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Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

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  1. Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: Schattenwerk 03.05.21 - 11:52

    Finde ich irgendwie niedlich wie man Probleme mit Rassismus nun darüber sucht zu unterdrücken, indem man jegliche politische Diskussion über irgendwelche Richtlinien versucht zu unterdrücken.

    Wenn ich das Problem nicht sehe, dann ist es nicht da. War schon immer bei Kindern und Erwachsenen ein bewährtes Problem zur Leugnung.

    Ich kann verstehen wieso politische Diskussionen nicht uneingeschränkt am Arbeitsplatz stattfinden sollten. Beginnend damit, dass es dort vielleicht gar nichts verloren hat. Auf der anderen Seite kann man nicht einfach Menschen, welche gewisse politische Ideologien vetreten, welche sich dann auch auf andere Teile ihres Handelns, z.B. in Form von rassistischen Denkweisen und Äußerungen, einfach ignorieren.

    Es ist jedem freigestellt den Unsinn zu glauben und toll zu finden, wie er möchte, solang er keinem damit schadet und andere damit in Ruhe lässt.

    Wenn nun jedoch Kunden rassistisch tituliert werden, dann kann es nicht die Lösung sein hier jegliche politische Diskussion zu unterbinden sondern man sollte entweder versuchen den Mitarbeiter entsprechend mit Fakten und Argumenten zu überzeugen oder ihn entfernen. Damit dies stattfinden kann, muss man meiner Meinung nach jedoch auch darüber sprechen dürfen.

    Letztendlich ist dies für mich irgendwie ein Auswuchs der für mich immer größer werdenden "Verweichlichung" ala "Alle müssen sich lieb haben, keiner darf anderer Meinung sein, Kritik und Diskussionen sind böse, beruflich und privat kann keiner mehr trennen"-Entwicklung der letzten Jahre.

  2. Re: Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: HoffiKnoffu 03.05.21 - 12:08

    Warum sollten politische Diskussionen am Arbeitsplatz nichts verloren haben?

  3. Re: Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: redmord 03.05.21 - 12:11

    Das Problem ist, dass diese Themen in den USA seit Jahren immer aggressiver und mit identitärem Denken durchtränkter vorgetragen werden, wonach es keinen Dialog mehr geben kann, sondern ausschließlich 200%ige Bestätigung.

    Wie sowas dann tatsächlich aussehen kann, kann man hier nachlesen:
    https://www.nytimes.com/2021/02/24/us/smith-college-race.html

  4. Re: Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: Schattenwerk 03.05.21 - 12:29

    Habe ich nicht geschrieben. Ich spreche von "uneingeschränkt". Und ein Grund ist schon ganz offensichtlich: Ich werde nicht fürs Diskutieren sondern fürs Arbeiten bezahlt.

  5. "Das Problem ist"

    Autor: demon driver 03.05.21 - 12:30

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, dass diese Themen in den USA seit Jahren immer aggressiver
    > und mit identitärem Denken durchtränkter vorgetragen werden [...]

    Falsch. Das Problem ist der weiterhin reale, manifeste und latente Rassismus, nicht Einzelfälle, in denen gegen selbigen überreagiert wird. Wer letztere als Problem sieht, soll gefälligst mithelfen, ersteren zu beseitigen, nur dann verschwinden irgendwann auch letztere.

  6. Re: "Das Problem ist"

    Autor: redmord 03.05.21 - 12:48

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redmord schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Problem ist, dass diese Themen in den USA seit Jahren immer
    > aggressiver
    > > und mit identitärem Denken durchtränkter vorgetragen werden [...]
    >
    > Falsch. Das Problem ist der weiterhin reale, manifeste und latente
    > Rassismus, nicht Einzelfälle, in denen gegen selbigen überreagiert wird.
    > Wer letztere als Problem sieht, soll gefälligst mithelfen, ersteren zu
    > beseitigen, nur dann verschwinden irgendwann auch letztere.

    Danke für die Veranschaulichung.

  7. Re: "Das Problem ist"

    Autor: wurstdings 03.05.21 - 12:51

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Falsch. Das Problem ist der weiterhin reale, manifeste und latente
    > Rassismus, nicht Einzelfälle, in denen gegen selbigen überreagiert wird.
    > Wer letztere als Problem sieht, soll gefälligst mithelfen, ersteren zu
    > beseitigen, nur dann verschwinden irgendwann auch letztere.
    Das ist ganz sicher die falsche Herangehensweise. Wenn Menschen des Rassismuss oder ähnlichem beschuldigt werden obwohl das "Opfer" sich das nur Ausgedacht hat um jemanden zu schaden, sollte man sehr wohl dagegen vorgehen, egal was es sonst noch für Übel auf der Welt gibt.

