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Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

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  1. Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: AllDayPiano 16.01.20 - 12:29

    Nicht, dass ich gegen den Onlinehandel bin. Ich nutze ihn selbst häufig.

    Aber der Einzelhandel wird von der Last regelrecht erdrückt. Die Previlegien, die der Onlinehandel "genießt", verlagert das Geschäft. Einzelhändler können oder wollen diese aber nicht ebenso dem Kunden bieten (Rücktrittsrecht u.d.gl.).

    Gerade die Gesetzgebung (14-tägiges Rückgaberecht, kostenloser Rückversand, der de facto bis heute existiert) hat den Onlinehandel nochmal sehr kräftig angeschoben.

    Das Problem ist aber, dass der Einzelhandel dadurch zunehmend ausstirbt. Es schließen mehr Ladengeschäfte, als je zuvor. Alles immer am besten sofort haben zu müssen ist die heutige Denkweise.

    Weil sich Läden immer weniger lohnen, reduzieren sie ihr Angebot. Kunden finden Waren nicht, und bestellen daher online, weil sie im Laden sowieso nichts finden.

    GENAU DAS muss es heute sein, wer etwas bestellt. Früher hat man sich halt im Geschäft die Bratpfannen angesehen, und die mitgenommen, die einem am meisten zusagte. Heute muss es die Jamie Oliver sein - oder gar keine.

    Im Endeffekt hat der Einzelhandel seinen Dolchstoß bekommen. Damit einher geht aber auch eine massive Arbeitsplatzvernichtung. Und genau diese wird in den kommenden Jahren noch extrem problematisch sein.

    Es ist also höchste Zeit, gewisse Previlegien im Onlinegeschäft abzuschaffen. Das könnte schonmal damit anfangen, dass der Weltpostvertrag endlich gekündigt wird, und nicht mehr jeder DHL-Kunde das China-Päckchen quersubventioniert. Es wird auch Zeit, dass das Rückgaberecht deutlich verschärft wird, die die Rückgabe benutzter Ware verhindert; z.B. in dem Rahmen, dass diese von den Versandhändlern nicht mehr abgeschrieben werden können. Und es gibt genug andere Stellschrauben.

  2. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Crossfire579 16.01.20 - 12:43

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist also höchste Zeit, gewisse Previlegien im Onlinegeschäft
    > abzuschaffen. Das könnte schonmal damit anfangen, dass der Weltpostvertrag
    > endlich gekündigt wird, und nicht mehr jeder DHL-Kunde das China-Päckchen
    > quersubventioniert. Es wird auch Zeit, dass das Rückgaberecht deutlich
    > verschärft wird, die die Rückgabe benutzter Ware verhindert; z.B. in dem
    > Rahmen, dass diese von den Versandhändlern nicht mehr abgeschrieben werden
    > können. Und es gibt genug andere Stellschrauben.

    Warum? Weil der Einzelhandel für dich "besser" ist, obwohl er für den Kunden viele Nachteile bietet?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.20 12:44 durch Crossfire579.

  3. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Mira 16.01.20 - 12:44

    Der Onlinehandel wird aber hier nur als Vorwand genutzt!
    Bose hat sich sein Grab selbst gegraben, als sie (~2000) in die Technikdiscounter ging!
    Dort konnte der Kunde die Systeme direkt mit der Konkurrenz vergleichen
    und konnte fest stellen, dass Bose nichts Besonderes ist und
    sparte sich einen Arsch voll Geld, wenn es ein ähnliches System von
    einem anderen "Hersteller" kaufte.
    Zumal Sonos zu der Zeit ~(2010) um einiges "offener" war!

