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Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

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  1. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: as (Golem.de) 05.07.15 - 00:15

    Hallo,

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum wurden die jeden Abend ersetzt?

    die werden gerne geklaut und als Souvenir mitgenommen. Aus Sicherheitsgründen kann man die aber nicht einfach weglassen. Und aus Sicherheitsgründen ist ein Diebstahlschutz auch schwierig umzusetzen. Wobei die mittlerweile angeleint sind. Aber dann kann man nur eine Scheibe beim Hammer zertrümmern, nicht aber woanders, wo der Hammer vielleicht verklemmt ist.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    --
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    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  2. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 00:43

    Nein das siehst du falsch. Du im speziellen bist nicht in der Lage dazu, die Idee des TE in ein funktionierendes Produkt umzuwandeln, und den meisten Leuten wird es ähnlich gehen, weil sie sich weder selber mit dem Thema Entwurf auseinandergesetzt haben, noch in ihrer Ausbildung damit konfrontiert wurden. Das ist im Grunde auch vollkommen OK, nur sollte man daraus keine Regel ableiten. Die Ausgangssituation bei diesem speziellen Problem ist im Verhältnis zu vielen technischen Apparaturen die in unserer technischen Umwelt lange realisiert sind, sogar eine ausgesprochen vielversprechende.

    Dein Fehler ist es, deine ganze Konzentration darauf zu verschwenden alle möglichen Hindernisse und selbst die Entferntesten zu finden, die auf einen großen Haufen zu werfen und dann abzuhauen. Klassische BWLer-Kreativität. Manche Leute verwechseln das sogar mit echter Entwurfsarbeit. Das ist aber überhaupt keine Arbeit, das ist ungefähr vergleichbar mit dem Verfassen einer überzeugenden Entschuldigung für das Fehlen bei, im Gegensatz zum erfolgreichen Teilnehmen an und abschneiden in einer Prüfung. Tatsächlich würde man auf diese Weise nicht mal das Rad erfinden selbst wenn einem ein kleiner Man im Ohr die Pläne dazu geflüstert hätte(ist ja aus viel zu teurem Holz, braucht man sogar Werkzeug dazu, ist ne Menge Arbeit, geh ich doch einfacher meine Sachen tragen...).

    Jede noch so kleine Idee ist ab der Entscheidung sie zu realisieren, mit Problemen übersät wie ein Minenfeld, das ist ganz normal. Die Entwurfsarbeit ist nun die, die Idee mit Detailideen rund zu machen, Lösungen für Probleme zu finden, wieder neue Detailideen zu entwickeln mit denen die Umsetzung vereinfacht wird, wieder Lösungen für die mit der Reduktion auftretenden Probleme finden, optimieren, reduzieren, ergänzen, optimieren, reduzieren, ergänzen, und so weiter und so fort, so lange bis der ganze Entwurf anfängt schlüssig zu werden, bis er anfängt zu grooven.

    Und wenn du anfängst:

    -Zu hoch? Ist ja wohl ein Witz. Erdgasbusse, also die mit den Druckbehältern auf den Dach, sind um mindestens einen halben Meter höher, fahren aber so gut wie in allen schon mittelgroßen Städten, ergo: Problem gelöst.

    Notausstieg? Ein Ausschnitt für den Notausstieg oder einen Notausstieg mit Solarzellen, ergo: Problem gelöst.

    Kühlung der Zellen? Zellen werden nicht gekühlt, man nimmt die 2% Wirkungsgradverlust in kauf, ergo: Problem gelöst,

    das waren die einfachen, und auch für deine anderen Probleme findest du schon nach kurzem überlegen die ersten Ansätze. Das ist aber nun immer noch nicht das wirkliche Entwerfen. Entwerfen ist es, sich von allen Finanzzwängen frei zu machen und das ganze Feld des mit dieser Methode gewonnenem Freiraums nach allen Möglichkeiten abzutasten. In aller Regel findet man nämlich erst so die Prinzipien, Abkürzungen, kleinste gemeinsame Nenner, Kombinationsmöglichkeiten und Finessen, mit denen das Gebilde effektiv und damit wirtschaftlich wird.

