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"altertümliches" Laden per Kabel

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  1. "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: ralf.wenzel 03.07.15 - 15:43

    Wer ein bisschen was von Physik versteht, weiß, dass Induktion die ineffektivste Methode der Stromübertragung ist. Kabel mögen nicht hipp sein, aber an ihrer Effizienz kommt man nicht vorbei. Insbesondere dann wenn man *nicht* an Haltestellen aufladen will, sondern wirklich nur, wenn der Bus eh abgestellt wird.

  2. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Anonymer Nutzer 03.07.15 - 18:16

    Ja, beim Smartphone ist der verbratene Strom nicht so heftig, aber bei den Fahrzeugen macht sich ein Drittel Verlust nicht so gut. Man sollte bei längerer Standzeit über einen Dachabnehmer an einem Mast an der Haltestelle nachladen können. Aber ob der Akku häufige Schnelladung mag?

  3. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Sharra 03.07.15 - 19:59

    Grundsätzlich hast du mit der Aussage: "Induktion = Scheiße" natürlich recht, wenn man den Wirkungsgrad betrachtet.
    Aber: Es ist problemlos für alle Fahrer machbar, Unfälle sind quasi ausgeschlossen.
    Der Fahrer bekommt nur gesagt: "DA! Guggsdu! Siehst du gelben Kasten auf Boden? DAAAAA!!! Parken!". Und schon hats auch der letzte kapiert. (Womit ich mitnichten implizieren möchte, dass alle Busfahrer nicht der deutschen Sprache mächtig seien)

    Beim Kabelladen hast du wieder das Problem, es muss mal schnell gehen, der Stecker verkantet, ein Pin ist locker, es lädt nicht, es sitzt nicht richtig... Und wann der erste mit angestecktem Ladekabel losfährt kann man sich an einer Hand ausmalen.

  4. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: ralf.wenzel 03.07.15 - 20:32

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundsätzlich hast du mit der Aussage: "Induktion = Scheiße" natürlich
    > recht, wenn man den Wirkungsgrad betrachtet.
    > Aber: Es ist problemlos für alle Fahrer machbar, Unfälle sind quasi
    > ausgeschlossen.
    > Der Fahrer bekommt nur gesagt: "DA! Guggsdu! Siehst du gelben Kasten auf
    > Boden? DAAAAA!!! Parken!".

    Richtig. Einen Stecker reinzustecken ist in der Tat zu gefährlich und zu kompliziert für einen Busfahrer.

  5. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: as (Golem.de) 03.07.15 - 21:15

    Hallo,

    ralf.wenzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer ein bisschen was von Physik versteht, weiß, dass Induktion die
    > ineffektivste Methode der Stromübertragung ist. Kabel mögen nicht hipp
    > sein, aber an ihrer Effizienz kommt man nicht vorbei.

    Es sollen wohl um die 90 Prozent sein, zumindest war das vor vier Jahren so. Ich frage da noch mal nach.

    > Insbesondere dann
    > wenn man *nicht* an Haltestellen aufladen will, sondern wirklich nur, wenn
    > der Bus eh abgestellt wird.

    Das ist betrieblich eigentlich nicht sinnvoll, da man für lange Strecken nicht ohne Unterwegsladung auskommt. Dafür ist die Akkutechnik noch zu schwer.

    Das heißt, wenn man elektrisch fahren will mit einem Bus, dann beispielsweise per Spurbus und Stromschiene, regulärer Bus und Oberleitung (traditionell als Obus), Aktkubus mit Pantograph oder eben Induktion mit Akku. Wobei Kombinationen durchaus möglich und sinnvoll sind.

    Den Busfahrer aber bei einem 60-Sekunden-Fahrgastwechsel das Kabel verlegen zu lassen ist denke ich unrealistisch. Ergo ist man gezwungen am "Kabel vorbei zu kommen", um die Kosten niedrig zu halten. So ein Stecker, der für 10 Jahre täglich dutzende Steckversuche übersteht ist auch nicht über Nacht spezifiziert.