  4. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: px 16.01.20 - 12:45

    Sehe ich nicht so. Flexible Einzelhändler schaffen sich mit dem Onlinegeschäft ein zweites Standbein und können dadurch viel mehr Kunden erreichen, als ihr physischer Shop je abfangen könnte. Der Onlinehandel hat es auch Kleinstunternehmern erlaubt, sich selbstständig zu machen, ohne teure Geschäftsräume. Und das läuft wohlgemerkt trotz des ständigen Risikos, dass Kunden grundlos vom Kauf zurücktreten und der Händler am Ende nur Kosten und Arbeit damit hatte. Insofern eher ein Erfolgsmodell. Und als Kunde käme ich nicht mal im Traum darauf, diese Regelung abzuschaffen! Nebenbei verlängern manche Shops diese Frist sogar freiwillig, wird so schlimm wohl nicht sein ;-)

  5. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Pixxel 16.01.20 - 13:05

    Erdrückt? Selbst die großen Ketten mit Onlineshop sind doch lokal nurnoch zu meiden. Anstatt eben auf ihre Vorteile zu setzen: Beratung (nicht durch Verkäufer die nachdem sie einem die einzige Option die sie überhaupt haben noch ihren Provisionssticker draufkleben wollen), sofortige Warenverfügbarkeit (wegen mir "moment, ist im Lager hole ich sofort) und einfach ein bisschen "bummeln", kann auch mal schön sein.

    Aber nix davon. Vorort gibt's nurnoch ein minimum an Sortiment, die Verkäufer im Zweifel sogar noch von und für eine Marke (Gerade bei Handyverträgen).
    Dazu kommt das ja die bösen Autos aus den Städten sollen... Also will man auch die Kundschaft, die sich immernoch im Zweifel wirklich happing Parkhauspreise leisten kann und will vergraulen. Wer tut es sich denn dabei noch an irgendwo hinzufahren, darauf hoffend das es doch bitte was gibt was ham haben möchte/passt.

    Und wegen der Pfanne: "heute" ist man eben nicht mehr dem einen Laden der die führt ausgeliefert sondern kann vorher mal gucken was so hergestellt wird und was andere zu den Produkten meinen.

  6. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Mira 16.01.20 - 13:05

    px schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich nicht so. Flexible Einzelhändler schaffen sich mit dem
    > Onlinegeschäft ein zweites Standbein und ....

    1. Es geht um Bose!
    2. Welche Einzelhändler? Wurden die nicht schon durch MM, Saturn und Expert ausgedünnt?

    Aber, noch einmal, es geht um Bose!
    Und, dass Hochmut immer vor dem Fall kommt! ;)

  7. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Sportstudent 16.01.20 - 13:07

    Trotzdem wird dieser rechtlich bevorteilte Onlinehandel auch weitere Folgen auf die Gesellschaft und ihre Umgebung nehmen. Das Stadtbild einer jeden größeren Stadt wird sich verändern, wenn immer mehr Geschäfte dicht machen müssen - was wird dort dann stattdessen Einzug nehmen in unserer Dienstleistungsgesellschaft? Oder die Innenstädte werden einer Geisterstadt gleichkommen und zerfallen, ehe irgendwelche Gentrifizierungsmaßnahmen als Reaktion ergriffen werden.

  8. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: nightmar17 16.01.20 - 14:29

    Sportstudent schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trotzdem wird dieser rechtlich bevorteilte Onlinehandel auch weitere Folgen
    > auf die Gesellschaft und ihre Umgebung nehmen. Das Stadtbild einer jeden
    > größeren Stadt wird sich verändern, wenn immer mehr Geschäfte dicht machen
    > müssen - was wird dort dann stattdessen Einzug nehmen in unserer
    > Dienstleistungsgesellschaft? Oder die Innenstädte werden einer Geisterstadt
    > gleichkommen und zerfallen, ehe irgendwelche Gentrifizierungsmaßnahmen als
    > Reaktion ergriffen werden.

    Innenstädte fand ich schon immer gruselig. Liefer ein Einkaufscenter. Da fährst du hin und alles ist überdacht und es ist warm.

  9. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: crack_monkey 16.01.20 - 14:41

    Er Antwortet dem Thread Ersteller und dem ging es um den EH, daher verstehe ich deinen Kommentar nicht.

