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Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: amigo99 04.02.19 - 19:10
Accenture hat ja den neuerlichen Change zu MS angeraten, warum wohl? München wäre mit Linux sicher billiger und besser gefahren.
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Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: LoudHoward 04.02.19 - 19:37
Ist es aber nicht, der Support war teuer, und die Leute sind nicht mit klar gekommen.
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Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: bark 04.02.19 - 19:52
Oder auch nicht.
amigo99 schrieb:
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> Accenture hat ja den neuerlichen Change zu MS angeraten, warum wohl?
> München wäre mit Linux sicher billiger und besser gefahren. -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: Glennmorangy 04.02.19 - 20:49
Wohl wahr. Der Wechsel zu Linux hatte sich für München als megaflop herausgestellt. Die sind heilfroh das es zurück zu Microsoft geht. Produktivität ist das A und O. Das was am allermeisten zählt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.19 20:49 durch Glennmorangy. -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: Apollo13 04.02.19 - 23:04
Wer ist heilfroh? Die Angestellten? Die IT-Mitarbeiter?
Auch wenn die, die auf Microsoft schwören, es nicht hören wollen: Das Problem in München war nie Limux - sondern die ganzen Strukturen drum herum. Wenn man sich anschaut, wieiviele Insellösungen und Sonderwünsche die IT dort betreuen bzw. berücksichtigen musste, dann wird schnell klar, warum die Schwierigkeiten so groß waren.
Es ist dann natürlich bequem, das alles auf Limux zu schieben und so zu tun, als ob es mit Windows solche Probleme nicht geben könnte. Ich bin gespannt, wie lange die Rückmigration dauert und welche Probleme dabei dann auftreten - aber dann wird es bestimmt heißen, das ist halt so, damit muss man sich abfinden, weil die Produkte halt von Microsoft kommen, und man selbst ja nichts dran ändern kann. Und die eigene Entscheidung für Microsoft kann ja nicht schlecht gewesen sein, schließlich sind sie ja Marktführer ...
Nach der Umstellung meines Arbeitgebers auf Exchange / Outlook gibt es bei uns zig Probleme. Das lächerlichste finde ich, dass man an die Gruppenadressbücher, die in geteilten Ordnern liegen (weil die AD-Gruppen durch normale Nutzer nicht bearbeitbar sind), über OWA nicht dran kommt. Dazu muss man extra den Outlook-Client starten - der wiederum Probleme hat mit der Trennung von Profilen. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft es mir passiert ist, dass ich plötzlich Adressen im einen Profil angezeigt bekommen habe, die nur im anderen verfügbar sind bzw. dort verwendet wurden.
Es ist ganz sicher nicht alles Gold, was glänzt! -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: LoudHoward 05.02.19 - 07:47
Gewusst wie, wir haben keine Probleme mit Exchange. Zeig mit ein IMAP CardDAV Server mit Webmail der all dies beherscht.
Apollo13 schrieb:
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> Wer ist heilfroh? Die Angestellten? Die IT-Mitarbeiter?
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> Auch wenn die, die auf Microsoft schwören, es nicht hören wollen: Das
> Problem in München war nie Limux - sondern die ganzen Strukturen drum
> herum. Wenn man sich anschaut, wieiviele Insellösungen und Sonderwünsche
> die IT dort betreuen bzw. berücksichtigen musste, dann wird schnell klar,
> warum die Schwierigkeiten so groß waren.
>
> Es ist dann natürlich bequem, das alles auf Limux zu schieben und so zu
> tun, als ob es mit Windows solche Probleme nicht geben könnte. Ich bin
> gespannt, wie lange die Rückmigration dauert und welche Probleme dabei dann
> auftreten - aber dann wird es bestimmt heißen, das ist halt so, damit muss
> man sich abfinden, weil die Produkte halt von Microsoft kommen, und man
> selbst ja nichts dran ändern kann. Und die eigene Entscheidung für
> Microsoft kann ja nicht schlecht gewesen sein, schließlich sind sie ja
> Marktführer ...
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> Nach der Umstellung meines Arbeitgebers auf Exchange / Outlook gibt es bei
> uns zig Probleme. Das lächerlichste finde ich, dass man an die
> Gruppenadressbücher, die in geteilten Ordnern liegen (weil die AD-Gruppen
> durch normale Nutzer nicht bearbeitbar sind), über OWA nicht dran kommt.
> Dazu muss man extra den Outlook-Client starten - der wiederum Probleme hat
> mit der Trennung von Profilen. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft es
> mir passiert ist, dass ich plötzlich Adressen im einen Profil angezeigt
> bekommen habe, die nur im anderen verfügbar sind bzw. dort verwendet
> wurden.
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> Es ist ganz sicher nicht alles Gold, was glänzt! -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: Potrimpo 05.02.19 - 09:27
Dir wird ein Zusammenhang zwischen Accenture und Microsoft erst jetzt klar? Reichlich spät.
Andererseits hat Accenture überhaupt nicht zu einem Change geraten.