    Basics: Der Bus hat eine Grund-, also in etwa eine Dachfläche von vielleicht 3x12 Metern, also 36m². Bei voller Mittagssonne sollten Photovoltaikzellen locker 150 Watt/m² liefern, das währen dann ca. 36x150 = 5400 Watt = 5,4 KW, also ca 7 PS. Ergo: als (technischer)Designer muss man sich schon ganz schön blöde anstellen um diese Leistung in keine Energieersparnis umzuwandeln. Kühlen kannst du übrigens auch, in dem du den frei gewordenen Zylindermotorenraum nutzt. Da kannst du dann sogar etablierte Technik anknüpfen, oder du kühlst das Klima und den Akku im selben Kreislauf. Beide favorisieren ja den selben Temperaturbereich, usw und so fort...



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.15 00:49 durch Ach.

  3. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: plutoniumsulfat 05.07.15 - 00:50

    Werden die wirklich so exzessiv mitgenommen? Also dass mal einer fehlt, klar, aber 80 pro Tag? :O

  4. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 01:19

    Da wundert mich das aber schon ein bisschen, dass das Lösen des Hammers keinen stillen Alarm auslöst beim Busfahrer. So schwer umzusetzen ist das ja jetzt technisch nicht, im Prinzip nur ein durchtrenntes Kabel :].

  5. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Sharra 05.07.15 - 03:49

    Öhm nein. Du hast schone Ansätze geliefert, aber wenn du dir wirklich mal die Mühe machen würdest, länger als 10 Sekunden über deine "Lösungen" nachzudenken, dann würdest du drauf kommen, dass es eben keine Lösungen sind, sondern leider nur halbgare Ideen. Selbst das mit der Höhe kann immer noch ein Problem sein. Dir scheint entgangen zu sein, dass Busse in verschiedenen Größen angeboten werden. Und ebenso, dass es Orte gibt, die mit Unterfahrungen von 3.20 leben müssen. Da schiebt man nicht mal eben 20cm mehr durch, wenn es ohne schon knapp ist.

  6. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Sharra 05.07.15 - 03:51

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wundert mich das aber schon ein bisschen, dass das Lösen des Hammers
    > keinen stillen Alarm auslöst beim Busfahrer. So schwer umzusetzen ist das
    > ja jetzt technisch nicht, im Prinzip nur ein durchtrenntes Kabel :].


    Klar technisch machbar, aber was dann?
    In einem vollen Bus rennt der Fahrer nicht mal eben bis ganz nach hinten, um irgend einen Deppen zu stellen, der den Hammer genommen hat.
    Wenn der Typ auch gleich rausrennt, kriegt man ihn eh nicht mehr.
    Und für jeden geklauten Nothammer gleich den ganzen Verkehr aufhalten, Polizeit rufen, Linie stilllegen, Fahrgäste verärgern usw. ist auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Klar, man könnte bei Lösen des Hammers die Türen blockieren... Aber wofür waren die Dinger gleich nochmal vorgesehen? ^^

  7. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 07:11

    >Öhm nein. Du hast schone Ansätze geliefert, aber wenn du dir wirklich mal die Mühe machen würdest, länger als 10 Sekunden über deine "Lösungen" nachzudenken, dann würdest du drauf kommen, dass es eben keine Lösungen sind, sondern leider nur halbgare Ideen.

    Ja Sharra, so funktioniert das. Es gibt eben nicht den >>>Pinnnnnggggggg<<<<, und plötzlich ist sie da die Idee, mit allen Pläne und man muss es nur noch aufzeichnen. Die ganze Geschichte geht Schritt für Schritt. Bei jeder Entwicklungsstation gibt es konstruktive Varianten und Alternativen, und wenn du versuchst eine Idee von null bis hundert mit einem mal aufzuzeichen, dann kannst du dir sicher sein, da kommt nichts von Wert bei raus, weil dann kaum ein Sachverhalte richtig durchleuchtet ist und es von Unstimmigkeiten nur so wimmelt.

    Beim ersten Projektgespräch kommt es drauf an, dass du die wesentlichen und bestimmenden Größen in einer treffenden Gewichtung schnell erfasst und verarbeitest. Wenn du auf einer Vermutung aus dem Bauch pochst die du nicht recherchiert hast, so etwa wie dass die Bushöhe eine ganz entscheidende Rolle spiele, wobei Idee zu den tatsächlichen Notwendigkeiten geschweige denn zum Aussehen zu Grunde liegt, dann ist das Projekt ganz schnell gestorben. Basics sind Dinge wie Strombedarf über die Zeit, Energiemenge über die Zeit, Überblick über die Möglichkeiten der Anbringung der Radiatoren, feststellen dass die gesamte Kühlleistung niedriger sein muss als beim Zylindermotor kommt gut, oder dass die Solarzellen allein 15% der Strahlungsenergie davon abhalten sich in Wärme zu wandeln weil diese 15% ja zu Strom werden, die schon genannte vielleicht wirtschaftlichere Zusammenlegung des Kühl- und Klimakreislaufs, den eventuellen Einsatz einer Wärmepumpe nennen, das thermische Trennen der Photovoltaikebene von der Karosserie durch eine Dämmschicht, und was du nicht weist, da quetscht du dann aus dem Entwicklungsleiter der Stadtwerke, wenn du schon mal da bist, dafür ist das Treffen ja da und die Infos brauchst du auch, und jener ist auch froh was mitzuteilen.

