1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bombardier Primove: Eine E…

Schrecklich

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Schrecklich

    Autor: HansiHinterseher 03.07.15 - 16:46

    Der Bericht liest sich echt schrecklich. Also nicht formuliert, aber die Fakten lassen einen echt zweifeln ob das Ganze überhaupt von Erfolg gekrönt ist.

    Ich habe sicherlich nichts gegen Fortschritt... aber diese Experimente sind nicht mehr als eben Experimente. Egal wie ruckfrei oder abgasfrei sowas ist, die Effizienz ist der Horror! Das ist bei E-Autos so, und warum sollte es bei Bussen besser sein?

    Kann man eigentlich Akkus recyceln? Ich weiß ehrlich nicht. Aber selbst wenn, ist das trotzdem bestimmt mit Chemie verbunden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.07.15 16:47 durch HansiHinterseher.

  2. Re: Schrecklich

    Autor: xUser 03.07.15 - 17:05

    HansiHinterseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann man eigentlich Akkus recyceln? Ich weiß ehrlich nicht. Aber selbst
    > wenn, ist das trotzdem bestimmt mit Chemie verbunden.

    Akkus lassen sich wunderbar recyceln. Und ja, dafür braucht man auch Chemie, oder wie atmen Sie?

  3. Re: Schrecklich

    Autor: Anonymer Nutzer 04.07.15 - 15:33

    > Ich habe sicherlich nichts gegen Fortschritt... aber

    Das "aber" impliziert jedoch das Gegenteil.

    Vgl. Aussagen wie "ich habe ja nichts gegen Ausländer ABER..."

  4. Re: Schrecklich

    Autor: der_wahre_hannes 04.07.15 - 23:40

    HansiHinterseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe sicherlich nichts gegen Fortschritt... aber diese Experimente sind
    > nicht mehr als eben Experimente.

    Und wie stellst du dir Fortschritt völlig ohne Experimente vor?

  5. Re: Schrecklich

    Autor: gollumm 05.07.15 - 10:12

    Kannst Du mal vorrechnen, warum Du die Effizienz so schrecklich findest?

  6. Re: Schrecklich

    Autor: forenuser 06.07.15 - 08:21

    Diese Frage sollten sich alle jene stellen, die sich gegen Veränderungen sträuben und vor allem den Status Quo erhalten wollen.

    Denn auch dieser wurde durch erfolgreiche und erfolglose Versuchen (Forschung) hergestellt und ist nicht vom Baum gefallen.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  7. Re: Schrecklich

    Autor: the_wayne 06.07.15 - 09:46

    Die Effizienz eines Elektromotors ist sehr viel besser als die eines Verbrennungsmotors.

    Was verbesserungswürdig ist, ist die Energieerzeugung und die Akkus (Ladezyklen, Ladedauer, Kapazitäten, Alterung, Kosten). Aber genau dafür braucht es dann Vorreiter, Forscher und Experimente.

  8. Re: Schrecklich

    Autor: HansiHinterseher 06.07.15 - 11:11

    Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, das die Effizienz unterirdisch ist.

    Der E-Bus ist schwerer als ein vollgetankter D-Bus und hat trotzdem weniger reichweite? DAS ist nicht effizient! Oder warum wird der Fuhrpark nicht ersetzt?

    Das gilt auch für E-Autos.


    Ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber man muss den richtigen Weg finden. Und Strom ist der falsche Weg. Das wissen auch die Autohersteller. Sonst wären die E-Autos/E-Busse schon viel weiter.
    Die Hersteller dieser nehmen aber gerne die Subventionen für Forschung und Verkauf mit. Und es ist auch für das Image der Marken gut. Mehr aber nicht. Wir Kunden werden davon gar nichts haben, außer Kosten für die Autos und Busse und Stress eine Steckdose zu suchen.

    Niemand will jede 30 Minuten zur "E-Tanke" fahren und Stunden warten bis der Akku voll ist. Das ist schlimmer als bei Benzin/Diesel, wo in max. 5 Minuten der Tank voll ist für mehrere hunderte Kilometer. Da kann ein Akku nicht mithalten.

