Mehrverbrauch der umgezogenen Bitcoin-Miner die Netzstabilität gefährdet wird. Allerdings gehört das Bitcoin-Mining zu den am besten regelbaren Energieverbrauchern. Wenn Überschussstrom zur Verfügung steht, wird die Hash-Rate halt hochgeregelt und wenn es Engpässe gibt entsprechend verringert. Auf die weltweite Hash-Rate und damit Transaktionsgeschwindigkeit hätten solche lokale Effekte zumindest keine großen Einfluss. Damit eignet sich das Bitcoin-Mining auch perfekt, als zusätzliche Einnahme-Quelle für Ökostromanbieter, die im Überschussphasen ihre Anlagen dann nicht mehr abschalten müssten (siehe deutsche Windkraft), sondern diesen Strom lukrativ weiterverkaufen könnten. Richtig organisiert, kann Bitcoin also die Energiewende beschleunigen und vielleicht unwirtschaftliche Projekte erst wirtschaftlich machen. Unabhängig davon kann ich Kasachstan nur meinen Respekt aussprechen. Hier wurde scheinbar, dass Potential von Bitcoin als mögliche zukünftige Weltreservewährung erkannt. Im Gegensatz zum Dollar kann da niemand die Spielregeln ändern, d.h. einzelne Länder wie beim Dollar von Zahlungsströmen abschneiden oder alle Dollarsparer per Knopfdruck auf die Notenpresse indirekt enteignen. Die 21 Millionen Bitcoin sind fest im Code verankert und werden auf elementarer Basis von Zeit und Energie abgesichert. Damit ist Bitcoin schon heute das sicherste Zahlungs/Transaktionsnetzwerk der Welt. Mit seiner Dezentralität hat Bitcoin auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber allen anderen Alt(Shit)-Coins, Entscheidungen in einzelnen Ländern (wie zuletzt in China) oder gegen Anbieter von AltCoins (wie XRP in den USA) können dem Netzwerk langfristig nichts anhaben. Durch das zwischenzeitlich auf Bitcoin aufsetzende Second-Layer-Netz Lightning, sind mittlerweile auch Zahlungen in Echtzeit möglich, wie man z.B. an jedem McDonalds in El Salvador sehen kann. Daneben gibt es bei der Speicherung von Bitcoins im eigenen Wallet, kein Gegenparteirisiko wie bei normalen Bankguthaben, mit Lightning keine relevanten Transaktionsgebühren auch über Ländergrenzen hinaus und noch viele weiter Vorteile. Und als Wertspeicher für meine Lebensleistung (Dollar und Euro taugen ja nicht mehr) darf Bitcoin auch Energie verbrauchen, wenn es nach mir ginge gerne auch nur Ökostrom. Aber dahin wird es langfristig sowieso gehen (siehe die vielen positiven Projekte in der USA). Und bevor jetzt gleich alle Daumen runter gehen, schaut euch bitte vor dem Bewerten mal ein zwei Videos vom Blocktrainer auf Youtube an. Der kann die Zusammenhänge viel besser und ausführlicher beschreiben. Und ja, das Bitcoin-Projekt kann schief gehen, hat aber das potential die Welt zu einer besseren zu machen. Von Golem wünsche ich mir auch mal gute Presse. Da draußen gibt es soviel tolle Bitcoin-Projekte/-Stories und in Deutschland werden meistens nur die negativen Seiten gezeigt. Und dann wundern wir uns, wieso wir innovativ im weltweiten vergleich immer weiter zurückfallen. :-(

  2. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: sepp_augstein 26.11.21 - 21:13

