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Mal bei meiner Firma anklopfen

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  1. Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: AllDayPiano 11.02.19 - 11:26

    ... würde ihr sicher nicht schaden. Da findet sich aus dem Artikel so alles zusammen.

    Schlussendlich ist die einzige Form von Berater, die hier in's Haus kommen, diejenigen, die Kosten sparen sollen. Schlussendlich ziehen sie mit einem halben Prozentpunkt mehr Umsatzrendite wieder ab, wohingegen aber eine halbe unzufriedene Belegschaft mit noch mehr gekürzten Kostenträgern bleibt. Sozusagen die BRD Politik seit 1999.

    Das wirkliche Kernproblem einer jeden Firma sind falschbesetzte Entscheiderpositionen. Denn wenn die falschen Leute nur lange genug auf ihrem Posten sind, sperren sie sich gegen alles, das für sie eine Veränderung bedeutet. Und so wird ständig versucht, den Estrich zu erneuern, währenddessen oben drauf noch ein alter, abgelatschter, hässlicher Teppich liegt.

    Und weil ihnen sonst kaum was anderes einfällt, als Kosten zu streichen, indem insgesamt weniger Geld ausgegeben wird, wird sich genau darauf beschränkt.

    Ich habe erst vor kurzem mit Leuten aus der Produktion gesprochen. Das geht ja schon damit los, dass sie alle ihre PCs an der gleichen Mehrfachsteckdose (9 Stück) an einer einzigen Steckdose angeschlossen haben. Kommt jemand fremdes ins Haus (zertifizierung) muss das alles abgebaut werden, dann "das kann man so nicht lassen". Aber ein paar Euro in die Hand nehmen, und einen Elektriker ein paar Steckdosen setzen lassen, kommt überhaupt nicht in Frage, denn das kostet (unbändig wenig) Geld.

  2. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: PerilOS 11.02.19 - 16:14

    Wenn alle Manager so schlecht wären, wie der Klassenkämpfer in einer Klassenlosen Gesellschaft immer behauptet, dann wären alle Firmen schon pleite. Gibt nichts besseres als Leute die anderen die Kompetenzen absprechen. Da ist meistens nur Luft dahinter.
    Das deutsche Kaiserreich existiert übrigens nicht mehr. Die Rhetorik gehört seit 1919 in die Mottenkiste. Wir hatten erst 100 Jahrestag der Demokratie in Deutschland. Guter Grund sich damit zu befassen.

    Und ja gerade in der Produktion ist es sehr teuer, mal "eben so" ein paar Steckdosen zu verlegen. Da gehören auch so lästige Dinge zu wie das Netz zu prüfen, ob Kapazitäten da sind. Dann muss es ggf. mit ins Brandschutzkonzept übernommen werden. Die Baupläne müssen angepasst werden etc. pp.
    In der Regel gehört das Gebäude auch einem Vermieter und die Produktionsanlagen einem selbst und man betreibt das Gebäude lediglich. Weil so eine Produktion nach 15 Jahren runtergewirtschaftet ist. Da lohnt sich ein eigener Bau nicht. Weil man dann die komplette Anlage ersetzen muss und permanent nachbessern ab einem bestimmten Punkt nicht mehr hilft. Da will man das Gebäude nicht an der Backe haben. Man besorgt sich dann ein größeres. Oder baut selbst, und verkauft das Gebäude und mietet es um wieder flexibel zu sein.

    Gibt nichts besseres als Klugscheißer die mal schnell was kaufen und die Gerätschaft and die Druckluft anstecken ohne Rücksprache mit den technischen Produktionsleitern zu haben, und dann auf einmal die Anlage in die Knie geht, weil das genau berechnete Maß an Druckluft nicht zur Verfügung steht.

    Meckern ist easy. Wenn man aber keinen Überblick hat, sollte man den anderen aber auch nicht sagen was sie zu tun oder lassen haben.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 11.02.19 16:19 durch PerilOS.