    Oder was würdest du davon halten, wenn jemand deine gesammte Familie umbringt und die Polizei sagt dir "da können wir erst was machen, wenn in Afghanistan keine Familien mehr umgebracht werden"?

  8. Re: "Das Problem ist"

    Autor: Trockenobst 03.05.21 - 13:07

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer letztere als Problem sieht, soll gefälligst mithelfen, ersteren zu
    > beseitigen, nur dann verschwinden irgendwann auch letztere.

    Er wird nur durch das Aussterben der Fehltrainierten und Gatekeeper beseitigt. Da die Leute immer Älter werden, wird das Jahrzehnte dauern. Wie Rumpelstilzchen im täglichen Wutritual zu sein, mag für gewisse Leute eine therapeutische Mechanik innehaben, aber das ist Subjektiv und ist kein Job für die desinteressierte Gruppe. Außerdem gehen vielen der Betroffenen die lächerlichen, hyper sensitiven Emo-"White"-Knights sowas auf die Eier. Die dazu Themen, die z.B. eher was mit Armut vs Reichtum und mangelndem sozialen Aufstieg zu tun haben, unnötig in die "rassistische" Ecke treiben um ihre tägliche Wut-Therarpie damit zu begründen.

  9. Re: "Das Problem ist"

    Autor: toj 03.05.21 - 13:08

    demon driver schrieb:
    > Falsch. Das Problem ist der weiterhin reale, manifeste und latente
    > Rassismus, nicht Einzelfälle, in denen gegen selbigen überreagiert wird.

    Und permanentes Diskutieren mit gleichgesinnten am Arbeitsplatz löst dies? Oder gar Konfrontationen mit Kollegen, die nicht anti-rassistisch genug sind?

    Ich würde eher sagen, dass diese ständige Diskussion über Rassen dazu führt, dass man sich mit niemandem mit anderer Hautfarbe noch ungezwungen unterhalten kann, und Gleichheit niemals möglich wird.

  10. Re: "Das Problem ist"

    Autor: redmord 03.05.21 - 13:12

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ganz sicher die falsche Herangehensweise. Wenn Menschen des
    > Rassismuss oder ähnlichem beschuldigt werden obwohl das "Opfer" sich das
    > nur Ausgedacht hat um jemanden zu schaden, sollte man sehr wohl dagegen
    > vorgehen, egal was es sonst noch für Übel auf der Welt gibt.
    >
    > Oder was würdest du davon halten, wenn jemand deine gesammte Familie
    > umbringt und die Polizei sagt dir "da können wir erst was machen, wenn in
    > Afghanistan keine Familien mehr umgebracht werden"?

    Wenn das Narrativ so aufgebaut ist, dass man immer recht hat, gibt es auch keine Fehler, man kann sich nicht verrennen, und es gibt keinen Grund zur Selbstreflexion. Wenn Fehler doch nachweislich passieren, ist die Sache so gut, dass man sich für diese nicht interessieren muss.

    Im verlinkten Artikel der NYT gab das versprechen der "Reparationen". Davon haben die Angestellten nicht viel mitbekommen.

  11. Re: "Das Problem ist"

    Autor: demon driver 03.05.21 - 13:39

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Falsch. Das Problem ist der weiterhin reale, manifeste und latente
    > > Rassismus, nicht Einzelfälle, in denen gegen selbigen überreagiert wird.
    > > Wer letztere als Problem sieht, soll gefälligst mithelfen, ersteren zu
    > > beseitigen, nur dann verschwinden irgendwann auch letztere.

    > Das ist ganz sicher die falsche Herangehensweise.

    Warum?

    > Wenn Menschen des
    > Rassismuss oder ähnlichem beschuldigt werden obwohl das "Opfer" sich das
    > nur Ausgedacht hat um jemanden zu schaden, sollte man sehr wohl dagegen
    > vorgehen, egal was es sonst noch für Übel auf der Welt gibt [...]

    Das bestreite ich doch nirgends. Ich bestreite nur, dass es DAS Problem sei. DAS Problem bleibt immer noch der Rassismus, nicht der Kampf dagegen.

