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Display
Autor: dermamuschka 02.03.18 - 12:52
Was spricht denn dagegen ein kleines Billig-Taschenrechner-Display für den jeweils aktuellen Preis zu verbauen (das Ding hängt doch sowieso im wlan) und den vom Gericht geforderten Satz drauf zu drucken? Tastendruck 1 schaltet den dash und preis-Display an, Tastendruck 2 löst die Bestellung aus und zeigt die aktuell bestellte Menge auf dem display. Sollte auf diese Weise nicht mal groß Veränderungen in der Batterielaufzeit bewirken.
Dass man lieber einfach ein rechtswidriges Produkt weiterverkauft und in Berufung geht, statt die naheliegenden Änderungen durchzuführen zeigt meiner Meinung nach nur, dass Amazon tatsächlich keine guten Intentionen hat. Sonst könnte man ja noch auf die Idee kommen gerade dann zu bestellen, wenn das Produkt im Sonderangebot ist.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.03.18 12:56 durch dermamuschka. -
Re: Display
Autor: superdachs 02.03.18 - 15:53
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig also warum sollte Amazon Kohle in die Hand nehmen und etwas neues entwickeln. Kommt bei der Berufungsverhandlung auch nicht so gut an übrigens.
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Re: Display
Autor: Ely 03.03.18 - 10:28
https://forum.golem.de/kommentare/wirtschaft/dash-buttons-amazons-einkaufsknopf-ist-rechtswidrig/display/116222,5037488,5037488,read.html#msg-5037488
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Re: Display
Autor: DragonHunter 03.03.18 - 11:33
superdachs schrieb:
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> Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig also warum sollte Amazon Kohle in
> die Hand nehmen und etwas neues entwickeln. Kommt bei der
> Berufungsverhandlung auch nicht so gut an übrigens.
Weil die Gesetze sehr eindeutig formuliert sind und es schon sehr arrogant von Amazon ist, zu glauben, sie täten alles richtig. Schau dir die §§312 ff. BGB mal an, dann siehst du, dass da nicht viel Spielraum ist. -
Re: Display
Autor: JackIsBlack 03.03.18 - 12:58
Es gibt so viele Gesetze, die regelmäßig gebrochen werden, aber wenn mal ein großes Unternehmen beteiligt ist, dann ist der Aufschrei immer groß.
Jeder, der sich das Teil kauft, weiß genau worauf er sich einlässt. -
Re: Display
Autor: HaMa1 03.03.18 - 13:43
dermamuschka schrieb:
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> Was spricht denn dagegen ein kleines Billig-Taschenrechner-Display für den
> jeweils aktuellen Preis zu verbauen (das Ding hängt doch sowieso im wlan)
Am besten ein Kapazitives Display und dann noch einen Browser mit dem man im Web surfen kann. Und dann noch eine Kamera und ein Mikrofon und Lagesensoren.
https://www.amazon.de/7-Tablet-Alexa-Display-Schwarz-Spezialangeboten/dp/B01J90P010 -
Re: Display
Autor: lear 03.03.18 - 15:13
JackIsBlack schrieb:
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> Es gibt so viele Gesetze, die regelmäßig gebrochen werden, aber wenn mal
> ein großes Unternehmen beteiligt ist, dann ist der Aufschrei immer groß.
Der klassische Ansatz die Großen zu hängen und die Kleinen laufenzulassen?? Die Kritik kannte ich anders.
Abgesehen davon, daß es keinen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht und kein Urteil ohne Klage gibt, gibt es einen Gesetzesübertritt der bitte ignoriert werden soll weil andere bei Rot über die Straße gehen?
"Leute, die sich illegale Medikamente oder legale Medikamente illegal besorgen wissen auch genau, worauf sie sich einlassen."
Man kann gut darüber diskutieren, dem Mißbrauch von Pharmazeutika anders als durch Verbote entgegenzutreten (und persönlich halte ich den Status Quo für teuer und ineffizient), aber sollen wir jetzt ausgerechnet die Mafia kriminell handeln und systematisch Gesetze brechen lassen, weil die Süchtigen ja wissen, worauf sie sich einlassen?
