Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bitkom: Besetzung von IT-Jobs…

Realitäten für mich sind...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Realitäten für mich sind...

    Autor: buggy 16.12.18 - 13:20

    Ich war schon seit 1997 nicht mehr in der Schule, wen kümmert ein Zeugnis dann?

    Ich hab genauso viel Jahre Berufs Erfahrung wie Klassen in der Schule. Willst du wirklich wissen was ich im Sport Unterricht für ne Note hatte?

    Ich habe mir selber beigebracht:

    - vi
    - C Programmiersprache
    - UN*X Betreuung

    .. und habe diese auch 100% eingesetzt.

    Aber die jobs da draussen sind ja meistens nur für die "naiven" Jungen Leuten. Die vielleicht python kennen, aber kein C. Die vielleicht pico kennen aber kein vi. Die meistlich ihr ganzes
    Leben Windows wussten.

    Es geht mir im Grunde nicht ums Geld aber ums Arbeitsklima. Es ist sehr schwierig auszudrücken was genau ich will, vielleicht ein dutzend Menschen die auch seit 1995 UN*X nutzen und man dieses lästige erklären sich sparen kann. Was ist der nächste schritt oder sind wir im Anfang von allem gefangen?

    Realität ist das ich jetzt gerade nicht Arbeite, und es wird schlimmer mit Alter (sehe ich ja jetzt).

    Grüße,
    Buggy

  2. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: Geistesgegenwart 16.12.18 - 14:42

    buggy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich war schon seit 1997 nicht mehr in der Schule, wen kümmert ein Zeugnis
    > dann?
    >
    > Ich hab genauso viel Jahre Berufs Erfahrung wie Klassen in der Schule.
    > Willst du wirklich wissen was ich im Sport Unterricht für ne Note hatte?
    >
    > Ich habe mir selber beigebracht:
    >
    > - vi
    > - C Programmiersprache
    > - UN*X Betreuung
    >
    > .. und habe diese auch 100% eingesetzt.
    >

    Das ist löblich, wahrscheinlich genau wie ich das irgendwo in den 90ern gelernt. Das Problem ist dass heute diese Technologien nicht mehr so wichtig sind. In den neunzigern war C quasi das mittel der Wahl für jedes Programm, aber heute ist C nur noch für Treiber und Systementwickler relevant. Eine moderne GUI Anwendung schreibt man heute eher in Java oder C#, im Sektor Web sogar eher noch in Python/Ruby/PHP. Auch Administration ist heute nicht mehr so wichtig. Heute ist es wichtiger Docker zu können - als Webentwickler baue ich den Container via Docker und hoste das wie von Geisterhand skalierbar in der Cloud. Kenntnisse zum Aufsetzen von Webservern wie Apache oder Nginx sind unwichtiger geworden, die Cloud richtets.

    Was ich sagen will: Erfahrung schön und gut, aber wenn die Zeichen der Zeit nicht gesehen hat und sich umorientiert/selbst umschult der brauch sich nicht wundern wenn 20 Jahre C & UNIX Erfahrung nicht so gewürdigt werden wie 3 Jahre .NET/Java/Docker Erfahrung, wenn >70% der Softwareentwicklungsprojekte mit den Technologien abgewickelt werden.

  3. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: matok 16.12.18 - 16:38

    buggy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber die jobs da draussen sind ja meistens nur für die "naiven" Jungen
    > Leuten. Die vielleicht python kennen, aber kein C. Die vielleicht pico
    > kennen aber kein vi. Die meistlich ihr ganzes
    > Leben Windows wussten.

    Du nennst es naiv, ich nenne es marktgerecht. Naiv finde ich eher, in einem dynamischen Umfeld wie der IT, technologisch stehen zu bleiben und zu denken, das hätte keine Konsequenzen.

  4. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: kn3rd 16.12.18 - 19:54

    Ich glaube es würde dir bei deinen Bewerbungen helfen, wenn du es schaffst dich von dieser abwertenden Haltung gegenüber Neuem verabschieden kannst und offener wirst. Für einen Arbeitgeber sind Mitarbeiter wichtig, die auch neue Konzepte umsetzen können, wenn es der Kunde benötigt und sich nicht bei jeder kleinen Neuerung quer stellt, nur weil man es früher nicht schon so gemacht hat. Deine Erfahrung kann dir dabei natürlich helfen, aber die Welt bleibt eben nicht stehen. Ist ein ernstgemeinter Tipp.

  5. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: buggy 17.12.18 - 07:43

    Es ist aber nicht dynamisch. Es ist ein paar reiche Menschen die jetzt Boss spielen wollen so wie eine Zeitschrift es halt beschreibt. Die haben wenig (clue) wissen von allem, befehlen aber das man Windows benutzt. Das ist die ungerechte Wahrheit. Aber... die haben das Geld deswegen sind die auf dem Markt. Ich habe das Geld nicht und brauche es und muss mich so anpassen, es fühlt sich ungerecht an weil die haben im Grunde keine Ahnung was die da machen.

