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Also wer von den IT-Freelancern ...

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  1. Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: norodondt 26.03.20 - 07:17

    Nach jetzt 4 Wochen schon Geldsorgen hat, hat doch vorher nur von der Hand in den Mund gelebt und sich auf seiner elitären Position ausgeruht.

    Disclaimer: ich kenne ausschließlich IT-Freelancer, die mit mindestens 4,5-6k netto im Monat nach Hause gegangen sind. (Front/Backend Entwickler)


    Da ich selbst lange selbstständig war: schon nach Jahr 1 an hatte ich einen Puffer um 1 Jahr ohne Auftrag auszukommen - mit leichten Einschränkungen. Ich kann nicht wie Gert Kaiser leben und dann Oo Staat nach Geld fragen - oder Mutti.

    Ist wie mit der Fabel mit der Grille und der Ameise. Wenige denken an Winter.

  2. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: Untrolla 26.03.20 - 07:25

    Gibts jetzt nur noch Artikel über Freelancer und ihre so gemeinen Abstriche?

    BTW: ab heute kann man beim Bauern aushelfen, Osteuropa darf nicht mehr. Aber da hört man sofort, für rund 10¤ macht der verwöhnte IT-ler natürlich keinen Finger krumm, dann lieber laut weinen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 07:31 durch Untrolla.

  3. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: elgooG 26.03.20 - 07:36

    Natürlich ist es absurd bei einem solchen Einkommen schon jetzt Geldprobleme zu haben. Aber bei uns gilt ja das Motto: Gewinne privatisieren. Verluste sozialisieren.

    Wenn der Staat Schuldenberge aufnimmt die die Allgemeinheit wieder über Jahrzehnte tragen soll, dann stehen diejenigen die eigentlich mehr als genug haben und locker durchkommen sollten ganz vorne an der Schlange. Aber man könnte ja wie seit Jahren an der Digitalisierung der Schulen sparen oder das Gesundheitssystem empfindlich beschneiden. Ist ja nicht so, dass das irgendwann mal zum Problem werden würde...oh wait.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 07:37 durch elgooG.

  4. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: gadthrawn 26.03.20 - 07:41

    norodondt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach jetzt 4 Wochen schon Geldsorgen hat, hat doch vorher nur von der Hand
    > in den Mund gelebt und sich auf seiner elitären Position ausgeruht.


    Geht es da um Geldsorgen?

    >Außerdem übernehmen Arbeitsämter ab Antragstellung sechs Monate lang die Kosten für Heizung und Wohnung, auch wenn die Ausgaben dafür nach den sonst geltenden Vorschriften nicht als "angemessen" gelten.

    >Beim Blick auf das Vermögen der Antragsteller sollen die Arbeitsämter während der Krise ein Auge zudrücken.

    Heißt: noch das maximale aus dem System rausholen. Vermögen ist egal für die Förderungen.

  5. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: Sharra 26.03.20 - 07:45

    Ein Freelancer muss doch grundsätzlich Reserven für mehrere Monate haben. Oder machen die etwa alle nur Kleinstprojekte? Montag Beginn, Freitag Abschluss, Montag drauf bereits bezahlt?
    Normalerweise wartet man doch ewig und drei Tage auf das Geld, und muss in der Zeit auch von etwas leben.

    Da trifft es Handwerker doch bedeutend härter. Vor allem solche, die jetzt nicht mehr auf Baustellen dürfen, das Material aber bereits bezahlt auf Halde liegen haben. Die haben Werte herumliegen, bekommen diese aber auf absehbare Zeit nicht bezahlt. Und da ist es auch völlig normal, dass mal eben ein ordentlicher Anteil des Firmenvermögens in einen Großauftrag investiert wird.

  6. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: nightmar17 26.03.20 - 08:07

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da trifft es Handwerker doch bedeutend härter. Vor allem solche, die jetzt
    > nicht mehr auf Baustellen dürfen, das Material aber bereits bezahlt auf
    > Halde liegen haben. Die haben Werte herumliegen, bekommen diese aber auf
    > absehbare Zeit nicht bezahlt. Und da ist es auch völlig normal, dass mal
    > eben ein ordentlicher Anteil des Firmenvermögens in einen Großauftrag
    > investiert wird.

    Genau das wollte ich auch gerade erwähnen. In der Familie haben wir einen Selbstständigen Handwerker mit 5 Angestellten. Viele Aufträge sind weggebrochen bzw. ruhen auf unbestimmte Zeit.
    Bei einigen geplanten projekten weiß er jetzt schon, dass die abgesagt werden, weil der Auftraggeber aufgrund der jetzigen Situation nicht sagen kann, ob dieses Jahr noch Geld da sein wird.
    Er hat nun in der Werkstatt einiges zum vorbereiten, aber ansonsten läuft nichts bei ihm.
    Die Mitarbeiter feiern aktuell Überstunden und Resturlaub ab, danach muss er Kurzarbeit anmelden.
    Er sagte auch, durch die Rücklagen, die die Firma hat, kann er ohne Probleme 2-3 Monate überbrücken und alle Kosten decken.
    Für solch einen kleinen Betrieb schon schwer genug.