  3. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: Torsley 12.02.19 - 08:16

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn alle Manager so schlecht wären, wie der Klassenkämpfer in einer
    > Klassenlosen Gesellschaft immer behauptet, dann wären alle Firmen schon
    > pleite. Gibt nichts besseres als Leute die anderen die Kompetenzen
    > absprechen. Da ist meistens nur Luft dahinter.
    > Das deutsche Kaiserreich existiert übrigens nicht mehr. Die Rhetorik gehört
    > seit 1919 in die Mottenkiste. Wir hatten erst 100 Jahrestag der Demokratie
    > in Deutschland. Guter Grund sich damit zu befassen.
    >
    > Und ja gerade in der Produktion ist es sehr teuer, mal "eben so" ein paar
    > Steckdosen zu verlegen. Da gehören auch so lästige Dinge zu wie das Netz zu
    > prüfen, ob Kapazitäten da sind. Dann muss es ggf. mit ins
    > Brandschutzkonzept übernommen werden. Die Baupläne müssen angepasst werden
    > etc. pp.
    > In der Regel gehört das Gebäude auch einem Vermieter und die
    > Produktionsanlagen einem selbst und man betreibt das Gebäude lediglich.
    > Weil so eine Produktion nach 15 Jahren runtergewirtschaftet ist. Da lohnt
    > sich ein eigener Bau nicht. Weil man dann die komplette Anlage ersetzen
    > muss und permanent nachbessern ab einem bestimmten Punkt nicht mehr hilft.
    > Da will man das Gebäude nicht an der Backe haben. Man besorgt sich dann ein
    > größeres. Oder baut selbst, und verkauft das Gebäude und mietet es um
    > wieder flexibel zu sein.
    >
    > Gibt nichts besseres als Klugscheißer die mal schnell was kaufen und die
    > Gerätschaft and die Druckluft anstecken ohne Rücksprache mit den
    > technischen Produktionsleitern zu haben, und dann auf einmal die Anlage in
    > die Knie geht, weil das genau berechnete Maß an Druckluft nicht zur
    > Verfügung steht.
    >
    > Meckern ist easy. Wenn man aber keinen Überblick hat, sollte man den
    > anderen aber auch nicht sagen was sie zu tun oder lassen haben.

    deine verteidigung der manager in allen ehren aber das ändert alles nichts an dem unsicheren zustand der in seinem beispiel angesprochen wird, der halt immernur kurz bzw dann verändert wird wenn "wichtige leute" ins haus kommen. es ist nunmal oft so das erst kapazitäten freigemacht werden wenn eine firma dazu gezwungen wird oder wenn die mitarbeiter irgendwann schon mit mistgabeln bewaffnet am entsprechenden büro stehen. und das obwohl gerade große weltfirmen oft jedes jahr immer noch größere gewinne einfahren, aber der produktion praktisch immer vermittelt wird wie schlecht es der firma doch geht und man an jeder ecke nochmehr sparen muss.

  4. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: Clown 12.02.19 - 08:45

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn alle Manager so schlecht wären, wie der Klassenkämpfer in einer
    > Klassenlosen Gesellschaft immer behauptet, dann wären alle Firmen schon
    > pleite. Gibt nichts besseres als Leute die anderen die Kompetenzen
    > absprechen. Da ist meistens nur Luft dahinter.

    Die Entscheiderpositionen bei den Kunden sind ja auch nicht selten mit Idioten besetzt.
    Und so treffen idiotische Entscheidungen auf idiotische Käufer(-entscheider) und das Überleben ist erst mal gesichert..

    Blizzard: "You guys don't have phones?" ~ Bethesda: "You guys don't have friends?" ~ EA "You guys don't have wallets?"

  5. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: ubuntu_user 12.02.19 - 09:00

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Entscheiderpositionen bei den Kunden sind ja auch nicht selten mit
    > Idioten besetzt.
    > Und so treffen idiotische Entscheidungen auf idiotische
    > Käufer(-entscheider) und das Überleben ist erst mal gesichert..

    Du hast aber immer noch Leistungsträger, die dann nicht alles 100% so umsetzen und die Fehlentscheidungen kompensieren

  6. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: AllDayPiano 12.02.19 - 09:04

    Ach das ist nicht nur meine Meinung. Wenn ich erzählen würde, was hier so abgeht (was aber Rückschlüsse zulassen würde, die ich vermeiden will) würdest Du auch sagen: "Okay, das ist ja übel".