    Die Zukunft dürfte eher im Wasserstoff-Antrieb stecken! Da braucht man keine schweren Akkus und auch keinen zweiten Motor (E-Motor). BMW hatte einen 7er auf der Straße fahren, wo man während der Fahrt zwischen Benzin und Wasserstoff umschalten konnte. Es gibt genug Videos bei Youtube dazu.

    Da dauert das Tanken nicht länger als bei Benzin/Diesel. Und gefährlicher ist es nicht, das redet einem nur die Stromlobby ein.

    Toyota hat letztes Jahr ebenfalls einen Wasserstoff-Wagen in den Verkauf gebracht und er verkauft sich dort wie geschnitten Brot. Zumindest im Verhältnis zu E-Autos. Warum? Weil die Reichweite einfach viel besser ist als der E-Unsinn. Das hat auch Toyota als Hybrid-Voreiter erkannt.

    BMW wird offiziell verkünden, das sie ebenfalls die letzten Jahre am Wasserstoff-Auto weiter gearbeitet haben und der 7er BMW nicht das Ende war. Der i3 und i8 sind nur ein Image-Gewinn, nicht die Zukunft.

    Aber die Lobby für Wasserstoff ist nicht groß genug. Die Energiekonzerne sind größer und wollen Strom verkaufen. Und es hängt ein Rattenschwanz an Interessenten daran.

    Ja, ich bin für Fortschritt, aber nicht mit Strom. E-Antrieb ist eine Sackgasse.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.15 11:20 durch HansiHinterseher.

  9. Re: Schrecklich

    Autor: plutoniumsulfat 06.07.15 - 11:19

    Nur dass die Wassersroffproduktion nicht gerade billig ist.

  10. Re: Schrecklich

    Autor: xUser 06.07.15 - 11:25

    HansiHinterseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, das die
    > Effizienz unterirdisch ist.
    >
    > Der E-Bus ist schwerer als ein vollgetankter D-Bus und hat trotzdem weniger
    > reichweite? DAS ist nicht effizient! Oder warum wird der Fuhrpark nicht
    > ersetzt?

    Interessantes Maß für Effizienz. Raketenwissenschaftler betrachten Effizienz etwas anders ;)

    > Das gilt auch für E-Autos.

    Nö.

    >
    > Ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber man muss den richtigen Weg finden.
    > Und Strom ist der falsche Weg. Das wissen auch die Autohersteller. Sonst
    > wären die E-Autos/E-Busse schon viel weiter.
    > Die Hersteller dieser nehmen aber gerne die Subventionen für Forschung und
    > Verkauf mit. Und es ist auch für das Image der Marken gut. Mehr aber nicht.
    > Wir Kunden werden davon gar nichts haben, außer Kosten für die Autos und
    > Busse und Stress eine Steckdose zu suchen.

    Für Mietskasernenbewohner sicher nicht, wer aber sein Eigenheim im Speckgürtel oder gar im nächsten Dorf, mit einem Parkplatz samt Steckdose und ggf. Solarzellen hat, der ist mit 100-150 km Reichweite wunderbar bedient.
    Insbesondere wenn die Umweltzonen für die Innenstätte nur noch elektrischen Verkehr erlauben.
    Mietskasernenbewohner nutzen sowieso vermehrt Car-Sharing. Sobald die Autos auch selbst fahren, wird der Spaß auch deutlich billiger als normale Autos.
    Und Elektro-Autos sind dank Wartungsfreiheit viel geeigneter für den automatischen Taxibetrieb als Benzinautos.

    > Die Zukunft dürfte eher im Wasserstoff-Antrieb stecken! Da braucht man
    > keine schweren Akkus und auch keinen zweiten Motor (E-Motor). BMW hatte
    > einen 7er auf der Straße fahren, wo man während der Fahrt zwischen Benzin
    > und Wasserstoff umschalten konnte. Es gibt genug Videos bei Youtube dazu.

    Super, noch mehr Hybride ... das Schlechte von zwei Welten.
    Wasserstoffautos sind viel zu unhandlich und zu gefährlich. Dazu kommt das zusätzliche Gewicht durch die nötige Abschirmung den dem großen Katalysator.

    Darüber hinaus wird Wasserstoff auch als Erdöl gewonnen. Du denkst doch nicht etwas der wird mittels Elektrolyse erzeugt?!?

