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Faxen im Rechtswesen

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  1. Faxen im Rechtswesen

    Autor: Gwels 16.01.20 - 12:25

    Insbesondere im Rechtswesen wird das Faxgerät noch sehr viel benutzt, kann man mit einem Fax doch schnell und vor allem fristwahrend mit Gerichten und Ämtern kommunizieren. Auch für Kündigungen, zB von Telekommunikationsverträgen, ist das Fax einfacher und schneller als ein sonst benötigtes Einschreiben.
    Solange die E-Mail oÄ hier nicht akzeptiert wird, bzw es einfachere, verbraucherfreundlichere Kündigungsmöglichkeiten für manche Verträge gibt, wird weiterhin gefaxt.

    (in diesem Sinne: Was macht ein Clown im Büro? - Faxen!)

  2. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: px 16.01.20 - 12:37

    Jup, das Ding wird man einfach nicht los. Es gibt reichlich, gerade auch kleinere Firmen in Handwerk & Co., die Fax klar bevorzugen. Selbst für Infos, die simpel per Mail zu übermitteln würden und keine rechtliche Bedeutung haben.

    Als ITler kann man das eigentlich nur hassen...

  3. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: trinkhorn 16.01.20 - 12:42

    > Auch für Kündigungen, zB von Telekommunikationsverträgen, ist das Fax einfacher und schneller als ein sonst benötigtes Einschreiben.
    Die Schriftform als Voraussetzung z.B. bei Vertragskündigungen gilt nurnoch wo sie auch beim abschließen des Vertrags nötig war. Ein Online abgeschlossener Vertrag kann auch elektronisch gekündigt werden.

    Faustregel: Das kündigen eines Vertrages darf nicht komplizierter sein als das abschließen.

  4. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: budweiser 16.01.20 - 12:43

    > Als ITler kann man das eigentlich nur hassen...

    Naja, dabei ist ein Fax sowohl im SOHO als auch in großer Umgebung doch vollkommen problemlos und unauffällig. Entweder als Standalone-Gerät einstöpseln und fertig oder als Zusatzfunktion (Soft-FAX) bei IP-Telefonanlagen. Nur weil es alt und überholt ist ist es noch lange kein Hass-Objekt. Noch viel ältere Kommunikationswege wie Briefpost oder Telefon akzeptiert man ja auch.

  5. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: Gwels 16.01.20 - 12:49

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Auch für Kündigungen, zB von Telekommunikationsverträgen, ist das Fax
    > einfacher und schneller als ein sonst benötigtes Einschreiben.
    > Die Schriftform als Voraussetzung z.B. bei Vertragskündigungen gilt nurnoch
    > wo sie auch beim abschließen des Vertrags nötig war. Ein Online
    > abgeschlossener Vertrag kann auch elektronisch gekündigt werden.
    >
    > Faustregel: Das kündigen eines Vertrages darf nicht komplizierter sein als
    > das abschließen.

    Stimmt, das ist neu, aber auch gut so. - Bleiben oft noch Verträge aus dem Handyladen, Fitnessstudio usw, bei denen man am Ende dann doch beim Einschreiben/Fax landet. - Aber es wird anscheinend langsam angegangen.

  6. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: Scr 16.01.20 - 13:02

    Im Krankenhaus auch. Faxe gelten als rechtssichere Dokumente, Mails nicht. D.h. jede Art von Kommunikation mit anderen Ärzten, Ämtern, was auch immer muss immer gefaxt werden.
    Darunter fallen Zwangseinweisungen, Rezepte, Widersprüche, Bestellungen, usw.
    Wenn das Faxgerät ausfällt steht alles still.

  7. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: DASPRiD 16.01.20 - 13:06

    Interessanterweise werden allerdings von den meisten Unternehmen und selbst dem Finanzamt ein PDF-Anhang in einer E-Mail mit einem Fax rechtlich gleichgesetzt. Gibt leider aber auch noch Ämter, die nur Fax akzeptieren, da nutze ich dann einfach die Fax-Funktion von ePost, wo ich einfach mein PDF hochlade :D

  8. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: Jalousie 16.01.20 - 13:12

    Meines Erachtens gelten Faxe als rechtssicher, solange der Empfänger den erfolgreichen Empfang "zugibt". Wie weist man dem Empfänger (bzw. vor Gericht) nach, dass ein erfolgreich abgesendetes Fax auch tatsächlich gedruckt wurde? Ich hatte im Zusammenhang mit einer Abmahnung gelesen, dass ein Fax "nicht sicher" ist.

