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Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

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  1. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: anders 01.06.10 - 01:07

    Wenn es mit Copy&Paste geht, dann geht es doch auch anders herum, oder?

  2. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: xaan 01.06.10 - 01:19

    abugida schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1. Kann man einem Wirtschaftsunternehmen Zensur vorwerfen, nur weil es
    > Produkt A verkaufen und Produkt B nicht verkaufen will, zumal, wenn es nur
    > Nr. 3 des Smartphone-Marktes und Nr. 7 des Handymarktes ist und damit keine
    > marktbeherrschende Stellung hat?

    Allein durch die Verbreitung die das iPad im Vergleich zu anderen eBook Readern bereits erreicht hat und noch erreichen wird, kann man in absehbarer Zeit von einer Marktbeherrschenden Stellung im Bereich Ebooks und Epapers ausgehen.

    > Werden die Verbraucher Apple nicht von
    > allein abstrafen, wenn die Inhalte nicht mehr attraktiv sind?

    Nur wenn es Alternative Ebook Reader gibt, auf die man als Verbraucher ausweichen kann.

    > Was sagst du
    > zu Nintendo oder Vodafone, wenn sie eine Karikatur- oder Titten-App nicht
    > verkaufen wollen?

    Was für ein dämlicher vergleich. Frag doch gleich was ich davon halte, dass mir Herstller von Telefonen es nicht ermöglichen, auf ihren Produkten journalistische Inhalte zu konsumieren... *augenroll*

    > 2. Warum bleiben die Verlage nicht einfach bei ihren tollen Webseiten?

    Weil der Appstore, wie bereits gesagt, im bereich Epublishing so eine Art Kiosk ist. Eine Anlaufstelle, in der man einfach mal etwas stöbern und rumsuchen kann. Eine Anlaufstelle, wo man auch von Leuten gefunden wird, die nicht explizit nach einer bestimmten Zeitung suchen.
    Wer auf eine Webseite geht, der kennt die Webseite bereits und weiss genau, was er will. In einem Kiosk kann man auch Kunden abgreifen, die einfach nur mal durchs Angeboten gucken wollen.

    > Vielleicht, weil es ihnen einzig und allein ums Geld

    Natürlich machen die Verlage das nicht völlig uneigenntzig *augenroll*
    Das heisst doch noch lange nicht, dass sie Zensurbestimmungen im Onlinezeitungskiosk akzeptieren müssen. Offline zensiert schließlich auch kein Kiosk den Duden, nur weil da Schimpfworte drinstehen...

  3. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: xaan 01.06.10 - 01:21

    anders schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es mit Copy&Paste geht, dann geht es doch auch anders herum, oder?

    Preisfrage: Wenn sich epublishing zuerst auf dem iPad durchsetzt, für welche Platform werden die Inhalte dann zuerst erstellt? Und von welcher Platform werden sie dann auf andere kopiert?

    ...

  4. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: Medium 01.06.10 - 01:34

    Aber inwiefern ändert sich dadurch der Inhalt?

    Oder meinst du, eine Nachricht erscheint zu erst bei Apple und eine Woche später die gleiche Nachricht auf einem anderen Pad?

    Du scheinst hier das Medium mit der Redaktion zu verwechseln.

    Oder nimmst du an, dass die tollen Nachrichten nur auf dem iPad erscheinen werden und die Nachrichten zweiter Wahl auf anderen Geräten?

  5. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: abugida 01.06.10 - 02:01

    xaan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > abugida schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1. Kann man einem Wirtschaftsunternehmen Zensur vorwerfen, nur weil es
    > > Produkt A verkaufen und Produkt B nicht verkaufen will, zumal, wenn es
    > nur
    > > Nr. 3 des Smartphone-Marktes und Nr. 7 des Handymarktes ist und damit
    > keine
    > > marktbeherrschende Stellung hat?
    >
    > Allein durch die Verbreitung die das iPad im Vergleich zu anderen eBook
    > Readern bereits erreicht hat und noch erreichen wird, kann man in
    > absehbarer Zeit von einer Marktbeherrschenden Stellung im Bereich Ebooks
    > und Epapers ausgehen.

