1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Bradley Kuhn: Java und C# sind…

Einfach "nein" sagen...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Einfach "nein" sagen...

    Autor: NöSager 16.08.10 - 15:29

    Nee is klar, ich sag meinem Chef, dass ich nicht möchte, dass er den Code, für den ich bezahlt wurde und vertraglich an ihn abgetreten habe, nach seinem Interesse verwendet.

    Da wird der sicherlich einverstanden mit sein!

  2. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: Wayne_minimi 16.08.10 - 15:33

    Wir bauen halt einfach ein paralleles Rechts-System auf, in dem nicht der Chef, sondern die Allgemeinheit - nennen wir es die "Partei" - alle Rechte an etwas bekommt - ach halt, das gabs ja schon und war auch Mist.

  3. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: Der schwarze Ritter 16.08.10 - 16:01

    Genau dasselbe hatte ich mir auch gedacht. Ich meine, was glauben solche Wanderprediger eigentlich, in welcher Position die allermeisten Softwareentwickler sind? Mein Chef zeigt mir maximal noch, wo die Tür ist, wenn ich etwas derartiges von ihm fordern würde... und das mit Recht.

  4. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: Phil Taprogge 16.08.10 - 16:17

    Mit Recht...?

    Auch wenn die Grosskonzerne alles daran setzen, uns das vergessen zu machen, es gibt immernoch einen kleinen Unterschied zwischen geistigem Eigentum und Nutzungsrecht.

    Die Firma, die mich für meine Arbeit bezahlt, kann im Gegenzug kostenfreie Nutzung der Früchte dieser Arbeit verlangen, aber die Kreativität ist immer noch meine. Die ist im Gegensatz zu meiner Arbeitszeit nicht ersetzbar.
    Darum sollte auch das Patent, das Eigentum am Werk, meines sein und nicht an die Firma übergehen. Natürlich kann die Firma es nutzen, wenn Sie dafür meine Arbeitszeit bezahlt - natürlich auch exklusiv.
    Nur eines geht zu weit: mit diesem Eigentum Politik betreiben und es als Tausch-, Druck- oder Klagemittel zu missbrauchen.

    Klar, wer das heute versucht, läuft Gefahr, seinen Job zu verlieren, aber was ist die Alternative? Eine Welt, die noch viel mehr als heute von Konzernen und deren Gewinnstreben regiert wird.

    Just my 2 cent,

    Phil

  5. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: gravedigger_cx 16.08.10 - 16:28

    Phil Taprogge schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit Recht...?
    >
    > Auch wenn die Grosskonzerne alles daran setzen, uns das vergessen zu
    > machen, es gibt immernoch einen kleinen Unterschied zwischen geistigem
    > Eigentum und Nutzungsrecht.
    >
    > Die Firma, die mich für meine Arbeit bezahlt, kann im Gegenzug kostenfreie
    > Nutzung der Früchte dieser Arbeit verlangen, aber die Kreativität ist immer
    > noch meine. Die ist im Gegensatz zu meiner Arbeitszeit nicht ersetzbar.
    > Darum sollte auch das Patent, das Eigentum am Werk, meines sein und nicht
    > an die Firma übergehen. Natürlich kann die Firma es nutzen, wenn Sie dafür
    > meine Arbeitszeit bezahlt - natürlich auch exklusiv.
    > Nur eines geht zu weit: mit diesem Eigentum Politik betreiben und es als
    > Tausch-, Druck- oder Klagemittel zu missbrauchen.
    >
    > Klar, wer das heute versucht, läuft Gefahr, seinen Job zu verlieren, aber
    > was ist die Alternative? Eine Welt, die noch viel mehr als heute von
    > Konzernen und deren Gewinnstreben regiert wird.
    >
    > Just my 2 cent,
    >
    > Phil


    Da hast du in jedem einzelnen Punkt Recht, nur dass wir - das arbeitende Volk - niemals mehr in der Lage sein werden uns gegen Konzerne und Kapital zu wehren.

    Es wird alles darauf hinauslaufen, dass wir verklagt und verschuldet werden, bis wir den gesamten Mehrwert den wir erschaffen als Zinsen abgeben müssen. So wird es heute schon mit kleinen und mittelständischen Firmen, Ländern und ganzen Kontinenten praktiziert...

  6. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: VBEntwicklre 16.08.10 - 16:29

    Selbst wenn das nicht Wunschdenken wäre, du hast ja schon selbst gesagt, dass das nicht klappt: "Klar, wer das heute versucht, läuft Gefahr, seinen Job zu verlieren ..."

    Und nun andersrum: Wenn die Kreativität beim einzelnen bleibt under diese patentieren (oder sonst wie darüber bestimmen könnte), läuft dann die Firma nicht Gefahr, auf kurz oder lang - sollte sich der Entwickler von dieser im Streit trennen - wieder ein rechtliches Problem zu haben?

  7. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: Nemoc 16.08.10 - 16:43

    Naja im Endeffekt würde ich sagen kommt es darauf an was im Arbeitsvertrag steht. Wenn da steht das alle Erzeugnisse des Angestellten in das Eigentum der Firma übergeht und die damit tun und lassen können was sie wollen (was an den meisten Orten der Fall sein dürfte) dann ist der Fall eh klar. Zumindest wenn man diesen Vertrag unterschrieben hat.