    Edit: Wer sich informiert, der wird feststellen, dass in Rechtssachen eigentlich nur der Einwurf einer Rechtssache per Gerichtsvollzieher sicher ist. Alles andere (Einwurfeinschreiben, Rückschein usw.) kann schief gehen - muss es aber natürlich nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.20 13:14 durch Jalousie.

  9. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: px 16.01.20 - 13:19

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Als ITler kann man das eigentlich nur hassen...
    >
    > Naja, dabei ist ein Fax sowohl im SOHO als auch in großer Umgebung doch
    > vollkommen problemlos und unauffällig. Entweder als Standalone-Gerät
    > einstöpseln und fertig oder als Zusatzfunktion (Soft-FAX) bei
    > IP-Telefonanlagen.

    Tjo, kommt vielleicht auf die konkrete Umsetzung des Soft-Fax an, aber ich finde Mails deutlich einfacher und schneller nachvollziehbar als Faxe, die an irgendwelche Nummern geschickt werden. Aber hey, ich hasse auch Nadeldrucker :D

    > Nur weil es alt und überholt ist ist es noch lange kein
    > Hass-Objekt. Noch viel ältere Kommunikationswege wie Briefpost oder Telefon
    > akzeptiert man ja auch.

    Leidlich! Ich bin weder heiß auf Briefe schreiben noch auf endloses Telefonieren ;-)

  10. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: rabbit_70 16.01.20 - 13:26

    Dann hast Du schon länger nichts mehr gefaxt. Der ePost-Faxdienst wurde letztes Jahr eingestellt.

  11. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: Gwels 16.01.20 - 13:30

    Jalousie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meines Erachtens gelten Faxe als rechtssicher, solange der Empfänger den
    > erfolgreichen Empfang "zugibt". Wie weist man dem Empfänger (bzw. vor
    > Gericht) nach, dass ein erfolgreich abgesendetes Fax auch tatsächlich
    > gedruckt wurde? Ich hatte im Zusammenhang mit einer Abmahnung gelesen, dass
    > ein Fax "nicht sicher" ist.
    >

    IdR wird die Sendebestätigung eines Faxes als Beweis akzeptiert, denn dafür muss die Leitung frei und das Faxgerät des Empfängers anwählbar gewesen sein. Ab dann liegt die Sorgfaltspflicht beim Empfänger (zB kein Papier im Fax).

  12. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: Til23 16.01.20 - 13:55

    Jalousie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meines Erachtens gelten Faxe als rechtssicher, solange der Empfänger den
    > erfolgreichen Empfang "zugibt". Wie weist man dem Empfänger (bzw. vor
    > Gericht) nach, dass ein erfolgreich abgesendetes Fax auch tatsächlich
    > gedruckt wurde? Ich hatte im Zusammenhang mit einer Abmahnung gelesen, dass
    > ein Fax "nicht sicher" ist.
    >
    > Edit: Wer sich informiert, der wird feststellen, dass in Rechtssachen
    > eigentlich nur der Einwurf einer Rechtssache per Gerichtsvollzieher sicher
    > ist. Alles andere (Einwurfeinschreiben, Rückschein usw.) kann schief gehen
    > - muss es aber natürlich nicht.

    Sie wie sie es sagen der Empfang muss zugegeben werden, dies passiert beim Senden/Empfangen des Faxes am Ende der Übertragung wo beide Geräte (Sender/Empfänger) kommunizieren.

    Beim Fax gibt es einen Sendebericht, hier ist auch vermerkt neben Uhrzeit/Datum/Quelle/Ziel eine Bestätigung ob der Empfänger/Empfangsnummer das Fax entgegen genommen hat. Dies wird meistens als Status: OK vermerkt.

    Natürlich ist hier nicht zu erkenne ob das Fax gedruckt, aber hier liegt dann das Problem beim Empfänger, weil ja eine Kommunikation erfolgreich zwischen Sender und Empfänger stattgefunden hat und erfolgreich die Daten(das Fax) übermittel worden ist.

