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Gegenmaßnahmen?

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  1. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: genussge 10.08.20 - 12:01

    Seit 2016 gehört das US-Filmstudio Legendary Entertainment der chinesischen Wanda Group.

    Legendary Entertainment hat u.a. die Filme Interstellar, 300, Jurassic World oder Hangover produziert.

  2. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: mke2fs 10.08.20 - 12:04

    OutOfCoffee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > China hat:
    > > - wachsende Mittelschicht
    > > - neue Infrastruktur
    > > - handlungsfähige Regierung (Ein-Kind-Politik, Windenergie, Rückgang
    > > Luftverschmutzung)
    > >
    >
    > Ahhhh ja.
    > - Wachsende Mittelschicht
    > Die sich hauptsächlich auf die Großstädte bezieht. Die Landbevölkerung lebt
    > überwiegend weiterhin in Armut.

    Natürlich in den Städten. Was meinst du denn wo bei uns die Mittelschicht hauptsächlich herumhängt? Aufm Dorf?
    Armut ist eine relative Sache, auch auf dem Dorf hast du inzwischen medizinische Versorgung, Schulbildung für alle und zumindest eine Bus-Anbindung.
    Ja, der Unterschied Dorf-Stadt ist unter Umständen riesig.

    > - neue Infrastruktur
    > Die dahingepfuscht ist und kaum fertiggestellt schon wieder halb
    > auseinanderfällt, weil man sich um Qualität und Nachhaltigkeit einen Dreck
    > schert (ist ja wirtschaftlich nur Kontraproduktiv wenn alles so lange
    > hällt).

    Jein, hängt davon ab worüber wir reden. Meines Wissens nach ist die staatliche Infrastruktur ganz in Ordnung.
    Bei privat betriebenen Dingen (Häuser usw.) sieht es anders aus.

    > - Handlungsfähige Regierung
    > So kann man eine Diktatur auch nennen wo alles von oben herab bestimmt wird
    > und das Volk kein Mitspracherecht und keine Rechte hat

    Ich glaube das ist einfacher dargestellt als es in der Praxis dann ist.
    Ganz ohne Mitspracherecht scheint es nicht zuzugehen, man kann in gewissem Rahmen auch seine Meinung (ja sogar öffentlich) äußern und Kritik üben.
    Es scheint ja auch eine Menge privater Unternehmen zu geben, wenn alles von oben bestimmt wird dürfte das nicht der Fall sein.
    Was man sicher nicht machen kann ist die führende Rolle der Partei in Frage stellen.
    Und ja es ist eine Ein-Parteien-Dikatur.
    Allerdings sind glaube ich viele Aspekte etwas komplexer als wir es uns vorstellen.
    Ein schönes Beispiel ist das hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Explosionskatastrophe_von_Tianjin_2015
    Da wird klar das Kritik durchaus möglich ist, das die Öffentlichkeit durchaus Druck ausüben kann und das auf diesen auch reagiert wird, das auch gegen "eigene" Leute (sicher mit Abstufungen) vorgegangen wird.
    Auch die kommunistische Partei ist nicht allmächtig.

    > - Ein Kind Politik
    > Wurde mittlerweile abgeschaft und China hat mittlerweile massiv mit einer
    > überaltenden Geselschaft zu kämpfen und mit einem Überanteil an Männern die
    > keine Frau finden (oder eine entführen oder sich jemanden von den
    > Philippinen oder sonstigen Nachbarländern suchen).

    Das mit dem Frauenmangel hängt allerdings nicht direkt mit der Ein-Kind-Politik zusammen, sondern bestimmten wirtschaftlichen und traditionellen Gegebenheiten (eine Frau geht in die Familie des Mannes über nach der Hochzeit -> steht also nicht mehr als Arbeitskraft und Altersversorgung zur Verfügung -> deswegen will man Jungs, Mädchen sind "unnütze" Fresser).
    Das Problem hat man in Indien auch und dort gibt und gab es keine Einkind-Politik.
    Genauso Japan, auch dort gibt und gab es diese Politik nicht.
    Sicher hat es das Problem aber verschärft und war in gewisser Weise ohne Maßnahmen dagegen auch absehbar.
    Probleme wegen Überalterung haben sie nicht wirklich, sie haben nicht genügend Arbeiter, ja, aber das liegt daran das sie die Hälfte der Welt versorgen.
    Würden sie sich auf ihr Land fokussieren würden sie problemlos hinkommen.

