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Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

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  1. Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: Anonymer Nutzer 03.01.17 - 18:26

    Gäbe es das Widerrufsrecht nicht, dann hätten Amazon und Co. nicht ansatzweise die Umsätze die sie heute haben. Die Retourenkosten sind einfach als unvermeidliche Fixkosten "abzuhaken".

    Zum Vergleich: in der Schweiz gibt es kein vergleichbares Recht. Darum hinkte der Onlinehandel in der Schweiz lange dem in Österreich und Deutschland hinterher. Er hat erst richtig angefangen zu boomen, als die Schweizer Onlinehändler "freiwillige" Rückgaberegelungen eingeführt haben.

    "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", also starkes Umsatzwachstum und gleichzeitig möglichst keine Retourenkosten, das gibt es nicht.

    Das andere Extrembeispiel ist UK. Dort ist der Anteil des ECommerce am Handelsvolumen noch höher als hierzulande und im Rahmen des angelsächsischen "der Kunde ist König"-Verständnis hat man dort schon immer großzügige Rückgaberegelungen angeboten, dementsprechend konnte dort der ECommerce von Anfang an stärker wachsen.

    Deswegen haben die großen Händler auch bis heute nicht die Möglichkeit genutzt, pauschal Rücksendekosten dem Käufer aufzuerlegen. Die meisten sind freiwillig bei der 40 ¤ Regelung geblieben oder bieten Retouren gleich ganz kostenfrei an. Diejenigen, die es auf Käufer umlegen, sind meist kleinere "Klitschen", die sich damit selbst im Weg stehen.

    Und ja, Retouren mögen eingepreist sein und somit letztlich nicht kostenfrei für den Kunden sein. ABER ein Versandhändler, der bei DHL Großabnehmerkonditionen bekommt und vielleicht 2 ¤ pro Retoure abgerechnet bekommt und das in die Verkaufspreise einkalkuliert spart den Verbrauchern trotzdem noch Geld im Vergleich dazu, wenn diese ein Paket auf eigene Kosten zurückschicken müssten (das Rückgaberecht als solches, bei der Retourenbearbeitung entstehen ja auch nochmal kosten, besteht ja sowieso, somit auch diese Retourenbearbeitungskosten). Somit ist das unter dem Strich auch tatsächlich billiger für den "Durchschnittskunden".

    Und ja, Nichtretournierer subventionieren das ein bischen quer - andererseits können die Onlineversender umso bessere Einkaufskonditionen ausverhandeln, je mehr Umsatz sie machen, je mehr sie abnehmen. Und da der Umsatz erst durch das Rückgaberecht so explodieren konnte (siehe oben) sorgt das Rückgaberecht indirekt für niedrigere Einkaufspreise der Onlineversender, eben über die höheren Umsätze und von diesen niedrigeren Preisen profitiert am Ende sogar der "Nie-Retournierer" mit.

    Somit für alle ein win/win.

  2. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: Moe479 03.01.17 - 18:51

    sehe ich ähnlich nur das mit den wachstum hat natürlich grenzen, selten braucht ein einzelner 3 fernseher ... nagut manche scheinbar schon, jedoch weniger als alle oder jeder. ;-)

  3. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: M.P. 03.01.17 - 18:52

    Insbesondere, wenn man seinem Personal dann noch erzählt es sei ja im Logistikgewerbe beschäftigt, und nicht im Handel, um bei den Löhnen mehr Freiheitsgrade zu haben ...

    Auf der anderen Seite gibt es bestimmt inzwischen auch Leute, die einen feinen Anzug nach einem Wochenende "Anprobe" in der Kirche und in einem Festsaal wieder retour gehen lassen ...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.17 18:55 durch M.P..

  4. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: Anonymer Nutzer 03.01.17 - 19:10

    Im stationären Einzelhandel sind die Löhne real kein bischen besser, eher noch schlechter, vgl. die um sich greifende Vergabe des Wareneinräumens an Subunternehmer. Niemand bekommt bei Amazon weniger als 10,50 ¤ die Stunde. Das ist für Hilfsarbeiter-Tätigkeiten die keinerlei Qualifikation erfordern absolut ok und mehr, als der Einzelhandel z. B. für die genannten Wareneinräumer bezahlt. Da gibt es niemand, der auch nur einen Cent über Mindestlohn bekommt.