    > Toyota hat letztes Jahr ebenfalls einen Wasserstoff-Wagen in den Verkauf
    > gebracht und er verkauft sich dort wie geschnitten Brot. Zumindest im
    > Verhältnis zu E-Autos. Warum? Weil die Reichweite einfach viel besser ist
    > als der E-Unsinn.

    Die Reichweite ist bei 99% der Fahrten ziemlich egal, weil nicht mehr als 50 km gefahren wird.

    > Aber die Lobby für Wasserstoff ist nicht vorhanden. Die Energiekonzerne
    > wollen Strom verkaufen. Und es hängt ein Rattenschwanz an Interessenten
    > daran.

    Der Strom für Elektroautos wird größtenteils aus der Solarproduktion kommen.

    > Ja, ich bin für Fortschritt, aber nicht mit Strom. E-Antrieb ist eine
    > Sackgasse.

    Nein, sondern aus pragmatischen Gründen die Zukunft.

  11. Re: Schrecklich

    Autor: gollumm 06.07.15 - 11:26

    HansiHinterseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, das die
    > Effizienz unterirdisch ist.
    >
    > Der E-Bus ist schwerer als ein vollgetankter D-Bus und hat trotzdem weniger
    > reichweite?

    Was hat die Reichweite mit der Effizienz zu tun? Die Reichweite ist ein Feature, das man bei einem Stadtbus eben nicht zwangsweise braucht - deswegen werden dort ja auch diese Alternativen getestet. Du hast recht - man muss kein Raketenwwissenschaftler sein, aber man sollte keine Begriffe verwenden, die man nicht versteht.

    > DAS ist nicht effizient! Oder warum wird der Fuhrpark nicht
    > ersetzt?

    Weil es ein Test ist? Man sollte vielleicht erst mal einen Artikel lesen, bevor man sich dazu äussert - hat auch wieder nix mit Raketenwissenschaft zu tun.

    > Ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber man muss den richtigen Weg finden.
    > Und Strom ist der falsche Weg. Das wissen auch die Autohersteller. Sonst
    > wären die E-Autos/E-Busse schon viel weiter.

    Offensichtlich sieht man bei den Stadtbussen sehr wohl eine Möglichkeit diese einzusetzen, sonst würde man es nicht auf der ganzen Welt erproben.

    > Die Hersteller dieser nehmen aber gerne die Subventionen für Forschung und
    > Verkauf mit. Und es ist auch für das Image der Marken gut.

    Klar, Bombardier verkauft ganz viel mehr Züge und Trambahnen, weil sie wegen den E-Bus-Tests so ein gutes Image bekommen!

    > Mehr aber nicht.
    > Wir Kunden werden davon gar nichts haben, außer Kosten für die Autos und
    > Busse und Stress eine Steckdose zu suchen.

    Welche Steckdose muss ich bei einem Induktionsgeladenen Stadbus suchen, zumal ich nur Kunde und nicht Busfahrer bin?

    > Die Zukunft dürfte eher im Wasserstoff-Antrieb stecken! Da braucht man
    > keine schweren Akkus und auch keinen zweiten Motor (E-Motor). BMW hatte
    > einen 7er auf der Straße fahren, wo man während der Fahrt zwischen Benzin
    > und Wasserstoff umschalten konnte. Es gibt genug Videos bei Youtube dazu.

    Und warum hat BMW dann diese Forschung vor Jahren eingestellt?

    > Toyota hat letztes Jahr ebenfalls einen Wasserstoff-Wagen in den Verkauf
    > gebracht und er verkauft sich dort wie geschnitten Brot. Zumindest im
    > Verhältnis zu E-Autos. Warum? Weil die Reichweite einfach viel besser ist
    > als der E-Unsinn.

    Wohl eher im Vergleich zu den mikrigen Produktionszahlen. Ausserdem ist der Toyota ein Brennstoffzellenauto mit einem E-Motor. Dagegen habe ich auch nix gesagt, aber bei einem Linienbus ist so eine Technik recht sinnlos, weil es eben nicht auf Reichweite ankomomt - und hier geht es nun mal um städtische Linienbusse mit überschaubaren Strecken.