    Wenn und falls dieser Fall mal eintritt, kann man die ganze Sache ja neu diskutieren. Letztendlich dürfte es Apple zu dem Zeitpunkt, an dem sie ein Monopol erreichen, auch egal sein, ob in ihren Augen kundenunfreundliche Apps ihre Plattform verwässern bzw. ob sie überhaupt den einzigen App Store für ihre Plattform haben. Die Geräte würden sich dann von allein verkaufen, siehe Windows.

    Soweit ist es aber noch lang nicht. Es stehen zahllose Mitbewerber in den Startlöchern, und Apple hat jedes Recht, die eigene Platform zu pflegen und zu trimmen, um sich von der Konkurrenz qualitativ abzusetzen. Man soll doch bitte nicht zwischen April und September 2010 Apple mal schnell den Kartellprozess machen, bevor hunderte konkurrierender Tablets erscheinen.

    Und ich hoffe, du gehörst nicht zu den Leuten, die den unaufhaltsamen Triumph von Android vorhersagen. Auch in dem Fall wäre die Monopol-Argumentation gegen Apple widersinnig.

    > > Was sagst du
    > > zu Nintendo oder Vodafone, wenn sie eine Karikatur- oder Titten-App
    > nicht
    > > verkaufen wollen?
    >
    > Was für ein dämlicher vergleich. Frag doch gleich was ich davon halte, dass
    > mir Herstller von Telefonen es nicht ermöglichen, auf ihren Produkten
    > journalistische Inhalte zu konsumieren... *augenroll*

    Ich habe lediglich zwei sehr restriktive Plattform-Betreiber genannt. Der AppStore wird ja immer nur mit dem PC-Software-Markt und dem Web verglichen, welche weitestgehend unreguliert sind. Man muss aber auch mal schauen, wie streng Nintendo kontrolliert, welche Wii- und DS-Spiele erscheinen und wie streng Vodafone kontrolliert, welche Java-Phone-Titel erscheinen.

    Angenommen du wärst ein Verleger, der seine Zeitung gern über WiiWare oder Vodafone Live! vertreiben will. Was ist an meinem Vergleich so dämlich? Warum darf man bei Nintendo nur Spiele verkaufen, wenn die Wii doch angeblich als Casual-Konsole mit Zusatznutzen wie Diät-Software, AFP-Ticker, E-Mail, Browser etc. gedacht war? Wer will mir verbieten, meine eZeitung für Wii zu verkaufen? Etwa Nintendo?!

    > Das heisst doch noch lange nicht, dass sie Zensurbestimmungen im
    > Onlinezeitungskiosk akzeptieren müssen. Offline zensiert schließlich auch
    > kein Kiosk den Duden, nur weil da Schimpfworte drinstehen...

    Es verkauft aber auch nicht jeder Buchladen den Duden, jedenfalls kann ihn in einer Marktwirtschaft keiner dazu zwingen. Es geht hier nicht um Zensur von Meinungen, sondern um Verkauf bzw. Nicht-Verkauf eines Produktes. Solang Apple keine marktbeherrschende Stellung hat, ist das legal. Ob es auch attraktiv ist, entscheiden die Verbraucher mit ihrer Brieftasche.

  6. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: schnelle supercomputer 01.06.10 - 02:29

    Die Plattformen konkurrieren halt defacto nicht, weil die dummen Verlage augenscheinlich lieber Iphone-Apps proggern anstelle das offizielle Ibook-Format, nämlich epub (oder halt PDF) zu verkaufen und z.b. ihren Abonnenten per Email zu senden ohne auch mit Apple nur ein Wort reden oder verhandeln zu müssen.
    Oder pay-zugriff auf Teile der Website. Murdoch macht das ja wohl oder will es zumindest.

    Bei BD gibts ja auch dieses BD-Konsortium. Dort sind auch China-Firmen mitglied, die bisher aber keine günstigen Player gebracht haben. Und kleine Labels wollen aus Kostengründen kein AACS benutzen (Lola Rennt ist z.b. unverschlüsselt auf den DVDs wenn man CSS mal so bezeichnet) und dürfen es nicht.
    Monopole bzw. Kartelle sind zu kontrollieren.
    Mal sehen, wenn die ersten Zeitschriften ihre Abos nicht vergünstigt anbieten müssen wegen Preisbindung, die bei Hardcover vs. Taschenbuch ja auch nicht existiert.
    DIE sind so perfide... .

  7. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: xaan 01.06.10 - 03:15

    Medium schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber inwiefern ändert sich dadurch der Inhalt?

