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Kulanz verbieten

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  1. Re: Kulanz verbieten

    Autor: crazypsycho 12.06.19 - 23:23

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BlackSuit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ein paar tolle Regeln hast du da aufgestellt. Nur will ich dir was
    > > verraten: Schon heute könnten Versandhändler bei übermäßig 'gestester'
    > Ware
    > > Schadensersatz verlangen. Nur muss alles nachgewiesen werden: Das ist
    > > häufig teurer als einfach die Klappe zu halten.
    >
    > Eben, weil die Gesetze zu viel Spielraum lassen. Letztlich Beweislastumkehr
    > auf den Kunden. Defekt/Garantie kein Thema, aber nicht einfach nur "passt
    > nicht" obwohl die Maße eindeutig angegeben waren.

    Und was ist mit "steht mir leider nicht" ? Das kann man ja vor dem Anprobieren nicht wissen.

  2. Re: Kulanz verbieten

    Autor: ip_toux 13.06.19 - 01:33

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht nur die Vernichtung von Rücksendewaren, auch die unnötige
    > Rumschickerei müsste eingedämmt werden, in dem man Onlinehändler verbietet
    > sowas als "Service" anzubieten.
    >
    > Ganz einfache Regeln:
    > - Produkt (exkl. Kleidung) entsprach exakt der Beschreibung und wurde
    > trotzdem ohne vertretbaren Grund zurückgeschickt -> Doppelte Versandkosten
    > + 10¤ Bearbeitungsgebühr
    > - Produkt wurde offensichtlich länger als zum reinen Test verwendet ->
    > Keine Rücknahme + 50¤ Bearbeitungsgebühr + ab einem gewissen Warenwert
    > Strafverfahren wegen Betrug (weil ein Onlineshop kein Mietservice ist).
    > Ich möchte bei der heutigen Gesellschaft echt nicht wissen, wie viele
    > Schuhe zum Beispiel an Amazon zurückgehen, die offensichtlich schon auf der
    > Straße getragen wurden. Hier darf der Händler einfach keinerlei Kulanz
    > bieten, sondern muss eher noch saftigen Schadenersatz verlangen, allein
    > weil er schon so eine unlautere Rücksendung bearbeiten musste.
    >
    > Insbesondere auch diese Spezialisten, die sich 5 Fernseher gleichzeitig
    > bestellen um sich in aller Ruhe einen davon auszusuchen, müssten 5x Hin-
    > und Rücksendekosten bezahlen und gewaltig Gefahr laufen am Ende auch 5
    > Fernseher kaufen zu müssen. Denn die Logistik ist umweltmäßig nicht
    > vertretbar, das Verhalten zahlen alle fairen Käufer mit und verursacht so
    > manches erneut versendete "Neugerät", was offensichtlich schon einige
    > Betriebsstunden + Fingerabdrücke & Co hat. Und gleichzeitig hätte der
    > lokale Handel (wo der direkte Vergleich möglich ist) wieder einen kleinen
    > Vorteil an der Hand.

    Dann verlierst Du aber einen Kunden und das willst du als Unternehmen nicht. Ich erlebe es täglich auf Arbeit.... da kann der Kunde mit sonst was kommen wo man sich als Mitarbeiter an den Kopf greift, aber nein Geschäftsführung gibt dem Kunden recht denn dieser ist ja König und Chefe will den Kunde nicht an Konkurrenz verlieren.

    Problem sind die KUNDEN die sich wie Arschloch bei einem Problem verhalten. Beispiel Kommode.... Kunde kauft Kommode, Deckplatte hat Kratzer, Kunde kommt mit 2 Pack zurück und sagt "hier hat Kratzer, will Neu!". Ich sag, wir mache eine Reklamation beim Hersteller und sie können dann in ca. 14 Tagen (je nach Hersteller) abholen, sieht er aber nicht ein, will Kommode heute noch aufgebaut haben (kann ich durchaus verstehen). Also öffne ich eine 2. Kommode und gebe von dort die Deckplatte raus.

    Jetzt habe ich hier nun eine geöffnete (Verpackung) Kommode mit zerkratzen Deckplatte. Bei dem Hersteller habe ich nun 2 Möglichkeiten (legal nur 1)

    Möglichkeit 1. Ich bestelle eine neue Deckplatte, die kommt an ich packe sie zur Kommode, bekomme aber die Ware nicht mehr Original verpackt und verklebt. Sicherlich kann ich diese als B-Ware verkaufen, aber warum? Nur wegen der Verpackung?

    Also Möglichkeit 2 (hier wird es illegal).

    Ich reklamiere die Ware zur Abholung mit Belastung bei dem Hersteller, als Grund nenne ich diverse Mängel. Da ich mit Belastung (ich will mein Geld wieder) reklamiere, gehört in diesem moment die Ware wieder dem Hersteller (heutzutage werden Belastungen und Buchungen fast justintime ausgeführt). Dieser entscheidet sich nun aus Kostengründen die Kommode bei uns vor Ort Vernichten zu lassen. Ich habe mein Geld wieder und der Hersteller hat sich Entsorgung und Transportkosten gespart.

    Öko passt eben nicht zu Kapitalismus, muss man eben so knallhart sagen... will keiner sehen... sicherlich kann man jetzt per Gesetz verbieten dass die Ware vernichtet wird, also lässt der Hersteller diese teuer abholen. Nun muss er dies über Personalkosten ausgleichen und entlässt jemanden deswegen. Hinzu kommt das sinnlos CO2 für den Rücktransport verschwendet wurde. Ist es am Ende also doch nicht besser zu Vernichten?

    Schlussendlich darf man nämlich auch nicht vergessen, es gibt einen Industriezweig der von Vernichtung lebt. Ich will nicht wissen wie viel Verluste die Firma Veolia machen würde weil plötzlich nichts mehr vernichtet wird.

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