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Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

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  1. Re: Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

    Autor: trinkhorn 13.01.20 - 12:26

    wenn jemand schreibt "zuendegedacht" um damit zu zeigen dass jemand anders etwas bestimmtes aussagen wollte, nehm ichs Grundsätzlich nicht mehr ernst.
    Ich kann auch jede Aussage weiterspinnen und ins lächerliche ziehen. Das Beweist garnichts.

  2. Re: Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

    Autor: Eheran 13.01.20 - 12:40

    Jap, habe ich falsch gelesen.

  3. Re: Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

    Autor: pre3 13.01.20 - 17:46

    Sportstudent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings gibt es Fluglinien wie z.B. Ryanair, die das exakte
    > Flugzeugmodell künftig nicht mehr ausweisen wollen mit der Begründung, dass
    > es auch sehr kurzfristig noch zu einem Wechsel der Maschine kommen könnte.
    > In was für ein Geschoss man sich dann begibt, erfährt man erst kurzfristig
    > vor dem Check-In.
    >
    > Damit ist dann auch Ryanair für mich endgültig raus - neben vielen anderen
    > Missständen dieser Airline. Auch andere Airlines, die den Flugzeugtyp 737
    > Max im Repertoire haben, werde ich kein Vertrauen mehr schenken können.
    >
    > Dieses minutenlange Auf und Ab und die daraus resultierende Panik im
    > Flugzeug während man den Erdboden immer näher auf sich zukommen sieht,
    > stelle ich mir unglaublich schrecklich vor, was für ein schlimmer Tod!

    Am besten in gar keinen Flieger mehr setzen. Schließlich müssen wir das Klima retten. Alles andere ist doch einfach nur asozial.

    Die Politik muss helfen Fliegen schnell unerschwinglich teuer zu machen.

    Zu Boeing vs. Airbus: mich dünkt zweite Firma hatte auch schon gravierende Probleme, "A 400M" zum Beispiel. Absturz? ;-)

  4. Re: Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

    Autor: tomatentee 13.01.20 - 17:47

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tomatentee schrieb:
    >
    > > Damit wäre Boeing kein wirtschaftliches Unternehmen mehr. Ich weiß
    > nicht,
    > > ob Verstaatlichung die Lösung ist.
    >
    > Es geht nicht um eine Verstaatlichung. Boeing soll weiterhin ein
    > privatwirtschaftlich betriebenes Unternehmen bleiben. Ich rede von einer
    > temporären Aufsicht des Vorstandes durch einen Aufsichtsrat, der (temporär)
    > vom Staat dominiert wird. Damit soll sichergestellt werden, dass nicht
    > schon wieder die Heuschreckenmentalität im Vorstand einzieht, damit nicht
    > schon wieder auf dem Altar der Umsatzmaximierung Sicherheit und somit
    > Menschenleben geopfert werden. Wenn sichergestellt ist, dass die neuen
    > Vorstände keine Heuschrecken mehr sind, wird die staatliche Aufsicht
    > beendet.
    >

    Wie lang soll so eine Maßnahme denn anhalten? Wenn ich bedenke, wie langsam sich solche Strukturen bewegen reden wir da über Jahrzehnte (Plural!), wenn du die Firmenkultur wirklich verändern willst.

    Mal angenommen, das Unternehmen überlebt solange ohne staatliche Hilfen (was unwahrscheinlich ist, sie sind unterdessen ja wesentlich teurer): Was meinst du, passiert sobald du deinen „Aufsichtsrat“ (den btw zweiten, jede AG hat bereits einen, die Bezeichnung ist daher sehr irritierend, aber anderes Thema) abziehst? Die Manager, Entscheider und Aktionäre (!) sind alle zu Altruisten mutiert und tun Fortan nur gutes? Oder fallen sie nicht viel Wahrscheinlicher bei nächster Gelegenheit schlicht wieder in alte Verhaltensmuster zurück, zumal sich das wirtschaftlich ja sowohl für das Unternehmen als auch die einzelne Person deutlich mehr rechnet? Sorry, das ist doch naiv...