  8. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: Dadie 16.08.10 - 17:51

    Nemoc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja im Endeffekt würde ich sagen kommt es darauf an was im Arbeitsvertrag
    > steht. Wenn da steht das alle Erzeugnisse des Angestellten in das Eigentum
    > der Firma übergeht und die damit tun und lassen können was sie wollen (was
    > an den meisten Orten der Fall sein dürfte) dann ist der Fall eh klar.
    > Zumindest wenn man diesen Vertrag unterschrieben hat.


    Sagen wir ich würde Hartz4 erhalten. Die Agentur für Arbeit vermittelt mich zu einem Arbeitgeber. Dieser gibt mit den Vertrag. Und ich lehne aufgrund dieser von Ihnen genannten Klausel ab. Bekomme ich dann weiterhin Hartz4?

  9. In DE kann das aber nicht im Vertrag stehen

    Autor: lulula 16.08.10 - 17:52

    > Naja im Endeffekt würde ich sagen kommt es darauf
    > an was im Arbeitsvertrag steht. Wenn da steht das
    > alle Erzeugnisse des Angestellten in das Eigentum
    > der Firma übergeht und die damit tun und lassen
    > können was sie wollen (was an den meisten Orten
    > der Fall sein dürfte) dann ist der Fall eh klar.
    > Zumindest wenn man diesen Vertrag unterschrieben hat.

    Soweit ich weiß, gilt in DE das Arbeitnehmererfindergesetz. Dass Erfindungen einfach so an den Arbeitgeber übergehen und der damit machen kann was er will, ohne gesonderte Gegenleistung, ist im Arbeitsvertrag wohl kaum zulässsig.

  10. Re: Einfach "nein" sagen...

    Autor: Bullet No. 1 16.08.10 - 17:54

    > Sagen wir ich würde Hartz4 erhalten. Die Agentur
    > für Arbeit vermittelt mich zu einem Arbeitgeber.
    > Dieser gibt mit den Vertrag. Und ich lehne
    > aufgrund dieser von Ihnen genannten Klausel ab.
    > Bekomme ich dann weiterhin Hartz4?

    Ich verweise einfach mal auf den Thread-Titel: die würden "einfach Nein sagen"

  11. Re: In DE kann das aber nicht im Vertrag stehen

    Autor: NöSager 16.08.10 - 18:47

    lulula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Naja im Endeffekt würde ich sagen kommt es darauf
    > > an was im Arbeitsvertrag steht. Wenn da steht das
    > > alle Erzeugnisse des Angestellten in das Eigentum
    > > der Firma übergeht und die damit tun und lassen
    > > können was sie wollen (was an den meisten Orten
    > > der Fall sein dürfte) dann ist der Fall eh klar.
    > > Zumindest wenn man diesen Vertrag unterschrieben hat.
    >
    > Soweit ich weiß, gilt in DE das Arbeitnehmererfindergesetz. Dass
    > Erfindungen einfach so an den Arbeitgeber übergehen und der damit machen
    > kann was er will, ohne gesonderte Gegenleistung, ist im Arbeitsvertrag wohl
    > kaum zulässsig.

    Keine Ahnung ob zulässig aber bei allen meinen Arbeitgebern stand bisher solche Klauseln im Arbeitsvertrag.
    Ich glaube kaum, dass es im Sinne der Arbeitgeber wäre, wenn die Erfindung beim Angestellten bleibt. Wenn der dann kündigt, würde die Firma ja dumm dastehen...

    Kann mir nicht vorstellen, dass das irgendjemandem nützen würde.

  12. Re: In DE kann das aber nicht im Vertrag stehen

    Autor: MSap 16.08.10 - 20:26

    Soweit ich weiß kannst du als Urheber von Programmcode nur Nutzungsrechte abgeben, diese kann man prinzipiell auch exklusiv abgeben aber hier bezieht sich die Exklusivität nur auf genau spezifizierte Bereiche, üblicherweise für die Projekte an denen du gearbeitet hast da du nicht im Vorfeld Rechte abtreten kannst von denen du nicht weißt das sie mal existieren könnten. Sprich, wenn ich jetzt ein Framework für die Kontrolle von Brennstoffstäben entwickle dann darf ich das Framework für die Kontrolle der Brennstoffstäbe nicht einsetzen aber ich kann es verwenden um eine Rakete zum Mond zu befördern. Das ist das in etwa was ich mal irgendwann gelernt habe, aber ich bin da absoluter Laie und unterschreibe grundsätzlich solche Dinger nicht, der Job sucht mich und nicht andersrum :-).

  13. Re: In DE kann das aber nicht im Vertrag stehen

    Autor: Pink Floyd 16.08.10 - 20:46

    Wieso nicht einfach Gesetzlich dem Arbeitgeber das Nutzungsrecht lassen auch wenn man die Firma verlässt, aber das Patent trotzdem bei dem Erfinder belassen, so das er - sofern er möchte - auch anderen Firmen die Nutzung gestatten kann.