    Daher ist für mich die Frage Einzelhandelstarif ja/nein, zu der man sich auch trefflich streiten kann, eine pure Ablenkung von Verdi, während man die Beschäftigungsbedingungen im stationären Einzelhandel nicht mehr im Griff hat. Ebenso, dass man sich ausgerechnet auf Amazon einschießt, wo Amazon deutlich besser zahlt als viele kleine Versandklitschen dies tun. Die lassen sich aber nicht so medienwirksam bestreiken.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.01.17 19:13 durch Lügenbold.

  5. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: css_profit 03.01.17 - 19:22

    Sehe ich genauso. Etwas getrübt wird das ganze das ganze dardurch dass man jetzt oft für die Rücksendung zahlen muss. Da überlegt man sich dann schon mal ob man wirklich bestellen soll, gerade wenn es günstigere Sachen sind. Und natürlich gibt es Leute die das ausnutzen und Artikel für den Urlaub bestellen und dann zurücksenden. Das ist aber eine kleine Minderheit. Und so etwas kann man nicht völlig verhindern. Lustig finde ich in solchen Diskussionen immer die Leute die ganz stolz erzählen dass sie noch nie etwas zurückgesendet haben. Und dann alle dumm anmachen wenn sie etwas zurücksenden das nicht dem entspricht was man sich vorgestellt hat.

  6. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: Berner Rösti 03.01.17 - 20:33

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Insbesondere, wenn man seinem Personal dann noch erzählt es sei ja im
    > Logistikgewerbe beschäftigt, und nicht im Handel, um bei den Löhnen mehr
    > Freiheitsgrade zu haben ...

    Warum sollte dieselbe Tätigkeit unterschiedlich bezahlt werden?

    Der Einzige Unterschied besteht darin, dass die in den Lagern verschobene Ware in dem einen Fall direkt, in dem anderen Fall über einen oder mehrere Zwischenhändler an Endkunden ausgeliefert wird.

    Also erkläre mir, warum das eine als "Versandhandel", das andere als "Logistikgewerbe" behandelt werden sollte, obwohl die Tätigkeit dieselbe ist.

  7. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: Anonymer Nutzer 03.01.17 - 21:07

    Es gibt zwei verschiedene Definitionen von Einzelhandel. Die eine stellt auf den stationären Einzelhandel ab, auf den z. B. auch das Berufsbild des "Einzelhandelskaufmann" abgestimmt ist - während im Versandhandel ein gelernter Einzelhandelskaufmann nahezu nutzlos ist, da kommt schon eher der gelernte Lagerist als gesuchte Fachkraft in Frage.

    Die andere Definition stellt auf die Zielgruppe ab und unterscheidet nur zwischen Groß- und Einzelhandel - also Zielgruppe Verbraucher und Zielgruppe Unternehmen. Und da kann man auch Amazon, mit Zielgruppe Verbraucher, natürlich nur in "Einzelhandel" einordnen. Wirklich nachvollziehbar ist das aber nicht, das zeigt eher, dass hergebrachte Kategorien für den ECommerce wenig hilfreich sind. Es wäre von Verdi klüger gewesen, im Schulterschluss mit anderen Gewerkschaften dafür zu sorgen, dass als neue Berufsgruppe ECommerce Arbeitnehmer anerkannt werden.

    Das würde dann nicht nur jene im Versandlager betreffen, sondern z. B. ebenso die derzeit oft "vogelfreien" Mitarbeiter in Startups, die statt ordentlicher Bezahlung oft nur Phrasen aus dem Motivationsseminar und einen Kicker im Flur von ihrem Arbeitgeber bekommen. Da hat man eine Chance verpasst.