    Schau dir einfach das hier an
    http://www.youtube.com/watch?v=ixBV9GAr8lE#t=4m40s

    > Oder meinst du, eine Nachricht erscheint zu erst bei Apple und eine Woche
    > später die gleiche Nachricht auf einem anderen Pad?

    Wenn erstmal die elektronische Version fürs iPad fertig ist, meinst du der Verlag macht sich dann nochmal extra Mühe, sie für andere (weniger verbreitete) elektronische Reader wieder zu dezensieren?

  8. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: xaan 01.06.10 - 03:28

    abugida schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn und falls dieser Fall mal eintritt, kann man die ganze Sache ja neu
    > diskutieren.
    > [...]
    > Solang Apple keine marktbeherrschende Stellung hat, ist das legal. Ob es
    > auch attraktiv ist, entscheiden die Verbraucher mit ihrer Brieftasche.

    Bei eBook Readern hat Apple imo jetzt schon eine Marktbeherrschende Stellung. Und die wird noch im Verlaufe dieses Jahres enorm ausgebaut werden. Das pfeifen die Spatzen vom Dach.
    Wenn sich dann die Verlage erstmal auf die Apple-Publishingkonditionen eingeschossen haben bin ich mal gespannt, ob sie ihre elektronischen Inhalte für andere Reader wieder dezensieren.

    Es würde mich überraschen.
    Und dann haben wir ratzfatz eine Situation, in der Apple prüde amerikanische Moral in die deutsche Presse getragen hat. Wirklich sehr erstrebenswert...

  9. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: Whiskerz 01.06.10 - 09:18

    xaan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > abugida schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn und falls dieser Fall mal eintritt, kann man die ganze Sache ja neu
    > > diskutieren.
    > > [...]
    > > Solang Apple keine marktbeherrschende Stellung hat, ist das legal. Ob es
    > > auch attraktiv ist, entscheiden die Verbraucher mit ihrer Brieftasche.
    >
    > Bei eBook Readern hat Apple imo jetzt schon eine Marktbeherrschende
    > Stellung.

    Das glaube ich nicht unbedingt. Das Amazon Kindle wurde auch schon über ne Millionen Mal verkauft, und es gibt noch eine ganze RReihe anderer eBook Reader da draußen. Wäre vorsichtig, da schon eine Marktbeherrschende Stellung von Apple zu vermuten.

    Allerdings finde ich es auch nicht schlecht, dass sich hier die Verlage etwas regen, aus welchen Gründen auch immer. Wenn alle immer sofort Ja und Amen sagen, werden Verbesserungen in den Bedingungen nie kommen. Ich fürchte nur, dass wenn Apple auf irgendwas eingeht, dann wird über die Geldfrage verhandelt - und die strengen Appstore "Zensur"-Regeln unangetastet bleiben, weil sich die Verlage mit den Dollars die ihnen Apple überlässt zufrieden geben.

    Sein wir mal ehrlich, den Verlagen geht es nicht um Moral, sondern im Endeffekt um Geld, sonst würde vieles von dem was sich heute so gut verkauft gar nicht gedruckt. Meine persönliche Meinung.

  10. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: xaan 01.06.10 - 10:16

    Whiskerz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das glaube ich nicht unbedingt. Das Amazon Kindle wurde auch schon über ne
    > Millionen Mal verkauft, und es gibt noch eine ganze RReihe anderer eBook

    Der Kindle ist in Deutschland bisher nur als USA-Import erhältlich. Was meinst du also, wie viele von den 1 Million verkauften Kindles sind bisher in Deutschland gelandet?
    Kann man doch an einer Hand abzählen.

    Zudem lässt der Kindle bisher keine Farbbilder zu. Gerade das ist aber ein wichtiger Teil der gesamten Boulevardpresse. Kein Mensch kauf deren Texte ohne die dazugehörigen Skandalfotos. Was sollen die also auf dem Kindle machen?

    Und letztendlich schließt beim Kindle der Kunde das Abo nicht direkt mit dem Verlag ab, sondern mit Amazon.
    Auch das schmeckt den Verlagen garnicht. Die wollen die Kunden lieber selbst mit Werbung bewerfen als von einem dritten Mittelsmann abhängig zu sein ;)

    > und es gibt noch eine ganze RReihe anderer eBook Reader da draußen.