    plan_b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also grundsätzlich habe ich auch ein Problem damit, wenn durch den
    > schlagartigen Mehrverbrauch der umgezogenen Bitcoin-Miner die
    > Netzstabilität gefährdet wird. Allerdings gehört das Bitcoin-Mining zu den
    > am besten regelbaren Energieverbrauchern. Wenn Überschussstrom zur
    > Verfügung steht, wird die Hash-Rate halt hochgeregelt und wenn es Engpässe
    > gibt entsprechend verringert. Auf die weltweite Hash-Rate und damit
    > Transaktionsgeschwindigkeit hätten solche lokale Effekte zumindest keine
    > großen Einfluss. Damit eignet sich das Bitcoin-Mining auch perfekt, als
    > zusätzliche Einnahme-Quelle für Ökostromanbieter, die im Überschussphasen
    > ihre Anlagen dann nicht mehr abschalten müssten (siehe deutsche Windkraft),
    > sondern diesen Strom lukrativ weiterverkaufen könnten. Richtig organisiert,
    > kann Bitcoin also die Energiewende beschleunigen und vielleicht
    > unwirtschaftliche Projekte erst wirtschaftlich machen. Unabhängig davon
    > kann ich Kasachstan nur meinen Respekt aussprechen. Hier wurde scheinbar,
    > dass Potential von Bitcoin als mögliche zukünftige Weltreservewährung
    > erkannt. Im Gegensatz zum Dollar kann da niemand die Spielregeln ändern,
    > d.h. einzelne Länder wie beim Dollar von Zahlungsströmen abschneiden oder
    > alle Dollarsparer per Knopfdruck auf die Notenpresse indirekt enteignen.
    > Die 21 Millionen Bitcoin sind fest im Code verankert und werden auf
    > elementarer Basis von Zeit und Energie abgesichert. Damit ist Bitcoin schon
    > heute das sicherste Zahlungs/Transaktionsnetzwerk der Welt. Mit seiner
    > Dezentralität hat Bitcoin auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber
    > allen anderen Alt(Shit)-Coins, Entscheidungen in einzelnen Ländern (wie
    > zuletzt in China) oder gegen Anbieter von AltCoins (wie XRP in den USA)
    > können dem Netzwerk langfristig nichts anhaben. Durch das zwischenzeitlich
    > auf Bitcoin aufsetzende Second-Layer-Netz Lightning, sind mittlerweile auch
    > Zahlungen in Echtzeit möglich, wie man z.B. an jedem McDonalds in El
    > Salvador sehen kann. Daneben gibt es bei der Speicherung von Bitcoins im
    > eigenen Wallet, kein Gegenparteirisiko wie bei normalen Bankguthaben, mit
    > Lightning keine relevanten Transaktionsgebühren auch über Ländergrenzen
    > hinaus und noch viele weiter Vorteile. Und als Wertspeicher für meine
    > Lebensleistung (Dollar und Euro taugen ja nicht mehr) darf Bitcoin auch
    > Energie verbrauchen, wenn es nach mir ginge gerne auch nur Ökostrom. Aber
    > dahin wird es langfristig sowieso gehen (siehe die vielen positiven
    > Projekte in der USA). Und bevor jetzt gleich alle Daumen runter gehen,
    > schaut euch bitte vor dem Bewerten mal ein zwei Videos vom Blocktrainer auf
    > Youtube an. Der kann die Zusammenhänge viel besser und ausführlicher
    > beschreiben. Und ja, das Bitcoin-Projekt kann schief gehen, hat aber das
    > potential die Welt zu einer besseren zu machen. Von Golem wünsche ich mir
    > auch mal gute Presse. Da draußen gibt es soviel tolle
    > Bitcoin-Projekte/-Stories und in Deutschland werden meistens nur die
    > negativen Seiten gezeigt. Und dann wundern wir uns, wieso wir innovativ im
    > weltweiten vergleich immer weiter zurückfallen. :-(

    + 1

    Texas macht vor, wie man grüne Energie perfekt mit Cryptomining verbindet.

  3. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: Standard 26.11.21 - 21:33

    plan_b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings gehört das Bitcoin-Mining zu den
    > am besten regelbaren Energieverbrauchern. Wenn Überschussstrom zur
    > Verfügung steht, wird die Hash-Rate halt hochgeregelt und wenn es Engpässe
    > gibt entsprechend verringert.

    Crypto-"Währungen" sind der letzte MÜLL und gehört in dieser Form verboten!
    Der EINZIGE Einsatzzweck ist Spekulation oder Verbrechen, also aus "Nichts" Reichtum für Wenige schaffen.
    Und das Ganze unter maximaler Resourcenverschwendung. Das ursprüngliche Einsatzziel als unabhängige Währung ist schon lange nicht mehr erreichbar.
    Bitcoin-Mining gehört also nicht zu den "besten regelbaren Energieverbrauchern" sondern zu den schlechtesten Engergieverbrauchern überhaupt. Wenn Überschuss an elektrischer Leistung da ist, sollte diese in andere Energieformen umgewandelt und gespeichert werden, damit Menschen diese zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich für nützliche Dinge einsetzen können.