  8. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: AveN 03.01.17 - 23:01

    Lügenbold schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...] das zeigt eher, dass hergebrachte
    > Kategorien für den ECommerce wenig hilfreich sind. Es wäre von Verdi klüger
    > gewesen, im Schulterschluss mit anderen Gewerkschaften dafür zu sorgen,
    > dass als neue Berufsgruppe ECommerce Arbeitnehmer anerkannt werden.
    >
    > Das würde dann nicht nur jene im Versandlager betreffen, sondern z. B.
    > ebenso die derzeit oft "vogelfreien" Mitarbeiter in Startups, die statt
    > ordentlicher Bezahlung oft nur Phrasen aus dem Motivationsseminar und einen
    > Kicker im Flur von ihrem Arbeitgeber bekommen. Da hat man eine Chance
    > verpasst.

    + 1

  9. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: GrandmasterA 04.01.17 - 14:25

    css_profit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sehe ich genauso. Etwas getrübt wird das ganze das ganze dardurch dass man
    > jetzt oft für die Rücksendung zahlen muss.

    Hatte ich bei Amazon neulich als ich als Grund "gefällt mir nicht" und "Erstattung" angegeben hatte. Da wollten die 3,50 Euro Rückporto für eine BD berechnen, die ich ansonsten für 1,45 verschickt hätte.
    Als ich dann den Grund auf irgendwas anderes und "Gutschein" geändert hatte, war es portofrei. Wenn man also eh wieder bei Amazon bestellt und es um Kleinbeträge geht, ist das durchaus eine Option. Mein Gutschein ist zumindest schon lange wieder eingelöst ;)

  10. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: ohinrichs 04.01.17 - 14:29

    BD = BluRayDisc oder wie?

    Die "hat dir nicht gefallen"?? Sorry, das kapiere ich jetzt gerade gar nicht, bzw. kann es nicht glauben.

    Du hast dir eine BluRay gekauft und der Inhalt gefiel dir nicht oder verstehe ich hier gerade etwas völlig falsch???

  11. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: GrandmasterA 04.01.17 - 14:34

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BD = BluRayDisc oder wie?

    Ja, BD... In einem Technikforum hab ich mal vorausgesetzt, dass das jeder kennt. DVD muss man ja auch nicht erklären und wir haben 2017 ;)

    Man sollte einen Grund angeben, aber "Eure Vorbesteller-Tiefpreisgarantie nützt mir nix, wenn die 1 Tag nach VÖ 5 Euro weniger kostet" gab's nicht zur Auswahl. Ich habe sie daher woanders gekauft und zu Amazon zurückgeschickt (selbstverständlich noch originalverschweißt). Der Kundendienst wollte das so, anstatt mir einfach den aktuellen Preis zu gewähren, so wie es vor wenigen Jahren noch Amazon-Standard war.

    Meine Aussage war aber eigentlich: Ob es Rückporto kostet, hängt mitunter davon ab, welchen Rücksendegrund und welche Rückzahlungsart man wählt...

  12. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: ohinrichs 04.01.17 - 14:44

    Da muss nix erklärt werden..eigentlich. Wie du erkennen kannst, habe ich das selbst rausbekommen, also muss nach auch kein Seitenhieb erfolgen (Technikforum blabla).

    Lediglich die Kombination "BluRay" + "gefällt mir nicht" als Rückgabegrund enpfinde ich tatsächlich als ziemlich schräg und frech. Daher die Nachfrage.

    Und dass morgen schon alles billiger als heute werden kann liegt nunmal in der Natur des Handels. Da empfinde ich deine Vorgehensweise auch schon als sehr grenzwertig, auch wenn der Umstand der zeitnahen Ermäßigung ärgerlich ist. Aber so ist das nunmal.

    Da bin ich auch immer wieder über die Knausrigkeit der Menschne erschrocken. Wegen 5 EUR hätte ich gar keinen Bock, mir die Arbeit mit dem Umtausch zu machen. Porto hin oder her...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.01.17 14:45 durch ohinrichs.

  13. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: GrandmasterA 04.01.17 - 14:57

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lediglich die Kombination "BluRay" + "gefällt mir nicht" als Rückgabegrund
    > enpfinde ich tatsächlich als ziemlich schräg und frech. Daher die
    > Nachfrage.