    Der Kampf dagegen bleibt auch im Exzess, so falsch und strafbar dieser auch nach deutschem Recht richtigerweise ist und bleibt, Notwehr und Nothilfe, und der Rassismus die Ursache.

    > Oder was würdest du davon halten, wenn [...]

    Hat nichts mit meiner Aussage zu tun.

  12. Re: "Das Problem ist"

    Autor: demon driver 03.05.21 - 13:41

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wurstdings schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist ganz sicher die falsche Herangehensweise. Wenn Menschen des
    > > Rassismuss oder ähnlichem beschuldigt werden obwohl das "Opfer" sich das
    > > nur Ausgedacht hat um jemanden zu schaden, sollte man sehr wohl dagegen
    > > vorgehen, egal was es sonst noch für Übel auf der Welt gibt.
    > >
    > > Oder was würdest du davon halten, wenn jemand deine gesammte Familie
    > > umbringt und die Polizei sagt dir "da können wir erst was machen, wenn in
    > > Afghanistan keine Familien mehr umgebracht werden"?
    >
    > Wenn das Narrativ so aufgebaut ist, dass man immer recht hat,

    Dann wird etwas behauptet, was es nicht gibt.

    > gibt es auch
    > keine Fehler, man kann sich nicht verrennen, und es gibt keinen Grund zur
    > Selbstreflexion. Wenn Fehler doch nachweislich passieren, ist die Sache so
    > gut, dass man sich für diese nicht interessieren muss.

    Das ist falsch, siehe u.a. meine weiteren Aussagen hier.

    > Im verlinkten Artikel der NYT gab das versprechen der "Reparationen". Davon
    > haben die Angestellten nicht viel mitbekommen.

    Das ist bedauerlich, und ich sehe hier niemanden, der solche Reparationen nicht begrüßen würde.

  13. Re: "Das Problem ist"

    Autor: JuBo 03.05.21 - 13:49

    Eigentlich perfekt für die Firma, wenn die Querulanten selbst kündigen.
    Bei uns war das viel teuerer die Leute los zu werden, welche statt zu arbeiten, sich jede Woche ein neues Aufregerthema suchen und den Betriebsfrieden massiv beeinträchtigen. Da geht es weder um Rassimus, noch um Diskriminierung.
    Krankschreibungen für Klimademos und Religionsdiskussionen (verbal und körperlich) sind nur ein paar Beispiele mit welchen wir zu tun hatten.

  14. Re: "Das Problem ist"

    Autor: demon driver 03.05.21 - 13:58

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wer letztere als Problem sieht, soll gefälligst mithelfen, ersteren zu
    > > beseitigen, nur dann verschwinden irgendwann auch letztere.
    >
    > Er wird nur durch das Aussterben der Fehltrainierten und Gatekeeper
    > beseitigt. Da die Leute immer Älter werden, wird das Jahrzehnte dauern.

    Soll was heißen? Rassismus ungehindert weiter stattfinden lassen? Macht ja nichts, ist halt so, müssen die Opfer halt mit klarkommen?

    > Wie Rumpelstilzchen im täglichen Wutritual zu sein, mag für gewisse Leute eine
    > therapeutische Mechanik innehaben, aber das ist Subjektiv

    Vor allem ist es eine irrelevante, rein polemische, Ad-personam-Hetze.

    > und ist kein Job für die desinteressierte Gruppe.

    Na und? Allein Unterlassung, ob wegen "Desinteresse" oder durch Überzeugung, gilt im Kontext der Hilfeleistung auch im deutschen Recht im Zweifel als Verbrechen – um jetzt von aktiver Behinderung gar nicht zu reden.

    > Außerdem gehen vielen der Betroffenen die
    > lächerlichen, hyper sensitiven Emo-"White"-Knights sowas auf die Eier.

    So what? Von Ungerechtigkeit und Diskriminierung Betroffene, die sich zu ihrem eigenen Schaden gegen gesellschaftliche Veränderung zu ihren Gunsten wenden und gegen jene, die eine solche vorantreiben, egal ob Teil ihrer Gruppe oder nicht, gab es immer und wird es immer geben. Sollen deswegen alle anderen den Kampf gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung einstellen?

