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Wieso haftet der Auftraggeber?

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  1. Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: User_x 23.12.19 - 22:59

    Muss jetzt Auftraggeber den Dienstleister erst vor Gericht schleppen?

  2. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: Sandeeh 24.12.19 - 00:58

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss jetzt Auftraggeber den Dienstleister erst vor Gericht schleppen?

    Weil er den AUFTRAG gegeben hat - oder denkst du, die Callcenter telefonieren aus reiner Nächstenliebe? Ohne Sky's Auftrag - kein Werbeterror. So einfach!

    Sandeeh

  3. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: LordGurke 24.12.19 - 05:51

    Der Auftraggeber ist derjenige, der festlegt wer wie und wann angerufen wird. Entweder hat Sky das also exakt so bestellt (und haftet zu Recht) oder das Callcenter hat den Auftrag kreativ ausgeführt (dann wird sich Sky die Bußgelder bei denen wiederholen und hoffentlich den Auftrag kündigen).
    Und das funktioniert auch, wenn die Callcenter im Ausland sitzen ;-)

  4. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: heikom36 24.12.19 - 15:38

    Weil der Auftragegber nunmal verantwortlich ist.
    Der will ja auch die Gewinne einkassieren ;-)

  5. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: Oekotex 25.12.19 - 08:56

    Wer soll denn sonst haften?

    Meinst du die Callcnter rufen dich an und melden sich mit
    "Hallo, mein Name ist Bertha Musterfrau. ich rufe im Auftrag von Sky an, arbeite aber für das Callcenter Hans&Franz, Musterweg 12, 34567 Musterstadt. Ich wollte Ihnen mal wegen ihrem Abo auf den Nerv gehen ..."?

    Sky vergibt den Auftrag und definiert was die Center tun sollen. Wenn diese sich nicht an den Auftrag halten, dann muss Sky dafür haften. Können sich ja eine Regress-Regelung in den Vertrag schreiben.

    Und wer nicht für das Handeln seines beuftragten Callcenters haften will, der kann auch einfach selbst eines betreiben. Mit all den Aufwänden die dazu gehören. Wer doe Kohle kassieren will, sollte nicht jammern, wenn er auch ein Risiko tragen muss.

  6. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: heikom36 25.12.19 - 14:52

    Oekotex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer soll denn sonst haften?

    Was man aber noch erwähnen kann ist, dass Sky eventuellen Schadensersatz einklagen kann wenn sich das Callcenter nicht an Abmachungen oder Gesetze gehalten hat.
    Aber die Strafe hat Sky zu bekommen - die können sie dann einfordern. Am Ende werden die wohl nur nen Titel haben aber kein Geld und es wird dann abgeschrieben werden. Der Steuerzahler hat dann den Verlust.

  7. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: Oekotex 25.12.19 - 17:33

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was man aber noch erwähnen kann ist, dass Sky eventuellen Schadensersatz
    > einklagen kann wenn sich das Callcenter nicht an Abmachungen oder Gesetze
    > gehalten hat.

    Ich dachte genau das getan zu haben, als ich schrieb "Können sich ja eine Regress-Regelung in den Vertrag schreiben".

    > Am Ende werden die wohl nur nen Titel haben
    > aber kein Geld und es wird dann abgeschrieben werden.
    > Der Steuerzahler hat dann den Verlust.

    Nein, der Steuerzahler hat hier keinen Verlust.
    Den Verlust hat der Staat, denn der hätte die Steuern bekommen.
    Wenn du mit Steuerzahler den Bürger meinst (mal davon abgesehen sind auch Unternehmen Steuerzahler), dann hätte dieser den Verlust, wenn der Staat im Januar sagen würden "Dieses Jahr generieren wir xyz Milliarden an Steuereinnahmen" und im November hieße es dann "Da Unternehmen leider weniger gezahlt haben führen wir zum kommenden Monatsersten die Bürger-Ausgleichssteuer ein, daraus sind im kommenden Monat noch 87,5 Millionen Euro zu generieren, damit wir unser Jahresziel von xyz Milliarden erreicht haben. Vielen Dank für Ihr Verständnis.".

    Allerdings hat Sky natürlich auch einen Verlust. Der Image-Schaden ist finanziell zwar immer schwer abzuschätzen, aber es ist doch nicht unwahrscheinlich, dass es Menschen gibt, die nun an diesen Infoständen (und auch sonst) vielleicht doch nicht sofort Ja zu einem Abo sagen, wenn sie im Hinterkopf haben dann evtl. telefonisch belästigt zu werden.

  8. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: User_x 26.12.19 - 08:43

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oekotex schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wer soll denn sonst haften?
    >
    > Was man aber noch erwähnen kann ist, dass Sky eventuellen Schadensersatz
    > einklagen kann wenn sich das Callcenter nicht an Abmachungen oder Gesetze
    > gehalten hat.
    > Aber die Strafe hat Sky zu bekommen - die können sie dann einfordern. Am
    > Ende werden die wohl nur nen Titel haben aber kein Geld und es wird dann
    > abgeschrieben werden. Der Steuerzahler hat dann den Verlust.

    Es geht vorallem darum, dass ein Lead-Verkäufer eben "unsaubere Wahre" anbieten könnte. Also Adressen anbietet, wo kein Einverständnis vorliegt. Als Käufer, was Sky letztlich ist, müsste das zur Strafe auch geprüft sein. So in etwa, wenn dir Sixt sagt, das Leihauto ist verischert, ist es dann aber nicht.