    Stimmt. Das kann widersprüchlich klingen. Aber solange die eingeschweißt ist, kann sie aus vielen Gründen nicht gefallen. Z.B. weil irgendwas, was man wünscht, nicht enthalten ist. Das können Tonspuren, Untertitel oder sonstwas sein... Den Grund gibt's also auch bei BDs ;)

    > Da bin ich auch immer wieder über die Knausrigkeit der Menschne
    > erschrocken. Wegen 5 EUR hätte ich gar keinen Bock, mir die Arbeit mit dem
    > Umtausch zu machen. Porto hin oder her...

    Da ging es eher um's Prinzip.
    Amazon hatte jahrelang eine Tiefpreisgarantie für DVDs/BDs. Wenn davon was innerhalb von 14 Tagen nach Kauf bei Amazon selbst billiger geworden ist, reichte eine Mail an den Kundendienst und die Differenz wurde erstattet. Wegen ein paar Cent macht man das sicherlich nicht, aber wegen ein paar Euros dann schon. Vor allem ändert es das Kaufverhalten. Man wartet nicht ewig, ob ein Preis sinkt, sondern bestellt. Und wenn er dann doch sinkt, dann bekommt man es eh erstattet. Und wenn er nach 2 Wochen nicht gesunken ist, dann ist es eh egal...

    Das haben sie vor 10 Jahren dann sogar auf die komplette Konkurrenz erweitert. Wenn man innerhalb von 14 Tagen IRGENDWO (egal ob online oder offline) eine DVD günstiger gefunden hat, wurde die Differenz erstattet. Zwar nur als Gutschein, der dann 90 Tage gültig war, aber immerhin. Da ging es nicht um Cents, sondern man hat teilweise RICHTIG was wiederbekommen. Das war keine Nettigkeit seitens Amazon, sondern knallhart darauf ausgerichtet, dass ALLE einfach direkt bei Amazon bestellen und gar nicht mehr woanders. Denn, wenn es woanders billiger war, hat man den Preis ja eh bekommen. Wurde dann aber nach ein paar Jahren wieder eingestellt.

    Wie dem auch sei. Heute gibt es nur noch die Vorbestellerpreisgarantie. Und die hatte ich in Anspruch genommen. Zum völlig überzogenen Preis von 29,99 bestellt, in dem "Wissen", dass bis zur VÖ nach 5 Monaten der "günstigste" Preis genommen wird. War auch so. Nämlich 22,99 Euro. Soweit schön. Aber wenn es dann exakt 3 Stunden nach Mitternacht nur noch 17,20 Euro kostet, fühlt man sich dennoch ein bissel "verarscht".
    Hätte ich Idiot also nicht schon 5 Monate vorher bei Amazon vorbestellt, hätte ich sie jetzt regulär für 5 Euro weniger haben können. Wären 2 Wochen vergangen, wäre das Pech, aber wenige Stunden danach? Nee...
    Also Kundendienst kontaktiert. Die Antwortmail startete genauso wie früher auch "wir sind an einer für Sie attraktiven Preispolitik interessiert...". Früher ging es dann weiter mit "deshalb haben wir den Preis für sie angepasst". Heute steht da "Pech gehabt, Sie können ja zurücksenden".
    Wegen 20 Cent macht man das freilich nicht. Aber für 5 Euro dann halt doch.
    Und ja, ich habe daraus gelernt. Ich bestelle bei Amazon keine BDs mehr vor. Gerade Blockbuster sind zur VÖ eh irgendwo im Angebot und Amazon zieht i.d.R. mit. Der Unterschied ist, dass sie diese Preise dann nur noch denen gewähren, die nicht so "doof" waren, vorzubestellen ;)

    Puhhhh, das war jetzt aber wieder eine lange Antwort ^^

  14. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: ohinrichs 04.01.17 - 15:09

    So siehts nämlich aus... Daraus lernen und nicht mehr vorbestellen. Mache ich auch nicht mehr. In der Regel gehen die Preise eh relativ schnell runter und dass ich alles sofort sehen oder spielen muss, aus dem Alter bin ich auch raus.

