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Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

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  1. Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

    Autor: Anonymer Nutzer 25.07.16 - 09:37

    ...aber die US Justiz, nicht zuletzt wegen der Bauchgefühl-Justiz durch die Jurys, tendiert nach jahrzehntelanger Erfahrung leider ganz enorm zu "patriotischen Urteilen". Sprich, wie im Falle von zB Volkswagen werden ausländische Unternehmen besonders hart angefasst. Ist ja auch klar, man hat die einmalige Gelegenheiten einen ausländischen Konkurrenten für die eigene Industrie zu schwächen und umgekehrt Cash aus dem Ausland herzuholen, ohne, dass dabei "american jobs" gefährdet werden, so zumindest die gängige Milchmädchenrechnung, die man auch immer wieder in Kommentarspalten von US Zeitungen zur VW Affäre in verschiedenster Form lesen konnte. Während US Hersteller, die bekannte Fehlkonstruktionen verschwiegen, die nicht "nur" die Abgasqualität betrafen sondern Leib und Leben von Insassen gefährdeten, sehr glimpflich behandelt wurden.

    Und so wird es auch hier laufen. "Wollen wir wirklich soviel Kohle ins Ausland schicken? Ist dazu auch noch Steuergeld, weil das unsere Streitkräfte betrifft, ach lieber nicht und überhaupt was für ein Schaden ist denn wirklich entstanden, ist doch nur Software..." so oder so ähnlich wird die Haltung der Bauchgefühl-Jury aus amerikanischen Alltagsmenschen ausfallen und diese Firma bekommt bestenfalls ihre Rechtskosten zurück - und bekommt als "Vergeltungsmaßnahme" definitiv nie wieder einen öffentlichen Auftrag in den USA, nachtragend sind sie erfahrungsgemäß nämlich auch, wenn man sie beim Worte nimmt (ständiges Lobgehudel auf offenen Markt und die ach so geile amerikanische Rechtsordnung, aber wehe pöse Ausländer erdreisten sich diese in Anspruch zu nehmen).

    Ist ja nicht so, als wäre das nicht schon zigmal dagewesen. Teilweise hat die US Justiz schon richtig dreiste Industriespionage der Amerikaner nachträglich legalisiert, obwohl erwiesenermaßen der deutsche Patentinhaber auch der Erfinder war und die US Firma kackendreist plagiiert hat (mutmaßlich mit Hilfe der NSA, was man ja auch nie richtig beweisen kann...). In einem Fall ist da zB ein vielversprechender deutscher Hersteller von Windturbinen fast daran Pleite gegangen - und mit von ihm gestohlenen Know How, womit die Amis ja auch Dumpingkonkurrenz machen konnten weil sie die Entwicklungskosten nicht mehr reinholen mussten, wurde der Grundstein einen guten Teil der heutigen US Windkraftindustrie gelegt.

    Die Amerikaner spielen einfach nicht fair. Wenn wir uns dieses Thema hier auf Wiedervorlage setzen werden wir feststellen, dass genau gar nichts für die deutsche Firma herausgekommen ist, wetten?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.16 09:42 durch Lügenbold.

  2. Re: Rechtlich ein korrekter Anspruch...

    Autor: Anonymer Nutzer 25.07.16 - 09:40

    PS: deswegen war ich ironischerweise immer ein großer Fan der Schiedsgerichte im Rahmen von TTIP, endlich wären deutsche Unternehmen diese Bauchgefühl-Jurys losgeworden und hätten sich stattdessen nur mit professionellen Volljuristen (die ja auch nicht willkürlich hätten entscheiden dürfen, sondern gebunden an die TTIP Regeln) auseinandersetzen müssen, wo eben nur Fakten und niedergeschriebene Regeln gelten. In diesem ganz konkreten Fall hier würde ich dieser deutschen Softwarefirma tausendmal höhere Chancen einräumen im Rahmen eines TTIP Schiedsgerichts zu ihrem Recht zu kommen. Das aber nur am Rande.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.16 09:41 durch Lügenbold.

  3. Re: Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

    Autor: TTX 25.07.16 - 12:08

    VW wurde genau richtig "angefasst", so hätten sie hier auch "angefasst" gehört ... meiner Meinung steht jeden VW Fahrer eines betroffenen Fahrzeugs ein Schadensersatz und die Rückgabe des Autos zu. Hier zahlt nachher nur der arme Autofahrer die Zeche, wenn dafür der Diesel bluten muss. (Ich fahre nicht mal VW...)

    Zum Thema hoffe ich aber das die Firma ihre Lizenzkosten bekommt, ist ja schon unerhört sowas und das auch noch bei der Marine...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.16 12:09 durch TTX.

  4. Re: Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

    Autor: schueppi 25.07.16 - 13:16

    Ich bin sogar der Meinung, dass VW (wie auch die anderen), härtere Strafen erhalten sollten. Diese Diesel-Lüge sollte endlich ein Ende nehmen. Aber nein: Diesel ist in Europa immer noch günstiger als Benzin weil es sauber sein soll... Das ich nicht lache!

    Also kommt zu der Diesellüge noch dazu, dass gemogelt wird.

  5. Re: Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

    Autor: bofhl 25.07.16 - 14:37

    Du solltest dich mal mit den Regeln in den USA beschäftigen - VW war defacto gezwungen Diesel als "super-sauber" zu verkaufen, denn alle Firmen sind dort gezwungen bestimmte Flottenbestimmungen einzuhalten. Ausnahmen sind die US-Konzerne und auch alle US-Firmen die Motoren herstellen. Um die Probleme im Vorfeld zu umgehen bleibt den Nicht-US-Firmen nur der Weg Niederlassungen in den USA zu gründen und Fahrzeuge dort herzustellen - und ratet mal, welche Autos nicht bemängelt wurden?

  6. Re: Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

    Autor: GT3RS 26.07.16 - 09:53

    so ein Schmarrn - die Amis sind wirklich das blödeste Geschöpf auf dieser Erde. Mit der Zeit werden sie sich aber Gott sei Dank mit Ihren eigenen Waffen dezimieren. VW gehört bestraft aber wenn ich mir ansehe, was in den USA so am liebsten gekauft wird, scheint der Umwelt- oder Gesundheitsgedanke nicht an erster Stelle zu stehen.

  7. Re: Rechtlich ein korrekter Anspruch...dennoch als ausländischer Kläger in den USA chancenlos.

    Autor: RedShirt 26.07.16 - 15:19

    Und ich dachte Jurys kommen nur im Strafrecht vor. Jetzt kenne ich mich natürlich nicht wirklich aus, aber gehört das Copyright-Recht auch dazu oder entscheidet das eine Jury von Richtern?

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