  4. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: FerdiGro 26.11.21 - 22:15

    +1

  5. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: plan_b 26.11.21 - 22:31

    @Standard: Ihre Undifferenziertheit zeigt ja schon, dass sie zwar eine Meinung, aber vom Thema wirklich keinerlei Ahnung haben. Aber ich hoffe ihre "Crypto-Währungen" schließen wenigstens CBDCs mit ein, dann liegen Sie wenigstens in einem Punkt richtig ;-)

  6. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: LRod 26.11.21 - 23:14

    plan_b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Standard: Ihre Undifferenziertheit zeigt ja schon, dass sie zwar eine
    > Meinung, aber vom Thema wirklich keinerlei Ahnung haben. Aber ich hoffe
    > ihre "Crypto-Währungen" schließen wenigstens CBDCs mit ein, dann liegen Sie
    > wenigstens in einem Punkt richtig ;-)

    Standard hat völlig Recht. Entweder gehören schmutzige Kraftwerke runtergeregelt, wenn der Strom nicht benötigt wird oder er gehört gespeichert oder in (grünen) Wasserstoff gesteckt. Bei allem gibt es einen Sinn dahinter. Strom zu verbrauchen um sinnlos Hashes zu errechnen? Wo ist da der Sinn?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.21 23:22 durch LRod.

  7. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: adrea65 26.11.21 - 23:21

    Zahlungsmittel Bitcoin?
    Tut mir leid keiner der großen macht da mit. Stripe hat es versucht nur die Schwankungen des BTC macht es nicht mit. Gerade bei Micḱro Zahlungen.

  8. Nicht schwer

    Autor: 486dx4-160 27.11.21 - 09:51

    Bitcoin zu verstehen ist nicht weiter schwierig.
    Für Spekulanten: Man hat irgendwas, dessen Kurs stark schwankt, und deswegen kann man da gut zocken.
    Für "Hersteller": Wer irgendwo billigen öffentlich subventionierten Strom findet, stellt dort möglichst schnell ein paar Rechenzentren hin. Da Bitcoins begrenzt sind steigt die benötigte Rechenleistung mit der Zeit, und nach ein paar Monaten reagieren die Staaten, werfen dir Knüppel zwischen die Beine und du musst ein neues Land suchen.

    Weil hier diskutiert wird, überschüssige PV- und Windstrom zum Bitcoin-Mining zu verwenden:
    Es gibt keinen überschüssigen PV- und Windstrom, und den wird es auch in Zukunft nicht geben. Wir verbrennen derzeit noch sehr viel Gas, das wird in Kürze auch synthetisch hergestellt werden müssen. Und Wasserstoff muss auch erzeugt werden.

  9. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: dirk1405 27.11.21 - 10:08