    > Aber die Lobby für Wasserstoff ist nicht vorhanden. Die Energiekonzerne
    > wollen Strom verkaufen. Und es hängt ein Rattenschwanz an Interessenten
    > daran.

    Dann bau doch einfach ein Wasserstofftankstellennetz auf. Muss ja eine Goldgrube sein und Investoren finden bei so einer sicheren Sache sollte keine Schwierigkeit sein.

    > Ja, ich bin für Fortschritt, aber nicht mit Strom. E-Antrieb ist eine
    > Sackgasse.

    Und warum erwähnst Du dann den Toyota? Offensichtlich weisst Du nicht mal was eine Brennstoffzelle ist - ein wenig Rocket-Science würde Dir vielleicht nicht schaden.

  12. Re: Schrecklich

    Autor: HansiHinterseher 06.07.15 - 11:32

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur dass die Wassersroffproduktion nicht gerade billig ist.

    Richtig, das Problem ist noch, das die Elektrolyse nicht in industriellen Ausmaß vorhanden sind. Hier gibt es natürlich die gleichen Regeln wie bei allen Produkten: um so mehr hergestellt wird, um so billiger wird es. Das ist noch ein Punkt der fehlt.

    Aber für den Kunden sind doch folgende Punkt wichtig:

    1. Tanken muss schnell und überall gehen.
    2. Tank muss lange Strecken halten.
    3. Energie muss billig sein.

    und E-Antriebe können diese Punkte nicht erfüllen.

    Die Kunden, bis auf ein paar grüne Überzeugungstäter, interessiert doch der Umweltaspekt nicht, wenn die obigen drei Punkte nicht erfüllt werden. Deshalb kauft keiner E-Autos und die Stadtwerke kaufen keine E-Busse.

    Wasserstoff erfüllt immerhin den Punkt "schnell tanken" und "lange Strecken halten".
    Es fehlt noch der industrielle Aspekt damit es billig wird und an jeder konventionellen Tanksteller verfügbar sein kann.

    Aber so lange das nicht alles erfüllt ist, werden Benzin/Diesel-Fahrzeuge weiterhin die Nummer 1 bleiben. Egal ob da hinten schädliche Abgase raus kommen.

  13. Re: Schrecklich

    Autor: HansiHinterseher 06.07.15 - 11:36

    Ja, E-Autos sind anscheinend nicht die Zukunft:

    http://www.n-tv.de/auto/BMW-stellt-Brennstoffzellen-Antrieb-vor-article15424091.html

  14. Re: Schrecklich

    Autor: gollumm 06.07.15 - 11:38

    HansiHinterseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, E-Autos sind anscheinend nicht die Zukunft:
    >
    > www.n-tv.de

    Wieviel Ahnungslosigkeit willst Du hier noch an den Tag legen? Das IST ein E-Auto, dass seine (kleineren) Pufferakkus über eine Brennstoffzelle läd!

  15. Re: Schrecklich

    Autor: plutoniumsulfat 06.07.15 - 12:11

    Und Akkus werden nicht besser? Stimmt, wenn man nicht daran forscht. Ist ja ne Sackgasse oder wie?

    Tanken muss nicht schnell und überall gehen. Wenn es ein Ladekonzept gibt, was nicht nur Eigenheimbesitzer abdeckt, dann kann man bequem über Nacht laden und hat am Tag darauf eine für den normalen Arbeitsalltag ausreichende Reichweite. Das gilt zwar nicht für die ganzen Leute, die von Beruf wegen den ganzen Tag im Auto verbringen, aber sind wir mal ehrlich, ein Großteil sitzt im Büro. Die brauchen vielleicht wenige Male im Jahr etwas mehr Reichweite, da kann es auch ein Mietwagen tun. Dessen Preis wird sich auch noch ändern, sollte sich das ganze Thema E-Mobilität durchgesetzt haben.

    Und Energie aus Wasserstoff ist sicher alles andere als günstig. Selbst im industriellen Maßstab dauert das noch ne Weile. Denn auch der Strompreis bleibt nicht stehen, auch der wird sich bei der E-Mobilität ändern.

  16. Re: Schrecklich

    Autor: as (Golem.de) 06.07.15 - 12:18

    Hallo,

    HansiHinterseher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der E-Bus ist schwerer als ein vollgetankter D-Bus und hat trotzdem weniger
    > reichweite? DAS ist nicht effizient! Oder warum wird der Fuhrpark nicht
    > ersetzt?