Der Einzelhandel weiß genau, daß es Ladendiebstahl gibt und weiß also, worauf er sich bei Geschäftseröffnung einläßt. Folglich sollte ein erwischter Ladendieb die geklaute Ware einfach geschenkt kriegen.
... m( -
Re: Display
Autor: DragonHunter 03.03.18 - 15:48
JackIsBlack schrieb:
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> Es gibt so viele Gesetze, die regelmäßig gebrochen werden, aber wenn mal
> ein großes Unternehmen beteiligt ist, dann ist der Aufschrei immer groß.
> Jeder, der sich das Teil kauft, weiß genau worauf er sich einlässt.
Es ist aber per Gesetz scheiß egal, ob man weiß, worauf man sich einlässt. Die Praxis des Dash-Buttons ist NICHT mit dem deutschen Recht kompatibel und das ist das Einzige was bei der Diskussion zählt.
Nicht die Größe des Unternehmens, nicht dass Kunden es toll finden... Es geht hierbei um Gesetze und die sind so anzuwenden, wie sie geschrieben stehen! -
Re: Display
Autor: Anonymer Nutzer 03.03.18 - 17:32
du weist schon, dass sich recht aus dem brauch ergibt, und dass eine vereänderung der bräuche auch das recht ändern kann.
ich werde mir wohl buttons selbst knippern die ohne preisanzeige onclick-bestellungen auslösen können, damit is amazon aus dem schneider, und das gericht und diese miesepeter von verbraucherschutzern können mich mal kreuzweise. -
Re: Display
Autor: JackIsBlack 03.03.18 - 18:57
Aber Dinge wie der Rundfunkbeitrag sind kompatibel mit deutschem Recht. Zahlen müssen und keine Leistung erhalten. Das geht. Aber freiwillig einen Vertrag mit einer Firma eingehen ist böse. Grenzt schon fast an die Lächerlichkeit, die die EU Microsoft aufgebrummt hat mit den alternativen Browsern.
Das deutsche Rechtssystem hat schon mehrfach bewiesen, dass es in Punkto Internet sehr veraltet ist. Deswegen ist es schade, dass dieses Urteil so ausgefallen ist. -
Re: Display
Autor: DragonHunter 03.03.18 - 20:56
JackIsBlack schrieb:
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> Aber Dinge wie der Rundfunkbeitrag sind kompatibel mit deutschem Recht.
> Zahlen müssen und keine Leistung erhalten. Das geht. Aber freiwillig einen
> Vertrag mit einer Firma eingehen ist böse. Grenzt schon fast an die
> Lächerlichkeit, die die EU Microsoft aufgebrummt hat mit den alternativen
> Browsern.
>
> Das deutsche Rechtssystem hat schon mehrfach bewiesen, dass es in Punkto
> Internet sehr veraltet ist. Deswegen ist es schade, dass dieses Urteil so
> ausgefallen ist.
Es geht nicht um die Freiwilligkeit des Vertragsschluss, sondern um den Inhalt... oder eben um den Mangel an Informationen bei Vertragsschluss. Du hast die Zeiten schon völlig verdrängt, in denen einem, Abos untergejubelt wurden, nur weil man einen Klingelton haben wollte oder Firefox runterladen wollte... oder? Diese Regeln basieren auf Dingen, die Menschen tatsächlich gemacht haben. Die Vorschriften sind nicht vom Himmel gefallen... Und genauso ist sinnvoll, dass diese Mindeststandards NICHT untergraben werden dürfen. Sonst kann man dich ja auch bedrohen, bis du einwilligst und so deine Mindestsicherung ad absurdum führen...
Begreif Verbraucherschutz als das, was es ist: Schutz vor Missbrauch und Beschiss!
Was deine Beispiele sollen weiß ich nicht, denn sie sind in keiner Weise vergleichbar. Nicht mal ansatzweise. Aber ich fürchte, darum geht es dir gar nicht, sondern um Verbraucherschutz-Bashing. Oder du bist Amazon-Fanboy. -
Re: Display
Autor: JackIsBlack 03.03.18 - 21:32
DragonHunter schrieb:
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>
>Aber ich fürchte, darum geht es dir gar nicht, sondern um >Verbraucherschutz-Bashing. Oder du bist Amazon-Fanboy.