    Also erst habe ich gedacht das ist Sarkasmus.
    Wenn du eine solche Aussage triffst, hast du dich mit diesem Thema nicht beschäftigt.
    In Kasachstan kostet die Kilowattstunde 3 Cent!
    Jetzt ist Mangel und man möchte Atomkraft einsetzen. Hier gehen die Meinungen dazu auseinander und das Thema möchte ich hier nicht aufmachen. Man sollte aber hier alle Kosten berücksichtigen auch die Endlagerung.
    Wie im Artikel steht, findet das die Mehrheit der Bevölkerung nicht richtig. Und jetzt wird nur wegen Bitcoin Atomkraft eingesetzt?
    Wir sind momentan in einem globalen Wandel was die Energie betrifft.
    Da finde ich es falsch dass man Bitcoin auch noch fördert.
    Wie Standard auch schon gesagt hat, sollte man den Strom besser speichern und schauen dass man Nachhaltig produziert.
    Hätten wir dort einen Anteil der erneuerbaren Energieen, hätte ich da überhaupt nichts auszusetzen. Wobei hier dann meiner Meinung nach wichtig wäre, erst den Export damit zu versorgen, damit andere Länder vom eigenen Vorteil auch profitieren.
    Aber aktuell sind dort 1,9% erneuerbar. Das ist ein Witz!
    Alles was anders verbraucht wird, schadet der Zukunft. Und faktisch ist es so. Wir verbrauchen etwas, was wir nie wieder zurückgewinnen können. Es ist also eine Frage der Zeit bis nichts mehr da ist, bzw. die Kosten so extrem steigen.
    Man sieht es ja jetzt schon.
    Wer sich beschwert Erneuerbare Energien kosten viel zu viel, dem kann ich nur sagen er liegt da deutlich falsch.
    Ich zahle bei mir aktuell 26ct/kwh. ca. 50% davon entfallen auf Stromerzeugung und Netzentgelte und Vertrieb. Ich finde das sind die Kosten, nach denen man sich richten kann. Das fehlt bei den 3ct. in Kasachstan natürlich.
    Aktuell sieht es in Deutschland noch etwas anders aus.
    Ich schaue immer gerne hier:
    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation_price/27.11.2020/27.11.2021/today/
    Wenn man schaut dass es letztes Jahr teilweise um die 6ct. waren, sind es heute alleine innerhalb letzter Woche zwischen 10,9ct und 38,5ct gewesen und das nur für die Erzeugung.
    Und hätten wir keine Erneuerbaren, wäre das noch mehr. Denn diese drücken die Preise.
    Natürlich kommt dazu, dass die Atomkraft "angeblich" weniger geworden ist, aber schaut euch einfach mal die Grafik hier an:
    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/20.11.2020/27.11.2021/today/
    Aber soweit wollte ich garnicht in die Energiepolitik abtriften.
    Ich bin allgemein der Meinung, dass wir es uns nicht leisten können Energie zu verschwenden.
    An sich halt ich Bitcoin für gut, wenn man das Energieproblem weglässt.
    Es ist aber ein Risiko, und bietet nicht die Sicherheit was andere Währungen haben.
    Am Ende ist und bleibt es wie eine Aktie, die von Angebot und Nachfrage bestimmt wird.
    Wo Leute Geld machen oder viel verlieren können.

  10. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: Beteigeuze 27.11.21 - 10:15

    plan_b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schaut euch bitte vor dem Bewerten mal ein zwei Videos vom Blocktrainer auf
    > Youtube an.

    Ich wusste doch, dass mir dieses Bitcoin-Maxi Geschwurbel bekannt vorkommt.

  11. Re: Nicht schwer

    Autor: plan_b 27.11.21 - 11:23

    Auf den Unsinn ganz oben gehe ich jetzt mal nicht ein, aber ihr zweiter Punkt ist interessant.

    "Es gibt keinen überschüssigen PV- und Windstrom, und den wird es auch in Zukunft nicht geben. Wir verbrennen derzeit noch sehr viel Gas, das wird in Kürze auch synthetisch hergestellt werden müssen. Und Wasserstoff muss auch erzeugt werden."

    Gerade aktuell gibt es sehr wohl überschüssigen PV- und Windstrom, oder wieso drehen an immer mehr Tagen und mit steigender Tendenz die Preise an der Strombörse ins Negative? Weil der Überschuss mittlerweile die Netzstabilität gefährdet und Abnehmen noch Geld gezahlt wird die deutsch PV-Energie irgendwie wieder los zu werden. Und Windkraftanlagen werden regelmäßig runter geregelt, dass ganze Netz ist voll von entsprechenden Artikel und Klagen der Betreiber.

    Da Stromerzeugung und Stromverbrauch sich in jeder Sekunde die Waage halten müssen, wird dieser Effekt mit zunehmender Einspeisung von PV- und Windstrom auch immer größer werden.

    Der Wasserstoffkreislauf könne für dieses Problem natürlich eine Lösung sein. Insbesondere wenn man dem deutschen Weg (vielleicht auch Irrweg, so sehen es zumindest die meisten anderen Industrienationen mit gleichen Ausgangsbedingungen) weiter verfolgt und die Stromversorgung ausschließlich auf PV- und Wind aufbauen will (Wasserkraft ist in D nicht relevant). Dann wäre der Wasserstoffkreislauf die einzige Möglichkeit uns über den Winter zu retten. Was von den Fürsprechern allerdings ausgeblendet wird, ist die Ineffizienz des Prozesses Strom aus grünem Wasserstoff zu erzeugen. 80% der eingesetzten Primärenergie gehen dabei verloren, was ihn gegenüber anderen Energieträgern unwirtschaftlich macht. Hier steht also weniger die technische Machbarkeit in Frage, als vielmehr die ökonomisch Umsetzung.

