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Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

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  1. Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: lahmbi5678 23.07.16 - 23:45

    Softwareverkauf nach China passiert wäre. Sowohl BS Entwicklung als auch Vertrieb sässen dann in China, im Rahmen eines staatlich verordneten Joint Ventures. Kurz nach der Einrichtung dieses JV hätte auf der gegenüberliegenden Strassenseite eine rein chinesische Firma, gefördert mit Staatsmitteln, aufgemacht, die genau dieselbe Software in Grün entwickeln würde. Die Software würde auf zig Millionen chinesischen Rechnern laufen, der BS Geschäftsführer würde trotzdem optimistisch von gut laufenden Verhandlungen mit der chinesischen Armee schwafeln.

    Mal ernsthaft, wenn ich schon so eine tolle Software als Testversion herausgebe, muss ich doch mindestens eine harte Zeitbeschränkung einbauen, und das so umfangreich, daß sie nicht von einem Hobbyentwickler entfernt werden kann. Mir würde da vorschweben, daß man zig tausend verschiedene Checks in den Code einbaut, die zu sehr verschiedenen Zeitpunkten die Zeitbeschränkung überprüfen.

  2. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: Moe479 23.07.16 - 23:53

    das wäre ein kampf gegen windmühlen, und den macht für gewöhnlich nur ein don quijote ...

    testversion heist testversion, heist ebend nicht für den alltäglichen einsatz, sondern dient der überzeugung möglicher interessenten zum kauf oder überprüfung der lauffähigkeit und einsatzfähigkeit durch diese ... die freiheit zur redistributierung auf über 100.000 systeme ist eine weitere frage, war es denn shareware?

    die eigentliche peinlichkeit ist übrigens das von navy-rechnern 3 jahre lang software nach hause telefonieren konnte, und wenn diese software das solange konnte welche dann noch? xD



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 23.07.16 23:59 durch Moe479.

  3. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: tingelchen 24.07.16 - 00:01

    Harte Zeitbeschränkung? Ist doch Unsinn. Wozu gibt es Lizenzen?

    Das Lizenzsystem ist integraler Bestandteil der Software. In der Lizenz ist eine zeitliche Begrenzung eingebaut. Ist die Lizenz abgelaufen, funktioniert auch die Software nicht mehr.

    Wer eine Testversion haben möchte, bekommt eine Vollversion mit einer Testlizenz. So hat er die Möglichkeit die komplette Funktionsweise zu testen und man hat dennoch eine zeitliche Begrenzung. Will man weitere Testzeiten haben, muss eine neue Lizenz angefordert werden.

    Ein Hersteller einer OCR Software macht das z.B. genau so. Du bekommst ein Login, wo du die große Version herunter laden kannst und bekommst dann getrennt dazu eine Testlizenz.

  4. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: lahmbi5678 24.07.16 - 00:23

    Eigentlich bin ich ja gegen jedes Tracking. Aber um Lizenzen zu überprüfen, braucht man im Zweifelsfall halt doch die Möglichkeit, seine Software z.B. einmal im Monat nachhause telefonieren zu lassen. Ansonsten kann ja nicht verhindert werden, daß die US Navy eine Lizenz zigtausendmal verwendet.

    Alternativ hätte BS eine clevere Klausel in ihre EULAs einbauen können, daß die Navy einmal im Jahr einen BS-Vertreter Zugang zu allen ihrern Rechnern gewähren müsste, physisch oder remote(z.B. mit SSH), damit geprüft werden kann, ob alles ordentlich lizensiert wurde. Es liest ja niemand wirklich EULAs komplett, wahrscheinlich nichtmal US-Anwälte, vom Verstehen des juristischen Kauderwelsches ganz zu Schweigen, daher denke ich, BS hätte da mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit so einer EULA durchkommen können, später hätte die Navy das natürlich juristisch angefechtet, wegen nazionaler Sicherheit und so.