    Wenn alles positiv läuft wird dir der Man dann sagen, dass du mal mit den Ausgetauschten Infos ein paar Ideen umsetzen könntest um sie ihm bei diesem jenem Termin zu präsentieren. Sodann beginnt für dich erst mal die Recherchearbeit. Pläne von Bussen, von speziell jenen Bussen, Pläne und Daten von Vibrations- und wärmeunempfindlichen Zellen, Befestigungssystemen, Dämmsystemen, Klimatechnik, Batteriekühltechnik, Wärmepumpen für Fahrzeuge, usw., und das ganze nicht mal um genau Zahlenwerte auszuspucken, nein, viel zu früh, erst mal ist das so wie Zielwasser trinken, dass du ein Gefühl oder ein Händchen für die Sache, für die Dimensionen bekommst, womit du dann deine ersten Entwürfe entwickelst.

    Da es aber nicht nur eine, sondern mehrere Ideen sind und auch sein müssen, mit denen man umgeht, entwirft man nicht in einer Linie, sondern schiebt eine ganze Breitseite vor sich her. Bei jedem Wegepunkt tun sich dann Möglichkeiten für neue Varianten oder auch Alternativen auf. Da muss man dann Entscheidungen treffen. In die Zukunft denken was der Weg mit den vielversprechendsten Ausgang wäre und sich einen aussuchen oder zwei, oder drei. Dann führt man eben drei Entwürfe nebeneinander und das ist auch sehr wichtig, dass man später mehrere Alternativen präsentieren kann für den weiteren Verlauf.

    Und genau deshalb habe ich auch "nur" einen Bunch von Ideen hinterlassen. Dass ist der Anfang, und erst über die Zeit "wachsen" da ein oder auch mehrere Busentwürfe daraus hervor. Und wenn dir jemand nach einer Stunde Forum was von dem voll funktionierendem fertigen Produkt erzählt, dann kannst du das getrost unter der Abteilung Verbalarchitektur abtun. Umgekehrt natürlich ebenso, wenn irgend jemand dazu neigt jedes Scheinproblem in den Mittelpunkt zu spielen. Was ich deshalb sagte war, dass die Basics in diesem Fall sehr vielversprechend sind und es nach einer wirklich spannende Aufgabe aussieht. Kommerzialisiert wurden schon ganz wesentlich enttäuschendere Ansätze. Aber das hier und jetzt ist eben auch nicht der Platz für ne volle Entwurfsarbeit :].

    Grüße noch :]



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.15 07:26 durch Ach.

  8. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 07:56

    >Grundsätzlich wäre das sicher machbar, erfordert m.E. aber dafür entwickeltes Fahrzeug. Umrüsten/aufrüsten dürfte hingegen nur bedingt machbar sein.

    Ja, so sehe ich das auch. Kritisch ist, dass die Klimaanlage umziehen muss, alles andere macht wenig Sinn und damit steigt dann die Planungsarbeit erheblich, ob jetzt Neuentwurf oder Umbau. Da ist es nicht schlecht erst mal mit dem Batteriesystem Erfahrung zu sammeln, und dann wenn man jenes ausgelotet hat, eine ergänzende Solarstromversorgung zu testen. Im Vergleich zu PKW ist das tolle bei Bussen, dass die Grundfläche quasi der Dachfläche entspricht, wenn man für die Klimaanlage eben ein neues Zuhause findet.

  9. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: zu Gast 05.07.15 - 09:07

    > -Zu hoch? Ist ja wohl ein Witz. Erdgasbusse, also die mit den
    > Druckbehältern auf den Dach, sind um mindestens einen halben Meter höher,
    > fahren aber so gut wie in allen schon mittelgroßen Städten, ergo: Problem
    > gelöst.