    > - Sinkende Luftverschmutzung
    > Ja, jetzt wo wegen Chorona die Weltwirtschaft am Boden liegt und die ganzen
    > Fabriken stillstehe, kaum mehr Flüge gehen, geht natürlich die
    > Luftverschmutzing zurück.

    Wir reden hier über China, oder?
    In China steht schon lange nichts mehr still und stand auch nur relativ kurz.
    Corona ist für die im Prinzip gegessen.

  3. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: Pflechtfild 10.08.20 - 12:32

    OutOfCoffee schrieb:

    > - neue Infrastruktur
    > Die dahingepfuscht ist und kaum fertiggestellt schon wieder halb
    > auseinanderfällt, weil man sich um Qualität und Nachhaltigkeit einen Dreck
    > schert (ist ja wirtschaftlich nur Kontraproduktiv wenn alles so lange
    > hällt).

    Das ist der Beweis dafür, ohne jegliche Erfahrung daherzuplappern.

    Allein die Bahnhöfe sind ultramodern, deren ICEs schleichen nicht wie bei uns vor sich hin, sondern fahren mit in etwa mit TGE (France) Geschwindigkeit. Dort sind die Züge übrigens pünktlich. Wie einst in Preußen.
    Ach ja, 5G haben die meisten Bahnhöfe inzwischen auch. Nicht im Plan, sondern real.

  4. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: theFiend 10.08.20 - 12:44

    Naja sorry leute, aber wenn es nach dem Modus operandi "zustand und haltbarkeit der Infrastruktur" geht, rangieren die USA z.B. noch deutlich hinter China...

    Letztlich ist es ganz simpel: die USA verlieren offensichtlich ihre Vormachtstellung an globalen Märkten an die Chinesen. Die Warenströme in alle Richtungen werden jetzt schon von den Chinesen dominiert, die kaufstarke Bevölkerungsgruppe ist größer und zahlreicher als die der Amerikaner, und China hat es geschafft sich bei "neuen Medien" weitestgehend unabhängig von den USA zu halten.

    Sollten irgendwann auch noch die Geldflüsse unahängiger von den USA werden (täte schon längst not), stehen sie ziemlich auf verlorenem Posten. Daher das Getöse von Donald, und auch ein Nachfolger wird sich einen Umgang überlegen müssen. Solange die USA nicht bereit sind ihre Vormachtstellung aufzugeben, wird das noch eine ganze Weile son konfrontativ ablaufen.

  5. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: OutOfCoffee 10.08.20 - 13:06

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > OutOfCoffee schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die sich hauptsächlich auf die Großstädte bezieht. Die Landbevölkerung
    > lebt
    > > überwiegend weiterhin in Armut.
    >
    > wo ja nu 90% der Leute lebt.

    Ähhmm, nein. Der Anteil der Städtischen Bevölkerung in China liegt irgendwo zwischen 60 und 70%. Jenachdem was man in China als Stadt definiert, und von denen sind die wenigsten mit modernen Städten wie Shanghai, Beijing, Shenzhen, Chongqing,... vergleichbar.

    >
    > > Die dahingepfuscht ist und kaum fertiggestellt schon wieder halb
    > > auseinanderfällt, weil man sich um Qualität und Nachhaltigkeit einen
    > Dreck
    > > schert (ist ja wirtschaftlich nur Kontraproduktiv wenn alles so lange
    > > hällt).
    >
    > sagt wer?
    > guck dir mal die Krankhäuser da an. ist alles nagelneu.
    > Und über Fusch sollte man aus Deutschland bei anderen nicht reden

    Sage ich, der mehrere Jahre in china gearbeitet und gelebt hat und auch chinesisch spricht. Und ja, ich war während der Zeit auch mehrfach in chinesischen Krankenhäusern. Die meisten Gebäude bis auf wenige Ausnahmen sind Pfusch am Bau in Reinform oder was glaubst du was dabei rauskommt wenn die gebäude Voreiegend von ungebildeten Wanderarbeitern ohne Ausbildung hochgezogen werden die auch auf der Baustelle schlafen mangels Geld und Unterkunft und sich gewisse Leute Geld in die eigene Tasche stecken und dann minderwertige Materialien verwenden.


    >
    > > So kann man eine Diktatur auch nennen wo alles von oben herab bestimmt
    > wird
    > > und das Volk kein Mitspracherecht und keine Rechte hat
    >
    > wie gesagt handlungsfähig.