  10. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: malamuGER 16.01.20 - 15:08

    Onlinehandel ist in vielen (nicht allen) Bereichen einfach das Mittel der Wahl / dem physischen Laden überlegen. Es kann nicht sein, dass dem Kunden künstlich Abstriche zugemutet werden, nur um ein tendenziell unattraktiveres Angebot zu erhalten.

    Der Einzelhandel wird als ganzes nur überleben können, wenn er Alleinstellungsmerkmale ausbildet oder in einigen Bereichen mit dem Onlinehandel gleichzieht (z.B. Rückgaberecht). Der Schwund wird sich aber nicht vermeiden lassen. Ein Markt kann immer nur eine bestimmte Menge an Akteuren tragen.

  11. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: quineloe 16.01.20 - 15:52

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht, dass ich gegen den Onlinehandel bin. Ich nutze ihn selbst häufig.
    >
    > Aber der Einzelhandel wird von der Last regelrecht erdrückt. Die
    > Previlegien, die der Onlinehandel "genießt", verlagert das Geschäft.
    > Einzelhändler können oder wollen diese aber nicht ebenso dem Kunden bieten
    > (Rücktrittsrecht u.d.gl.).
    >
    > Gerade die Gesetzgebung (14-tägiges Rückgaberecht, kostenloser Rückversand,
    > der de facto bis heute existiert) hat den Onlinehandel nochmal sehr kräftig
    > angeschoben.

    Na da frag mal die Einzelhändler, was sie davon hielten das als Gesetz aufgedrückt zu bekommen.
    Wobei viele das bereits von sich aus anbieten, eben genau deswegen. Aber die, die das nicht wollen...

    >
    > Das Problem ist aber, dass der Einzelhandel dadurch zunehmend ausstirbt. Es
    > schließen mehr Ladengeschäfte, als je zuvor. Alles immer am besten sofort
    > haben zu müssen ist die heutige Denkweise.

    Was ja genau die Stärke der Ladengeschäfte wäre, aber...


    > GENAU DAS muss es heute sein, wer etwas bestellt. Früher hat man sich halt
    > im Geschäft die Bratpfannen angesehen, und die mitgenommen, die einem am
    > meisten zusagte. Heute muss es die Jamie Oliver sein - oder gar keine.
    Tja, wenn der Laden am Kunden vorbei einkauft und die Markttrends nicht erkennt, dann selber schuld. Der Küchen Lösch hier hat übrigens gar keine Probleme genug Umsatz an seinen Standorten zu machen.

    >
    > Im Endeffekt hat der Einzelhandel seinen Dolchstoß bekommen. Damit einher
    > geht aber auch eine massive Arbeitsplatzvernichtung. Und genau diese wird
    > in den kommenden Jahren noch extrem problematisch sein.

    Diese Probleme kriegen wir so oder so. Fortschritt aufhalten um Arbeitsplätze zu erhalten hat noch nie funktioniert.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  12. Offline-handel verbieten

    Autor: Dietbert 16.01.20 - 20:36

    Online hat der Kunde viel mehr Rechte und die Innenstadt hat mehr Platz für wichtige Dinge wie Eisdielen, Burger King und vapiano. Man hat weniger Verkehr, weniger Vorführware und trotzdem eine bessere Auswahl.

    Dietbert I.

  13. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Anonymer Nutzer 16.01.20 - 23:22

    AllDayPiano schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > GENAU DAS muss es heute sein, wer etwas bestellt. Früher hat man sich halt
    > im Geschäft die Bratpfannen angesehen, und die mitgenommen, die einem am
    > meisten zusagte. Heute muss es die Jamie Oliver sein - oder gar keine.

    Aha. Der Kunde geht hart arbeiten für sein Geld und kann sich exakt das kaufen was er benötigt, statt dass ihm eine Vorauswahl aufgetischt wird aus dem er dann das kleinste Übel wählen darf.

