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Wobei viele Beschwerden gar nicht erfasst werden

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  1. Wobei viele Beschwerden gar nicht erfasst werden

    Autor: winsharp93 15.01.20 - 10:20

    Zitat aus der Antwort-E-Mail der Bundesnetzagentur:

    "in Ihrer o.g. Beschwerde schildern Sie, dass Sie einen oder mehrere belästigende Telefonanrufe erhalten haben, bei dem sich der Anrufer fälschlich als Mitarbeiter eines bekannten Softwareunternehmens ausgab, oder sich auf vermeintliche Probleme mit Ihrem Betriebssystem bzw. allgemein mit Ihrem PC bezog.
    Der Bundesnetzagentur sind in jüngerer Zeit vermehrt Hinweise zu solchen Anrufen bekannt geworden. Diese Anrufe fallen jedoch nicht unter die Begriffe „unerlaubte Telefonwerbung oder Rufnummernmissbrauch“, für deren Verfolgung die Bundesnetzagentur zuständig ist.
    Es handelt sich hier um sogenannte „Phishing-Angriffe“.
    Damit die Täter effizient verfolgt werden können, ist es sehr wichtig, dass Sie als Betroffener schnell Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden, also den örtlichen Dienststellen von Polizei und Staatsanwaltschaft aufnehmen und den Anruf bei diesen zur Anzeige bringen.

    Die Bundesnetzagentur ist anders als die Polizei nicht dazu berechtigt, dem Verdacht von Straftaten nachzugehen oder Strafanzeigen entgegen zu nehmen. Unsere Aufgabe ist es vielmehr, gegen Anrufe vorzugehen, bei denen Verbraucher z. B. mit unerlaubter Werbung belästigt werden. Auch die Abschaltung der bei den Anrufen angezeigten Rufnummern scheidet bei Phishing-Vorfällen wie dem Vorliegenden meist aus. Für die vorliegende Masche werden nach hiesigen Erkenntnissen regelmäßig aufgesetzte Rufnummern verwendet. Hinsichtlich einer aufgesetzten und damit falsch angezeigten Rufnummer kann keine Abschaltung angeordnet werden, da die Anrufe tatsächlich von einem anderen Anschluss aus erfolgen. An der Fortsetzung dieser Anrufe kann auch die Abschaltung der – an den Anrufen tatsächlich – unbeteiligten bzw. einer nicht existenten Rufnummer nichts ändern. Daher kann die Bundesnetzagentur Ihre Beschwerde nicht weiter bearbeiten und schließt diese mit diesem Schreiben ab.

    Einen Phishing-Angriff erkennen Sie daran, dass der oder die Anrufer meist vorgeben, Mitarbeiter eines bekannten Unternehmens (z. B. Microsoft) oder gar einer staatlichen Einrichtung zu sein. Im Rahmen des Telefongespräches geht es dabei nicht um den Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung, sondern darum, Sie zu einer bestimmten Handlung oder zur Herausgabe persönlicher Daten (z. B. Kennwörter, Kundennummern oder Bankdaten) zu animieren, oder z. B. eine Fernwartungssoftware zu installieren. Auf diese Weise erhalten die Anrufer sensible Informationen oder gar die Kontrolle über Ihren PC und können dies für eine Vielzahl von – ggf. auch rechtswidrigen und schadensauslösenden – Transaktionen nutzen. Letztlich geht es den Anrufern immer nur darum, sich durch Täuschung rechtswidrig Vorteile vom Angerufenen zu verschaffen."

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