    Zu unserem Unternehmen gehört sogar eine Firma, die Elektroanlagen baut. Alles, was es bräuchte, wäre ein Anruf, dann wäre die Sache in ein bis zwei Tage erledigt.

    Die Probleme mit dem Eigentumsrecht stimmen natürlich aber die Verträge über die Nutzung umfassen normalerweise auch Veränderungen in nicht erheblichem Maß. Wie sonst sollte man auch eine CNC-Maschine anklemmen, wenn es dort keine UV für Drehstrom gibt? Eine Wand herauszubrechen war scheinbar in den gemieteten Räumlichkeiten auch problemlos möglich.

    Mal ein Beispiel: Immer wenn das Rolltor aufgeht (Anlieferung), zieht es an den nahegelegenen Arbeitsplätzen dermaßen, dass viele Mitarbeiter oftmals krank werden. Anstatt also zumindest 2-Meter-Wände aufzustellen, die diesen Bereich vom Zug abschirmt, wurde trotz oftmaligem Ansprechen der MA nichts gemacht. Als es dann nach fast zwei Jahren eine Revolte gab, wurden den Mitarbeitern Jacken gegeben, die sie immer dann anziehen können, wenn das Tor auf ist.

    Oder eine andere Sache: Es gibt für den gleichen Anwendungsfall mehrere Produkte, die von unterschiedlichen Abteilungen komplett entwickelt wurden. Die Geschäftsleitung toleriert, dass eine zweite Entwicklungsabteilung gebildet wurde, die im Grunde das Rad ständig neu entwickelt und zudem auch, dass ständig neue Varianten davon entwickelt werden (weil eine gemeinsame Basis fehlt). Mittlerweile gibt es unzählige Varianten ein und des selben Produkts bei dem niemand mehr durchblickt. Sowas verbrennt Geld ohne Ende.

    Und das sind nur zwei Beispielen von vielen, die auch mich dazu bewogen haben, mir einen neuen Arbeitgeber zu suchen. Neben mir haben alleine in meiner Abteilung zwei weitere Leute gekündigt.

    Und das sind alles Entwicklungen von "Führungskräften" angestoßen, die halt seit der Lehre im Unternehmen sind, und ihre Suppe kochen und ein unfähiges Management, dem nichts besseres einfällt, als einmal im Jahr zwei packungen Kaffee pro Abteilung zu zahlen.

  7. Sowas von richtig

    Autor: Dave_Kalama 12.02.19 - 13:10

    Clown schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PerilOS schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn alle Manager so schlecht wären, wie der Klassenkämpfer in einer
    > > Klassenlosen Gesellschaft immer behauptet, dann wären alle Firmen schon
    > > pleite. Gibt nichts besseres als Leute die anderen die Kompetenzen
    > > absprechen. Da ist meistens nur Luft dahinter.
    >
    > Die Entscheiderpositionen bei den Kunden sind ja auch nicht selten mit
    > Idioten besetzt.
    > Und so treffen idiotische Entscheidungen auf idiotische
    > Käufer(-entscheider) und das Überleben ist erst mal gesichert..


    Der Irrsinn der 75% hat noch jede Firma zerstoert...

  8. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: Dr.Zoidberg 12.02.19 - 17:04

    Ich dachte erst wir arbeiten im gleichen Laden, aber wir müssen den Kaffee an den Maschinen bezahlen. (-;

  9. Re: Mal bei meiner Firma anklopfen

    Autor: AllDayPiano 12.02.19 - 20:43

    Ich denke nicht, dass wir im gleichen Laden arbeiten. Lustig wärs trotzdem :-)

    Naja, so wie's aussieht bin ich demnächst Nr. 3 in meiner Abteilung, der geht. Und ich weine keine Träne hinterher zumal - so es denn klappt - gut und gerne 30% mehr Gehalt winken bei gleichzeitig 5h weniger Wochenarbeitszeit.

    Wenn man ein Unternehmen solide führt, ist das scheinbar möglich.

    Es ist ohnehin total paradox, dass die Gehaltsspanne zwischen den Führungskräften - bei gleicher Personalmenge - um 50% schwankt. Gleiche Arbeit, aber nicht gleiches Geld.

    Dass das überhaupt so lange gut ging, wundert mich schon sehr.

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