    Du meinst so wie Deutschland unter Hitler Handlungsfähig war oder Rußland unter Stalin oder China auch unter Mao und Nordkorea mit dem kleinen Dicken? Sogesehen sind die USA jetzt auch wesentlich handlungsfähiger unter Trumper der macht wie es im gerade passt und versucht sich so wenig wie möglich reinreden zu lassen.

    >
    > > Wurde mittlerweile abgeschaft und China hat mittlerweile massiv mit
    > einer
    > > überaltenden Geselschaft zu kämpfen und mit einem Überanteil an Männern
    > die
    > > keine Frau finden (oder eine entführen oder sich jemanden von den
    > > Philippinen oder sonstigen Nachbarländern suchen).
    >
    > und was hat das mit dem zu tun was ich geschrieben hab? Die Reform mag ja
    > auch Nachteile haben. Durchgesetzt hat man die aber. Was hat man denn in
    > den USA für Reformen gemacht?
    >

    Du hast doch geschrieben das China die 1 Kind Politik hat (was auch immer Du damit ausdrücken wolltest).

    > > Ja, jetzt wo wegen Chorona die Weltwirtschaft am Boden liegt und die
    > ganzen
    > > Fabriken stillstehe, kaum mehr Flüge gehen, geht natürlich die
    > > Luftverschmutzing zurück.
    >
    > schon vor Corona du Experte

    Ah, wenn einem die Argumente ausgehen, gehts wieder gegen die Rechtschreibung und man wird beleidigend. Tip mal gescheit auf einem Handy Display ohne Fehler Du Oberexperte der China vermutlich nur aus dem Fernseher kennt.

  6. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: isaccdr 10.08.20 - 13:12

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hong kong gehört doch erst seit 1997 zu China
    >
    > Richtig, was den Filmen von dort beim Vertrieb geholfen hat. Machart und
    > Storytelling waren aber schon immer klar chinesisches Kino.

    Die Frage ist am Ende eines des Vertriebs, aber auch der Zielgruppe. Ich habe ja Familie in China und im chinesischen Fernsehen läuft den ganzen Tag sowas Kampfsportartiges und Materialarts Kram. Nach Deutschland schwappt momentan davon immer nur was von den ganz großen Regisseuren, der Hype ist hier einfach auch seit den 80/90ern vorbei, die Zielgruppe ist hier dafür sehr klein.

    Auf der anderen Seite gibt es in China sehr viele Produktionen die einfach nur für das lokale Publikum gedacht sind. Beispielsweise sowas wie GZSZ aber im Setting der Tang Dynastie, oder ständig irgendwelche Interpretationen von Charakteren aus dem Buch "Die Reise nach Westen". Sowas will hier halt keiner sehen.

    Das gilt übrigens andersrum genauso. Alles was eher so Nord mythologisch / Mittelalterlich bis hin zu Fantasy geht, damit können die meisten Chinesen nichs anfangen. Liegt einfach daran, dass es da keinen kulturellen Bezug gibt. Die ganzen Fabelwesen, Elfen etc., mit denen wir schon unsere Kinder über Märchen sozialisieren, kommen ja alle aus dem westlichen Kulturkreis und gibt es dort einfach nicht.

    Was schon eher jetzt von China nach Deutschland schwappt, ist Scifi (Romne, Filme, Serien). Zwar noch sehr klein, aber Scifi erlebt da gerade den Anfang seiner goldenen Jahre.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 13:16 durch isaccdr.

  7. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: OnlyXeno 10.08.20 - 13:20

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > isaccdr schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Ein-Kind-Politik gibt es in China nicht mehr. Ansonsten volle
    > > Zustimmung.
    >
    > ja weil zu erfolgreich war.
    > Wenn du dir im Vergleich dazu mal Indien anguckst, sieht man ja wie
    > effektiv die Regierung agiert.
    > (ich will jetzt gar nicht für und wieder diskutieren, aber die Durchführung
    > der Reformen ist zumindest konsistent)

    Naja erfolgreich... lässtsich trüber streiten. Sie haben vorallem ein Problem da es weitaus mehr Männer gibt als Frauen. Dadurch haben Sie zu wenig Nachwuchs. Das liegt vorallem daran das die Familien Unbedingt einen Männlichen erben wollten und teilweise ihre töchter nach der Geburt getötet haben um ein Männliches Kind bekommen zu können.
    Dann kommen noch jedemenge Karriere Frauen hinzu die keine Kinder wollen und schon muss man die 1Kind Politik wieder lockern.
    Ob man das als Erfolg verbuchen kann? ich würde sagen Nein!