  15. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: GrandmasterA 04.01.17 - 15:17

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So siehts nämlich aus... Daraus lernen und nicht mehr vorbestellen.

    Ich hab früher (als es die Tiefpreisgarantien noch gab) so ca. 5-6 DVDs pro Monat gekauft. Heute kaufe ich noch 1 BD pro Jahr. Daher war ich nicht auf dem laufenden darüber, wie schlecht Amazon in dem Bereich geworden ist. Dass es die interne TPG auch nicht mehr gibt, hätte ich nicht vermutet, genausowenig, dass Amazon explizit antwortet, man könne ja neu bestellen und die erhaltene BD retournieren. Das hab ich mir sogar aufgehoben, für den Fall, dass mal wieder eine Mail vom CIS kommt...
    Ökonomisch macht das NULL Sinn. Es wäre viel einfacher und sinnvoller einfach die Differenz zu erstatten, aber wahrscheinlich denkt man sich, dass die Kunden den Aufwand der Retoure eh nicht auf sich nehmen. Allein deshalb sollte man es dann auf jeden Fall machen.

    Wie gesagt, Porto wollten sie dann freche 3,50 Euro (Rücksendeaufkleber zum Ausdrucken). Selbst frankieren war im System gar nicht vorgesehen. Müsste zwar dennoch gehen, weil man ja auch allein durch Rücksendung vom Vertrag zurücktreten kann, aber sicherer ist natürlich, es über das vorgesehene System zu machen.

    Und wie gesagt. Nachdem ich den Rücksendegrund und die Erstattungsform geändert hatte, kostete es kein Porto mehr. Welches von beiden dann aber ausschlaggebend war, weiss ich nicht. Ich tippe auf die Erstattung als Gutschein. Davon hat Amazon ja mehr. Genau wie damals die Gutscheine für die externe TPG ja für Amazon mehr Wert hatten als eine tatsächliche Erstattung in Geldform... Denn man kommt wieder und das Geld ist für Amazon nicht "weg".

  16. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: ohinrichs 05.01.17 - 11:26

    Beschwer dich nicht über Amazon, sondern beschwer dich bei den Typen, die Rückgaberechte missbrauchen.

    Du "ärgerst" dich über Amazon und redest darüber, aus Prinzip zu handeln.

    Amazon hat aber mit Tausenden (oder mehr) Kunden zu kämpfen, die die Mischkalkulationen (nur dadurch ist hohe Kulanz möglich) versauen durch unnatürliche Rücksendequoten.

    Aus Amazons Sicht ist das vielleicht auch nur ein Handeln aus Prinzip, auch wenn sie dadurch am Anfang in Einzelfällen drauflegen. Das ist dann eine "erzieherische Maßnahme" wenn man so will. Das machen die ein paar Mal und dann überlegen sich die Kunden, wie oft sie sich sowas noch antun wollen.

    Bei dir scheint diese Maßnahme wohl erfolgreich gewesen zu sein.

    Nicht falsch verstehen, ich will hier Amazon keinesfalls als hilflos oder Opfer darstellen. Die bauen ja selbst genug Mist. Ausbeutung von Mitarbeitern zum Beispiel.

    Aber unterm Strich muss schon ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anbieter und Kunden herrschen. Zumal Amazon bei sowas nicht direkt getroffen wird sondern die Händler, die bei Amazon verkaufen. Und gerade die Kleinen haben mit hohen Rücksendequoten zu kämpfen.

    Geiz ist nicht geil!

  17. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: GrandmasterA 05.01.17 - 11:51

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beschwer dich nicht über Amazon, sondern beschwer dich bei den Typen, die
    > Rückgaberechte missbrauchen.