    Ich bin in einer Umschulung um Windows zu lernen. Nur für die, nur für das Geld, nur für den Markt, nur um dynamisch zu sein, aber ich werde es nie verzeihen. Just some Posterboy for the money. Bitter defeat.

    Buggy

  6. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: Profi 17.12.18 - 08:20

    In lokalen Stellenanzeigen das Wort "unixaffin" zu lesen, ist eine Seltenheit. Aber was interessiert mich andererseits irgendwelches momentan hippe Java und Web Development, wenn doch C und vi genau mein Ding sind. Das sind doch völlig unterschiedliche Welten. Flexibel schön und gut, aber wenn man sich nun mal zum Wohlfühlen ein Unixteam wünscht mit allem Drum und Dran und den Windows- und Cloud-Mainstream verabscheut, dann ist das eben so. Würde mich da ungern reinzwingen lassen. Manchmal lässt es sich wohl nicht ändern. Das ist dann echt bitter. Habe jetzt leider auch nichts Konstruktives zu sagen, außer dass mich sowas aufregt und ich das Dilemma sehr gut nachvollziehen kann.

  7. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: Geistesgegenwart 17.12.18 - 08:27

    Profi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber was interessiert mich andererseits irgendwelches momentan
    > hippe Java und Web Development, wenn doch C und vi genau mein Ding sind.
    > Das sind doch völlig unterschiedliche Welten. Flexibel schön und gut, aber
    > wenn man sich nun mal zum Wohlfühlen ein Unixteam wünscht mit allem Drum
    > und Dran und den Windows- und Cloud-Mainstream verabscheut, dann ist das
    > eben so. Würde mich da ungern reinzwingen lassen.

    Sorry aber mit der Einstellung hast du in der IT nix verloren.

    Wenn du schon so starr in C/Unix bist, dann schau dir wenigstens Rust an oder erweitere deinene Horizont um C++ und Qt, damit kannst evntl. was reissen.

  8. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: dEEkAy 17.12.18 - 08:43

    buggy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist aber nicht dynamisch. Es ist ein paar reiche Menschen die jetzt
    > Boss spielen wollen so wie eine Zeitschrift es halt beschreibt. Die haben
    > wenig (clue) wissen von allem, befehlen aber das man Windows benutzt. Das
    > ist die ungerechte Wahrheit. Aber... die haben das Geld deswegen sind die
    > auf dem Markt. Ich habe das Geld nicht und brauche es und muss mich so
    > anpassen, es fühlt sich ungerecht an weil die haben im Grunde keine Ahnung
    > was die da machen.
    >
    > Ich bin in einer Umschulung um Windows zu lernen. Nur für die, nur für das
    > Geld, nur für den Markt, nur um dynamisch zu sein, aber ich werde es nie
    > verzeihen. Just some Posterboy for the money. Bitter defeat.
    >
    > Buggy


    Warum dieser Hass gegen Windows und die Entscheider die dich jetzt von deinem UNIX "wegdrängen"? Was machst du denn genau beruflich, dass du sagst UNIX macht mehr Sinn als Windows, du aber trotzdem Windows nutzen musst?

  9. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: dEEkAy 17.12.18 - 08:45

    Profi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In lokalen Stellenanzeigen das Wort "unixaffin" zu lesen, ist eine
    > Seltenheit. Aber was interessiert mich andererseits irgendwelches momentan
    > hippe Java und Web Development, wenn doch C und vi genau mein Ding sind.
    > Das sind doch völlig unterschiedliche Welten. Flexibel schön und gut, aber
    > wenn man sich nun mal zum Wohlfühlen ein Unixteam wünscht mit allem Drum
    > und Dran und den Windows- und Cloud-Mainstream verabscheut, dann ist das
    > eben so. Würde mich da ungern reinzwingen lassen. Manchmal lässt es sich
    > wohl nicht ändern. Das ist dann echt bitter. Habe jetzt leider auch nichts
    > Konstruktives zu sagen, außer dass mich sowas aufregt und ich das Dilemma
    > sehr gut nachvollziehen kann.


    Das Leben ist eben kein Wunschkonzert.

    Wenn aktuell halt eher Webdeveloper rund um Java, Ruby, Python, Docker und sonstwas gesucht werden, braucht man sich halt nicht wundern wenn man als UNIX Spezialist nichts findet. Angebot und Nachfrage. Ist zwar bitter, wenn man in dem was man kann wirklich gut ist, es aber nirgends mehr gesucht wird bzw. mit großen Veränderungen (Andere(s) Stadt/Land etc) verbunden ist.

  10. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: buggy 17.12.18 - 09:34

    dEEkAy schrieb:

    > Warum dieser Hass gegen Windows und die Entscheider die dich jetzt von
    > deinem UNIX "wegdrängen"? Was machst du denn genau beruflich, dass du sagst
    > UNIX macht mehr Sinn als Windows, du aber trotzdem Windows nutzen musst?

    Beruflich...ich will jetzt nicht ins detail gehen weil es unwichtig ist, aber wichtig zu wissen ist das ich früher in einer High-Tech Gegend gelebt habe und jetzt nicht mehr. Lokale jobs verbitten mir einen halt am Lokalen Job markt. Deswegen bin ich in Umschulung. Windows ist was die wollen aber ich hoffe das ich mit UN*X irgendwie weiter machen kann denn eins hab ich gelernt "use it or lose it", wenn man sich nicht mit was beschäftigt vergisst man es halt.