    In China geht dieses Quartal der erste Dual-Fluid/Thorium-Reaktor (Prototyp), bei welchem eine Kernschmelze physikalisch ausgeschlossen ist und Zerfallsprodukte eine deutlich geringer Halbwertszeit haben, in Betrieb. Ab 2030 wird dieser dann in Großserie über ganz China ausgerollt. Um zu sehen, dass dies für unsere verbliebene energieintensive Industrie existenzbedrohend sein wird, wenn wir weiter unsere jetziges Konzept zur Energiewende beibehalten, muss man kein Hellseher sein. Unser deutschen Dual-Fluid-Experten sind ja aufgrund der Perspektivlosigkeit / Kurzsichtigkeit in D zwischenzeitlich nach Kanada gegangen. Dort hat man das Potential erkannt und stellt entsprechend Milliarden Budgets zur Verfügung.

    Das Atomkraft allgemein relativ Träge, damit nicht optimal an Bedarf und vor allem Flatterstrom anpassbar ist, kann man bei unseren Nachbarn in Frankreich sehen. Die großflächig und überdimensioniert Straßenbeleuchtung kommt dort von den Kraftwerksbetreibern, die Nachts damit den geringeren Strombedarf kompensieren.

    Die Welt ist also etwas größer als die kleine deutsche Insel mit ihrer aktuell eingeschränkten Perspektive. Insofern wird es irgendwo auf der Welt immer Überschussstrom geben, den man zum Betrieb des sichersten jemals von Menschen geschaffenen Blockchain-Netzwerkes sinnvoll und ökonomisch nutzen kann. Und es spricht ja auch überhaupt nichts dagegen, die entstehende Abwärme einer weiteren Verwendung zuzuführen. Denkbar sind z.B. auch Nachtspeicheröfen auf Basis von Hashing-ASICs etc.. Menschen sind kreativ und innovativ, auch wenn das auf bestimmte Forumsnutzer nicht immer zutrifft ;-).

  12. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: plan_b 27.11.21 - 12:46

    Haben Sie meinen initialen Post gelesen bzw. hintergründig mit Bitcoin beschäftigt? Wenn Sie die Idee hinter Bitcoin und das Potential für die gesamte Menschheit nicht verstehen, kann man eigentlich keine sinnvolle Diskussion über den Energieverbrauch führen.

    Und nochmals, ich halte es grundsätzlich auch nicht für sinnvoll, schutzige Energie für irgendwas zu nutzen. Es lassen sich aber auch nicht alle Kraftwerke minutengenau regeln.

    Und eine Wasserstoffanlage stelle ich mir persönlich auch nicht in den Keller. Meine netzgekoppelte PV-Anlage mit großem Batteriespeicher ist ohne Einspeisung konzipiert und angemeldet. Die zusätzliche Bürokratie für ein paar Cent tue ich mir nicht mehr an. Und ob ich meinen Überschussstrom in meine Poolheizung oder in die Absicherung des Bitcoin-Netzwerkes stecke, muss in einem freien Land meine persönliche Entscheidung bleiben. Ihr könnt das gerne anders machen. Ich mache euch dafür auch keine Vorwürfe, wenn ihr 4k Videos auf dem TV oder Smartphone seht, obwohl niedrigere Auflösungen auch ausreichend wären und weniger Energie verbrauchen würden. Da sehe ich z.B. keinen Sinn.

  13. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: Sebit 27.11.21 - 16:18

    Ich verstehe Bitcoin sehr gut, besonders den Anreiz, der Bitcoin so erfolgreich macht, aber dieser begründet sich ja eben nicht in einem offen gelebten Altruismus, der auf die Verbesserung der Welt für jedermensch abzielt, sondern, pragmatisch betrachtet, erst mal nur in einer doch sehr individualistischen Hoffnung auf schnelle Gewinne.

    Und genau das ist einer meiner Hauptkritikpunkte an Bitcoin. Die Welt wird nicht durch Bitcoin zu einem besseren, lebenswerteren Ort, und Ansichten, die diese als Argumente pro Bitcoin anführen, teile ich daher nicht.