  5. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: boxcarhobo 24.07.16 - 19:33

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Harte Zeitbeschränkung? Ist doch Unsinn. Wozu gibt es Lizenzen?
    >
    > Das Lizenzsystem ist integraler Bestandteil der Software. In der Lizenz ist
    > eine zeitliche Begrenzung eingebaut. Ist die Lizenz abgelaufen,
    > funktioniert auch die Software nicht mehr.
    >
    > Wer eine Testversion haben möchte, bekommt eine Vollversion mit einer
    > Testlizenz. So hat er die Möglichkeit die komplette Funktionsweise zu
    > testen und man hat dennoch eine zeitliche Begrenzung. Will man weitere
    > Testzeiten haben, muss eine neue Lizenz angefordert werden.
    >
    > Ein Hersteller einer OCR Software macht das z.B. genau so. Du bekommst ein
    > Login, wo du die große Version herunter laden kannst und bekommst dann
    > getrennt dazu eine Testlizenz.


    Prinzipiell hast du recht, aber Software für die Navy kommt bestimmt auch auf Schiffen zum Einsatz, wo eine Internetverbindung nur teilweise oder gar nicht gegeben ist. Da muss man es dann entweder tatsächlich über eine Zeitbeschränkung machen oder ganz weglassen.

  6. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: Atalanttore 24.07.16 - 22:06

    lahmbi5678 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Alternativ hätte BS eine clevere Klausel in ihre EULAs einbauen können, daß
    > die Navy einmal im Jahr einen BS-Vertreter Zugang zu allen ihrern Rechnern
    > gewähren müsste, physisch oder remote(z.B. mit SSH), damit geprüft werden
    > kann, ob alles ordentlich lizensiert wurde.

    Das eine Firma einen phyischen oder Remote-Zugriff auf militärische Systeme der USA erhält, auf denen mitunter auch geheime Daten gespeichert sind, kann man sehr wahrscheinlich absolut ausschließen. Das BS keine US-amerikanische Firma ist, macht die Sache noch unwahrscheinlicher.

  7. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: tingelchen 25.07.16 - 14:20

    Naja... für eine Lizenzdatei brauch man keine Internetverbindung. In sofern wäre das kein Problem. Auch wenn die US-Marine auf allen Schiffen Internet über Sat und Seekabel hat. Generell ist es auch Kundenfreundlicher das nicht mit einer Internetverbindung zu regeln.

    Was man machen kann, ist das man 1x für die Einrichtung eine Verbindung zum Lizenzserver benötigt. Das wäre dann kein Problem, da eine Einrichtung an einem Hafen statt findet und nicht mitten auf See :)

  8. Re: Ich versuche mir gerade vorzustellen, was mit dieser Firma bei einem angepeilten

    Autor: the_wayne 25.07.16 - 15:22

    Also mal abgesehen davon, dass die Zahl von über 500T Lizenzen wahrscheinlich Wunschdenken des Anwalts ist (Da nicht klar ist, auf wie vielen PCs die SW real eingesetzt wurde, wird einfach die vermutliche Gesamtanzahl der PCs angenommen)... wie will man mit einem manuellen Verfahren eine größere Anzahl von PCs prüfen?

    Ich habe mal für eine Firma gearbeitet, die Spezial-SW herstellte (1 Lizenz = 500 EUR aufwärts). Als noch kein automatisches System etabliert war, hatten 3 Support-Angestellte nur mit Registrierung und Freischaltung zu tun. Und da ging es nur um ca. 100T Kunden weltweit.
    Und ich bezweifle, dass die Navy auf brisanten Systemen irgendeine SW einsetzt, die nach Hause telefoniert. Für solche Kunden macht man üblicherweise eine Sonderversion mit einem anderen Schutz (z.b. Gesicherter Lizenz-Server im Navy-Netz, damit die SW nur mit diesem "telefoniert").



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.16 15:23 durch the_wayne.

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