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...wenn man auf einem Auge blind ist.

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  1. ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: /mecki78 08.11.18 - 11:12

    "Es geht in allen Bereichen des Konzerns bergauf", aber nur wenn man auf einem Auge blind ist.

    2014 hatte die Telekom noch eine Marktanteil von 42,6%:
    https://www.dslweb.de/presse/bilder/breitband-report-2014-q2-marktanteile.jpg

    2016 waren es schon nur noch 41,1%:
    https://static.dslweb.de/images/marktzahlen/breitband-report-2016-q2-marktanteile.jpg

    2017 waren es nur noch 40,2%:
    https://static.dslweb.de/images/marktzahlen/breitband-report-2017-q2-marktanteile.png

    2018 werden es voraussichtlich wieder weniger sein. Geht man noch weiter zurück ergibt sich das gleiche Bild. Die Telekom verliert schon ewig Jahr für Jahr immer mehr Kunden, das kann auf dauer nicht gut gehen. Hier werden Restbestände verbrannt, die sich die Telekom als Marktbeherrscher in den ersten Jahren nach Marktöffnung anfuttern konnte und wenn die einmal aufgebraucht wird, dann geht das große Heulen auf allen Seiten los.

    Denn überall dort wo die Telekom den FTTH/FTTB Ausbau verschlafen hat, weil sie auf ihr schon damals veraltetes Vectoring gesetzt hat, haben andere das übernommen und die Kunden wandern jetzt zu denen ab und werden auch nie wieder zur Telekom zurück kommen, zum einen weil sie ein Leben lang schlecht auf die Telekom zu sprechen sein werden und dann müsste die Telekom ja erst einmal für zig Mrd alle diese LWL Netze überbauen, um den Kunden dort überhaupt etwas vergleichbares anbieten zu können, was sie aber nicht macht, weil es viel lukrativer ist dort zu bauen, wo noch keine Konkurrenz ist, nur damit bleiben dies Kunden eben für alle Zeiten verloren.

    Dass das US Geschäft gut läuft, das liegt daran, dass die Telekom dort den Kunden schon lange faire Leistungen zu fairen Preisen verkauft, was die US Kunden auch gerne annehmen, also anders als bei uns, wo die Leistungen entweder minderwertig ausfallen (z.B. viel zu wenig mobiles Datenvolumen) oder komplett überteuert verkauft werden zu Fantasiepreisen. Vergleicht einfach mal die US Tarife der Telekom vor 4 Jahren mit den deutschen Tarifen vor 4 Jahren in Bezug auf Bandbreite, Datenvolumen und monatlichen Preis und ihr werdet sofort verstehen, was ich meine. Die Telekom hätte bei uns einen Marktanteil von 90% gehabt mit diesen Tarifen, aber die deutschen lassen sich ja so schön schröpfen, um noch ein paar extra Boni für die Vorstände raus zu holen. Deutsche sind doch keine Kunden, die sind Melkvieh (ist auch bei der Autoindustrie nicht anders!).

    /Mecki

  2. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: iToms 08.11.18 - 12:29

    T-Mobile US bietet einen Unlimited Tarif (mit einer Schattengrenze von 51 GB) über T-Mobile One für 70 US-Dollar an. In Deutschland kostet der Unlimited-Tarif 80 Euro.

  3. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: Urbautz 08.11.18 - 13:02

    ... und dabei kann ich nicht verstehen wieso da immer noch 40% bei dem Saftladen sind. Bei den roten als größter Konkurrent und 1und1 ist zwar auch nicht alles rosig, aber im vergleich zu den Telekomikern ...

  4. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: /mecki78 08.11.18 - 14:35

    iToms schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > T-Mobile US bietet einen Unlimited Tarif (mit einer Schattengrenze von 51
    > GB) über T-Mobile One für 70 US-Dollar an. In Deutschland kostet der
    > Unlimited-Tarif 80 Euro.

    $70 sind aber 61 ¤ und das ohne Kaufkraftbereinigung. Berücksichtigt man auch noch die Kaufkraft, also was ein Amerikaner im Schnitt pro Jahr verdient und wie viel er sich mit diesem Geld kaufen kann, dann entspricht der Preis ca. 50 ¤ bei uns.

    Und dann musst du schauen was du sonst noch bekommst, z.B. kostenlose SMS und Datenroaming in 210 Ländern weltweit (da sind alle EU Länder auch mit enthalten, aber eben auch ganz viele nicht-EU Länder). Außerdem hat die USA 9'147'590 km^2 Fläche, die dort ein Mobilfunknetz abdecken muss, Deutschland hat gerade mal 357'385 km^2. Selbst mit den weißen Flecken in den USA decken die dort über 15x mehr Fläche mit 4G LTE ab als bei uns.

    Und du musst ja nicht "Unlimited" nehmen. Prepaid bekommst du unbegrenztes Datenvolumen, unbegrenzte SMS und unbegrenzt in den USA in alle Netze telefonieren für $50/Monat. Das sind (bereinigt) ca. 36 ¤ im Monat; und das auch wieder mit 4G LTE und 15x die Fläche von ganz Deutschland.

    Mal sehen was ich hier so für 36 ¤ von der Telekom bekomme. Toll, 2,5 GB Datenvolumen und das gerade mal auf einer Fläche die 4% der USA entspricht und nicht einmal die ist komplett abgedeckt.