  14. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: Oldy 27.11.21 - 16:29

    sepp_augstein schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > plan_b schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also grundsätzlich habe ich auch ein Problem damit, wenn durch den
    > > schlagartigen Mehrverbrauch der umgezogenen Bitcoin-Miner die
    > > Netzstabilität gefährdet wird. Allerdings gehört das Bitcoin-Mining zu
    > den
    > > am besten regelbaren Energieverbrauchern. Wenn Überschussstrom zur
    > > Verfügung steht, wird die Hash-Rate halt hochgeregelt und wenn es
    > Engpässe
    > > gibt entsprechend verringert. Auf die weltweite Hash-Rate und damit
    > > Transaktionsgeschwindigkeit hätten solche lokale Effekte zumindest keine
    > > großen Einfluss. Damit eignet sich das Bitcoin-Mining auch perfekt, als
    > > zusätzliche Einnahme-Quelle für Ökostromanbieter, die im
    > Überschussphasen
    > > ihre Anlagen dann nicht mehr abschalten müssten (siehe deutsche
    > Windkraft),
    > > sondern diesen Strom lukrativ weiterverkaufen könnten. Richtig
    > organisiert,
    > > kann Bitcoin also die Energiewende beschleunigen und vielleicht
    > > unwirtschaftliche Projekte erst wirtschaftlich machen. Unabhängig davon
    > > kann ich Kasachstan nur meinen Respekt aussprechen. Hier wurde
    > scheinbar,
    > > dass Potential von Bitcoin als mögliche zukünftige Weltreservewährung
    > > erkannt. Im Gegensatz zum Dollar kann da niemand die Spielregeln ändern,
    > > d.h. einzelne Länder wie beim Dollar von Zahlungsströmen abschneiden
    > oder
    > > alle Dollarsparer per Knopfdruck auf die Notenpresse indirekt enteignen.
    > > Die 21 Millionen Bitcoin sind fest im Code verankert und werden auf
    > > elementarer Basis von Zeit und Energie abgesichert. Damit ist Bitcoin
    > schon
    > > heute das sicherste Zahlungs/Transaktionsnetzwerk der Welt. Mit seiner
    > > Dezentralität hat Bitcoin auch ein echtes Alleinstellungsmerkmal
    > gegenüber
    > > allen anderen Alt(Shit)-Coins, Entscheidungen in einzelnen Ländern (wie
    > > zuletzt in China) oder gegen Anbieter von AltCoins (wie XRP in den USA)
    > > können dem Netzwerk langfristig nichts anhaben. Durch das
    > zwischenzeitlich
    > > auf Bitcoin aufsetzende Second-Layer-Netz Lightning, sind mittlerweile
    > auch
    > > Zahlungen in Echtzeit möglich, wie man z.B. an jedem McDonalds in El
    > > Salvador sehen kann. Daneben gibt es bei der Speicherung von Bitcoins im
    > > eigenen Wallet, kein Gegenparteirisiko wie bei normalen Bankguthaben,
    > mit
    > > Lightning keine relevanten Transaktionsgebühren auch über Ländergrenzen
    > > hinaus und noch viele weiter Vorteile. Und als Wertspeicher für meine
    > > Lebensleistung (Dollar und Euro taugen ja nicht mehr) darf Bitcoin auch
    > > Energie verbrauchen, wenn es nach mir ginge gerne auch nur Ökostrom.
    > Aber
    > > dahin wird es langfristig sowieso gehen (siehe die vielen positiven
    > > Projekte in der USA). Und bevor jetzt gleich alle Daumen runter gehen,
    > > schaut euch bitte vor dem Bewerten mal ein zwei Videos vom Blocktrainer
    > auf
    > > Youtube an. Der kann die Zusammenhänge viel besser und ausführlicher
    > > beschreiben. Und ja, das Bitcoin-Projekt kann schief gehen, hat aber das
    > > potential die Welt zu einer besseren zu machen. Von Golem wünsche ich
    > mir
    > > auch mal gute Presse. Da draußen gibt es soviel tolle
    > > Bitcoin-Projekte/-Stories und in Deutschland werden meistens nur die
    > > negativen Seiten gezeigt. Und dann wundern wir uns, wieso wir innovativ
    > im
    > > weltweiten vergleich immer weiter zurückfallen. :-(
    >
    > + 1
    >
    > Texas macht vor, wie man grüne Energie perfekt mit Cryptomining verbindet.

    Bitcoin ist eine Weltreservewährung, mehr aber nicht. Sie kann nie die Fiatwährung ablösen.
    Sollte man das versuchen, dann würde man massiv dagegen vorgehen. Eine Weltwährung wird es in den kommenden Jahrzehnten nicht geben können. Aus volkswirtschaftlichen gründen schon nicht.