    Echt? Ehrlich gesagt, mir will auf Anhieb kein einziger einfallen. Was sagt das wohl über deren Marktpräsenz und Verbreitung aus?

    > Allerdings finde ich es auch nicht schlecht, dass sich hier die Verlage
    > etwas regen, aus welchen Gründen auch immer. Wenn alle immer sofort Ja und
    > Amen sagen, werden Verbesserungen in den Bedingungen nie kommen. Ich
    > fürchte nur, dass wenn Apple auf irgendwas eingeht, dann wird über die
    > Geldfrage verhandelt - und die strengen Appstore "Zensur"-Regeln
    > unangetastet bleiben, weil sich die Verlage mit den Dollars die ihnen Apple
    > überlässt zufrieden geben.
    >
    > Sein wir mal ehrlich, den Verlagen geht es nicht um Moral, sondern im
    > Endeffekt um Geld, sonst würde vieles von dem was sich heute so gut
    > verkauft gar nicht gedruckt. Meine persönliche Meinung.

    Ist doch erstmal besser wenn die Forderung überhaupt auf den Tisch kommt als wenn die Verlage gleich duckmäuserisch die Bedingungen schlucken.

  11. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: nach geproggert 01.06.10 - 10:49

    Golem schrieb doch, das Sony-Reader einen Anteil von 20% oder so in USA hätten.

    Als der Sony-$200-Reader angekündigt wurde, hätte ich ihn für den Durchbruch gehalten. Aber leider ist Sony zu dumm und Zeitschriften wollen nicht und Die Buchkäufer anscheinend ein wenig. 20% dem Kindle "wegnehmen" ist ja nicht ohne. Aber in Deutschland sind die Zahlen wirklich irrelevant.
    Durch Ipad können oma/opa bald zeitschriften in beliebiger Schriftgröße lesen und wie im Kiosk AN EINER STELLE kaufen, statt zig fragwürdigen Verlagen die Kontodaten zu geben.

    Die Roman-Fuzzies in ihrer Egozentrierung glauben nur an das total wahre E-ink. Bei "boulevard"/yellowpress und ct-kurz-news oder focus sind es kurztexte, die wir hier bei golem jeden tag am screen lesen. Da passt farbe auch besser.

    Apple bietet halt auch den Vertrieb. Das peilen die Hater halt nicht. Obwohl es jeder fossler in viel besser in einer woche nachgeproggert bekommen würde.

  12. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: oJe 01.06.10 - 11:04

    nach geproggert schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die Roman-Fuzzies in ihrer Egozentrierung glauben nur an das total wahre
    > E-ink. Bei "boulevard"/yellowpress und ct-kurz-news oder focus sind es
    > kurztexte, die wir hier bei golem jeden tag am screen lesen. Da passt farbe
    > auch besser.
    >
    > Apple bietet halt auch den Vertrieb. Das peilen die Hater halt nicht.
    > Obwohl es jeder fossler in viel besser in einer woche nachgeproggert
    > bekommen würde.


    Wer so schreibt dem reicht wahrscheinlich auch ein SMS-Feed als Nachrichtenquelle.

    Fakt ist das Apple nur Inhalte zuläßt die Apple genehm sind - das ist OK solange das iPad nicht ein Medium für Nachrichten sein will. Da dies aber ganz klar eine der wenigen sinnvollen Applikation auf dem iPad ist und ebenfalls mit den Zeitungs-Verlagen geredet wird, finde ich ein Zensur (die Apple definitv betreibt) absolut indiskutabel.

    Das die Verleger und somit auch die Redaktionen bezahlt werden wollen sollte jedem einleuchten - also klar geht es auch um Geld.

    Aber von der Idee demächst gibt es nur noch freie Schreiberlinge die ihren Inhalt entweder selbst oder gar nicht vermarkten sollte man sich trennen, da die Qualität der Inhalt nicht mehr einschätzbar wäre ....

  13. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: Youssarian 01.06.10 - 11:20

    Tantalus schrieb:

    > Hmmm... Dann muss das hier

    >> Die Verleger bekämen auch die Nutzerdaten der Apps meist nicht
    >> vollständig zu sehen

    > das andere Argument sein.

    Das ist auch eines, ja.

    Direkt davor steht zu lesen, "Strittig ist Apples Zulassungspolitik von Applikationen für den App Store, wo beispielsweise Nacktbilder untersagt werden."