    Ja, das ist wirklich ein Problem... Das müssen wir aufjedenfall ändern.

  14. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 06:17

    Wenn du deinen sarkastischen Ton weglässt, dann ist das genau das, was ich meine.

    Es gibt ja gute Gründe etwas ganz bestimmtes zu wollen, aber oftmals ist das halt einfach nur Quatsch.

  15. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: Anonymer Nutzer 17.01.20 - 07:56

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du deinen sarkastischen Ton weglässt, dann ist das genau das, was ich
    > meine.
    >
    > Es gibt ja gute Gründe etwas ganz bestimmtes zu wollen, aber oftmals ist
    > das halt einfach nur Quatsch.

    Das hat aber nicht der Händler zu entscheiden oder eine kleine Gruppe von Leuten die meinen, sie wüssten es besser. Es liegt in der Freiheit des Individuums auch Quatsch kaufen zu können. Es ist ja schließlich auch das Geld des einzelnen, an dessen die Einzelhändler keinerlei moralische oder sonst wie gewichtete Ansprüche besitzen.

    Anstatt den Kunden übrigens sinnvolle Rechte abzusprechen, könnte man ja auch die Rechte des Kunden gegenüber dem Einzelhandel stärken und den Online Handel per se höher besteuern.

    Ich kaufe im Einzelhandel höchstens noch Drogerie Artikel. Wenn ich da zurückdenke was es für ein Heckmeck es ist beispielsweise einen Monitor zurück zu geben, der offenkundig Pixelfehler, wolkenartiges backlight bleeding und nen gelbstich hatte... Da will ich den Online Handel nicht mehr missen. Im Einzelhändel wird man entweder abgewimmelt oder es wird direkt eine Wochenlange Reperatur eingeleitet. Wenn ich aber einen Monitor für 500 Euro kaufen, dann will ich den auch benutzen und zwar ohne, in meinen Augen, offensichtlicher Schäden oder dann doch erst wieder Wochen zu warten. Im Online Handel kann ich sowas einfach umtauschen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.20 08:04 durch nweeiqr.

  16. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: quineloe 17.01.20 - 08:04

    Hier stinkts nach sozialistischer Planwirtschaft.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  17. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: DWolf 17.01.20 - 09:09

    nweeiqr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn du deinen sarkastischen Ton weglässt, dann ist das genau das, was
    > ich
    > > meine.
    > >
    > > Es gibt ja gute Gründe etwas ganz bestimmtes zu wollen, aber oftmals ist
    > > das halt einfach nur Quatsch.
    >
    > Das hat aber nicht der Händler zu entscheiden oder eine kleine Gruppe von
    > Leuten die meinen, sie wüssten es besser. Es liegt in der Freiheit des
    > Individuums auch Quatsch kaufen zu können. Es ist ja schließlich auch das
    > Geld des einzelnen, an dessen die Einzelhändler keinerlei moralische oder
    > sonst wie gewichtete Ansprüche besitzen.

    This! +1
    Das klingt echt widerwärtig selbstgefällig.
    Niemand entscheidet für mich was ich zu wollen habe.
    Wenn wir das einführen können wir auch gleich Gedankenvorschriften und Gedankenverbrechen einführen. Würde einige sicher freuen.

    > Anstatt den Kunden übrigens sinnvolle Rechte abzusprechen, könnte man ja
    > auch die Rechte des Kunden gegenüber dem Einzelhandel stärken und den
    > Online Handel per se höher besteuern.
    >
    > Ich kaufe im Einzelhandel höchstens noch Drogerie Artikel. Wenn ich da
    > zurückdenke was es für ein Heckmeck es ist beispielsweise einen Monitor
    > zurück zu geben, der offenkundig Pixelfehler, wolkenartiges backlight
    > bleeding und nen gelbstich hatte... Da will ich den Online Handel nicht
    > mehr missen. Im Einzelhändel wird man entweder abgewimmelt oder es wird
    > direkt eine Wochenlange Reperatur eingeleitet. Wenn ich aber einen Monitor
    > für 500 Euro kaufen, dann will ich den auch benutzen und zwar ohne, in
    > meinen Augen, offensichtlicher Schäden oder dann doch erst wieder Wochen zu
    > warten. Im Online Handel kann ich sowas einfach umtauschen.