  7. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: D0m1R 26.03.20 - 08:53

    > BTW: ab heute kann man beim Bauern aushelfen, Osteuropa darf nicht mehr.
    > Aber da hört man sofort, für rund 10¤ macht der verwöhnte IT-ler natürlich
    > keinen Finger krumm, dann lieber laut weinen.

    Gerade heute in der Zeitung gelesen, von 4-12 Uhr ,90 Tage lang mit krummen Rücken Erdbeeren pflücken..das schafft keiner, der das nicht gewohnt ist für länger als 2 Wochen mMn... die Krankenkassen werden sich freuen über tausende Reha-Fälle .....achja Mindestlohn )

  8. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: Dieselmeister 26.03.20 - 09:35

    Wenn ein IT-Dienstleister, bei den einige von euch angestellt sind, nach 4 Wochen schon in Geldnot ist. Dann haben sich die Chefs schön elitär ausgelebt.

    Also entweder oder. Entweder wird ein Freelancer wie eine Firma behandelt, was sie oft von Finanzamt wird, oder nicht. Rosinenpickerei ist nicht.

    Wenn deine Firma pleite geht, dann hat dein Chef wohl zu viel ausgegeben. Wenn man mal an die 1500¤ Tagessatz eines IT-Dienstleisters denkt, dann sollten auf jeden Fall genügen Rücklagen vorhanden sein.

  9. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: theFiend 26.03.20 - 10:39

    nightmar17 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Mitarbeiter feiern aktuell Überstunden und Resturlaub ab, danach muss
    > er Kurzarbeit anmelden.
    > Er sagte auch, durch die Rücklagen, die die Firma hat, kann er ohne
    > Probleme 2-3 Monate überbrücken und alle Kosten decken.
    > Für solch einen kleinen Betrieb schon schwer genug.

    Ich weiss nicht warum das so schwer zu verstehen war, aber der Artikel dreht sich ja primär darum das die Möglichkeiten die es bisher gibt irgendwelche Förderungen zu beantragen für IT-Freelancer schlicht nicht passen. Für den Handwerker gibt es, allein hier im Artikel schon erwähnt, 4-6 Maßnahmen die relativ unkompliziert durchgeführt werden können, und in der Regel schnell bewilligt werden.

    Darüber zu spekulieren ob jemand hätte Rücklagen bilden können, müssen, sollen usw. ist doch echt müßig. Im Gegensatz zu dem was die Meisten hier zu glauben scheinen, gibt es diese Geldmittel auch nicht "einfach so" geschenkt, sondern man muss an eides statt versichern das die Hilfsmaßnahmen notwendig sind (sprich kein anderes Vermögen liquide vorhanden ist) durch corona verursacht wurden, ect. pp... ist das nicht der Fall und kommt später raus, werden die Mittel als Kredit bewilligt, für die dann zwischen 1 und 7% !!! Zinsen fällig werden.

    Als wer sich hier hinstellt und anderen was vorweint das es den IT-Freelancer gefälligst gut zu gehen habe, der hat entweder schlicht den Artikel nicht verstanden, oder ein dickes Neidproblem...

  10. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: narfomat 26.03.20 - 12:47

    >BTW: ab heute kann man beim Bauern aushelfen, Osteuropa darf nicht mehr. Aber da hört man sofort, für rund 10¤ macht der verwöhnte IT-ler natürlich keinen Finger krumm, dann lieber laut weinen.

    für rund 10euro/h bruttolohn in 2020 geht ÜBERHAUPT kein bundesbürger FREIWILLIG aufs feld und das zu recht, weil die arbeit ist nämlich hart und ungesund für untrainierte, da geht man lieber zu amazon.
    nebenbei bezogen auf IT-selbstständige, das sind 1600euro monatseinkommen bei vollbeschäftigung, davon können die meisten 40+ selbstständigen nicht mal ihre PKV, miete und essen zusammen bezahlen, geschweige denn andere ausgaben.

    das problem dieser "branche" ist schlicht, das menschen dort maximal unterbezahlt sind UND es sich um einen knochenjob handelt und das geht nur mit ausländischen arbeitern, die in ihrem land noch weniger oder gar nix verdienen.... is uebrigens in der schweiz nicht anders.

    ich wünsche deutschland das das ganze zeug da richtig verrottet! ist mein ernst.
    landwirtschaft in hochlohnländern KANN NUR durch massive subventionen einwandfrei und zur zufriedenheit der bauern/landwirtschafts-beschäftigten funktionieren, das ist logisch. weil in niedriglohnländern das gleiche nun mal billiger geht. darum werden smartphones ja auch nicht in deutschland hergestellt. und entweder wir wollen landwirtschaft in unserem land weiter betreiben, dann müssen wir das massiv subventionieren, oder eben nicht, dann sind wir zwangsläufig aus landwirtschaft aus anderen ländern angewiesen, wenn bauern keinen bock mehr haben den job zu machen für die kohle oder (siehe aktueller fall) sich kein bundesbürger mehr findet der in der landwirtschaft arbeiten will.

    richtig wäre gewesen: bund subventioniert landwirtschaft mit so und so vielen millionen euro, das leih-arbeitern auf dem feld so und so viel bezahlt wird, das die den job machen wollen und nicht "ääähm lass mal schüler und studenten aufs feld schicken die das für lau erledigen können, haben ja eh grade nix zu tun weil wir home-schooling im zeitalter von youtube, twitch und mixer nicht auf die reihe bekommen"



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 12:51 durch narfomat.