    Fokussiere Dich jetzt nicht so auf die Nacktbilder, sondern darauf, dass es eine "Zulassungspolitik" aufgrund von Inhalten gibt. Apple übt also eine Kontrolle über die Inhalte aus. Es gelten nicht Recht und Gesetz, sondern das, was ein Firmenboss will.

  14. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: Verlagstroll 01.06.10 - 14:19

    Schon mal jemand darüber nachgedacht wer bei international vertriebenen Publikationen haftbar gemacht würde wenn diese gegen nationales Recht verstösst? Wenn würdet ihr verklagen einen kleinen Verlag in Europa oder Apple? So wie jeder Kiosk Händler überlegt ob er die eingeschweissten Schmuddelmagazine anbietet oder es sich und seinen Verkäuferinnen erspart, so kann jede Firma die einen digitalen Vertriebsweg anbietet genauso frei entscheiden . Es geht hier nicht um Presse-oder Meinungsfreiheit, sondern vielmehr um Vertriebsfreiheit. Die schlechten Erfahrungen die Apple mit den Plattenfirmen im iTunes Store gemacht (DRM Pflicht, variable Preise, Einschränkung der Anzahl erlaubter Abspielgeräte usw.)haben führen nun dazu das die Bedingungen für den App Store einzig und allein von Apple gestaltet werden. Die Verlagsbranche ärgert sich, da sie zumindest in Europa nicht so viel Einflussmöglichkeiten haben wie die internationale Musikindustrie beim iTunes Store. Das ständige verlinken auf den unsäglichen ZDF Beitrag bringt zudem keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn. Dort werden nur immer wieder die gleichen Behauptungen wiederholt.

  15. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: Youssarian 01.06.10 - 14:27

    Verlagstroll schrieb:

    > Schon mal jemand darüber nachgedacht wer bei international vertriebenen
    > Publikationen haftbar gemacht würde wenn diese gegen nationales Recht
    > verstösst?

    Wenn Apple die Inhalte kontrolliert, dann Apple. Würde Apple die Inhalte nicht kontrollieren, dann der entsprechende Verlag. Ist doch ganz einfach, oder?

    Da Apple die Inhalte kontrolliert, muss Apple nun die Gesetze aller Länder einhalten, in denen Apple seine Produkte anbietet. Die Kontrolle erfordert dann einen Filter, der nur das durchlässt, was in keinem der Länder rechtliche Probleme bereiten kann.

    [...]

    Nee, nee, lass mal, Dein Einwand war prima. Denn dadurch hast Du mich darauf aufmerksam gemacht, dass die Apple-Zensur die Pressefreiheit sehr viel mehr gefährdet, als ich vermutet hatte. Vielen Dank für die Steilvorlage! :-)

  16. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: Verlagstroll 01.06.10 - 14:57

    Youssarian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Apple die Inhalte kontrolliert, dann Apple. Würde Apple die Inhalte
    > nicht kontrollieren, dann der entsprechende Verlag. Ist doch ganz einfach,
    > oder?
    Als Anwalt würdest Du immer den verklagen bei dem am meisten zu holen ist. Und sobald etwas auf Deiner Plattform angeboten wird, der App Store ist genau das, bist Du als Betreiber dafür verantwortlich was dort angeboten wird. Ein Kläger könnte auch jeden Kiosk in der Welt gerichtlich dazu drängen eine Publikation aus dem Regal zu nehmen oder Teile von Büchern zu schwärzen. Nur in der analogen Welt ist dies einfach viel zu aufwendig. In der digitalen Welt, mit einer kundenfreundlichen zentralen Angebotsplattform ist dies wesentlich einfacher.


    > [...]
    >
    > Nee, nee, lass mal, Dein Einwand war prima. Denn dadurch hast Du mich
    > darauf aufmerksam gemacht, dass die Apple-Zensur die Pressefreiheit sehr
    > viel mehr gefährdet, als ich vermutet hatte. Vielen Dank für die
    > Steilvorlage! :-)

