1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Boeing: "Würdet ihr eure Familie in…

Statik der Tragflächen

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Statik der Tragflächen

    Autor: pica 12.01.20 - 19:57

    Ist eigentlich die Statik der Tragflächen an die veränderte Position der Triebwerke angepasst worden?
    Der Kraftvektor dürfte anders sein. Damit auch die Belastung des Tragwerks. Falls das Tragwerk nicht angepasst wurde, gehe ich von Brüchen aufgrund von Materialermüdung aus.

    Gruß,
    pica

  2. Re: Statik der Tragflächen

    Autor: hannes1 12.01.20 - 21:49

    Hi Pica!

    Ich finde immer spannend dass Hobby-Experten da etwas in den Raum stellen sodass man glauben könnte dass sie denken dass das einfach so "passiert" sei ohne dass wer darüber nachgedacht hat. Angenommen die Statik der Tragfläche würde nicht passen dann wäre es auch nicht einige tausend Flüge mit hunderten (es flogen 387 bereits) Maschinen gut gegangen.

    Ein neuer Maschinentyp entsteht nicht einfach indem 3-jährige mit Bauklötzchen spielen. Da sind tausende Leute an der Entwicklung und noch viel mehr an dem Bau beteiligt. Alle Probleme und Schwierigkeiten die diese Position des Triebwerks haben waren mit Sicherheit bekannt (wie sich auch mehr und mehr herausstellt).

    Es ist eine reine Management-Entscheidung dass man diesen Flugzeugtyp so gebaut hat. Man war im Hintertreffen gegen die A320 Neo. Daher entschied man sich dieses Modell so zu bauen obwohl man weiß dass es nicht optimal ist: Man musste zusätzliche Dinge wie MCAS entwickeln um zumindest die Risiken etwas einzudämmen.

    Das andere ist alles verkaufstechnisches Kalkül: Eine neue Maschine für die Airlines keine einzige Stunde extra für Schulungen aufwenden müssen, verkauft sich deutlich besser als Maschinen wo jede Airline für jeden Piloten zig teure Schulungsstunden einplanen müssen.

    Von der Bilanz her ist es bis zum zweiten Absturz aufgegangen: Boeing hat durch dieses Flugzeug wieder zurück zur Weltspitze gefunden und Airbus deutlich abgehängt bei verkauften als auch produzierten Maschinen. Jetzt natürlich fällt natürlich alles in sich zusammen. Es wurde einfach zu hoch gepokert, auch auf Kosten möglicher Umfälle und Todesfälle.

    In den nächsten Wochen und Monaten wird immer mehr herauskommen dass das beinhartes Kalkül war. Alle Risiken waren bis ins letzte Detail bekannt, wie bereits herauskam fielen die Schwachpunkte sogar schon mehreren Piloten auf was ebenfalls bewusst ignoriert wurde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.20 21:53 durch hannes1.

  3. Re: Statik der Tragflächen

    Autor: M.P. 12.01.20 - 23:06

    Und Du meinst, mit der intern bekannten Erkenntnis, dass es ggfs. im Lebenszyklus früher zu Material-Ermüdungen und dadurch z. B. zu abreißenden Triebwerksgondeln kommen würde, wäre man früher an die Öffentlichkeit gegangen, als mit Software-Problemen?

    Vielleicht ja, da man mit mehr Kenntnissen in den Aufsichtsbehörden dazu rechnet.... Das Lehrgeld zu DIESEM Thema hat man ja vor Jahrzehnten schon gezahlt - wobei die Generation, die das damals mitgemacht hat wahrscheinlich schon in Rente ist ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.01.20 23:08 durch M.P..

  4. Re: Statik der Tragflächen

    Autor: FreiGeistler 14.01.20 - 07:45

    hannes1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein neuer Maschinentyp entsteht nicht einfach indem 3-jährige mit
    > Bauklötzchen spielen. Da sind tausende Leute an der Entwicklung ...

    Das war kein neuer Maschinentyp, das ist ja das Problem.

  5. Re: Statik der Tragflächen

    Autor: Kommentator2019 14.01.20 - 08:07

    FreiGeistler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hannes1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein neuer Maschinentyp entsteht nicht einfach indem 3-jährige mit
    > > Bauklötzchen spielen. Da sind tausende Leute an der Entwicklung ...
    > Das war kein neuer Maschinentyp, das ist ja das Problem.

    Nope, das ist überhaupt kein Problem. Redundante AoA sensors für MCAS, Limitierung der Trim-Steps (ggf. des max trim) und aktualisierte delta trainings der PICs und die Unglücke wären nicht passiert.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Amprion GmbH, Pulheim-Brauweiler bei Köln
  2. Team GmbH, Paderborn
  3. Software AG, Darmstadt
  4. Klinikum der Universität München, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (u. a. FIFA 20 für 27,99€, Dragon Ball Z Kakarot für 46,89€, Rainbow Six: Siege Deluxe für 8...
  2. (-20%) 47,99€
  3. 14,29€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Dell Ultrasharp UP3218K im Test: 8K ist es noch nicht wert
Dell Ultrasharp UP3218K im Test
8K ist es noch nicht wert

Alles fing so gut an: Der Dell Ultrasharp UP3218K hat ein schön gestochen scharfes 8K-Bild und einen erstklassigen Standfuß zu bieten. Dann kommen aber die Probleme, die beim Spiegelpanel anfangen und bis zum absurd hohen Preis reichen.
Von Oliver Nickel

  1. Dell Latitude 7220 im Test Das Rugged-Tablet für die Zombieapokalypse
  2. Dell Anleitung hilft beim Desinfizieren von Servern und Clients
  3. STG Partners Dell will RSA für 2 Milliarden US-Dollar verkaufen

Schenker Via 14 im Test: Leipziger Langläufer-Laptop
Schenker Via 14 im Test
Leipziger Langläufer-Laptop

Dank 73-Wattstunden-Akku hält das 14-Zoll-Ultrabook von Schenker trotz fast komplett aufrüstbarer Hardware lange durch.
Ein Test von Marc Sauter

  1. XMG Neo 15 (E20) Schenker erhöht Akkukapazität um 50 Prozent
  2. XMG Apex 15 Schenker packt 16C-Ryzen in Notebook
  3. XMG Fusion 15 Schenkers Gaming-Laptop soll 10 Stunden durchhalten

Bodyhacking: Prothese statt Drehregler
Bodyhacking
Prothese statt Drehregler

Bertolt Meyer hat seine Handprothese mit einem Synthesizer verbunden - das Youtube-Video dazu hat viele interessiert. Wie haben mit dem Psychologieprofessor über sein Projekt und die Folgen des Videos gesprochen.
Ein Interview von Tobias Költzsch