    Thema am Rande: Ich würde mich dabei auch gar nicht so auf den Vorstand konzentrieren. Von denen konnte kein einziger die Risiken persönlich einschätzen, dafür fehlt (meist) Fachwissen und (immer) Detailwissen. Die wissen nur, was „von unten“ reported wird. Die Verantwortung ist natürlich hier zu suchen (das ist der Job), individuelle Schuld und konkrete Änderungen sind aber an anderer Stelle...

    > > Wir haben uns doch schon lange darauf geeinigt, dass Menschenleben
    > weniger
    > > wert sind als Profit. Siehe auch VW.
    > > Warum da jetzt bei Boeing so ein Theater drum gemacht wird versteht kein
    > > Mensch...
    >
    > Ja, klar. Alles ist scheisse, also machen wir gar nichts? Nein, hier geht
    > es in erster Linie um ein Signal. Staaten müssen gerade den großen
    > Konzernen klar machen, dass die Zeit der skrupellosen Heuschrecken vorbei
    > ist. Die Konzerne dürfen weiterhin viel Geld verdienen und ihre Aktionäre
    > glücklich machen. Aber sobald herauskommt, dass hier z.B.
    > Sicherheitsstandards mißachtet werden, wird das Unternehmen unter
    > staatliche Kontrolle gestellt, bis diese Mißstände behoben sind.
    >
    > Plus natürlich Anklage der verantwortlichen Vorstände.
    >
    > Es geht um Abschreckung, weil anders kapieren es diese skrupellosen
    > Schweine nicht.
    >
    Wann hat Abschreckung jemals funktioniert? Das ist der alte Glaube an die z.B unter Giuliani krachend gescheiterte Law-and-Order Politik aus der konservativen Mottenkiste.

    > > Wenn ich beim Flugzeugbau 100% auf Sicherheit setze bin ich preislich
    > nicht
    > > mehr kompetetiv. Man nimmt also bewusst Risiken in Kauf, die im
    > Worst-Case
    > > Leben kosten. Wo ist die News!?
    >
    > Nochmal: Ja, klar. Alles ist scheisse, also machen wir gar nichts.
    >
    > Ist das Deine Haltung?
    >
    Ganz im Gegenteil: Ich bin kein Fan von Herumdoktern an Symptomen. Ich hatte das schon (weiß nicht ob hier im Thread) geschrieben: Wir müssen und als Gesellschaft überlegen, ob wir für privatwirtschaftlichen Gewinn (und Arbeitsplätze) bereit sind, das Leben einzelner zu riskieren. Falls nicht gehören entsprechende Aufgaben und Produkte nicht in die Hände rein wirtschaftlich agierender Unternehmen.

  5. Re: Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

    Autor: zilti 13.01.20 - 17:54

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke, wollte ich auch grad schreiben. Die spröden Eigenschaften der 3(?)
    > redundanten Dichtungen bei tiefen Temperaturen waren bekannt.

    Zu dem Zeitpunkt waren es 2. Wenn ich das richtig im Kopf habe, wurde aber nach dem Unglück auf 3 aufgestockt.

  6. Re: Ich würde mit der 737 Max auch nicht mehr fliegen wollen

    Autor: hellfire79 14.01.20 - 09:54

    Rausschmiss .. geht vlt. nicht weit genug.

    Es MUSS - sobald zweifelsfrei festgestellt wurde, das Gewinn über Menschenleben gestellt wurde, Der komplette Vorstand in Regress genommen werden. Und nein - Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Wenn ich als Chef nicht zumindest eine ungefähre Ahnung davon habe, was und wie meine Leute so treiben, bin ich in dieser Position schlichtweg ungeeignet.

    Im Fall Boeing reden wir - mal hart klartext gesprochen - von (Beihilfe zu) Totschlag, mindestens. Wenn wir die niederen Beweggründe der Gewinnmaximierung dazu rechnen ist es schlicht und ergreifend MORD!

