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die urböse Quelle schlechter Software

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  1. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: aLpenbog 03.12.18 - 18:54

    sg-1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meine Meinung: NEIN, es ist unmöglich, sich notwendiges Wissen anzueignen,
    > um qualitative Software zu generieren.

    Was ist daran denn so mystisch, dass ein bestimmter von Gott erleuchteter Softwareprophet dieses Wissen vermitteln könnte, es Bücher, Kurse, Weiterbildungen und die Praxis aber nicht könnten? Ich mein ich kann mir heutzutage Teilweise Inhalte der Top Universitäten dieser Welt kostenlos im Netz anschauen und lerne auch heute noch täglich etwas zu Themen die man mir damals schlicht nicht vermittelt hat, die damals noch keine Relevanz hatten oder noch gar nicht existierten.

    Auch gibt es genug Leute mit Studium die in der Praxis schlicht nicht zu gebrauchen sind, weil ihnen schlicht Berufserfahrung bzw. die Praxis fehlt. Ich habe durchaus schon Leute mit einem Master gesehen, die kaum den PC bedienen können. Die wissen zwar theoretisch wie der funktioniert, das wars dann aber auch. Das ist natürlich nicht die Regel aber das gibt es genauso wie die andere Seite.

    Daneben muss man den Großteil einfach in der Praxis lernen. Weder in der Ausbildung noch im Studium wird doch wirklich viel Wert auf die Sachen gelegt, die am Ende in der Praxis wichtig sind. Und davon ab gibt es natürlich die bereits vorhanden Abläufe in den Firmen, die man nicht umkippen kann, weil man selbst das anders erklärt bekommen hat. Das läuft da so seit 20-30 Jahren und da hat man sich zu fügen, auch wenn man es theoretisch besser weiß, ist wohl ein System besser, an das sich alle halten als totale Anarchie und das jeder macht, was er für richtig hält.

  2. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: gfa-g 04.12.18 - 05:59

    > Heißt das jetzt, dass du dir auch niemals das Wissen aneignen konntest, um
    > qualitativ Software zu entwickeln?
    Ich schätze er meinte nach dem Bootcamp hat man nicht die notwendigen Voraussetzungen um der Rest zu lernen. Dem stimme ich voll zu.
    Es braucht zumindest gute Lehrbücher, mit denen man eigenständig lernt.
    Im Prinzip ist man dann aber auch nicht weiter als am Anfang vom Studium.
    Viele Studenten haben schon vor dem Studium programmiert, trotzdem ist das Studium schwer (wenn man es richtig macht, und nicht nur Noten sammelt, aber nichts kapiert).

    > Und was sind genetische Algorithmen?
    Evolutionäre Algorithmen verwenden Prinzipien analog zur Evolution, d.h. eine gewünschte Lösung für ein Problem wird als Gensequenz kodiert, und durch Kreuzung, Mutation usw. wird die optimale Lösung gesucht.

    Und nein, das muss man nicht wissen.

  3. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: gfa-g 04.12.18 - 06:07

    > Was ist daran denn so mystisch, dass ein bestimmter von Gott erleuchteter
    > Softwareprophet dieses Wissen vermitteln könnte, es Bücher, Kurse,
    > Weiterbildungen und die Praxis aber nicht könnten?
    Es geht darum dass der Bootcamp hier überhaupt nicht hilft, und man trotzdem bei Null anfängt. Die ganzen wichtigen Themen muss man immernoch lernen.
    Bisschen rumspielen kann man auch alleine, und haben viele Informatiker vor dem Studium gemacht.

    > Ich mein ich kann mir
    > heutzutage Teilweise Inhalte der Top Universitäten dieser Welt kostenlos im
    > Netz anschauen und lerne auch heute noch täglich etwas zu Themen die man
    > mir damals schlicht nicht vermittelt hat, die damals noch keine Relevanz
    > hatten oder noch gar nicht existierten.
    Schließt sich nicht aus. Eine gute Basis schadet aber nicht. Das Bootcamp legt die auf keinen Fall.

    > Auch gibt es genug Leute mit Studium die in der Praxis schlicht nicht zu
    > gebrauchen sind, weil ihnen schlicht Berufserfahrung bzw. die Praxis fehlt.
    Studium ist nicht dazu gedacht auszubilden wie es bei Lehrlingen der Fall ist. Das muss man endlich mal verstehen.
    Wenn man einen studierten Informatiker hat der auch die Programmiererseite sehr gut beherrscht, dann wegen der Investition von viel zusätzlicher Zeit (neben dem Studium).
    Das sollte man auch entsprechend würdigen.