    Damit könnte man auch Eisenbahnen als Ineffizient einstufen. Der E-Antrieb kommt ohne Leitung auch nicht weit. Auch wenn eine E-Lok minimale Reserve hat, um etwa den Pantographen hochzufahren.

    Und der E-Bus ist nichtt unbedingt schwerer als ein Dieselbus. Die 60-KWh-Variante ist leichter, ein O-Bus ist auch leichter.

    Dazu müssen andere Effizienzen berücksichtigt werden. Der Diesel muss irgendwie gefiltert werden, die Teile getauscht werden, der Motor gewartet werden.

    Beim E-Motor wird traditionell sehr wenig getauscht. Es gibt also das Potenzial einer geringeren TCO, um mal im IT-Bereich zu bleiben.

    Es gibt auch einen Grund, warum einige Dieselloks _dieselelektrisch_ fahren. Das tun die nicht, weil der E-Antrieb so ineffizient ist. Die stärksten Loks gehören zu den E-Dieseln.

    Natürlich ist E-Antrieb bei rollendem Verkehr, sei es auf der Schiene oder der Straße, nicht das einzige Mittel. Manchmal gehts aber auch nicht anders.

    > Das gilt auch für E-Autos.

    Für Dieselautos braucht es in Tunneln Belüftungen, die könnte man in Zukunft kleiner ausbauen oder einsparen. Im Eisenbahnverkehr sind viele Tunnelstrecken schon für Dieselzüge im Plandienst tabu, auch weil die Fahrgäste das nicht so lustig finden. Möglich ist es natürlich trotzdem. Denn: Es braucht Dieselloks für Stromausfälle.

    > Ich bin nicht gegen Fortschritt. Aber man muss den richtigen Weg finden.
    > Und Strom ist der falsche Weg. Das wissen auch die Autohersteller. Sonst
    > wären die E-Autos/E-Busse schon viel weiter.

    Es gibt weltweit noch viele E-Bus-Betriebe mit Oberleitungen. Mit einem Akkupack dazu spart man aber teils Infrastrukturkosten und gewinnt Flexibilität. E-Busse sind ein bewährtes Verkehrskonzept, genauso wie Straßenbahnen, die elektrisch fahren.

    Auch in der Eisenbahn überlegt man immer wieder Akkus mitfahren zu lassen, als Reserve, wenn man aus irgendeinem Grund keine Stromschiene oder Oberleitung nutzen kann.

    > Die Hersteller dieser nehmen aber gerne die Subventionen für Forschung und
    > Verkauf mit. Und es ist auch für das Image der Marken gut. Mehr aber nicht.

    Entsprechende Forschung gibt es aber in vielen Bereichen. Forschung kostet nun einmal Geld. Airbus forscht zum Beispiel zum elektrischen Fliegen sehr viel. Und die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus.

    Und einen Akku rumfliegen zu lassen ist noch mal ein ganz anderes Problem, als ihn vergleichsweise effizient auf der Straße oder Schiene rollen zu lassen.

    > Wir Kunden werden davon gar nichts haben, außer Kosten für die Autos und
    > Busse und Stress eine Steckdose zu suchen.

    > Niemand will jede 30 Minuten zur "E-Tanke" fahren und Stunden warten bis
    > der Akku voll ist.

    Der Ladevorgang dauert für 18 KWh 4 bis 7 Minuten. Die genaue Zahl ist noch herauszufinden, da der "Verbrauch" noch nicht klar ist. Das mit den Stundenlangem Warten ist schon seit mehreren Jahren nicht mehr aktueller Stand der Forschung.

    > Das ist schlimmer als bei Benzin/Diesel, wo in max. 5
    > Minuten der Tank voll ist für mehrere hunderte Kilometer. Da kann ein Akku
    > nicht mithalten.