  8. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: theFiend 10.08.20 - 13:20

    isaccdr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auf der anderen Seite gibt es in China sehr viele Produktionen die einfach
    > nur für das lokale Publikum gedacht sind. Beispielsweise sowas wie GZSZ
    > aber im Setting der Tang Dynastie, oder ständig irgendwelche
    > Interpretationen von Charakteren aus dem Buch "Die Reise nach Westen".
    > Sowas will hier halt keiner sehen.

    0815 Soaps, egal aus welchem Land (USA eingeschlossen), gehen so gut wie nie über den lokalen Markt hinaus.

    China versucht sich aber schon seit einigen Jahren an "hollywoodlike" Filmproduktionen, sowohl hinsichtlich des Budgets, als auch teilweise bei der Schauspielerauswahl. Aber deren Art des Storytellings ist einfach hier kaum zu konsumieren, nachdem die meisten schon ewig von US Kino konditioniert wurden. Umgekehrt funktioniert das besser, mit Hollywoodproduktionen die zu 90% den Chinesischen Markt anpeilen. MEG als beispiel, war hier ne unglaubiche Sauce, in China ziemlich erfolgreich... einfach weil man "Der weisse Hai" da noch nicht gesehen hat ;)

  9. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: ubuntu_user 10.08.20 - 13:32

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja erfolgreich... lässtsich trüber streiten. Sie haben vorallem ein
    > Problem da es weitaus mehr Männer gibt als Frauen. Dadurch haben Sie zu
    > wenig Nachwuchs. Das liegt vorallem daran das die Familien Unbedingt einen
    > Männlichen erben wollten und teilweise ihre töchter nach der Geburt getötet
    > haben um ein Männliches Kind bekommen zu können.
    > Dann kommen noch jedemenge Karriere Frauen hinzu die keine Kinder wollen
    > und schon muss man die 1Kind Politik wieder lockern.
    > Ob man das als Erfolg verbuchen kann? ich würde sagen Nein!



    das war das Ziel. Das was du aufzählst, war ja mehr oder weniger gewollt, bzw. die Auswirkungen bekannt.

  10. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: ubuntu_user 10.08.20 - 13:37

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Opfer bzw. die Spätfolgen gibt es noch. Es wäre utopisch zu glauben das
    > es dann wirklich nur noch ein Kind pro Par gegeben hätte, die zweit und
    > dritt geborenen wurden im geheimen Aufgezogen. Sie sind keine anerkannten
    > Staatsbürger und ihnen ist mehr oder minder alles verwehrt.
    >
    > ubuntu_user, wie meinst du das mit es war zu erfolgreich?

    nochmal, die Reform an sich kann man ja kritisieren. Das Durchführen hat aber sehr sehr gut geklappt. Die Ziele hat man erreicht.

    zu erfolgreich, bedeutet, dass man mit einem Kind keine stabile Bevölkerungszahl hat. Deswegen hat man das gekippt jetzt. In Indien sieht man ja mit den ganzen Slums und fehlender Infrastruktur, was passiert wenn man das nicht macht.

    china:
    Plan -> Durchführung -> Ergebnis

    Die Durchführung ist meistens sehr sehr gut. Über die Pläne und folglich das Ergebnis kann man natürlich wunderbar streiten und die sind auch nicht ohne (teilweise) gravierende Mängel.
    Bei den USA hapert das aber schon komplett an der Durchführung, seien es Pläne der Demokraten oder Republikaner.

  11. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: ubuntu_user 10.08.20 - 13:40

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hong kong gehört doch erst seit 1997 zu China
    >
    > Richtig, was den Filmen von dort beim Vertrieb geholfen hat. Machart und
    > Storytelling waren aber schon immer klar chinesisches Kino.

    ja deswegen würde ich das Hong kong von damals nicht wirklich als China sehen.
    Die Frage war ja wieso auch China nichts kommt und dann wurde ja HK genannt, was eben andere Bedingungen hatte als China jetzt

  12. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: theFiend 10.08.20 - 13:45

    Das "Filmische" war in Hongkong damals 1:1 das Gleich wie in China. HongKong bot nur den besseren Zugang zu einem internationalen Vertriebsnetz und leichteren Zugang für nicht Chinesische Schauspieler (wie Bruce Lee z.b.).
    Trotzdem ist es 100% das gleiche Chinesische Kino wie man es am Festland gemacht hat damals...