    Die Pressefreiheit würde dann eingeschränkt sobald Autoren und Verlage nur noch den App Store als Vertriebsweg für ihre Publikationen wählen würden. Wenn den Verlegern die Pressefreiheit so wichtig ist sollten sie konsequent den Vertriebsweg App Store ausschliessen und ihre Publikationen in einem technisch frei zugänglichen Format anbieten. Nur es geht bei dieser Diskussion nicht um Pressefreiheit. Die Verlage versuchen ihr nicht mehr funktionierendes Businessmodell zu retten. Das besteht eben nicht darin herausragenden "Qualitätsjournalismus" in Serie zu produzieren, sondern Seiten um teuer verkaufte Werbung zu gruppieren die eine möglichst grosse Anzahl "Käufer" findet. Und um dieses Geschäft optimal betreiben zu können haben sie in den letzten 50 Jahren ein perfektes Businessmodell entwickelt bei dem sie alle Stufen kontrollieren. Sobald sie sich auf den App Store einlassen ist es mit der Kontrolle vorbei.

    Hier wird der Job des Verlegers mit dem des Journalisten oder Autors verwechselt. Der Verleger hat gänzlich andere Interessen als der Autor. In den alten Businessmodellen sind beide aufeinander angewiesen. Neue werden sich finden - ob wir das wollen oder nicht.

    Warum glaubt irgendjemand daran, das in einem Land in dem eine Handvoll Grossverlage 90% der Pressepublikationen kontrollieren Pressefreiheit herrscht?

  17. Re: Werbeeinnahmen = Pressefreiheit? oO

    Autor: nach geproggert 01.06.10 - 15:13

    oJe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nach geproggert schrieb:

    > Fakt ist das Apple nur Inhalte zuläßt die Apple genehm sind - das ist OK

    NUR IN SEINEM STORE.
    Du kannst Webseiten von NewYorkTimes aufrufen und dich dort einloggen.
    Du kannst als ADAC-Mitglied Dein ADAC-Magazin auf Mallorca als Email geschickt bekommen. Als EPUB oder PDF.

    Eine App-Pflicht für Inhalte wird von bezahlten Presse-Fuzzies erfunden und ist völlig an den Haaren herbeigezogen.
    Bei IBOOK MUSS MAN sogar EPUB nutzen.

    ADAC-Mitglieder mit Android haben von einer Ipad-APP gar nix. die 80-90 Mio Iphone/ipod-touch-Besitzer haben von einer Ipad-app auch nichts.


    > solange das iPad nicht ein Medium für Nachrichten sein will. Da dies aber
    > ganz klar eine der wenigen sinnvollen Applikation auf dem iPad ist und

    Das sagen Leute, die kein Iphone haben. Weil sie Apps und Widgets wohl nicht kennen und nicht oder kaum nutzen.

    > ebenfalls mit den Zeitungs-Verlagen geredet wird, finde ich ein Zensur (die
    > Apple definitv betreibt) absolut indiskutabel.

    Um Deine Zeitschrift als PDF oder EPUB zu lesen, braucht Dein Verlag mit KEINEM APPLE zu reden. Du kannst sogar Kindle-Bücher auf ipad lesen.

    > Aber von der Idee demächst gibt es nur noch freie Schreiberlinge die ihren
    > Inhalt entweder selbst oder gar nicht vermarkten sollte man sich trennen,
    > da die Qualität der Inhalt nicht mehr einschätzbar wäre ....

    ct und insbesondere ix und halt Spiegel!Stern!... haben viele Fremdberichte.

    Die meisten Löhne der Presse für Freie Mitarbeiter reichen eh nicht, um davon zu leben. Die arbeiten dann vermutlich als Werbefuzzies, Textschreiber o.ä. für Daimler u.ä. hiess es neulich in einem Medien-Blog.

    Kein Arbeitsminister mit Ehre bildet so viele Leute aus, die sich dann nicht über Wasser halten können. Die Studiengänge für einige Berufe müssen eine Weile geclosed bleiben, bis die ausgelernten anständig leben können. Die Profs bilden dann ihre arbeitslosen Bachelors zu up-to-date Reportern aus.

    Die Qualität der Presse ist durch die Erpressbarkeit durch Überbevölkerung eh schon dort, wo sie jetzt ist.
    Ganz unten.

    Wer Wahrheit wissen will, muss Blogs lesen. Die sind zwar "ich-zentriert", stellen aber Sachverhalte anständiger dar, als gefärbte "gekaufte" Berichte in vielen Medien.
    abonnier zwei segmente bei news.google.de . Nach einer Woche weisst Du, was Du von der deutschen dpa-reuters-copy-cat-Gammel-Pseudo-Qualitäts-Presse zu halten hast.

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