    > Ich habe durchaus schon Leute mit einem Master gesehen, die kaum den PC
    > bedienen können. Die wissen zwar theoretisch wie der funktioniert, das wars
    > dann aber auch. Das ist natürlich nicht die Regel aber das gibt es genauso
    > wie die andere Seite.
    Tja. Genauso viele Doktoren gibt es die sich kaum damit auskennen.
    Informatiker sind keine Administratoren und keine EDV-Experten, es sind zuallererst Theoretiker...
    Es ist kein Ausbildungsberuf!

    > Daneben muss man den Großteil einfach in der Praxis lernen. Weder in der
    > Ausbildung noch im Studium wird doch wirklich viel Wert auf die Sachen
    > gelegt, die am Ende in der Praxis wichtig sind.
    Das ist Aufgabe von Firmen, die sich dafür zu schade sind.
    Man erwartet natürlich den perfekt Ausgebildeten der alles eigenständig gemacht hat. Aber das entsprechend zu entlohnen will man auch nicht.
    Geiz hat Konsequenzen.


    > Das läuft
    > da so seit 20-30 Jahren und da hat man sich zu fügen, auch wenn man es
    > theoretisch besser weiß
    Wer keinen sinnvollen Input will, der soll sich die unausgebildeten Lohnsklaven suchen.
    Informatiker werden gerade dafür ausgebildet Neues zu entwickeln und neue Ideen zu haben. Bessere Algorithmen zu entwerfen und allgemein Sachen zu verbessern.

    Man muss natürlich trotzdem einen produktiven Konsenz finden. Wer aber Informatiker beherrschen will, der hat ganz klar das Berufsbild nicht verstanden.
    Als guter Manager muss man Freiraum schaffen.

  4. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: aLpenbog 04.12.18 - 11:12

    gfa-g schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht darum dass der Bootcamp hier überhaupt nicht hilft, und man
    > trotzdem bei Null anfängt. Die ganzen wichtigen Themen muss man immernoch
    > lernen.
    > Bisschen rumspielen kann man auch alleine, und haben viele Informatiker vor
    > dem Studium gemacht.

    Korrekt. Soweit ich das lese möchte dieses Bootcamp aber eben nur die Tätigkeit des Programmierens vermitteln und da lässt sich sicherlich in der Zeit, bei hoch motivierten Leuten, die dafür teures Geld zahlen, eine Menge lernen. Natürlich sind die Leute auch noch GANZ am Anfang. Trotzdem sind die praktischen Basics in dieser Zeit erlernbar.

    > Schließt sich nicht aus. Eine gute Basis schadet aber nicht. Das Bootcamp
    > legt die auf keinen Fall.

    Möglich, ich weiß es nicht, ich habe dieses Bootcamp nicht besucht. Weiß aber nicht warum man gleich davon ausgehen sollte, dass es nur Mist ist. Wie gesagt alleine dadurch, dass man viele Leute rausfiltert, die einfach dort sind, weil sie irgendwas machen müssen, wie in Ausbildungen oder Schulen, die man nicht selbst finanziert, kann man das Tempo sicherlich stark anziehen. Dadurch dass man Theorie raus lässt und den ganzen Sektor um Hardware, Netzwerke und co. ebenso.

    Klar ist das Wissen, dass im Vergleich zu einem normalen Entwickler fehlt aber wie gesagt da steht auch nur Programmieren lernen in X Wochen. Nicht mehr, nicht weniger.

    > Studium ist nicht dazu gedacht auszubilden wie es bei Lehrlingen der Fall
    > ist. Das muss man endlich mal verstehen.
    > Wenn man einen studierten Informatiker hat der auch die Programmiererseite
    > sehr gut beherrscht, dann wegen der Investition von viel zusätzlicher Zeit
    > (neben dem Studium).
    > Das sollte man auch entsprechend würdigen.