    Dieses ebenso.
    Beispiel letztes Jahr: Schuhkauf. Einzelhandel. Im Laden anprobiert, gekauft, zuhause im Haus testweise getragen und gemerkt, dass die Schuhe bei längerem tragen nicht mehr richtig passen und die nette Dame die falsche Größe eingepackt hat. (Karton richtig, Schuhe falsch.). Am nächsten Tag hingefahren und abgewimmelt. Keine Rücknahme. Der Laden ist mittlerweile auch insolvent. Mein Mitleid hält sich in Grenzen.
    Online ist das nichtmal einen Aufreger wert. Rücksendung innerhalb 14 Tagen und fertig.
    Lebensmittel kaufe ich weiter im Einzelhandel, für alles andere gibts Pantry, wenn sich der Preis rentiert.

    Ich muss keine alten Autos fahren, ich will.

  18. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: AllDayPiano 17.01.20 - 09:28

    nweeiqr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das hat aber nicht der Händler zu entscheiden oder eine kleine Gruppe von
    > Leuten die meinen, sie wüssten es besser.

    Wer trifft da wo welche Entscheidungen?

    > Es liegt in der Freiheit des
    > Individuums auch Quatsch kaufen zu können. Es ist ja schließlich auch das
    > Geld des einzelnen, an dessen die Einzelhändler keinerlei moralische oder
    > sonst wie gewichtete Ansprüche besitzen.

    Es geht nicht darum, was man für sein Geld kauft, sondern darum, dass der heutige Mensch meint, dass wenn er nicht genau das bekommt, was er möchte, die Welt zusammen bricht. Das ist aber eine Entwicklung, die sich durch alle Lebensbereiche zieht.

    > Anstatt den Kunden übrigens sinnvolle Rechte abzusprechen, könnte man ja
    > auch die Rechte des Kunden gegenüber dem Einzelhandel stärken und den
    > Online Handel per se höher besteuern.

    Welche sinnvollen Rechte? Wo ist es sinnvoll, dass Versandhändler die Rücksendekosten übernehmen, was sie gerne ändern würden, aber nicht können, weil die Konkurrenz zu groß ist? Das ist kein Recht! Oder das Recht, getragene Kleidung zurückzuschicken, nur weil man ein kleines verwöhntes A****ch ist, das meint, dass das OK wäre? Wo ist das Recht des Kunden, dass Händler Rücksendungen ungesehen verschrotten, weil die Gewinnmargen so niedrig sind, dass sie sich eine Einzelfallprüfung gar nicht mehr leisten können?

    Ziemlich abgehoben, das als "Recht" zu titulieren.

    > Ich kaufe im Einzelhandel höchstens noch Drogerie Artikel. Wenn ich da
    > zurückdenke was es für ein Heckmeck es ist beispielsweise einen Monitor
    > zurück zu geben, der offenkundig Pixelfehler, wolkenartiges backlight
    > bleeding und nen gelbstich hatte... Da will ich den Online Handel nicht
    > mehr missen.

    Da hast Du duchaus recht. Media Markt ist ein Paradebeispiel für derart kundenfeindliches Verhalten. Es ist halt auch eine Haftungsfrage. Der Einzelhandel steht damit ziemlich alleine auf verlassener Flur dar, denn er trägt das volle Risiko; m.M.n. auch ein Unding.

    > Im Online Handel kann ich sowas einfach umtauschen.

    Und das ist ja auch der Grund, warum ich sowas nicht mehr im Laden kaufe. Genau wegen solcher Erfahrungen.