    > Die dazu Themen, die z.B. eher was mit Armut vs Reichtum und mangelndem
    > sozialen Aufstieg zu tun haben, unnötig in die "rassistische" Ecke treiben

    Das ist eine falsche Unterstellung, wie sie seit ein paar jahren auch von Exlinken wie der Wagenknecht herausposaunt werden. Das mit der "rechten Ecke" passiert aber, so wie bei ihr, nur, wenn sie selber jene "Themen" ohne Not als Konkurrenzthemen zum Antirassismus inszenieren, was sie für linke Antirassisten niemals sind. Was sich so gegen Antirassismus wendet, ist natürlich auch automatisch rassistisch.

    > um ihre tägliche Wut-Therarpie damit zu begründen.

    Unsachliche Polemik.

  15. Re: Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: Hansi 03.05.21 - 14:02

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Finde ich irgendwie niedlich wie man Probleme mit Rassismus nun darüber
    > sucht zu unterdrücken, indem man jegliche politische Diskussion über
    > irgendwelche Richtlinien versucht zu unterdrücken.
    Ich Frage mich in welcher Welt Du lebst? Hier wird sich ja offensichtlich schon beschwert, wenn man am Arbeitsplatz politische Diskussionen und Agitation unterlassen soll. Völlig verrückt, wo kommen wir da hin, wenn Menschen auf Arbeit arbeiten müssten.

  16. Re: "Das Problem ist"

    Autor: redmord 03.05.21 - 14:12

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redmord schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wurstdings schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Das ist ganz sicher die falsche Herangehensweise. Wenn Menschen des
    > > > Rassismuss oder ähnlichem beschuldigt werden obwohl das "Opfer" sich
    > das
    > > > nur Ausgedacht hat um jemanden zu schaden, sollte man sehr wohl
    > dagegen
    > > > vorgehen, egal was es sonst noch für Übel auf der Welt gibt.
    > > >
    > > > Oder was würdest du davon halten, wenn jemand deine gesammte Familie
    > > > umbringt und die Polizei sagt dir "da können wir erst was machen, wenn
    > in
    > > > Afghanistan keine Familien mehr umgebracht werden"?
    > >
    > > Wenn das Narrativ so aufgebaut ist, dass man immer recht hat,
    >
    > Dann wird etwas behauptet, was es nicht gibt.

    Aber wie darüber einen Dialog führen, wenn dieser bereits als defensive Handlung eines Gatekeepers gedeutet werden?
    Es gibt berichte über Schulungen wie sie aktuell in allen möglichen amerikanischen Firmen und Institutionen durchgeführt werden, in denen den Leuten das komplette Programm der "Guiltiness" übergestülpt wird. Wer Fragen stellt, ist ein Saboteur.

  17. Re: "Das Problem ist"

    Autor: demon driver 03.05.21 - 14:15

    toj schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > > Falsch. Das Problem ist der weiterhin reale, manifeste und latente
    > > Rassismus, nicht Einzelfälle, in denen gegen selbigen überreagiert wird.
    >
    > Und permanentes Diskutieren mit gleichgesinnten am Arbeitsplatz löst dies?

    Spar dir deine Suggestivfragen. Ich schrieb darüber, was das Problem ist, nicht, wie man es löst, und auch nicht darüber, was das Diskutieren am Arbeitsplatz damit zu tun hat. Das ist eine andere Frage und steht auf einem anderen Blatt, und auch, wenn man es so nicht gelöst bekommt, bleibt es das eigentliche Problem der davon betroffenen Gesellschaften, und nicht eventuelle Exzesse in der Bekämpfung.

    Der Umstand, dass anscheinend doch viele erfolgreiche Arbeitgeber das Diskutieren nicht meinen verbieten zu müssen, ohne dass deswegen Großteile der Belegschaft kündigen, sollte zumindest die Möglichkeit andeuten, dass das Redeverbot womöglich noch am schlechtesten zur Lösung irgendeines Problems geeignet ist.

    > Oder gar Konfrontationen mit Kollegen, die nicht anti-rassistisch genug
    > sind?

    Wer wird denn wo "konfrontiert", weil er "nicht anti-rassistisch genug" wäre? Niemand würde das, wenn er es für sich behielte. Auf sein "nicht anti-rassistisch" sein muss jemand schon so viel Wert legen, dass er's öffentlich vom Turm bläst – und dann wiederum darf man sich im Einzelfall gerne darüber unterhalten, wo die Grenze zwischen "offensiv nicht-antirassistisch" und "rassistisch" denn genau liegt.