    100% korrekt aber auch dafür ist das Bootcamp nicht da. Trotzdem sind ein Großteil der Vergleiche und Beispiele hier in den Kommentaren Bootcamp vs. Studium. Ein Studium kann für die praktische Arbeit in der Realität ggf. sogar hinter dem Bootcamp stehen. Das Bootcamp vermittelt wenigstens genau das, was die Leute wollen. Das Studium wird genommen, weil es ein höheres Einstiegsgehalt bietet, auch wenn man reiner Entwickler werden will, greift man heutzutage häufig deshalb zum Studium. Die Unternehmen stellen diese Leute dann auch lieber ein, obwohl da quasi am Bedarf vorbei ausgebildet wird.

    Sicher hat ein Studium seine Berechtigung für einige Gebiete. Für den Entwickler oder einem Sysadmin oder generell einen ITler in einen KMU ist es aber in DEN MEISTEN Fällen absoluter quatsch.

    > Tja. Genauso viele Doktoren gibt es die sich kaum damit auskennen.
    > Informatiker sind keine Administratoren und keine EDV-Experten, es sind
    > zuallererst Theoretiker...
    > Es ist kein Ausbildungsberuf!

    Korrekt und trotzdem fluten wir damit die praktischen Stellen, aufgrund oben beschriebener Probleme. Würde bei uns im Betrieb gerne einige Leute mit Studium gegen so Bootcamp Absolventen austauschen (sofern die Qualität des Bootcamps entsprechend ist), weil sie meiner Meinung nach einfach falsch besetzt sind und in der Praxis so hilfreich wie ein Schulpraktikant der 2-3 Wochen da ist.

    > Das ist Aufgabe von Firmen, die sich dafür zu schade sind.
    > Man erwartet natürlich den perfekt Ausgebildeten der alles eigenständig
    > gemacht hat. Aber das entsprechend zu entlohnen will man auch nicht.
    > Geiz hat Konsequenzen.

    Stimmt aber ein leben lang lernen gehört eben zu dem Job dazu. Das vermittelte Wissen ist am Ende MEIST nur übertragen verwendbar. Klar die Unternehmen machen es sich insgesamt etwas leicht aber als AN hat man da eben nur die Chance selbst ranzuklotzen, ansonsten werden eben Leute genommen, die genau in dem Bereich ausgebildet wurden. Ebenso praktische Sachen wie die Kommunikation im Team und die Codequalität wird einen glaube ich erst bewusst, wenn man praktisch mit fremden Code arbeitet oder eigenen alten Code usw.

    > Wer keinen sinnvollen Input will, der soll sich die unausgebildeten
    > Lohnsklaven suchen.
    > Informatiker werden gerade dafür ausgebildet Neues zu entwickeln und neue
    > Ideen zu haben. Bessere Algorithmen zu entwerfen und allgemein Sachen zu
    > verbessern.
    >
    > Man muss natürlich trotzdem einen produktiven Konsenz finden. Wer aber
    > Informatiker beherrschen will, der hat ganz klar das Berufsbild nicht
    > verstanden.
    > Als guter Manager muss man Freiraum schaffen.

    Bedingt. Bei uns läuft z.B. sehr viel falsch. Ich würde am liebsten den ganzen Laden umkrempeln. Ich verstehe aber auch, dass das nicht geht. Sind Sachen die sind halt schon immer so. Da sind Leute die bald in Rente sind und sich nun sicherlich nicht nochmal groß wo reinfuchsen. Hilft nix, wenn ich nun anfange "qualitativ hochwertige Software" zu erstellen und mich gegen alle Konventionen bei uns stelle und dann mit der einzige bin, der die Sachen warten kann. Hier und da ein Schritt zur Seite ist natürlich möglich aber bei großen Änderungen gibt es da natürlich ein auf die Finger. Darf also auch am Ende bewusst Sachen umsetzen, von den ich glaube, dass sie ein Haufen Sche.. sind.

    Am Ende kann man es glaube ich drehen oder wenden wie man möchte. Über das spezielle Bootcamp kann glaube ich hier eh niemand viel sagen. Ich glaube aber, dass das was versprochen wird haltbar ist. Hier tun das aber viele entweder gleich mit einer Ausbildung oder einen Studium vergleichen oder damit, dass man danach alles kann. Das wird natürlich nicht der Fall sein, ist es aber wie gesagt auch nicht mit einer Ausbildung oder einen Studium, im Zweifel ist man damit ggf. sogar weiter von der eigentlichen Tätigkeit weg als hier.