Weder noch.
Deine Abo Beispiele haben nichts vergleichbares mit den Dash Buttons. Amazon bietet kein verstecktes Abo oder suggeriert, dass etwas kostenlos ist. -
Re: Display
Autor: DragonHunter 04.03.18 - 14:04
JackIsBlack schrieb:
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> DragonHunter schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> >
> >Aber ich fürchte, darum geht es dir gar nicht, sondern um
> >Verbraucherschutz-Bashing. Oder du bist Amazon-Fanboy.
>
> Weder noch.
>
> Deine Abo Beispiele haben nichts vergleichbares mit den Dash Buttons.
> Amazon bietet kein verstecktes Abo oder suggeriert, dass etwas kostenlos
> ist.
Dann erklär mir warum nicht!
Die Aussagen, dass man was kauft waren damals ganz klein oder in den AGB versteckt. DESWEGEN hat man die Händler verpflichtet, Aufschriften wie "zahlungspflichtig bestellen" auf die Knöpfe zu schreiben, damit solche Tricks nicht funktionieren.
Dass Amazon einem kein Abo andreht liegt daran, dass sie es, nach aktueller Rechtslage, so nicht dürfen und jeden Prozess haushoch verlieren würden.
Ohne die Gesetzgebung könnten sie dir was unterjubeln.
Amazon ist kein Verein von Weltverbesserern, sondern ein kapitalistisiches Unternehmen, das Gewinne machen will. Lustig wie sehr so einige diese Realität verweigern. -
Re: Display
Autor: JackIsBlack 04.03.18 - 16:00
Es gibt Abos bei Amazon, aber die haben nichts mit den Dashbuttons zu tun.
Ein mal drücken, ein mal das gewünschte Produkt bekommen. Ganz einfach. Das weiß man auch, wenn man diese Knöpfe benutzt.
Amazon hat kein Interesse daran irgendwelche verstecken Abos zu verkaufen, da das mehr als geschäftsschadigend wäre. -
Re: Display
Autor: DragonHunter 04.03.18 - 19:46
JackIsBlack schrieb:
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> Es gibt Abos bei Amazon, aber die haben nichts mit den Dashbuttons zu tun.
> Ein mal drücken, ein mal das gewünschte Produkt bekommen. Ganz einfach. Das
> weiß man auch, wenn man diese Knöpfe benutzt.
> Amazon hat kein Interesse daran irgendwelche verstecken Abos zu verkaufen,
> da das mehr als geschäftsschadigend wäre.
Naja... die Streitereien mit Rückgaben und Kundenauschluss sind auch nicht unbedingt geschäftsfördernd... Und wenn man dir erstmal ein 2 Jahres-Abo zu monatlich 30¤ untergejubelt hat, dann hat man erstmal ein sicheres Einkommen. :-D -
Re: Display
Autor: JackIsBlack 04.03.18 - 23:28
Aus einem rechtswidrigem Abo kommt man schnell heraus. Und ansonsten hat Amazon Hausrecht. Ich würde auch keine Schmarotzer dulden.
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Re: Display
Autor: DragonHunter 05.03.18 - 11:13
JackIsBlack schrieb:
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> Aus einem rechtswidrigem Abo kommt man schnell heraus. Und ansonsten hat
> Amazon Hausrecht. Ich würde auch keine Schmarotzer dulden.
Ohne die aktuelle Rechtsprechung waren solche Tricks aber nicht einmal illegal, so ein Vertrag nicht automatisch rechtswidrig. ;-) Das war ja ein realistisches Problem.
Naja Hausrecht ist da der falsche Begriff...Ein Webshop ist kein "Haus" in dem man Hausrecht ausüben kann. Vertragsfreiheit wäre deutlich passender, aber das ist nun wieder zu viel der Wortklauberei für viele Menschen hier, die nicht einmal den Sinn des Verbraucherschutzes begreifen.