"Selbst das von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) extra beim Beratungshaus Accenture eingekaufte Gutachten zur IT-Landschaft der Landeshauptstadt, das LiMux als eine von vielen Schwachstellen ausmachte, hat laut Roth zu keinem derartigen harten und abrupten Kurswechsel geraten." https://www.heise.de/newsticker/meldung/LiMux-Aus-in-Muenchen-Opposition-wettert-gegen-katastrophale-Fehlentscheidung-3622848.html
Übrigens hat selbst die FSFE, die eine derartige Behauptung ebenfalls aufstellte, deutlich zurückgerudert: "In einer Selbstkritik warnte die FSFE davor, einseitig Freie Software oder die Geschäftsgebaren der Firma Microsoft für das Scheitern verantwortlich zu machen. Das Problem in München war vielmehr die starke Fragmentierung der IT und ein schlechtes Projektmanagement sowie unzureichende interne Kommunikation innerhalb der bayerischen Behördenlandschaft." https://de.wikipedia.org/wiki/LiMux (Quelle ebenda). -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: Potrimpo 05.02.19 - 09:42
Du hast nicht ganz unrecht, liegst aber auch nicht völlig richtig.
Ich zitiere mal aus einem Wikipedia-Artikel (die Originalquelle ist dort genannt) über die FSFE (wie auch weiter oben in einem anderen Kommentar genannt): "In einer Selbstkritik warnte die FSFE davor, einseitig Freie Software oder die Geschäftsgebaren der Firma Microsoft für das Scheitern verantwortlich zu machen. Das Problem in München war vielmehr die starke Fragmentierung der IT und ein schlechtes Projektmanagement sowie unzureichende interne Kommunikation innerhalb der bayerischen Behördenlandschaft."
Ich persönlich als Betroffener (Kunde, also Bürger, aber auch Freund von zahlreichen Angestellten im Kreisverwaltungsreferat München) sage, dass den größten Anteil das grottig schlechte Projektmanagement dafür verantwortlich ist und die Unzufriedenheit sämtlicher Betroffener massiv geschürt hat, so dass letztlich überhaupt kein Ausweg als ein Ausstieg möglich war (den nicht einmal Accenture vorgeschlagen hatte).
Wenn ich mich (als Projektführung) hinstelle und das Projekt als "erfolgreich in den Regelbetrieb übertragen" bezeichne, aber für den Mitarbeiter und für den Bürger nichts bzw. wenig funktioniert - dann waren die Projektziele die falschen.
Für MA und Bürger war nach Einführung von LiMux der Status quo schlechter als vor Einführung. Dafür gibt es, wie Du auch anführst, mehrere Gründe. Wenn diese aber mit dem Zeitpunkt eines solchen Großprojekts zusammenfallen, dieses angeblich "erfolgreich" beendet wurde, sich aber die Schlechterstellung im Vergleich zu Zeitpunkt vor Einführung des Projekts manifestiert, dann gibt es letztlich nur eine logische Konsequenz, nämlich das Infragestellen und Überprüfung des gesamten Projekts (dass ist auch das, was Accenture vorgeschlagen hatte).
Dass dies nicht Zwangsläufig eine Umstellung auf Microsoft-Produkte bedeuten musste, versteht sich von selbst. Allerdings ist es vollumfänglich menschlich nachvollziehbar, wenn eine Stadtverwaltung, die letztlich verantwortlich zeichnet, dann die komplette Reißleine zieht. -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: Kelran 05.02.19 - 11:18
LoudHoward schrieb:
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> Ist es aber nicht, der Support war teuer, und die Leute sind nicht mit klar
> gekommen.
Unsinn. Nicht einmal das Gutachten von Accenture kam zu dieser Schlussfolgerung. -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: cyzz 06.02.19 - 16:10
LoudHoward schrieb:
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> Ist es aber nicht, der Support war teuer, und die Leute sind nicht mit klar
> gekommen.
<°)(((>< -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: Frostwind 06.02.19 - 17:21
Apollo13 schrieb:
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> Auch wenn die, die auf Microsoft schwören, es nicht hören wollen: Das
> Problem in München war nie Limux - sondern die ganzen Strukturen drum
> herum. Wenn man sich anschaut, wieiviele Insellösungen und Sonderwünsche
> die IT dort betreuen bzw. berücksichtigen musste, dann wird schnell klar,
> warum die Schwierigkeiten so groß waren.
>
Ersetze Limux durch SAP. Dann ist plötzlich SAP schuld :D -
Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: mark.wolf 06.02.19 - 19:17
Schöne fake news. Das ist eine behauptung, die nicht belegt ist. So dumm sind die Leute bei der Stadt München nicht wirklich, dass sie mit einem vernüftigen System nicht klarkommen könnten.
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Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: mark.wolf 06.02.19 - 19:18
Auch durch tausendfaches Wiederholen wird eine unbelegte Behauptung nicht wahr.
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Re: Da wird einem der Zusammenhang von LiMux klar
Autor: 0x8100 06.02.19 - 22:19
LoudHoward schrieb:
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> Gewusst wie, wir haben keine Probleme mit Exchange. Zeig mit ein IMAP
> CardDAV Server mit Webmail der all dies beherscht.
https://github.com/tine20/tine20 mit postfix/dovecot.
imap/carddav/caldav/activesync/webclient - funktioniert wunderbar.