  9. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: Anonymer Nutzer 26.12.19 - 14:18

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil der Auftragegber nunmal verantwortlich ist.
    > Der will ja auch die Gewinne einkassieren ;-)

    So einfach ist das nicht.

    Wenn ich eine Firma zur Müllentsorgung beauftrage und diese den Müll in den Wald kippt, bin ich als Auftragsgeber doch nicht automatisch der Schuldige.

    Hier kommt es eben auf den Vertrag an und in wie weit dir bewusst ist bzw. Abgemacht ist, ob der Müll einfach in den Wald kippen oder gesetzeskonform entsorgt.

    Im Artikel selber steht, dass Sky selbst ebenso Anrufe getätigt hat.

  10. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: heikom36 26.12.19 - 15:33

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > heikom36 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weil der Auftragegber nunmal verantwortlich ist.
    > > Der will ja auch die Gewinne einkassieren ;-)
    >
    > So einfach ist das nicht.
    >
    > Wenn ich eine Firma zur Müllentsorgung beauftrage und diese den Müll in den
    > Wald kippt, bin ich als Auftragsgeber doch nicht automatisch der
    > Schuldige.
    >
    > Hier kommt es eben auf den Vertrag an und in wie weit dir bewusst ist bzw.
    > Abgemacht ist, ob der Müll einfach in den Wald kippen oder gesetzeskonform
    > entsorgt.
    >
    > Im Artikel selber steht, dass Sky selbst ebenso Anrufe getätigt hat.

    Man sollte auch mal mit einbeziehen, dass es oft genug Beschwerden gegeben hat.
    Auch ich habe 2-3x bei der Bundesnetzagentur das Anzeigenformular ausgefüllt.
    Sky hat sich wohl nicht beeindrucken lassen.

    Ob jetzt das Müllunternehmen ein Vergleich ist?
    Sky hat die Möglichkeit SELBST ein Callcenter zu führen - ich bin dagegen gesetzlich verpflichtet den professionellen Entsorger zu nutzen. Die sind auch in der Regel zertfiziert.
    Da sind sicher ganz andere Gesetze die Grundlage.
    Mal so - den Mord als Auftrag. Dann bin ich als Auftraggeber also fein raus?

    Oder ich verleihe mein Auto. Der "Kollege" stellt es nun ab, schlägt die Ölwanne kaputt - dann muss der Halter haften wenn der Täter nicht bezahlt. Ich kann es dann zivil einklagen.
    Kann mir sogar auch dann passieren, wenn mein Auto geklaut worden ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.12.19 15:34 durch heikom36.

  11. Re: Wieso haftet der Auftraggeber?

    Autor: Anonymer Nutzer 26.12.19 - 21:33

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kakiss schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > heikom36 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Weil der Auftragegber nunmal verantwortlich ist.
    > > > Der will ja auch die Gewinne einkassieren ;-)
    > >
    > > So einfach ist das nicht.
    > >
    > > Wenn ich eine Firma zur Müllentsorgung beauftrage und diese den Müll in
    > den
    > > Wald kippt, bin ich als Auftragsgeber doch nicht automatisch der
    > > Schuldige.
    > >
    > > Hier kommt es eben auf den Vertrag an und in wie weit dir bewusst ist
    > bzw.
    > > Abgemacht ist, ob der Müll einfach in den Wald kippen oder
    > gesetzeskonform
    > > entsorgt.
    > >
    > > Im Artikel selber steht, dass Sky selbst ebenso Anrufe getätigt hat.
    >
    > Man sollte auch mal mit einbeziehen, dass es oft genug Beschwerden gegeben
    > hat.
    > Auch ich habe 2-3x bei der Bundesnetzagentur das Anzeigenformular
    > ausgefüllt.
    > Sky hat sich wohl nicht beeindrucken lassen.
    >
    > Ob jetzt das Müllunternehmen ein Vergleich ist?
    > Sky hat die Möglichkeit SELBST ein Callcenter zu führen - ich bin dagegen
    > gesetzlich verpflichtet den professionellen Entsorger zu nutzen. Die sind
    > auch in der Regel zertfiziert.
    > Da sind sicher ganz andere Gesetze die Grundlage.
    > Mal so - den Mord als Auftrag. Dann bin ich als Auftraggeber also fein
    > raus?
    >
    > Oder ich verleihe mein Auto. Der "Kollege" stellt es nun ab, schlägt die
    > Ölwanne kaputt - dann muss der Halter haften wenn der Täter nicht bezahlt.
    > Ich kann es dann zivil einklagen.
    > Kann mir sogar auch dann passieren, wenn mein Auto geklaut worden ist.


    Ich habe doch geschrieben, dass es nicht so einfach ist und auf den Fall bezogen werden muss ;)
    Und das mit dem Mord lässt sich genauso mit meinem Beispiel erklären.

    Wenn du den Auftragsmord aufgibst, bist du definitiv mitschuldig, jedoch nicht des Mordes direkt.
    Wenn du lediglich in Auftrag gibst, dass ein Konkurrent in Schach gehalten werden soll, mit legalen Strategien, wie es sie in der Wirtschaft gibt, bist du unschuldig.

    Genau das gleiche nun hier, Sky kann Tätigkeiten an Fremdfirmen vergeben, wie es auch Automobilkonzerne tun.
    Hat Sky lediglich die Arbeit per Outsourcing an die Fremdfirma gegeben, sind sie unschuldig.
    Haben sie klar in Auftrag gegeben, dass diese Firma nicht gesetzeskonform agiert, sind sie Mitschuldig.

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