    Richtig, deswegen gibt es im E-Verkehr bisher Oberleitungen oder Third-Rail-Systeme. Doch davon will man zum Teil wegkommen oder zumindest unabhängiger werden. Besagte Akkusysteme sind grob gesehen nichts anderes als solche Systeme. Natürlich kann man alle Eisenbahnen mit Diesel (also mechanisch, nicht dieselelektrisch) fahren lassen. E-Loks und Diesel-E-Loks haben sich aber in den letzten Jahrzehnten als Alternative nicht nur bewährt. Sie sind sogar überwiegend im Einsatz. Und das trotz der extrem hohen Infrastrukturkosten.

    > Die Zukunft dürfte eher im Wasserstoff-Antrieb stecken! Da braucht man
    > keine schweren Akkus und auch keinen zweiten Motor (E-Motor). BMW hatte
    > einen 7er auf der Straße fahren, wo man während der Fahrt zwischen Benzin
    > und Wasserstoff umschalten konnte. Es gibt genug Videos bei Youtube dazu.

    Auch da wird geforscht. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass die Zukunft nur im Wasserstoff liegt. Auch heute hat der Benziner den Diesel nicht abgelöst. Beide haben ihre Berechtigung.

    Übrigens wiegt auch ein Wasserstoffantrieb etwas. Wasserstoffbusse hatte die BVG vor Jahren ebenfalls. Es gab ziemlich viele davon in Berlin. 2004 bis 2009 wurde geforscht. Sie waren aber zu teuer und fielen ständig aus. Für die Fahrgäste ein unangenehmes Erlebnis. Für die BVG ein teures Ergebnis. Trotzdem wurde wichtige Forschung betrieben, trotz aller Skepsis. Und es war deutlich teurer:

    14 Busse hatte die BVG. Zusätzlich gab's einen Privatunternehmer, der solche Busse für die BVG kaufte und für die BVG betrieb. Man ist also mit viel Mut in das Thema eingestiegen. Nur irgendwann wurde es zu teuer.

    Bis die ersten Tankstellen Wasserstoff anboten dauerte es zudem sehr lange. Nahe Berlin Südkreuz ist eine Wasserstofftankstelle von Shell. Keine günstige Angelegenheit, weil mit zusätzlichen Sicherheitsmechanismen versehen. Die gibts seit 2011. Davor gab es ebenfalls einige, die allerdings wieder geschlossen wurden.

    Der Berliner muss übrigens sehr weit fahren, um Wasserstoff nachzutanken. Also das Gegenargument kontra E-Mobilität gilt hier auch.

    Ich würde sagen im Busbereich hat man viel gelernt. Kommerziell würde ich noch ein paar Jahre warten, bevor ich wieder Wasserstoffbusse einsetze. In Zukunft fährt man aber vielleicht nicht nur mit Diesel, sondern auch mit Hybrid-Lösungen, mit Wasserstoff, Gas oder eben Elektrik durch die Straßen.

    Es ist immer so, dass unterschiedliche Städte bedarfsgerecht den jeweiligen Antriebstyp und die Versorgung des Antriebs aussuchen. Die BVG hat damals mit MAN wichtige Forschungsergebnisse geliefert.

    > Da dauert das Tanken nicht länger als bei Benzin/Diesel. Und gefährlicher
    > ist es nicht, das redet einem nur die Stromlobby ein.

    Jede der Techniken ist ohne Sicherheitsmaßnahmen nicht ungefährlich. Es gibt aber ausreichende Sicherheitsmaßnahmen für alle Systeme. Wobei auch hier gilt: Ohne Forschung und zwangsläufige (hoffentlich nur simulierte) Unfälle, kann man nichts rausfinden.

    gruß

    -Andy (Golem.de)

    > Toyota hat letztes Jahr ebenfalls einen Wasserstoff-Wagen in den Verkauf
    > gebracht und er verkauft sich dort wie geschnitten Brot. Zumindest im
    > Verhältnis zu E-Autos. Warum? Weil die Reichweite einfach viel besser ist
    > als der E-Unsinn. Das hat auch Toyota als Hybrid-Voreiter erkannt.
    >
    > BMW wird offiziell verkünden, das sie ebenfalls die letzten Jahre am
    > Wasserstoff-Auto weiter gearbeitet haben und der 7er BMW nicht das Ende
    > war. Der i3 und i8 sind nur ein Image-Gewinn, nicht die Zukunft.
    >
    > Aber die Lobby für Wasserstoff ist nicht groß genug. Die Energiekonzerne
    > sind größer und wollen Strom verkaufen. Und es hängt ein Rattenschwanz an
    > Interessenten daran.
    >
    > Ja, ich bin für Fortschritt, aber nicht mit Strom. E-Antrieb ist eine
    > Sackgasse.