    Grüße,
    Buggy

  11. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: Anonymer Nutzer 17.12.18 - 09:50

    > eins hab ich gelernt "use it or lose it", wenn man sich nicht mit was beschäftigt vergisst man es halt.

    So wie Feuermachen mit zwei Stöcken. Das war mal DIE Sache schlechthin. Es gibt heute aber effizientere Methoden und wenn auch der Markt nicht mehr nach einem Stock fragt, ist es sinnlos, darauf zu warten, dass er es wieder tut.
    Die Welt dreht sich weiter, mit Dir oder ohne Dich, das entscheidest Du.

  12. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: stan__lemur 17.12.18 - 15:30

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch Administration
    > ist heute nicht mehr so wichtig. Heute ist es wichtiger Docker zu können -
    > als Webentwickler baue ich den Container via Docker und hoste das wie von
    > Geisterhand skalierbar in der Cloud. Kenntnisse zum Aufsetzen von
    > Webservern wie Apache oder Nginx sind unwichtiger geworden, die Cloud
    > richtets.

    Und die Cloud läuft serverless (https://blog.fefe.de/?ts=a550ae76)?

  13. Re: Realitäten für mich sind...

    Autor: RichardEb 17.12.18 - 16:00

    Die Diskussion hier ist ziemlich sinnlos. Wer mit seinen Fähigkeiten zufrieden ist und einen Job findet: Gut für ihn. Falls nicht dann darf man aber auch nicht über die Böse Welt schimpfen die sich weiter dreht. So simpel ist es.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Stuttgart
  2. CSL Behring GmbH, Marburg, Hattersheim am Main
  3. Bosch Gruppe, Grasbrunn
  4. SV Informatik GmbH, Wiesbaden

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. ES Blu-ray 10,83€, Die nackte Kanone Blu-ray-Box-Set 14,99€)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  3. 5€ inkl. FSK-18-Versand


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Datenschutz: Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen
Datenschutz
"Nie da gewesene Kontrollmacht für staatliche Stellen"

Zur G20-Fahndung nutzt Hamburgs Polizei eine Software, die Gesichter von Hunderttausenden speichert. Schluss damit, sagt der Datenschutzbeauftragte - und wird ignoriert.
Ein Interview von Oliver Hollenstein

  1. Brexit-Abstimmung IT-Wirtschaft warnt vor Datenchaos in Europa
  2. Österreich Post handelt mit politischen Einstellungen
  3. Digitalisierung Bär stößt Debatte um Datenschutz im Gesundheitswesen an

WLAN-Tracking und Datenschutz: Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?
WLAN-Tracking und Datenschutz
Ist das Tracken von Nutzern übers Smartphone legal?

Unternehmen tracken das Verhalten von Nutzern nicht nur beim Surfen im Internet, sondern per WLAN auch im echten Leben: im Supermarkt, im Hotel - und selbst auf der Straße. Ob sie das dürfen, ist juristisch mehr als fraglich.
Eine Analyse von Harald Büring

  1. Gefahr für Werbenetzwerke Wie legal ist das Tracking von Online-Nutzern?
  2. Landtagswahlen in Bayern und Hessen Tracker im Wahl-O-Mat der bpb-Medienpartner
  3. Tracking Facebook wechselt zu First-Party-Cookie

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

  1. iPhones: Apple-Zulieferer korrigieren Umsatz- und Gewinnerwartungen
    iPhones
    Apple-Zulieferer korrigieren Umsatz- und Gewinnerwartungen

    Wegen schwächelnder Absatzzahlen von iPhones in China korrigieren erste Zulieferer Apples ihre wirtschaftlichen Prognosen. Grund ist ein Rückgang der Nachfrage nach Oberklasse-Smartphones und Unsicherheiten aufgrund des Handelskriegs zwischen den USA und China.

  2. 7 Prozent müssen gehen: Massenentlassungen bei Tesla wegen zu hoher Kosten
    7 Prozent müssen gehen
    Massenentlassungen bei Tesla wegen zu hoher Kosten

    Tesla muss seine Kosten reduzieren, um seine Elektrofahrzeuge günstiger anbieten zu können und entlässt deshalb 7 Prozent seiner Belegschaft. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen noch zahlreiche neue Mitarbeiter eingestellt.

  3. Multicopter-Hersteller: DJI erleidet Millionenverluste durch interne Korruption
    Multicopter-Hersteller
    DJI erleidet Millionenverluste durch interne Korruption

    Mehrere Fälle von schwerer Korruption innerhalb des Unternehmens führen beim Drohnen-Hersteller DJI zu deutlichen Verlusten: Im Jahr 2018 verliert das chinesische Unternehmen dadurch insgesamt umgerechnet mehr als 130 Millionen Euro.


  1. 15:39

  2. 15:13

  3. 14:16

  4. 13:17

  5. 09:02

  6. 18:04

  7. 15:51

  8. 15:08