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Dem würde ich nicht widersprechen

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  1. Dem würde ich nicht widersprechen

    Autor: aLpenbog 03.12.18 - 10:49

    Ich mein mal ehrlich, klar arbeitet man danach nicht in einen hochspezialisierten Bereich. Das tut man aber i.d.R. auch nicht direkt nach Studium oder Ausbildung, da wächst mal rein.

    Ansonsten machen wir es uns doch mit all den verschiedenen Sprachen, Libraries und Frameworks teilweise schwerer, als es eigentlich ist. Klar logisches Verständnis muss vorher da sein und einen Computer muss man auch bedienen können.

    Im Anschluss dann aber quasi in Vollzeit drei Monate lassen sich doch sicherlich alle Sachen vermitteln die man für die praktische Arbeit brauch. Klar dann ist man um es direkt zu sagen ein "Fachidiot". Hier ist aber auch die Rede von Programmierer in drei Monaten. Die gängigen Ausbildungen und Studiengänge haben da noch viel Theorie und Konzepte, die vermittelt werden, im Studium vor allem noch Mathematik, in der Ausbildung ggf. noch ein größerer Block über Netzwerke und co.

    Ein "Programmierer" ist für mich aber im ganz Groben jemand der Variablen, Schleifen, Verzweigungen, Arrays, Funktionen und OOP versteht. Fast alles darüber hinaus und teilweise auch Sachen davon sind Spezifika der jeweiligen Sprache oder Anwendung. Das heißt natürlich nicht, dass die Reise am Ende so eines Bootcamps vorbei ist.

    Wenn das alles aber vernünftig aufgebaut ist und über Preis und Bereitschaft der Leute und ggf. der Gruppengröße schon so weit optimiert, dass man nicht so ein großes Gefälle hat wie z.B. in der Berufsschule oder im Studium, dann glaube ich schon, dass der Programmieranteil, den man sonst in einer Ausbildung vermittelt bekommt sich in so einen Bootcamp durchboxen lässt.

    Trotzdem sind die Leute danach aber natürlich ganz am Anfang ihrer Reise. Für viele Tätigkeiten reichen die Kenntnisse dann schon. Wer mehr will und mehr brauch, der muss sich eben mehr aneignen. Das ist mit einem Studium oder eine Ausbildung nicht anders. Ich habe so gut wie nix von dem, was ich heute täglich mache während meiner Ausbildung gelernt, vieles ließ sich übertragen, einiges war komplett Neu und es kommt auch regelmäßig komplett Neues dazu.

    Abgesehen davon gerade die Motivation und Fähigkeit selbstständig zu lernen ist am Ende eh das Wichtigste. Ich habe durchaus auch Kollegen oder Mitarbeiter von Kunden oder Fremd-/Partnerfirmen erlebt, die auf dem Papier eine Menge auf dem Kasten haben, in der Praxis aber schlicht unbrauchbar sind, genauso anders herum. Das ist nicht die Regel aber durchaus häufig der Fall.

    Oft denke ich ist auch das Studium die falsche Vorbildung für eine praktische Tätigkeit im Anschluss. Trotzdem wird es von den Unternehmen lieber gesehen und der Arbeitnehmer erreicht dadurch ein höheres Einstiegsgehalt. Für den reinen Entwickler wäre die Ausbildung in vielen Fällen trotzdem die bessere Vorbereitung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.12.18 10:57 durch aLpenbog.

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