    --
    Okuna alias Openbook: @marble
    Instagram: @aroundthebluemarble
    Twitter: @AndreasSebayang
    ( Vorsicht, Bahn- und Flugzeugbilder ;) )

    https://www.golem.de/specials/autor-andreas-sebayang/

  17. Re: Schrecklich

    Autor: Ach 06.07.15 - 15:47

    >Man muss kein Raketenwissenschaftler sein, um zu erkennen, das die Effizienz unterirdisch ist.

    "Raketenwissenschaftler" ist etwas hoch gegriffen, aber in Abwesenheit der Fähigkeit einen Dreisatz anwenden zu können, disqualifiziert man sich eben trotzdem als "nicht Glaubwürdig", da hat der Vorredner schon und 100% recht.

    Mathematik
    Die Effizienz eines Autos beschreibt die Energiemenge eines gegebenen Treibstoffs bzw. einer Ladung, die auf ihrem Weg durch den Antriebsstrang bis zur Antriebsachse nicht in Reibung oder Wärme verloren geht oder unvollständig verbrannt aus dem Auspuff entweichet. Der Wirkungsgrad ist bei einem Elektrowagen ca. 85%, bei einem Diesel im aller besten Fall 20% und einem Benziner 15%(alles Durchschnittsverbräuche).

    Aus Sicht der gesamten Treibstoffkette(Brennstoffgewinnung, -Umwandlung und -Transport), erreichen Elektrowagen 30 bis 35% (Erneuerbare nicht eingerechnet) Diesel im besten Fall 15% und Benziner 12%.

    Wenn du diese Werte in Frage stellen willst, dann bitte mit Zahlen, dann bitte mit einer klar nachvollziehbaren Gegenrechnung. Mit Lyrik lassen sich eben keine Physikalischen Prozentualitäten ausdrücken, da kann die Forumspost noch so lang sein, und dass das Thema ein streng physikalisch determiniertes ist, dass sollte sich inzwischen bis zum kleinsten Stammtisch herumgesprochen haben. Wenn du aber auch nach intensiver Mühe nicht mit dem Dreisatzprinzip klar kommst, dann verbleibt dir noch die eine Möglichkeit eines eindeutigen physikalischen Arguments.

    Was nicht dazu zählt sind Aussagen wie:
    >Der E-Bus ist schwerer als ein vollgetankter D-Bus und hat trotzdem weniger reichweite? DAS ist nicht effizient! Oder warum wird der Fuhrpark nicht ersetzt?
    Warum? Weil diese Annahme nicht zutrifft und sich einfach widerlegen lässt. Allein schon das elektrische Rekupierieren dreht das Argument auf den Kopf. Ein eindeutiges Argument dagegen wäre zum Beispiel das, dass die Schwerkraft unserer Erde einen Körper immer zum Erdmittelpunkt zieht. In unserem Fall kannst du dir z.B. folgende eindeutige Aussage merken:

    Am Ende der Mathematik kristallisiert sich eben die Erkenntnis heraus, dass Strom das einzigste uns bekannte Energiemedium ist, in das so gut wie jede Energiequelle überführt werden kann, ob Kohlenwasserstoffe oder Enerneuerbare, Strom und nur Strom!

    Die Info ist safe, die könntest du also gleich deinem Stammtisch weiterreichen. Und, ich weis es ja nicht aber die Welt ist klein, falls du dort Jo-1 antriffst, dann weihe denn doch bitte ebenso in die Erkenntnis ein, und bring im liebe Grüße mit :].



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.07.15 15:50 durch Ach.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main
  2. STRABAG PROPERTY & FACILITY SERVICES GMBH, Köln / Münster
  3. ITSCare ? IT-Services für den Gesundheitsmarkt GbR, Frankfurt am Main
  4. Technische Universität Darmstadt, Darmstadt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Ryzen 7 5800X 469€)
  3. (u. a. Gigabyte Radeon RX 6800 Gaming OC 16G für 878,87€)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de