  14. Re: In DE kann das aber nicht im Vertrag stehen

    Autor: pka2 16.08.10 - 21:36

    lulula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Naja im Endeffekt würde ich sagen kommt es darauf
    > > an was im Arbeitsvertrag steht. Wenn da steht das
    > > alle Erzeugnisse des Angestellten in das Eigentum
    > > der Firma übergeht und die damit tun und lassen
    > > können was sie wollen (was an den meisten Orten
    > > der Fall sein dürfte) dann ist der Fall eh klar.
    > > Zumindest wenn man diesen Vertrag unterschrieben hat.
    >
    > Soweit ich weiß, gilt in DE das Arbeitnehmererfindergesetz. Dass
    > Erfindungen einfach so an den Arbeitgeber übergehen und der damit machen
    > kann was er will, ohne gesonderte Gegenleistung, ist im Arbeitsvertrag wohl
    > kaum zulässsig.

    Bin ich jetzt ein Spielverderber wenn ich dich darauf hinweise, dass in diesem Gesetz zwar steht, dass der Arbeitnehmer einen Vergütungsanspruch erwirbt, das Patent allerdings dem Unternehmer zusteht ?

  15. Re: In DE kann das aber nicht im Vertrag stehen

    Autor: NöSager 16.08.10 - 21:47

    Pink Floyd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso nicht einfach Gesetzlich dem Arbeitgeber das Nutzungsrecht lassen
    > auch wenn man die Firma verlässt, aber das Patent trotzdem bei dem Erfinder
    > belassen, so das er - sofern er möchte - auch anderen Firmen die Nutzung
    > gestatten kann.

    Jo klar, auch total im Sinne des Arbeitgebers. Da lohnt es sich ja total in Forschung zu investieren, wenn danach der Entwickler einfach abhauen und das Patent anderen Firmen quasi schenken kann.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. RAPS GmbH & CO. KG, Kulmbach
  2. Oberfinanzdirektion Karlsruhe, Karlsruhe
  3. Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
  4. auticon, verschiedene Standorte

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 21,49€
  2. (-78%) 7,99€
  3. 52,99€
  4. (-63%) 11,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


HR-Analytics: Weshalb Mitarbeiter kündigen
HR-Analytics
Weshalb Mitarbeiter kündigen

HR-Analytics soll vorhersagbare und damit wertvollere Informationen liefern als reine Zahlen aus dem Controlling. Diese junge Disziplin im Personalwesen hat großes Potenzial, weil sie Personaler in die Lage versetzt, zu agieren, statt zu reagieren.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Frauen in der IT Ist Logik von Natur aus Männersache?
  2. IT-Jobs Gibt es den Fachkräftemangel wirklich?
  3. Arbeit im Amt Wichtig ist ein Talent zum Zeittotschlagen

Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien
Neuer Streamingdienst von Disney
Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Disney korrigiert falsches Seitenverhältnis bei den Simpsons
  2. Videostreaming im Abo Disney+ hat 10 Millionen Abonnenten
  3. Disney+ Disney bringt seinen Streaming-Dienst auf Fire-TV-Geräte

Von Microsoft zu Linux und zurück: Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme
Von Microsoft zu Linux und zurück
"Es gab bei Limux keine unlösbaren Probleme"

Aus Ärger über Microsoft stieß er den Wechsel der Stadt München auf Linux an. Kaum schied er aus dem Amt des Oberbürgermeisters, wurde Limux rückgängig gemacht. Christian Ude über Seelenmassage von Ballmer und Gates, die industriefreundliche CSU, eine abtrünnige Grüne und umfallende SPD-Genossen.
Ein Interview von Jan Kleinert


    1. Red Dead Redemption 2 PC: Hohe Bildraten schaden nicht mehr der Gesundheit
      Red Dead Redemption 2 PC
      Hohe Bildraten schaden nicht mehr der Gesundheit

      Mit Updates versucht Rockstar Games, die technischen Probleme der PC-Version von Red Dead Redemption 2 zu lösen - inklusive eines kuriosen Fehlers bei hohen Bildraten. Die Entwickler haben eine Übersicht mit noch nicht korrigierten Bugs ins Netz gestellt.

    2. Auslandskoordination: Telekom dreht LTE an den Grenzen voll auf
      Auslandskoordination
      Telekom dreht LTE an den Grenzen voll auf

      Nach Vodafone nutzt jetzt auch die Telekom die Leistung ihrer LTE-Stadion an den Auslandsgrenzen. Während es bei Vodafone 50 Stationen waren, stellt die Telekom gleich 500 auf volle Leistung.

    3. Benzinpreis-Proteste: Internet in Iran bleibt weiter gesperrt
      Benzinpreis-Proteste
      Internet in Iran bleibt weiter gesperrt

      Seit mehreren Tagen ist das Internet in Iran nach blutigen Protesten weitgehend gesperrt. Nur fünf Prozent des normalen Traffics werden registriert.


    1. 17:44

    2. 17:17

    3. 16:48

    4. 16:30

    5. 16:22

    6. 16:15

    7. 15:08

    8. 14:47