  5. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: sg-1 04.12.18 - 15:37

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gfa-g schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es geht darum dass der Bootcamp hier überhaupt nicht hilft, und man
    > > trotzdem bei Null anfängt. Die ganzen wichtigen Themen muss man
    > immernoch
    > > lernen.
    > > Bisschen rumspielen kann man auch alleine, und haben viele Informatiker
    > vor
    > > dem Studium gemacht.
    >
    > Korrekt. Soweit ich das lese möchte dieses Bootcamp aber eben nur die
    > Tätigkeit des Programmierens vermitteln und da lässt sich sicherlich in der
    > Zeit, bei hoch motivierten Leuten, die dafür teures Geld zahlen, eine Menge
    > lernen. Natürlich sind die Leute auch noch GANZ am Anfang. Trotzdem sind
    > die praktischen Basics in dieser Zeit erlernbar.
    >
    > > Schließt sich nicht aus. Eine gute Basis schadet aber nicht. Das
    > Bootcamp
    > > legt die auf keinen Fall.
    >
    > Möglich, ich weiß es nicht, ich habe dieses Bootcamp nicht besucht. Weiß
    > aber nicht warum man gleich davon ausgehen sollte, dass es nur Mist ist.
    > Wie gesagt alleine dadurch, dass man viele Leute rausfiltert, die einfach
    > dort sind, weil sie irgendwas machen müssen, wie in Ausbildungen oder
    > Schulen, die man nicht selbst finanziert, kann man das Tempo sicherlich
    > stark anziehen. Dadurch dass man Theorie raus lässt und den ganzen Sektor
    > um Hardware, Netzwerke und co. ebenso.
    >
    > Klar ist das Wissen, dass im Vergleich zu einem normalen Entwickler fehlt
    > aber wie gesagt da steht auch nur Programmieren lernen in X Wochen. Nicht
    > mehr, nicht weniger.
    >
    > > Studium ist nicht dazu gedacht auszubilden wie es bei Lehrlingen der
    > Fall
    > > ist. Das muss man endlich mal verstehen.
    > > Wenn man einen studierten Informatiker hat der auch die
    > Programmiererseite
    > > sehr gut beherrscht, dann wegen der Investition von viel zusätzlicher
    > Zeit
    > > (neben dem Studium).
    > > Das sollte man auch entsprechend würdigen.
    >
    > 100% korrekt aber auch dafür ist das Bootcamp nicht da. Trotzdem sind ein
    > Großteil der Vergleiche und Beispiele hier in den Kommentaren Bootcamp vs.
    > Studium. Ein Studium kann für die praktische Arbeit in der Realität ggf.
    > sogar hinter dem Bootcamp stehen. Das Bootcamp vermittelt wenigstens genau
    > das, was die Leute wollen. Das Studium wird genommen, weil es ein höheres
    > Einstiegsgehalt bietet, auch wenn man reiner Entwickler werden will, greift
    > man heutzutage häufig deshalb zum Studium. Die Unternehmen stellen diese
    > Leute dann auch lieber ein, obwohl da quasi am Bedarf vorbei ausgebildet
    > wird.
    >
    > Sicher hat ein Studium seine Berechtigung für einige Gebiete. Für den
    > Entwickler oder einem Sysadmin oder generell einen ITler in einen KMU ist
    > es aber in DEN MEISTEN Fällen absoluter quatsch.
    >
    > > Tja. Genauso viele Doktoren gibt es die sich kaum damit auskennen.
    > > Informatiker sind keine Administratoren und keine EDV-Experten, es sind
    > > zuallererst Theoretiker...
    > > Es ist kein Ausbildungsberuf!
    >
    > Korrekt und trotzdem fluten wir damit die praktischen Stellen, aufgrund
    > oben beschriebener Probleme. Würde bei uns im Betrieb gerne einige Leute
    > mit Studium gegen so Bootcamp Absolventen austauschen (sofern die Qualität
    > des Bootcamps entsprechend ist), weil sie meiner Meinung nach einfach
    > falsch besetzt sind und in der Praxis so hilfreich wie ein Schulpraktikant
    > der 2-3 Wochen da ist.
    >
    > > Das ist Aufgabe von Firmen, die sich dafür zu schade sind.
    > > Man erwartet natürlich den perfekt Ausgebildeten der alles eigenständig
    > > gemacht hat. Aber das entsprechend zu entlohnen will man auch nicht.
    > > Geiz hat Konsequenzen.
    >
    > Stimmt aber ein leben lang lernen gehört eben zu dem Job dazu. Das
    > vermittelte Wissen ist am Ende MEIST nur übertragen verwendbar. Klar die
    > Unternehmen machen es sich insgesamt etwas leicht aber als AN hat man da
    > eben nur die Chance selbst ranzuklotzen, ansonsten werden eben Leute
    > genommen, die genau in dem Bereich ausgebildet wurden. Ebenso praktische
    > Sachen wie die Kommunikation im Team und die Codequalität wird einen glaube
    > ich erst bewusst, wenn man praktisch mit fremden Code arbeitet oder eigenen
    > alten Code usw.
    >
    > > Wer keinen sinnvollen Input will, der soll sich die unausgebildeten
    > > Lohnsklaven suchen.
    > > Informatiker werden gerade dafür ausgebildet Neues zu entwickeln und
    > neue
    > > Ideen zu haben. Bessere Algorithmen zu entwerfen und allgemein Sachen zu
    > > verbessern.
    > >
    > > Man muss natürlich trotzdem einen produktiven Konsenz finden. Wer aber
    > > Informatiker beherrschen will, der hat ganz klar das Berufsbild nicht
    > > verstanden.
    > > Als guter Manager muss man Freiraum schaffen.
    >
    > Bedingt. Bei uns läuft z.B. sehr viel falsch. Ich würde am liebsten den
    > ganzen Laden umkrempeln. Ich verstehe aber auch, dass das nicht geht. Sind
    > Sachen die sind halt schon immer so. Da sind Leute die bald in Rente sind
    > und sich nun sicherlich nicht nochmal groß wo reinfuchsen. Hilft nix, wenn
    > ich nun anfange "qualitativ hochwertige Software" zu erstellen und mich
    > gegen alle Konventionen bei uns stelle und dann mit der einzige bin, der
    > die Sachen warten kann. Hier und da ein Schritt zur Seite ist natürlich
    > möglich aber bei großen Änderungen gibt es da natürlich ein auf die Finger.
    > Darf also auch am Ende bewusst Sachen umsetzen, von den ich glaube, dass
    > sie ein Haufen Sche.. sind.
    >
    > Am Ende kann man es glaube ich drehen oder wenden wie man möchte. Über das
    > spezielle Bootcamp kann glaube ich hier eh niemand viel sagen. Ich glaube
    > aber, dass das was versprochen wird haltbar ist. Hier tun das aber viele
    > entweder gleich mit einer Ausbildung oder einen Studium vergleichen oder
    > damit, dass man danach alles kann. Das wird natürlich nicht der Fall sein,
    > ist es aber wie gesagt auch nicht mit einer Ausbildung oder einen Studium,
    > im Zweifel ist man damit ggf. sogar weiter von der eigentlichen Tätigkeit
    > weg als hier.