    Ein Beispiel aus der IT ist Mini-USB-Stecker vs. Micro-USB-Stecker. Letzterer hält zehnmal so lange, kam aber erst später.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  6. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Seasdfgas 03.07.15 - 21:17

    Wolfgang D. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, beim Smartphone ist der verbratene Strom nicht so heftig, aber bei den
    > Fahrzeugen macht sich ein Drittel Verlust nicht so gut. Man sollte bei
    > längerer Standzeit über einen Dachabnehmer an einem Mast an der Haltestelle
    > nachladen können. Aber ob der Akku häufige Schnelladung mag?

    bei der verbreitung an spartphones und der häufigkeit der ladungen macht das eigentlich schon massig was aus

    aber sonst absolut recht, hier auf induktion zu machen ist als ob ich nen alternativantrieb mit braunkohle entwickeln würde

  7. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Anonymer Nutzer 03.07.15 - 21:19

    Oberleitung zum Nachladen über den Dachbalken, + Akku. Keine Leitung überall nötig, und keine Verluste durch Induktion.

  8. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: as (Golem.de) 03.07.15 - 21:37

    Hallo,

    Wolfgang D. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oberleitung zum Nachladen über den Dachbalken, + Akku. Keine Leitung
    > überall nötig, und keine Verluste durch Induktion.

    jupp. Dafür hat sich Wien entschieden. Welches nun betrieblich höhere Kosten durch Verschleiß und Wartung erzeugt und so sekundär Ineffizienzen erzeugt werden die nächsten Jahre zeigen. Vielleicht zeigt sich auch, dass beide Systeme im Vergleich zu Dieselbussen zu hohe Kosten erzeugen und damit scheitern. Oder: Der ÖPNV-Nutzer ist bereit einen Ökozuschlag hinzunehmen.

    Eventuell sorgt die Induktion langfristig auch dafür, dass mehr PKW-Fahrer ihre Benziner aufgeben. Die Frage ist dann: Nimmt man Induktionsverluste in Kauf, um mehr Autofahrer zum Umstieg zu bewegen oder lohnt es sich nicht eher die Benziner weiter im Einsatz zu lassen, weil dadurch Energie gespart wird?

    Die Pantograph-Lösung ist hingegen äußerst billig, wenn schon ein dichtes Straßenbahnnetz besteht. Da kommt man schnell an die bestehende Strom-Infrastruktur heran und muss im Zweifel vereinfacht gesagt nur ein Kabel über die Bushaltestelle ziehen.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

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  9. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Sharra 03.07.15 - 22:27

    ralf.wenzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sharra schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Grundsätzlich hast du mit der Aussage: "Induktion = Scheiße" natürlich
    > > recht, wenn man den Wirkungsgrad betrachtet.
    > > Aber: Es ist problemlos für alle Fahrer machbar, Unfälle sind quasi
    > > ausgeschlossen.
    > > Der Fahrer bekommt nur gesagt: "DA! Guggsdu! Siehst du gelben Kasten auf
    > > Boden? DAAAAA!!! Parken!".
    >
    > Richtig. Einen Stecker reinzustecken ist in der Tat zu gefährlich und zu
    > kompliziert für einen Busfahrer.

    Wenn du meinen Text richtig gelesen hättest, hättest du VIELLEICHT gemerkt, dass ich eher drauf hinaus will, dass das Kabel durch ständiges rein-raus fehleranfälliger ist, statt nur auf einem gekennzeichneten Gebiet zu parken.

  10. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Anonymer Nutzer 03.07.15 - 22:45

    as (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eventuell sorgt die Induktion langfristig auch dafür, dass mehr PKW-Fahrer
    > ihre Benziner aufgeben. Die Frage ist dann: Nimmt man Induktionsverluste in
    > Kauf, um mehr Autofahrer zum Umstieg zu bewegen oder lohnt es sich nicht
    > eher die Benziner weiter im Einsatz zu lassen, weil dadurch Energie gespart
    > wird?

    Der Knackpunkt ist ja nicht die Erzeugung, sondern die Speicherung, damit Energie bei Bedarf zur Verfügung steht. Es werden doch laufend Anlagen angehalten, weil die nicht mehr wissen wohin mit dem Strom. Von daher könnten die Verluste eigentlich egal sein, wenn die Quelle stets zur Verfügung steht. Ich bin gespannt.

  11. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Sharra 03.07.15 - 22:47

    Naja, von deiner Argumentation her, wärs egal, wieviel Induktion an Verlusten einfährt. Blöd ist nur, dass man die Verluste mitbezahlt.

  12. Re: "altertümliches" Laden per Kabel

    Autor: Anonymer Nutzer 03.07.15 - 23:31

    Strom an sich ist ja billig, und wird künstlich verteuert. Bei Autogas geht es ja auch.

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