  7. rechtliche Bewertung

    Autor: Kommentator2019 14.01.20 - 10:05

    Ganz so leicht dürfte das nicht sein: die 2. Maschine wurde in vergleichbarer Situation am Vortag durch den Piloten durch ein Standard-Procedure (TRIM CUTOUT) wieder eingefangen.

  8. Re: rechtliche Bewertung

    Autor: Emulex 14.01.20 - 10:47

    Kommentator2019 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz so leicht dürfte das nicht sein: die 2. Maschine wurde in
    > vergleichbarer Situation am Vortag durch den Piloten durch ein
    > Standard-Procedure (TRIM CUTOUT) wieder eingefangen.

    Aber in ner ganz andren Flughöhe und nicht kurz nachm Start.
    Das Problem bei der zweiten Maschine war ja wohl, dass sich MCAS wieder aktiviert hatte, nachdem man es abgeschaltet hat.
    Und da es das wohl immerwieder gemacht hat, war irgendwann nichtmehr genug Platz...

  9. Re: rechtliche Bewertung

    Autor: Kommentator2019 14.01.20 - 10:56

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommentator2019 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ganz so leicht dürfte das nicht sein: die 2. Maschine wurde in
    > > vergleichbarer Situation am Vortag durch den Piloten durch ein
    > > Standard-Procedure (TRIM CUTOUT) wieder eingefangen.

    > Das Problem bei der zweiten Maschine war ja wohl, dass sich MCAS wieder

    Nein, der FO hat 4 Minuten das FCOM studiert, um ein basic memory item durchzuführen :(

  10. Re: rechtliche Bewertung

    Autor: Emulex 14.01.20 - 12:01

    Kommentator2019 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Emulex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kommentator2019 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ganz so leicht dürfte das nicht sein: die 2. Maschine wurde in
    > > > vergleichbarer Situation am Vortag durch den Piloten durch ein
    > > > Standard-Procedure (TRIM CUTOUT) wieder eingefangen.
    >
    > > Das Problem bei der zweiten Maschine war ja wohl, dass sich MCAS wieder
    >
    > Nein, der FO hat 4 Minuten das FCOM studiert, um ein basic memory item
    > durchzuführen :(

    Bist du sicher, dass das bei der Ethiopian der Fall war?

    Ich habs so verstanden:
    Sie haben MCAS/die automatische Trimmung ausgeschaltet und dann per Hand die Trimmung angepasst (was ja auch nicht per Knopfdruck in ner Sekunde geht).
    Und dann wurde MCAS wieder aktiv und hat erneut Nase runter getrimmed.
    Das Spielchen haben sie wohl mehrfach wiederholt, bis ihnen der Platz ausging.

  11. Re: rechtliche Bewertung

    Autor: Kommentator2019 14.01.20 - 12:59

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommentator2019 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Emulex schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Kommentator2019 schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Ganz so leicht dürfte das nicht sein: die 2. Maschine wurde in
    > > > > vergleichbarer Situation am Vortag durch den Piloten durch ein
    > > > > Standard-Procedure (TRIM CUTOUT) wieder eingefangen.
    > >
    > > > Das Problem bei der zweiten Maschine war ja wohl, dass sich MCAS
    > wieder
    > >
    > > Nein, der FO hat 4 Minuten das FCOM studiert, um ein basic memory item
    > > durchzuführen :(
    >
    > Sie haben MCAS/die automatische Trimmung ausgeschaltet und dann per Hand
    > die Trimmung angepasst (was ja auch nicht per Knopfdruck in ner Sekunde

    Da der finale Bericht zu ET-302 nicht vorliegt, ist das eine Theorie von vielen. Als gesichert gilt:
    Das FCOM war nicht aktuell, insbesondere security bulletins infolge der JT-610 sind NICHT eingearbeitet worden. Der FO hat auf der MAX gerade einmal 56 Stunden, allgemein auf 737 nur rund 200 Stunden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.20 13:03 durch Kommentator2019.

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