-
Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: us61170 07.04.22 - 20:17
Ich kenne eine Firma die schon anfängt die Pull requests von russischen Mitarbeitern mehrfach zu prüfen.
-
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: sav 07.04.22 - 22:21
Kommt ganz auf die Person an. Wenn sein Leben und dass seiner Freunde und Familie im Sinkflug sieht, der russischen Propaganda auf den Leim geht und glaubt, dass der Westen für alles Schlechte verantwortlich ist, dann dreht die Person eventuell wirklich durch und fängt an seinen privaten Kriegt gegen den Westen zu führen in dem er Bugs, Schwachstellen oder ähnliches einbaut.
Alle anderen werden weiterhin Ihre normale Arbeit machen und loyal gegenüber dem Arbeitgeber sein. Und wenn Russland wirklich gezielt der Telekom (oder sonst einem Konzern schaden oder diesen ausspionieren will), wird man nicht unbedingt auf einheimische Mitarbeiter angewiesen sein. Mit den richtigen "Argumenten" lassen sich auch Mitarbeiter außerhalb Russlands finden, die die entsprechenden Aufgaben/Wünsche umsetzen - wenn auch eventuell nicht ganz freiwillig. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: peterbruells 08.04.22 - 06:57
sav schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Kommt ganz auf die Person an.
Kommt vor allem auf die Branche an und wo sich die Mitarbeiter befinden. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: olma 08.04.22 - 06:58
Bei den Entwicklern handelt es sich vermutlich auch um viele, die der englischen Sprache einigermaßen mächtig sind. Gebildet und aus Großstädten. Das sind vermutlich genau diejenigen, die die Putinsche Propaganda eher durchschauen.
-
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: User_x 08.04.22 - 08:48
olma schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Bei den Entwicklern handelt es sich vermutlich auch um viele, die der
> englischen Sprache einigermaßen mächtig sind. Gebildet und aus Großstädten.
> Das sind vermutlich genau diejenigen, die die Putinsche Propaganda eher
> durchschauen.
Aufgrund fehlender Informationen denkst du dir jetzt etwas zusammen, damit es sinn ergibt?
Gibt es hier etwa nicht auch akademische Minderheiten die als Schwurbler bezeichnet werden? Propaganda ist ein politischer Begriff. Man muss nicht Länderübergreifend gleiche Werte haben, wäre zwar wünschenswert ist es aber nicht.
via Smartphone. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: OutOfCoffee 08.04.22 - 09:56
peterbruells schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> sav schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Kommt ganz auf die Person an.
>
> Kommt vor allem auf die Branche an und wo sich die Mitarbeiter befinden.
Die Telekommunikationsbranche ist ein Zentraler Infrastruktur Bestandteil, wo man massiv Schaden verursachen kann. Da würde ich niemanden ahben wollen der nur irgendwo in irgendeiner weise eventuell Beziehungen nach Rußland hat. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: zampata 08.04.22 - 10:33
User_x schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Gibt es hier etwa nicht auch akademische Minderheiten die als Schwurbler
> bezeichnet werden?
Ja leider. Wobei man auch klar sagen muss dass Studiengang einem gleich naturwissenschaftliche Prinzipien beibringt -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: blbm9 08.04.22 - 11:15
us61170 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Ich kenne eine Firma die schon anfängt die Pull requests von russischen
> Mitarbeitern mehrfach zu prüfen.
Pull Requests sollten immer reviewt werden, unabhängig von Herkunft. Ansonsten kannste dem Einsender eigentlich gleich Commitrechte geben. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: OutOfCoffee 08.04.22 - 12:05
blbm9 schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> us61170 schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > Ich kenne eine Firma die schon anfängt die Pull requests von russischen
> > Mitarbeitern mehrfach zu prüfen.
>
> Pull Requests sollten immer reviewt werden, unabhängig von Herkunft.
> Ansonsten kannste dem Einsender eigentlich gleich Commitrechte geben.
Dann hast Du keine Ahnung wie Reviews von Pullrequests zu 99% in der Praxis meistens ablaufen. Da wird selten geschaut ob das fachlich richtig ist. Meistens wird da nur grob drüber geschaut ob die im Team geltenden Coding Standards eingehalten wurden, Code kommentiert wurde, generell Unit Tests geschrieben wurden und andere Kleinigkeiten, die schnell ins Auge fallen. Seltenst wird auch wirklich genauer geschaut ob der Code auch wirklich tut, was er Fachlich tuen soll, ausser es schaut gerade ein Kollege drauf der die Codestellen genau kennt und daher da genauer drauf schaut weil jemand Code ändert den man selbst geschrieben hat. Bei größeren Pullrequests wo dann z.b. auch viele Kleinere Änderungen, z.b. bezüglich Code umformatierung drinn sind, schaut dann eh kaum noch einer genauer drauf und winkt es so durch. So sieht es zumeist in der Praxis aus. Wenn dann noch der Pullrequest kurz vor Codefreeze kommt, wird dann nochmals ein Auge zugedrückt. Pullrequests sind meistens für den Popo. Bringen fast nichts ausser das es die Entwicklung ausbremst. Das einzige was es bringt, ist bei neuen Entwicklern im Team, diese auf Linie zu bringen, damit die sich an die generellen Coding Richtlinien im Projekt / Team halten.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.22 12:09 durch OutOfCoffee. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: peterbruells 08.04.22 - 13:21
User_x schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Gibt es hier etwa nicht auch akademische Minderheiten die als Schwurbler
> bezeichnet werden?
Ja.
Der Irrtum liegt aber darin anzunehmen, dass all akademische Mindermeinungen nicht Schwurbelei sind.
Phantomzeit ist auch eine akademische Mindermeinung. Und trotzdem Schwurbelei. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: JE 08.04.22 - 14:28
OutOfCoffee schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Dann hast Du keine Ahnung wie Reviews von Pullrequests zu 99% in der Praxis
> meistens ablaufen. Da wird selten geschaut ob das fachlich richtig ist.
Nun, bei uns im Team wird jeder PR gereviewt und dabei auch geprüft, ob die Akzeptanzkriterien erfüllt sind - danach kommen dann noch QS und Abnahme. Das wird also durchaus geprüft.
Aber: das ist natürlich innerhalb des Teams bei den Services, für die wir verantwortlich sind.
Jemand anders guckt da nicht drauf. -
Re: Inwieweit kann man ihnen vertrauen?
Autor: User_x 08.04.22 - 22:10
peterbruells schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> User_x schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
>
> > Gibt es hier etwa nicht auch akademische Minderheiten die als Schwurbler
> > bezeichnet werden?
>
> Ja.
>
> Der Irrtum liegt aber darin anzunehmen, dass all akademische
> Mindermeinungen nicht Schwurbelei sind.
>
> Phantomzeit ist auch eine akademische Mindermeinung. Und trotzdem
> Schwurbelei.
Und genau diese Einseitigkeit ist eben das störende. Ist es wirklich so, dass es immer nur eine einzige Richtigkeit geben kann? Oder können mehrere Theorien nebeneinander existieren bis sich die Eigenschaften dafür oder dagegen potenzieren?
via Smartphone.