    Das Problem liegt da halt einfach am System. Wenn Händler sich solchen Abzocken wie EP: anschließen müssen, damit sie überhautp noch zu marktfähigen Preisen einkaufen können, und dennoch viel zu teuer sind, dann sind deren Gewinnmargen so niedrig, dass es sich nicht lohnt, einem Kunden im Zuge der Zufriedenheit einfach Ersatz zu geben. Sonst verdient er an den nächsten 20 verkauften Bildschirmen nichts mehr.

    Nicht umsonst geht es dem EZH so schlecht!

  19. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: quineloe 17.01.20 - 09:44

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nweeiqr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das hat aber nicht der Händler zu entscheiden oder eine kleine Gruppe
    > von
    > > Leuten die meinen, sie wüssten es besser.
    >
    > Wer trifft da wo welche Entscheidungen?

    Du sagst, die Leute sollen gefälligst aus dem auswählen, das der Händler eingekauft hat. Damit trifft der Händler die Entscheidung, was verkauft wird.

    > Es geht nicht darum, was man für sein Geld kauft, sondern darum, dass der
    > heutige Mensch meint, dass wenn er nicht genau das bekommt, was er möchte,
    > die Welt zusammen bricht. Das ist aber eine Entwicklung, die sich durch
    > alle Lebensbereiche zieht.
    Du übertreibst und argumentierst wie ein SED Funktionär. Der böse Konsument aber auch. Wir halten fest: du möchtest dem Onlinehandel einen "Riegel vorschieben", aber nicht aus irgendwelchen hehren Gründen, sondern um Arbeitsplätze zu schützen, die im Wettbewerb nicht mithalten können. Das ist nichts anderes als Planwirtschaft. Jegliche Innovation ist damit tot, denn warum anstrengen, wenn der Staat einem seinen Umsatz garantiert?


    >
    > Da hast Du duchaus recht. Media Markt ist ein Paradebeispiel für derart
    > kundenfeindliches Verhalten. Es ist halt auch eine Haftungsfrage. Der
    > Einzelhandel steht damit ziemlich alleine auf verlassener Flur dar, denn er
    > trägt das volle Risiko; m.M.n. auch ein Unding.

    Media Markt hat doch seit Jahren 14 Tage rückgaberecht ohne Diskussion...
    Was der Mediamarkt nicht macht ist meinen nach einem Jahr durchgenudelten Joystick (Logitech 3D Pro) zurücknehmen und den vollen Preis mit meinem Nächsten Kauf (Thrustmaster Hotas warthog) zu verrechnen. Und mir zu sagen, ich soll das alte kaputte Ding einfach wegwerfen. Das war übrigens die einzige "Rücksendung" die ich in 20 Jahren Amazon gemacht habe.
    Die erzählen mir dann was von "beweislastumkehr" und "pech gehabt"

    Verifizierter Top 500 Poster!

  20. Re: Onlinehandel einen Riegel vorschieben!

    Autor: x2k 17.01.20 - 12:04

    px schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich nicht so. Flexible Einzelhändler schaffen sich mit dem
    > Onlinegeschäft ein zweites Standbein und können dadurch viel mehr Kunden
    > erreichen, als ihr physischer Shop je abfangen könnte. Der Onlinehandel hat
    > es auch Kleinstunternehmern erlaubt, sich selbstständig zu machen, ohne
    > teure Geschäftsräume. Und das läuft wohlgemerkt trotz des ständigen
    > Risikos, dass Kunden grundlos vom Kauf zurücktreten und der Händler am Ende
    > nur Kosten und Arbeit damit hatte. Insofern eher ein Erfolgsmodell. Und als
    > Kunde käme ich nicht mal im Traum darauf, diese Regelung abzuschaffen!
    > Nebenbei verlängern manche Shops diese Frist sogar freiwillig, wird so
    > schlimm wohl nicht sein ;-)


    Absolut richtig, zumal es ja seit zig jahren viele hoster gibt die web shops als baukasten im komplett paket anbieten. Jedes kind kann sich ohne großen aufwand einen online shop erstellen.

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