    Nein eben nicht. Die Überlegungen fangen zwar mit einem Für an, dann erfolgt aber erst einmal ein über Jahre hinweggehender Prozess um die Voraussetzungen dafür zu Schafen.
    Die Stadt Hanau, verwarf genau aus diesem Grunde vor rund 10 Jahren die Überlegungen, nicht nur weil alle Einfahrten zu niedrig waren, sondern auch der gesamte Betriebshof hätte umgebaut werden müssen.

    >
    > Notausstieg? Ein Ausschnitt für den Notausstieg oder einen Notausstieg mit
    > Solarzellen, ergo: Problem gelöst.
    Ergo? Die ist offenbar nicht bewusst, das Notaustiege auch Voraussetzungen erfüllen müssen. Ob Solarzellen dies erfüllen mal dahingestellt.


    > Kühlung der Zellen? Zellen werden nicht gekühlt, man nimmt die 2%
    > Wirkungsgradverlust in kauf, ergo: Problem gelöst,

    Wer redet von Kühlung der Zellen?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.15 09:14 durch zu Gast.

  10. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: zu Gast 05.07.15 - 09:10

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Werden die wirklich so exzessiv mitgenommen? Also dass mal einer fehlt,
    > klar, aber 80 pro Tag? :O

    Ja. Auch die Drahtseile helfen nicht wirklich. Jetzt klauen sie mit Halter oder trennen diese einfach durch.

  11. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: zu Gast 05.07.15 - 09:21

    Ach schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da wundert mich das aber schon ein bisschen, dass das Lösen des Hammers
    > keinen stillen Alarm auslöst beim Busfahrer. So schwer umzusetzen ist das
    > ja jetzt technisch nicht, im Prinzip nur ein durchtrenntes Kabel :].

    In Zeiten, in denen Busfahrer schon froh gesund in den Feierabend zu gehen ...was soll der Fahrer denn machen?

    Wir hatten seinerzeit regelmäßig Vorfälle, bei denen Fahrer ein Handvoll Münzen ins Gesicht geworfen bekamen oder mit Luftgewehre beschossen wurden.
    Das Thema Fahrerschutz ist ein sehr ernstes Thema, ich denke nicht das ein Alarm für den Fahrer dem entgegen kommt.

    Die ganzen Sachen wie Videoüberwachung, Notfallverriegelung , Notfallknopf etc. sind leider keine Präventivmaßnahmen.

    Im Sinne der Verkehrssicherheit ist man im übrigen auch dahin gelangt, dem Fahrer so wenig wie möglich "Input" zu geben.
    Die ersten Fahrerarbeitsplätze der Citaro-Serie waren ein reines Mäusekino.

  12. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: zu Gast 05.07.15 - 09:33

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar, man könnte bei Lösen des Hammers die Türen blockieren... Aber wofür
    > waren die Dinger gleich nochmal vorgesehen? ^^

    Ist gar nicht zulässig. Je nach dem um was für ein System es sich handelt, müssen sich die Türen auch "drucklos- widerstandslos" drücken lassen im Falle das jemand die Tür mit Kraft aufdrücken möchte und das Fahrzeug noch steht.
    Bei Druckluftsystemen befindet sich oben eine Notlösevorrichtung.
    Zudrücken darf sich eine Türe auch nur bedingt um zu verhindern das sich jemand einklemmt. (Türrevisierung). In Folge dessen schaltet sie Drucklos oder läuft zurück

    Auf gut deutsch, die Türe mag zwar schnell geschlossen sein, ist aber auch schnell wieder offen.

    Kleine Geschichte dazu am Rande. Bei den ersten Serien (Generation O305)
    der 70/80 schlugen die Türen, wenn man wieder Druck auf die Notöffnung gegeben hat ziemlich kräftig zu. Der Türzylinder wurde mit 6-8 Bar beaufschlagt. Das ging solange gut, bis bei den Mannheimer Verkehrsbetrieben einen Reinigungskraft fast geköpft wurde, als sie den Hebel betätigte und aussteigen wollte.

  13. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: plutoniumsulfat 05.07.15 - 10:44

    Wenn man den Wagen stilllegt, werden die Fahrgäste nach dem dritten mal selbst den Übeltäter rauspicken ;)

  14. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: holysmoke 05.07.15 - 11:43

    Die Solarzellen müssen ja nicht auf dem Busdach sein.

  15. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 12:05

    Ich fang mal anders herum an, ich wohl einfacher.

    >Wer redet von Kühlung der Zellen?