    Es gibt auch noch einen qualifizierten Sendebericht da ist die erste Seite des Faxes in Kopie zu erkennen, dieser gibt dann Aufschluss über den Inhalt des Faxes, was zu mehr Rechtssicherheit beim Versender führt.

    zB hier ein qualifizierter Sendebericht:
    greyhound-software(dot)com/wsc/index(dot)php?attachment/305-sendebericht-png/

    Ab hier liegt i.d.R. die Beweislast beim Empfänger über den Erhalt des Dokuments bzw. den nicht Erhalt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.01.20 13:56 durch Til23.

  13. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: Svenismus 16.01.20 - 14:44

    trinkhorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Faustregel: Das kündigen eines Vertrages darf nicht komplizierter sein als
    > das abschließen.


    Hab ich in der Praxis noch nie erlebt. Ein (Test)Abo kann man mit 2 klicken abschließen aber für die Kündigung brauchst du eine schriftliche Mitteilung mit Kundennummer, Auftragsnunmer alles drum und dran.

  14. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: trinkhorn 16.01.20 - 14:51

    Wie gesagt: Faustregel.
    Kompliziertheit habe ich jetzt nicht in Anzahl der klicks gemessen, sondern der angewandten Methoden/Technologien. -> Wenn der Vertrag elektronisch abgeschlossen ist, ist auch die kündigung elektronisch möglich.

  15. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: mifritscher 16.01.20 - 14:55

    Bei der Telekom kann man noch nichtmal in den Geschäften, wo man Verträge abschließen kann, kündigen - man bekam nur eine freche Antwort. Statt die Polizei zu rufen haben wir uns in den Laden gesetzt und das online gemacht. Und dabei kräftig über die Seiten und Abläufe geflucht. Hat für einige komische Gesichter bei Verkäufern und Kunden gesorgt, aber das war uns egal. Wenn es ein paar Leute abgeschreckt hat - umso besser.

  16. Wie kann Fax rechtssicher sein?

    Autor: grutzt 16.01.20 - 15:18

    Gibt es überhaupt dokumentenechtes Fax?

    Und das Rezepte nicht direkt aus der verwendeten Software übertragen werden, erscheint mir armselig. Kann das nicht jeder Hausarzt mit der gewünschten Apotheke heutzutage?

  17. Re: Faxen im Rechtswesen

    Autor: thinksimple 16.01.20 - 15:21

    Gwels schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jalousie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Meines Erachtens gelten Faxe als rechtssicher, solange der Empfänger den
    > > erfolgreichen Empfang "zugibt". Wie weist man dem Empfänger (bzw. vor
    > > Gericht) nach, dass ein erfolgreich abgesendetes Fax auch tatsächlich
    > > gedruckt wurde? Ich hatte im Zusammenhang mit einer Abmahnung gelesen,
    > dass
    > > ein Fax "nicht sicher" ist.
    > >
    >
    > IdR wird die Sendebestätigung eines Faxes als Beweis akzeptiert, denn dafür
    > muss die Leitung frei und das Faxgerät des Empfängers anwählbar gewesen
    > sein. Ab dann liegt die Sorgfaltspflicht beim Empfänger (zB kein Papier im
    > Fax).


    Auch das wird inzwischen zurückgemeldet, bzw. verbleibt ja das Fax im Speicher bis Papier vorhanden ist.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  18. Re: Wie kann Fax rechtssicher sein?

    Autor: thinksimple 16.01.20 - 15:24

    grutzt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es überhaupt dokumentenechtes Fax?
    >
    > Und das Rezepte nicht direkt aus der verwendeten Software übertragen
    > werden, erscheint mir armselig. Kann das nicht jeder Hausarzt mit der
    > gewünschten Apotheke heutzutage?

    Und dann? Zusätzlich noch das Bild des Patienten dazu schicken das es ja keine Verwechslung gibt? Und mit Personalausweis? Das Rezept ist das Dokument mit dem DU das Medi bekommst. Sozusagen ein Abholschein.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  19. Re: Wie kann Fax rechtssicher sein?

    Autor: trinkhorn 16.01.20 - 15:37

    Rezepte werden häufig in die Apotheke gefaxt.

  20. Re: Wie kann Fax rechtssicher sein?

    Autor: Jalousie 16.01.20 - 15:43

    Ich brauch wohl mal ein neues Faxgerät. ;-)))

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