  15. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: redmord 27.11.21 - 19:16

    plan_b zeugt für mich von einer stark romantisierten Position gegenüber Kryptowährungen.

    Bitcoin und Co. haben einen gigantischen ökologischen Fußabdruck, der sich bei anhaltendem Wachstum selbst zu einem der größten Treiber des Klimawandels entwickeln kann.

    "Wir nutzen überschüssige Energie" ist doch nicht viel mehr als Greenwashing. Was, wenn keine überschüssige Energie da ist? Wird die Farm runtergefahren? Stellt man dann den Handel ein? Gibt es im Winter kein Trading mehr?
    Wer glaubt denn sowas?

    Bitcoin ist kein Projekt von Weltverbesserern. Es geht um ganz profanes monetäres Interesse und die meisten Werber wie plan_b handeln auch nur ihrem eigenen finanziellem Interesse folgend.

  16. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: landfuerst 28.11.21 - 13:59

    Die "überschüssige Energie" Regelung ist eine Fantasie, die in der Realität nicht funktionieren kann? Wie auch, wenn mining profitabler ist, als nicht mining?

    Eine "Währung" , die davon abhängt, wie Menschen strom verbrauchen, da nur der Überschuss verwendet werden kann, um das Netzwerk zu sichern? Klar...

  17. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: smonkey 28.11.21 - 14:56

    plan_b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also grundsätzlich habe ich auch ein Problem damit, wenn durch den
    > schlagartigen Mehrverbrauch der umgezogenen Bitcoin-Miner die
    > Netzstabilität gefährdet wird. Allerdings gehört das Bitcoin-Mining zu den
    > am besten regelbaren Energieverbrauchern. Wenn Überschussstrom zur
    > Verfügung steht, wird die Hash-Rate halt hochgeregelt und wenn es Engpässe
    > gibt entsprechend verringert.

    Hier war ich raus. Was für ein Blödsinn. Es zeigt es einzig und allein dass Du Bitcoin nicht verstanden hast.

  18. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: BlaueBohneJr 28.11.21 - 19:29

    Das Argument man kann mit BTC überschüssige Energie verbrauchen halt ich für schwach, aus zwei Gründen:

    1) Eine Mining-Farm hochfahren geht nicht mal eben in Minuten um zb. auf Schwankungen in der Windenergie zu reagieren.

    2) Welcher lässt seine teure Mining-Hardware unbenutzt stehen, weil gerade kein Energieüberschuss das ist. Das ist furchtbar unwirtschaftlich.

    Grundsätzlich bin ich Pro-Krypto, aber dieses schön reden des Energieverbrauchs von den BTC-Maxis bringt einen nicht weiter. Problem erkennen und akzeptieren ist der erste Weg zur Besserung.

    Zum Thema Geldrucken: unser Wirtschaftssystem ist ein Kreislauf, der sich drehen muss. Hätten die Notenbanken das Gelddrucken nicht hochgefahren, wäre alles kollapiert. Z. b . wenn Daimler keine Autos verkauft, bekommt findet kein Geld, kann seine Mitarbeiter nicht bezahlen. die wiederum haben kein Geld für Miete. Der Vermieter kein Geld um Sinne laufenden Kosten zu decken usw. Auch wieder: ein weltfremdes BTC-Maxi denken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.11.21 19:35 durch BlaueBohneJr.

  19. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: BlaueBohneJr 28.11.21 - 20:47

    plan_b schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings gehört das Bitcoin-Mining zu den
    > am besten regelbaren Energieverbrauchern. Wenn Überschussstrom zur
    > Verfügung steht, wird die Hash-Rate halt hochgeregelt und wenn es Engpässe
    > gibt entsprechend verringert.

    Hier ist die Wirkungskette verdreht. Wenn eine Überschuss das ist, kann man weitere Miner hinzuschalten und das daraus resultierende mehr an Hashrate wird vom Netzwerk durch die Difficulty geregelt. Wobei die sich nur alle 2 Wochen, wenn ich mich regt erinnere, angepasst wird. Dh selbst wenn man technisch die Hashrate sehr schnell hochfahren kann, ist das System Bitcoin sehr träge.

  20. Re: Bitcoin nicht verstanden

    Autor: dirk1405 28.11.21 - 21:33

    Also das mit der überschüssigen Energie ist doch hier Bullshit... Warum gibt es dort dann Stromausfälle? Weil die überschüssige Energie genutzt wird?

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