    wenn genug und gute vorgaben existieren, dann reichen Programmierer aus bootcamps als Programmiersklaven, ja.
    wenns dann Aber um testing, Eigenentwicklung, vorausdenken usw. geht, dann begreifen solche Leute nicht die Konsequenzen von hin gepuschter software.

    beispielsweise pfuscht der dir halt nen json Objekt hin mit nur strings ...und wundert sich dann, dass die timestamps nicht passend formatiert sind. ...und der Informatiker denkt vorher drüber nach, welche typen er braucht, weiß aber nicht, wie man es implementiert und macht dann nur die Vorgaben

  6. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: bombinho 04.12.18 - 17:40

    Kein Kostverächter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, dass oft Schulmediziner die Leute den Heilpraktikern in
    > die Arme treiben.

    Da ist leider viel Wahrheit dran. Nach einem Verkehrsunfall bin ich am naechsten Tag zum Allgemeinmediziner, welcher mir versicherte, dass Schmerzen nach einem Verkehrsunfall normal sind und ich doch Paracetamol nehmen sollte. Diese habe ich dankend abgelehnt, da ich bei Paracetamol noch nie schmerzlindernde Wirkung feststellen konnte.

    Waehrend der naechsten 12 Monate habe ich immer mal vorbeigeschaut, da sich keine Aenderung einstellte.