    Das hat jemand anderes behauptet, dass Photovoltaikzellen bei Hitze nicht mehr funktionieren würden :].

    >Ergo? Die ist offenbar nicht bewusst, das Notaustiege auch Voraussetzungen erfüllen müssen. Ob Solarzellen dies erfüllen mal dahingestellt.

    Das ist aber sehr pessimistisch. Warum vom Schlimmsten ausgehen und von vorne herein davon, dass man den Notausstieg nicht anpassen könnte? Die Ausstiegsfläche dürfte ja 0,25m²(0,5x0,5) nicht übersschreiten. 0,25m² weniger Sonnenfläche sind aus energetischer Sicht gut zu verkraften.

    Prinzipiell muss man von der Idee Abschied nehmen, die Solarzellen über oder zwischen den Klimaradiatoren zu platzieren. Der zu erwartende Energiebetrag scheint einfach zu stark eingeschränkt als dass sich der Konstruktive Spagat im Kampf um Fläche mit der Klimaanlage lohnen würde. Außerdem wäre es optisch nicht mehr vertretbar, wenn sich eine Solarzellenfläche auf einem Gestell noch über die Klimaradiatoren erheben würde, auch aus Reinigungssicht natürlich. Die Radiatoren brauchen also ein neues Zuhause. Natürlicher Weise bietet sich der ehemalige Motorraumbereich an. Ursprünglich ist der Diesel Motor eine sehr viel stärkere Abwärmequelle als die Klimaanlage, also steht dem Prinzip ja nichts im Weg? Zudem kommt heute die Wärmepumpentechnik mit in die Betrachtung. Die spart nochmals Energie und funktioniert im Winter als sparsame Heizung.

    Ein weiterer Punkt ist der der Dämmung. Da die Verbrennungsmotoren immer genug Abfallwärme produzieren und mehr als genug Energie zur Verfügung stellen zum klimatisieren, wurde dieser Punkt bisher immer stiefmütterlich behandelt. Mit Elektromotoren ändert sich das. Da gibt es inzwischen so elegant dünne Wärmedämmtechniken in der Architektur, und gerade weil auf diesen Faktor bisher nicht geachtet wurde, sollte das Einsparpotenzial gewaltig sein, sowohl im Winter wie im Sommer denn eine gute Dämmung hält auch die Wärme von Außen vom Innenraum fern(wie Kühlschrank). Zudem wirkt sich das Verhindern der Strahlungshitze von der Karroserie, bzw. die Vermeidung eines Barrakenklimas(bei dem sich Kondenswasser an den kühlen Scheiben oder auch Innenwänden bildet) sehr angenehm auf den Wohlfühlfaktor aus, wie in einer bequemen Wohnung.

    Aber dann ist da noch der konstruktive Punkt. Wandert die Klimatisierung weg vom Dach, und befinden sich oben nur die Zellen, thermisch getrennt auf einer Dämmschicht, dann kann das Dach nur niedriger sein als bei einem klimatisiertem Bus, womit sich von vorne herein alle Probleme mit der Gesamthöhe erledigt hätten.

    Am Ende das Tages ist das größte Hindernis wohl der Entwicklungsaufwand. Nicht dass es nicht machbar wäre, aber man betritt so ziemliches Neuland, und selbst in der Architektur entwickeln sich Dämmmethoden und Techniken gerade ständig weiter. Also bräuchte man Zeit. Diese Forschung mit der praktischen Forschung an den Induktionsbussen zu vermengen, dass fände ich um so gewagter je länger ich darüber nachdenke. Die Forschung um eine Solargestützte Klimatisierung dürfte da eher noch umfangreicher, länger und teurer werden. Aber das mittelfristige Potenzial erscheint mir einfach sehr gewaltig. Außerdem wäre das ein Gebiet, in dem man sich, relativ zu anderen stark beforschten Techniken, relativ günstig einen gewissen Know How Vorsprung schaffen kann, einfach weil das Gebiet noch nicht im Forschungsfokus steht. Da kann sich das durchaus auch wirtschaftlich bezahlt machen.

  16. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: plutoniumsulfat 05.07.15 - 12:07

    Beim Dämmen kann man aber auch nicht viel machen, denn der Bus besteht nun mal in großen Teilen aus Glas ;)

  17. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 12:13

    Ich finde auch, dem Busfahrer sollt man zumindest nicht die Möglichkeit vorenthalten selber einzugreifen. Selbst wenn der nur sehr sporadisch eingreift und wenn er über seinen Rückspiegel nicht gerade eine aggressive Schlägerbande ausmacht :], dann wird das noch besser sein als wenn er gar nicht reagiert, niemals, was dann nämlich wie absoluter Selbstbedienungsladen ist, wobei einige Granaten garantiert anfangen zu glauben, dass der Hammer zum Fahrpreis gehört :].