  13. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: davidcl0nel 10.08.20 - 13:45

    Nogul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Prinzip stimme ich da zu aber offenbar braucht man auch ein wenig
    > Freiraum.
    >
    > Gangnam Style kommt mir da in den Sinn. Selbst Kung-Fu Panda ist eine US
    > Produktion.
    >

    Gangnam Style ist südkoreanisch. Gangnam ist ein hipper Bezirk in Seoul.
    Das ist nun überhaupt nicht chinesisch und ein Beispiel hier in dem Kontext.

    Wenn du das wußtest, dann ok... sah/sieht aber falsch aus.

  14. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: ubuntu_user 10.08.20 - 13:49

    Pflechtfild schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Das ist der Beweis dafür, ohne jegliche Erfahrung daherzuplappern.
    >
    > Allein die Bahnhöfe sind ultramodern, deren ICEs schleichen nicht wie bei
    > uns vor sich hin, sondern fahren mit in etwa mit TGE (France)
    > Geschwindigkeit. Dort sind die Züge übrigens pünktlich. Wie einst in
    > Preußen.
    > Ach ja, 5G haben die meisten Bahnhöfe inzwischen auch. Nicht im Plan,
    > sondern real.

    schlimm ist dann das als Deutscher zu sagen, mit Gammelinternet oder Tageslichtprojektoren in Schulen.
    Also wenn China Pfusch hat, dann sind wir aus der Steinzeit

  15. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: isaccdr 10.08.20 - 14:06

    OnlyXeno schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > isaccdr schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Die Ein-Kind-Politik gibt es in China nicht mehr. Ansonsten volle
    > > > Zustimmung.
    > >
    > > ja weil zu erfolgreich war.
    > > Wenn du dir im Vergleich dazu mal Indien anguckst, sieht man ja wie
    > > effektiv die Regierung agiert.
    > > (ich will jetzt gar nicht für und wieder diskutieren, aber die
    > Durchführung
    > > der Reformen ist zumindest konsistent)
    >
    > Naja erfolgreich... lässtsich trüber streiten. Sie haben vorallem ein
    > Problem da es weitaus mehr Männer gibt als Frauen. Dadurch haben Sie zu
    > wenig Nachwuchs. Das liegt vorallem daran das die Familien Unbedingt einen
    > Männlichen erben wollten und teilweise ihre töchter nach der Geburt getötet
    > haben um ein Männliches Kind bekommen zu können.
    > Dann kommen noch jedemenge Karriere Frauen hinzu die keine Kinder wollen
    > und schon muss man die 1Kind Politik wieder lockern.
    > Ob man das als Erfolg verbuchen kann? ich würde sagen Nein!

    Die Ein-Kind-Politik sah nicht vor, dass man nach der Geburt eines Kindes kein zweites bekommen konnte. Die Regelung der 1-Kind-Politik griff nur, sobald das Kind ein Junge war. Sprich du durftest solange Kinder kriegen, bis ein Junge geboren wurde. Eben aus dem Grund, dass der junge die Altersvorsorge darstellt. Das hat aber nicht jeden Kindermord verhindert. Vielen war ein Mädchen dann trotzdem zu unbequem. Deswegen darf man in China das Geschlecht auch nicht vor der Geburt erfahren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 14:07 durch isaccdr.

  16. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: gumbulum1 10.08.20 - 14:24

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nogul schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >Gibt ja auch kaum japanische Filme
    > hier.

    Bitte was? Die Aussage ist absoluter Quatsch. Es gibt ein unglaublich starkes Angebot an Japanischen, Koreanischen und Chinesischen Filmen hierzulanden. Ich hab selbst 196 Japanische Filme in meiner eigenen Sammlung, und der Japan-Bereich meiner Sammlung ist nicht mal besonders ausgebaut verglichen mit manchen Bekannten. Released wird aber am laufenden Band.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.20 14:25 durch gumbulum1.