  11. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: derLaie 26.03.20 - 19:30

    Nicht jeder macht sich wegen des Geldes selbstständig. Bei mir ging es vor allem darum nicht 8 Stunden am Tag malochen zu müssen wie ein Sklave. Ich verdiene gerne wenig solange ich meine Freizeit hab. Allerdings muss ich dazu sagen wer als Selbstständiger keine Rücklagen hat um ein paar schwere Monate zu überbrücken er ist schlichtweg dämlich. Jeder wird mal krank oder weiß der Geier was. Ich will vielleicht auch mal 2-3 Monate Urlaub machen. Selbstständigkeit verbinde ich mit einem selbstbestimmten Leben und nicht mit Reichtum. Wem es nur ums Geld geht der ist als Freelancer sowieso falsch. Die echten Verdienste mit 50k+ im Monat gibt es nur als Händler. Mit 50k+ im Monat zählt man ja noch nicht mal als richtiger Millionär. Erst ab 500k im Monat kann man darüber nachdenken sich ne schöne Millionen-Villa zu kaufen. Und erst mit 5000k bzw. 5 Millionen im Monat kann man sich zum Lebensende dann irgendwann Milliardär nennen. Bezos liegt da aber mit 500 Millionen im Monat noch zwei Größenordnungen drüber.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 26.03.20 19:36 durch derLaie.

  12. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: Trockenobst 05.04.20 - 00:47

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als wer sich hier hinstellt und anderen was vorweint das es den
    > IT-Freelancer gefälligst gut zu gehen habe, der hat entweder schlicht den
    > Artikel nicht verstanden, oder ein dickes Neidproblem...

    Es gibt ja auch Filmemacher, Wanderschneider, Makupspezialisten etc. Messebau ist gerade total zusammengebrochen, da kenne ich Leute die Arbeiten lange und sind viel auf Achse, aber natürlich auch Einzelselbständige. Bei einigen wird jetzt der Sommerurlaub und das Sabbatical für die Renovierung vorgenommen. Aber leider kriegt man ja auch nichts so einfach beim Baumarkt.

    Wenn z.B. eine Mutter ist die dynamisch arbeitet muss, weil es sonst mit ihrem Kind das spezifische Bedürfnisse hat in einem realen Job nicht geht, ist ja nicht "Luxus" den Job so zu fahren und mit Glück einen Monatslohn pro Jahr sparen zu können. Das System zwingt sie entweder so zu arbeiten oder gleich als H4 Aufstocker allen auf dem Geldbeutel zu liegen.

    Es ist schon länger sichtbar, dass die Maschine einfach nicht will, das die Leute sich aus der festen Umarmung des Staates und der Eliten entfernen können/dürfen. Die jetzigen Lücken zeigen, das man noch mal deutlich die Nase rümpft, ob dieser "leider nicht konformen" Existenzen.

  13. Re: Also wer von den IT-Freelancern ...

    Autor: flow77 05.04.20 - 23:24

    norodondt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nach jetzt 4 Wochen schon Geldsorgen hat, hat doch vorher nur von der Hand
    > in den Mund gelebt und sich auf seiner elitären Position ausgeruht.
    >
    > Disclaimer: ich kenne ausschließlich IT-Freelancer, die mit mindestens
    > 4,5-6k netto im Monat nach Hause gegangen sind. (Front/Backend Entwickler)
    >
    > Da ich selbst lange selbstständig war: schon nach Jahr 1 an hatte ich einen
    > Puffer um 1 Jahr ohne Auftrag auszukommen - mit leichten Einschränkungen.
    > Ich kann nicht wie Gert Kaiser leben und dann Oo Staat nach Geld fragen -
    > oder Mutti.
    >
    > Ist wie mit der Fabel mit der Grille und der Ameise. Wenige denken an
    > Winter.

    +1
    Mit den 4,5k wird deine Rechnung aber nicht aufgehen, es sei denn man zahlt maximal 500¤ Miete, fährt nicht in Urlaub und kauft sich auch keinen neuen Fernseher, muss die Küche nicht ablösen und hat 100% Abdeckung der Krankenkasse.
    Was ist eigentlich bei diesem Gewinn alles dabei? Krankenkasse, Altersvorsorge? Ernst gemeinte Frage.

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