  18. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: Ach 05.07.15 - 12:29

    Oh man, da gibt es inzwischen so, ja man muss schon sagen, pervers gut Gläser, die dämmen teils besser als Hauswände, mit Edelgasen statt Luft gefüllt, usw. ich sag ja, in dem Bereich geht es richtig zur Sache in der Architektur. Zweifachverglasung sollte es aber schon sein, besser dreifach. Da die meisten Fenster im Bus nicht zu öffnen sind, fällt außerdem die Achillesferse jeder Verglasung weg, der (Verschluss-)Rahmen. Aber gerade auch die Karosserie ist ein Energiefresser par excellence, aus Metall, sozusagen eine einzige das gesamte Fahrzeug ummantelnde Wärmebrücke :]. Musst du einfach mal darüber nachdenken wie schnell das geht, wenn ein Auto im Winter auskühlt, und das dann mit einer modernen Wohnung vergleichen :].

  19. Re: Das Dach der Busse mit Solarzellen pflastern...

    Autor: zu Gast 05.07.15 - 12:34

    Also erstmal muss ich eingestehen, das mein Ansatz immer noch vom Verbrennungsmotor ausgeht. Das war natürlich falsch und auch mein Fehler.

    Klar da ist dann Raum. Problematisch sehe ich aber bei der Klima immer noch eine effektive Abluft der Wärmetauscher, so wenn diese im Motorraum untergebracht werden.
    Bei aktuellen Verbrennungsmotoren mussten wir jeden Monat den Kühler ausspülen. Der sitzt so ungünstig im Kasten das unheimlich viel Dreck die Lamellen verstopft . Ein Großteil entstammt der Straße eine weiterer Teil aus der Dämmung selber, weil diese anfängt zu bröseln.
    Lösbar, aber nicht ideal- kostet aktuell Mannstunden
    Die Platzierung müsste also so erfolgen, das ein möglichst sauberer Luftstrom ordentlich durchgesaugt werden kann.
    Bei einem E-Motor, kann man sicher auf die Bodenabkapslung verzichten, so das von unten einiges gehen könnte.

    Was auch etwas besser gelöst werden müsste ist der Wartungsaufwand der Klima. Mitunter steht ein Bus bis zu 1 1/2 Tage. Weil der Prozess Evakuierung, Trocknung und Neubefüllung sehr lange dauert.

  20. spezielle Art von Solarzellen erforderlich

    Autor: Anonymer Nutzer 05.07.15 - 13:12

    Für solche Anwendungsszenarien wären spezielle Solarzellen erforderlich
    (mit optischen Vorkehrungen/Linsen/Reflektoren).


    Derzeit wäre es wohl zuviel des Guten.
    Konzentration auf das Wesentlich ist momentan wichtiger.

    Und wichtig ist vor allem ein Elektro-Bus Konzept zu entwickeln
    welches geeignet ist in den regulären Betrieb überführt werden zu können.
    Und als Kopiervorlage für andere Städte und Gemeinden dienen kann.


    Das Thema der Nutzbarmachung von Solar-Energie
    bei Bussen / Bahnen / Nutzfahrzeugen an sich ist interessant
    und wäre in einem separaten Forschungsprojekt gut aufgehoben.

    ich denke dass es da viele Ansätze gäbe
    dieses Thema auszuforschen und auszutesten,
    inklusive Spezial-Anstriche/Lacke.

    Momentan ist es besser diese beiden Themen forschungsmäßig seperat zu fahren.


    Zu einem späterem Zeitpunkt,
    wenn man auf ausreichend Erfahrung, Know-how
    und praktisch einsetzbare Technologien verfügt
    kann man die Nutzung von Solarenergie
    dann auch bei Elektrobussen zusätzlich mit einführen.
    Als Sahnehäubchen sozusagen.


    Der größte gesellschaftliche Gewinn liegt derzeit darin
    es überhaupt zu schaffen Elektro-Busse auf breiter Ebene
    in den Linienbetrieb zu überführen.

    Das an sich wäre ein gigantischer Fortschritt den ich sehr begrüßen würde.

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