    Es geht nicht um das Rückgaberecht... Bei mir ging es um die Tiefpreisgarantie. Die haben sie mehr oder weniger nicht eingehalten, daher habe ich die Ware zurückgegeben.
    Dass Amazon lieber 2x Porto bezahlt und Ware zurückzunehmen, um sie dann zum neuen Preis neu auszuliefern (nochmal Porto) ist ökonomisch gesehen völliger Quatsch. Aber sie wollen das so.
    Ich wurde dahingehend "erzogen", jetzt zu wissen, dass die Tiefpreisgarantie nicht viel taugt und kaufe zukünftig direkt zum niedrigeren Preis, anstatt auf Amazons Versprechen zu vertrauen. Oder halt direkt woanders. Wo da der Vorteil für Amazon liegt (die ja zum gleichen Preis durchaus auch verkaufen wollen), erschließt sich mir nicht... Aber wahrscheinlich gehört das alles zum "Masterplan" ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.17 11:52 durch GrandmasterA.

  18. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: ohinrichs 05.01.17 - 15:14

    Die Tiepreisgarantie war eine Strategie zur Kundengewinnung und wurde 2008/2009 abgeschafft. Aber ja, sowas gehört zum Masterplan. Das Prinzip ist einfach: erstmal genug Kohle reinbuttern, um Kunden zu gewinnen - z.B. mit einer TPG oder einer hohen Kulanz. Was man daran jetzt nicht verstehen kann, erschließt sich MIR nicht. Da muss einem schon jeglicher Sinn fürs "große Ganze" fehlen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.17 15:14 durch ohinrichs.

  19. Re: Retouren sind der Grund für den ECommerce Boom

    Autor: GrandmasterA 05.01.17 - 15:28

    ohinrichs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Tiepreisgarantie war eine Strategie zur Kundengewinnung und wurde
    > 2008/2009 abgeschafft. Aber ja, sowas gehört zum Masterplan. Das Prinzip
    > ist einfach: erstmal genug Kohle reinbuttern, um Kunden zu gewinnen - z.B.
    > mit einer TPG oder einer hohen Kulanz.

    OK, dann nochmal... Das ist alles klar und auch völlig OK.
    Die Vorbesteller-Preisgarantie gibt es allerdings nach wie vor. Sie ist nur nicht viel wert... Aber auch das ist OK, wenn man es weiss... Ich weiss es nun. Ich hatte Dir nur begründet, warum ich eine BD wegen "nichtgefallen" zurücksenden wollte, da Du Dir dafür kein Szenario vorstellen konntest.


    > Was man daran jetzt nicht verstehen
    > kann, erschließt sich MIR nicht. Da muss einem schon jeglicher Sinn fürs
    > "große Ganze" fehlen.

    Du vertauschst meine Aussagen.
    Was sich mir nicht erschließt war, warum Amazon lieber bereits versendete Ware zurücknimmt (also 2x für nichts Porto zahlt) und die gleiche Ware zum billigeren Preis noch einmal neu versendet (nochmal Porto), anstatt einfach direkt die Differenz zum neuen Preis zu zahlen. Das ist ökonomisch unsinnig. Masterplan hin oder her. Zumal die rückgesendete Ware dann ggf. auch nicht mehr "neu" ist.
    Könnte man die Ware nicht zurücksenden, könnte ich es auch noch verstehen. Dann wäre der Preis bei Bestellung halt endgültig und man hat halt "Pech" gehabt.

    Aber der Kundendienst empfiehlt tatsächlich genau diese Vorgehensweise (Rücksendung und Neubestellung), wenn man nach der ehemaligen Tiefpreisgarantie fragt, sogar, wenn die Ware noch nichtmal versandt wurde.

    Ich hatte das auch mal bei einer Kamera. Die hatte ich bestellt. Am nächsten Tag war sie 30 Euro billiger. Versendet war sie noch nicht, aber stornierbar auch nicht mehr, da kurz vor Versand. Den Preis anpassen wollten sie aber nicht. Ich solle neu bestellen und die ursprüngliche Bestellung zurücksenden. Das passt alles nicht so recht dazu, dass sie sich dann über zu hohe Rücksendequoten beschweren. Und aus ökonomischer und sogar ökologischer Sicht ist das nicht nachvollziehbar.

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