    Nach einem Jahr wurde meine RS-Versicherung ungeduldig und hat mal nach einer Diagnose gefragt. Die einzige Aufzeichnung des Arztes beschraenkte sich darauf, dass ich das Paracetamol abgelehnt hatte. Das Ende vom Lied war, dass keine meiner Unfallversicherungen zahlte, da keine fristgemaessen Diagnosen vorlagen und lediglich meine Rechtschutzversicherung dann auf eine eilends nachgeholte stuemperhafte aber teure Diagnostik dann vom Unfallverursacher Einiges abgegriffen hat.

    Immerhin waren mir die Kosten vom Chiropraktiker erstattet worden, der hat Wunder gewirkt, aber Alles ist besser als Nichts, da waere auch der schlechteste Heilpraktiker nicht schlechter gewesen als der Schulmediziner.

  7. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: Anonymer Nutzer 04.12.18 - 18:03

    -



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.18 18:06 durch Agina.

  8. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: bombinho 04.12.18 - 18:03

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann auch gut und gerne davon ausgehen, dass grundsätzlich über 50%
    > aller Publikationen falsch sind. So ist das in einem System wo es um Menge
    > und positive Ergebnisse geht, statt nach Qualität und Wissen.

    Ich fuerchte, abseits der fehlerhaften Publikationen gibt es noch reichlich weiteres Spektrum, das reicht von Aerzten, die sich nur dafuer interessieren, den Tag herum zu bekommen, bis zu Aerzten, die keine Muehe scheuen, das System nach Strich und Faden zu melken.

    Und dann gibt es auch Leute, die ihren Beruf mit Leidenschaft ausfuehren.
    Ich hatte frueher Hausaerzte, die sich fuer Medizin interessierten und da kamen Sprueche wie: "Deine Grippe dauert eine Woche, mit Verabreichung von Medizin 7 Tage." oder "Ich kann dich nicht heilen, das muss dein Koerper tun, ich kann nur unterstuetzen.".

    Mittlerweile habe ich wieder Jemanden gefunden, der nicht nur seine Zeit abzusitzen scheint, davor hatte ich teils den Glauben verloren. Ich hatte eine Zeitlang einen Hausarzt, der verschrieb bei absolut Allem Paracetamol und gelegentlich Antibiotika. Da geht man freiwillig nicht mehr zum Arzt.

    Wenn ich mit dem versucht habe, ueber seine Diagnose zu reden, hatte ich immer den Eindruck, als ob ich ihm jedes Wort in den Mund legen muss, damit er ueberhaupt etwas Anderes als "Paracetamol" von sich geben konnte. Spaeter kam dann raus, dass er mindestens teilweise gar keine Diagnosen aufschrieb.
    Diese Arbeit haette ein Affe mit einem Wuerfel, bei dem auf 5 Seiten Paracetamol und auf einer Seite Antibiotika steht, erledigen koennen. Da haette es nicht einmal einen Heilpraktiker gebraucht.

    Nicht anders sieht es im IT-Sektor aus. Auch da ist das menschliche Spektrum gross und die Abhaengigkeit von Dokumentation und korrekter Implementierung kommt noch oben drauf.
    Nebst der Tatsache, dass es die unterschiedlichsten Spezialisierungen gibt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.18 18:09 durch bombinho.

  9. Re: die urböse Quelle schlechter Software

    Autor: TurbinenBewunderer 04.12.18 - 19:34

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Quantium40 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Und was ist mit dem aufstrebenden Geschäftszweig der Heilpraktiker, die
    > nur
    > > eine Alibi-Prüfung brauchen und dann echte Krankheiten mit Homöopathie,
    > > Schüssler-Salzen, Bachblüten oder chranio-sakraler Therapie behandeln?
    >
    > Seitdem eine Heilpraktikerin meiner Mutter das Leben gerettet hat, weil die
    > herkömmliche Ärzteschaft sie beinahe umgebracht hatte, denke ich ein wenig
    > anders über die Schulmedizin, bzw. die Arroganz studierter Menschen, die
    > aufgehört haben etwas dazu lernen zu wollen, weil sie meinen schon alles zu
    > wissen.

    Sehr guter Kommentar. Sowas ähnliches wollte ich direkt unter den Kommtentar vom OP schreiben.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.12.18 19:35 durch TurbinenBewunderer.

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