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Ihr versteht alle den Artikel nicht
Autor: Yeeeeeeeeha 27.03.17 - 20:36
Meta-Thread, da er auf ALLE anderen bisherigen Threads zutrifft:
Ihr habt den Artikel nicht verstanden. Und vielleicht sogar das ganze Internet.
Es geht hier NICHT um die theoretisch erreichbare Bandbreite der Anschlüsse, sondern um die tatsächliche. Nur weil der DSL-Router sich mit 50 MBit synct und ein Speedtest zum nächsten verfügbaren Server mitten in der Nacht die auch anzeigt, heisst das noch lange nicht, dass man auch seine Windows-Updates oder Steam-Games mit 50 Mbit runterladen kann.
Das Internet besteht halt aus mehr als der letzten Meile und auch wenn die Golem-Glasfaser-Sekte das nicht gerne liest: Hinter der letzten Meile ist das Internet ein Shared Medium. Immer. Bei Kabel (Coax) und jeglichen Funk sogar inkl. der "letzten Meile". Und wenn dieses Shared Medium nicht richtig ausgebaut ist, dann nutzt dir auch dein GBit zuhause nichts.
In Deutschland sieht das eh noch vergleichsweise gut aus. Die Backbones sind gut ausgebaut und es gibt einen Haufen Peering Points und zumindest bei den größeren Providern auch zahlreiche, von den Providern selbst betriebene Verbindungen in andere Länder, sogar kontinentübergreifend. Sprich: Die Provider investieren freundlicherweise auch abseits der werbewirksamen letzten Meile und hängen halt nicht 500 Kunden hinter nen 155 MBit-Strohhalm.
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin
1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.03.17 20:41 durch Yeeeeeeeeha. -
Kleine Korrektur
Autor: Yeeeeeeeeha 27.03.17 - 21:01
Es geht nicht NUR um die Bandbreite auf der letzten Meile. ;) Ändert aber auch nichts daran, dass das eigentliche Netz für die tatsächliche Performance genau so wichtig ist wie die Verbindungsgeschwindigkeit auf der letzten Meile.
Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
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Re: Ihr versteht alle den Artikel nicht
Autor: Atraides 27.03.17 - 22:19
Yeeeeeeeeha schrieb:
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> Meta-Thread, da er auf ALLE anderen bisherigen Threads zutrifft:
>
> Ihr habt den Artikel nicht verstanden. Und vielleicht sogar das ganze
> Internet.
Die "messen" auf eigene Server. Ich komme hier auf rund 95% (Congstar 16k DSL). Allerdings, und das gibt einem schon zu denken, läuft deren Testroutine nur sauber, wenn hier der Proxy abgestellt wird. Das läßt schon ein wenig an der Kompetenz zweifeln, zumal diese Einflußgröße im Fragenkatalog vorweg nicht erwähnt wird.
mfg
M. Bähr -
Re: Ihr versteht alle den Artikel nicht
Autor: Yeeeeeeeeha 28.03.17 - 10:08
Atraides schrieb:
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> Allerdings, und das gibt einem schon zu denken, läuft deren
> Testroutine nur sauber, wenn hier der Proxy abgestellt wird. Das läßt schon
> ein wenig an der Kompetenz zweifeln, zumal diese Einflußgröße im
> Fragenkatalog vorweg nicht erwähnt wird.
Hmja, wobei man jetzt darüber diskutieren könnte, ob Proxies nicht auch ein Einflussfaktor sind, den man berücksichtigen muss. Schließlich könnte ja auch ein transparenter Proxy eines Providers die tatsächlich erreichbare Bandbreite negativ beeinflussen.
In diesem Sinne: Wenn der Test nur richtig läuft, wenn dein Proxy abgestellt wird - liegt das dann an der Testroutine oder am Proxy? Die eigentliche Messung wird so weit ich das verstanden habe via Websockets durchgeführt und _eigentlich_ sollte ein anständiger Proxy das schon packen.
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Re: Ihr versteht alle den Artikel nicht
Autor: Atraides 28.03.17 - 10:26
Yeeeeeeeeha schrieb:
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> In diesem Sinne: Wenn der Test nur richtig läuft, wenn dein Proxy
> abgestellt wird - liegt das dann an der Testroutine oder am Proxy?
Die Upstream Bandbreitenmessung läuft nicht. Keine Ahnung, wer da nun der Auslöser genau ist. Ist Privoxy version 3.0.24 unter Ubuntu 16.04 Server. Bisher sind mir bei der Version keine weiteren Auffälligkeiten untergekommen.
mfg
M. Bähr