    > Ich würde eher sagen, dass diese ständige Diskussion über Rassen

    Vielleicht solltest du dich für den Anfang mal mit dem Rassenbegriff beschäftigen; über Menschen-"Rassen" wird in Deutschland seit Ende des Dritten Reichs eigentlich überhaupt nicht mehr diskutiert, die gibt es nämlich nicht.

    > dazu
    > führt, dass man sich mit niemandem mit anderer Hautfarbe noch ungezwungen
    > unterhalten kann, und Gleichheit niemals möglich wird.

    Ach, nicht die die völlig unzweifelhaft fortbestehenden Ungleichbehandlungen, Ungerechtigkeiten und Diskriminierungen, die Menschen anderer Hautfarbe, Herkunft oder Religion hier oder in den USA erfahren, verhindern "Gleichheit", sondern die "Diskussion" darüber? Und deswegen sollen alle darüber schweigen? Merkst du überhaupt, was du da sagst?

  18. Re: "Das Problem ist"

    Autor: demon driver 03.05.21 - 14:22

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > redmord schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > wurstdings schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Das ist ganz sicher die falsche Herangehensweise. Wenn Menschen des
    > > > > Rassismuss oder ähnlichem beschuldigt werden obwohl das "Opfer" sich
    > > das
    > > > > nur Ausgedacht hat um jemanden zu schaden, sollte man sehr wohl
    > > dagegen
    > > > > vorgehen, egal was es sonst noch für Übel auf der Welt gibt.
    > > > >
    > > > > Oder was würdest du davon halten, wenn jemand deine gesammte Familie
    > > > > umbringt und die Polizei sagt dir "da können wir erst was machen,
    > wenn
    > > in
    > > > > Afghanistan keine Familien mehr umgebracht werden"?
    > > >
    > > > Wenn das Narrativ so aufgebaut ist, dass man immer recht hat,
    > >
    > > Dann wird etwas behauptet, was es nicht gibt.
    >
    > Aber wie darüber einen Dialog führen, wenn dieser bereits als defensive
    > Handlung eines Gatekeepers gedeutet werden?

    Worüber denn?

    > Es gibt berichte über Schulungen wie sie aktuell in allen möglichen
    > amerikanischen Firmen und Institutionen durchgeführt werden, in denen den
    > Leuten das komplette Programm der "Guiltiness" übergestülpt wird. Wer
    > Fragen stellt, ist ein Saboteur.

    Wenn das so ist, würde ich das zu den einzelnen Antirassismusexzessen zählen, wie ich weiter unten schrieb, die problematisch sind, aber nicht das Problem.

    Im Übrigen tun Unternehmen erst mal das, was der Kapitalverwertung nutzt. Die einen verbieten die Diskussion und schützen damit die Rassisten, die anderen übertreiben womöglich die Konditionierung auf den Antirassismus. Ich würde beides, wenn auch nicht gleichermaßen, nicht ok finden. Dennoch – rate mal, welche Variante ich unter objektiven Humanismusaspekten für die weniger schlechte halte – und was am Ende nebenbei wohl einfach auch besser für den Betriebsfrieden ist.

  19. Re: Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: demon driver 03.05.21 - 14:26

    Hansi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Finde ich irgendwie niedlich wie man Probleme mit Rassismus nun darüber
    > > sucht zu unterdrücken, indem man jegliche politische Diskussion über
    > > irgendwelche Richtlinien versucht zu unterdrücken.

    > Ich Frage mich in welcher Welt Du lebst?

    Soweit ich mich erinnere, leben sowohl ich hier als auch die Kolleg*innen im Land des diskutierten Sachverhalts in Gesellschaftsordnungen, die sich Demokratien nennen. Und du?

    > Hier wird sich ja offensichtlich
    > schon beschwert, wenn man am Arbeitsplatz politische Diskussionen und
    > Agitation unterlassen soll.

    Die Agitation hast du gerade erfunden. Du findest es also völlig korrekt, wenn am Arbeitsplatz Redeverbot herrscht, es sei denn, man beschränkte sich auf Nichtpolitisches?

    > Völlig verrückt, wo kommen wir da hin, wenn Menschen auf Arbeit arbeiten müssten.

    Genau, und welch absurde Erwartungshaltung der Lohnsklaven, dabei auch noch reden zu wollen!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.21 14:27 durch demon driver.

  20. Re: Problem lieber totschweigen anstatt aktiv dagegen vorzugehen

    Autor: Sazzabin 03.05.21 - 14:56

    Hey! Tragt das unter euch aus, ich möchte hier in Ruhe arbeiten.

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