    /Mecki

  5. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: solary 08.11.18 - 14:35

    Urbautz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... und dabei kann ich nicht verstehen wieso da immer noch 40% bei dem
    > Saftladen sind. Bei den roten als größter Konkurrent und 1und1 ist zwar
    > auch nicht alles rosig, aber im vergleich zu den Telekomikern ...


    Die Qualität ist gut, wir nutzen eine Deutschland –Lan Leitung mit Feste Ip als Standleitung, dort hängt ein Webserver dran , alle für 65¤
    Ausfall in 2 Jahren 0
    Unsere Stadtwerke wollten hier mal Glasfaser verlegen, wir hatten mal angefragt was sowas bei denen kostet, die wollen echt für 30:3 + Feste ip 400¤ haben.
    Was sollen wir dann bitte mit 3mbit?

    Aber auch eine Standardlone Leitung für 80¤ wollten sie uns verkaufen mit ein Upload von 3 mbit!
    Dafür brauche ich doch keine Glasfaser, bei der Telekom bekommen wir 100:40.
    Aber generell ist die Telekom eine Kupferschmiede, gerade in den Groß Städten haben sie so gut wie keine Kunden mehr, wer dort Kabel TV hat auch Kabel Internet.
    Der Trend weg zu Telekom wird anhalten, und die wachen auch nicht auf, eigentlich hätten man alle Kunden mal anschreiben müssen ob ein Bedarf an Glasfaser besteht und dann sofort reagiert, wenn sich im Bezirk 20-30% dafür sind.
    Aber es passiert so gut wie nichts, außer es werden Ausschreibungen getätigt und auch gewonnen, aber von sich wird nicht ausgebaut.
    So wird Deutschland verheiz, die Regierung schreit zwar immer nach Glasfaser und 1GB, mehr passiert nicht, die Wirtschaft wird es bald zu spüren bekommen

    Was macht der T-Chef Höttges?
    Er rechnet in Monatsgehalten, wenn er 3-4 Jahre durchhält hat er ausgesorgt, nach mir die Sintflut.

  6. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: Inori-Senpai 08.11.18 - 19:33

    Ihr wisst schon, dass es vom Regulierer gewollt ist, dass die Telekom Marktanteile verliert. Bin gespannt ob die Telekom dann bei unter 40% aus der Regulierung entlassen wird.

  7. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: /mecki78 08.11.18 - 19:47

    Inori-Senpai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ihr wisst schon, dass es vom Regulierer gewollt ist, dass die Telekom
    > Marktanteile verliert.

    Was der Regulierer will, kann der Telekom egal sein. Der Regulierer reguliert, er führt nicht deren Geschäft und trifft nicht deren Geschäftsentscheidungen. Und die Telekom verliert nicht Marktanteile wegen irgendwas, dass der Regulierer getan hat (was sollte das bitte deiner Meinung nach gewesen sein?) Die Telekom verliert Marktanteile, weil sie auf die falsche Technik gesetzt hat, was sie ja jetzt selber zugibt mit ihrer 180 Grad-Wende, und seit Jahren minderwertige Leistungen zu überhöhten Preisen verkauft, wie man sowohl bei der Konkurrenz sieht, als auch bei deren Tarifen im Ausland, wo man einfach mehr Leistung für viel weniger Geld bekommt.

    Die Telekom profitiert aktuell nur noch vom Mythos das beste Mobilfunknetz zu haben. Zwar hat die Telekom nach wie vor das Mobilfunknetz mit der besten Abdeckung, das ist richtig, weil es immer noch viele Gebiete gibt, da findest du nichts außer Telekomnetz (bestenfalls 2G von den anderen), aber das schnellste ist es mittlerweile nicht mehr so wie früher, denn da wo es vorhanden ist, da ist das das Vodafonenetz mittlerweile oft schneller, da besser angebunden; denn der beste Funkmast der Welt bringt dir gar nichts, wenn der Flaschenhals nicht die Verbindung zwischen Mast und Mobiltelefon, sondern die Anbindung des selbigen geworden ist. Denn um diese unglaublich gute Flächenabdeckung zu erreichen, musste die Telekom teilweise auf veraltete Anbindungen zurückgreifen oder Masten sogar nur mit Richtfunk zu anderen Masten anbinden und diese Technik kommt mit 4G LTE an ihre Grenzen.

    Für 5G geht das gar nicht mehr und daher hat die Telekom ja so viel Schiss vor den 5G Ausbau, weil hier nützt ihr ihr tolles bisheriges Netz einfach Null, hier haben alle anderen die gleichen Chancen in der gleichen Zeit ein besseres 5G Netz hochzuziehen und wenn die Telekom irgendwann in Tests auch nicht mehr das beste Mobilfunknetz bietet, was bieten sie dann überhaupt noch, außer überteuerte Preise?

    /Mecki

  8. Re: ...wenn man auf einem Auge blind ist.

    Autor: sneaker 08.11.18 - 20:33

    Und Du willst uns jetzt weismachen, Vodafone hätte alle ihre Stationen über Glas angebunden? Zweifelhaft, daß die Telekom da schlechter dasteht, als die anderen Betreiber. Connect und Co. messen ja auch nicht nur "Empfang: ja/nein", sondern messen auch die Übertragungsgeschwindigkeiten.

    [www.connect.de]

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