  17. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: mnementh 10.08.20 - 14:27

    Nogul schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es denn auch aus China Kulturexport oder nur parteikonforme
    > Einheitsbrei, ungenießbar für Publikum außerhalb China?
    >
    Ich bin Filmfan, daher hat mein Blick auf Kultur einen starken Fokus auf Filme. China hat in den letzten Jahren große Blockbuster auch für den internationalen Markt produziert und erzielt zunehmend Gewinne außerhalb Chinas mit seinen Filmen. Das entspricht der Entwicklung von Hollywood, die auch zuerst im heimischen Kernmarkt ihre Kohle machten und damit international expandierten (und dabei beispielsweise das durchaus große deutsche Kino verdrängten, obwohl da der zweite Weltkrieg auche eine Rolle spielt).

    Einige Beispiele für große chinesische Blockbuster:

    Monster Hunt 1+2
    https://www.youtube.com/watch?v=J1VbsHExxsM
    https://www.youtube.com/watch?v=_WxD3r55Bp8

    Die Wandernde Erde (auf Netflix falls es jemand sehen will, und basiert auf einem chinesischen Roman den Barack Obama toll fand, soweit zum Kulturexport)
    https://www.youtube.com/watch?v=0TDII5IkI3Y

    Mojin
    https://www.youtube.com/watch?v=Ubtit16sOgA

    Animal World (basierend auf einem japanischen Manga, mit Michael Douglas)
    https://www.youtube.com/watch?v=gLJAQuyuYkw

    The Mermaid
    https://www.youtube.com/watch?v=TJoKsf8-5IE

    Reise in den Westen
    https://www.youtube.com/watch?v=CmKrgPr7PA8

    Ja, ich würde sagen, dass es chinesischen Kulturexport gibt. Keiner dieser Filme ist parteikonformer Einheitsbrei, vielmehr normale Blockbuster wie ihn auch Hollywood produzieren würde. Natürlich werden oft chinesische Stoffe verarbeitet, wie die Romanverfilmungen die Wandernde Erde oder Reise in den Westen.

  18. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: mnementh 10.08.20 - 14:51

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das "Filmische" war in Hongkong damals 1:1 das Gleich wie in China.
    > HongKong bot nur den besseren Zugang zu einem internationalen Vertriebsnetz
    > und leichteren Zugang für nicht Chinesische Schauspieler (wie Bruce Lee
    > z.b.).
    > Trotzdem ist es 100% das gleiche Chinesische Kino wie man es am Festland
    > gemacht hat damals...

    Das Gefühl habe ich nicht. Nun möchte ich einschränken, dass mein Blick auf die Filmwelt wahrscheinlich eingeschränkt ist und ich haufenweise Produktionen nicht kenne. Aber Festland-chinesische Produktionen so wie ich sie kenne waren vor der Vereinigung mit HK stark auf Storytelling, tiefen Geschichten und Charakteren gebaut. So wie die rote Laterne von Zhang Yimou oder Lebewohl meine Konkubine. Hongkong-Filme (jedenfalls soweit ich sie kenne) waren deutlich mehr action- oder comedy-orientiert. Bruce Lee, Jackie Chan oder Stephen Chow sind die Proponenten die ich so kenne.

    Meinen empfinden nach fusionierten die beiden Welten in den letzten Jahren und moderne chinesische Filme zeigen Qualitäten die sich separat entwickelt haben in einem Werk vereint.

  19. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: ubuntu_user 10.08.20 - 14:54

    gumbulum1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nogul schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > >Gibt ja auch kaum japanische Filme
    > > hier.
    >
    > Bitte was? Die Aussage ist absoluter Quatsch. Es gibt ein unglaublich
    > starkes Angebot an Japanischen, Koreanischen und Chinesischen Filmen
    > hierzulanden. Ich hab selbst 196 Japanische Filme in meiner eigenen
    > Sammlung, und der Japan-Bereich meiner Sammlung ist nicht mal besonders
    > ausgebaut verglichen mit manchen Bekannten. Released wird aber am laufenden
    > Band.

    bin selbst Fan davon, das ist aber absolut Sparte und Nische.

  20. Re: Gegenmaßnahmen?

    Autor: Eheran 10.08.20 - 14:59

    >Die Amerikaner haben Japan auch klein gekriegt.
    Es ist tatsächlich sehr interessant, wie die Seeschlachten verlaufen sind: Da war ziemlich viel Glück mit im Spiel. Sehr vereinfacht erst auf der einen (Attack on Pearl Harbor), dann auf der anderen Seite (Battle of Midway). Nur dass die Japaner beim 1. zu früh aufgehört haben, der Schaden hätte VIEL höher ausfallen können, quasi ein anderer Ausgang des Krieges. So wie beim 2. Fall, da hat man korrekt zugeschlagen.

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