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Angst vorm Arbeitgeber

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  1. Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: Bradolan 16.09.18 - 21:12

    Seit dem Frikadellenskandal bei dem eine Frau gefeuert wurde, weil sie Frikadellen mitnahm, die sowieso entsorgt geworden wären habe ich absolut kein Vertrauen mehr in Arbeitgeber. Ich stimme meinen Chefs nurnoch zu und nicke, weil meine Zukunft von einzelnen Personen abhängt.

    Das mit den Gewerkschaftsfeuerern fördert meine Angst nur weiter.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.18 21:14 durch Bradolan.

  2. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: Anonymer Nutzer 16.09.18 - 23:45

    Bradolan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Seit dem Frikadellenskandal bei dem eine Frau gefeuert wurde, weil sie
    > Frikadellen mitnahm, die sowieso entsorgt geworden wären habe ich absolut
    > kein Vertrauen mehr in Arbeitgeber. Ich stimme meinen Chefs nurnoch zu und
    > nicke, weil meine Zukunft von einzelnen Personen abhängt.
    >
    > Das mit den Gewerkschaftsfeuerern fördert meine Angst nur weiter.

    Vielleicht solltest du an deinen Angststörungen arbeiten. Neben dem großzügigen gesetzlichen Schutz der Arbeitnehmer, ist es an jedem selbst sich unverzichtbar zu machen.

  3. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: sofries 17.09.18 - 01:00

    Man sollte einfach Arbeit als das nehmen, was es nun mal ist. Man gibt sich Mühe einen seriösen Job abzuliefern und erwartet dafür angemessen entlohnt zu werden. Wer denkt seine ganze Lebenszeit oder Gesundheit für den Job opfern zu müssen, sollte lieber selbstständig werden, denn auch der beste Arbeitgeber würde dich übermorgen rausschmeißen, wenn es sein muss. Deswegen sollte man sich immer weiterbilden und über den Tellerrand schauen, auch und vor allem wenn man schon länger dabei ist. Denn dann kennt man den eigenen Marktwert und bekommt entweder Gehaltserhöhungen oder man geht wo anders hin und kriegt dort mehr. Die Mitarbeiter, die meinen unersetzlich zu sein, werden meist so lange ausgebeutet, bis jemand kommt der meint es besser oder anders machen zu wollen. Und dann ist man gar nicht mehr so fest im Sattel wie man dachte.

  4. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: franzropen 17.09.18 - 08:30

    nixidee schrieb:

    > Vielleicht solltest du an deinen Angststörungen arbeiten. Neben dem
    > großzügigen gesetzlichen Schutz der Arbeitnehmer, ist es an jedem selbst
    > sich unverzichtbar zu machen.
    Den großzügigen Schutz gibt es nur wo die Arbe.itnehmer entsprechend organisiert sind und die entsprechenden Tarifverträge gelten
    Und unverzichtbar ist niemand, jeder kann ersetzt werden.

  5. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: elidor 17.09.18 - 09:22

    Wenn klar geregelt ist, dass Waren nicht mit nach Hause genommen werden dürfen, auch, wenn sie sonst entsorgt werden würden, dann ist das erstmal eine Regel, an die man sich halten muss. Man kann gerne darüber diskutieren, wie sinnvoll die Regel ist, aber sie zu brechen, weil man sie nicht für sinnvoll hält ist keine Lösung.

    In dem konkreten Fall möchte der Arbeitgeber nicht, dass er für Krankheit, die durch abgelaufene Ware hervorgerufen wird, in die Verantwortung gezogen wird und selbst, wenn seine Mitarbeiterin das auf eigene Verantwortung isst, will er nicht, dass seine Mitarbeiter krank werden, weil sie abgelaufene Waren essen. Das theoretisch Risiko besteht.

    Deswegen muss auch niemand Angst vor seinem Arbeitgeber haben. Die Parameter des Arbeitsverhältnisses stehen im Vertrag und sonstigen schriftlichen Vereinbarungen. Hält man sich daran, ist alles ok. Liest man sich nicht durch, was man unterschreibt, ist man selbst schuld.

  6. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: DerSchwarzseher 17.09.18 - 09:27

    hab auch schon eine Firma erlebt in der wurde eine Schlüsselposition ersatzlos rausgeworfen als die unbequem wurde und so tat als wäre die unersetzbar. Kann also auch nach hinten los gehen. Den verlust an wissen und die schwierigkeit das aufzuholen war dem egal. Hauptsache er war die person los die ihn nervte.

  7. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: demon driver 17.09.18 - 11:22

    nixidee schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bradolan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Seit dem Frikadellenskandal bei dem eine Frau gefeuert wurde, weil sie
    > > Frikadellen mitnahm, die sowieso entsorgt geworden wären habe ich absolut
    > > kein Vertrauen mehr in Arbeitgeber. Ich stimme meinen Chefs nurnoch zu und
    > > nicke, weil meine Zukunft von einzelnen Personen abhängt.
    > >
    > > Das mit den Gewerkschaftsfeuerern fördert meine Angst nur weiter.
    >
    > Vielleicht solltest du an deinen Angststörungen arbeiten.

    Den Umgang mit Ängsten zu trainieren kann eine gute Empfehlung sein, aber vor realen Bedrohungen Angst zu haben ist keine Angststörung. Seit zirka Anfang der Achtzigerjahre verschiebt sich das Kräfteverhältnis auf dem Arbeitsmarkt zu Lasten der Arbeitnehmer, auch wenn es momentan dank eines notwendig vorübergehenden Konjunkturhochs gerade nicht danach aussieht. Einer der Meilensteine auf dem Weg war Hartz IV – Ausfluss des politischen Willens, den Zustand der Arbeitslosigkeit so unerträglich werden zu lassen, dass den Opfern noch jeder Drecksjob lieber sein muss.

    > Neben dem
    > großzügigen gesetzlichen Schutz der Arbeitnehmer, ist es an jedem selbst
    > sich unverzichtbar zu machen.

    Unverzichtbar zu sein ist wirklich die allerdümmste lllusion, der sich ein abhängig Beschäftigter hingeben kann.

  8. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: |=H 17.09.18 - 11:33

    In dem Laden würde ich nichts mehr kaufen, wenn die Frikadellen nach Feierabend krank machen.

  9. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: Joyrider 17.09.18 - 13:08

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Den großzügigen Schutz gibt es nur wo die Arbe.itnehmer entsprechend
    > organisiert sind und die entsprechenden Tarifverträge gelten
    Was für ein Unfug.
    Die gesetzlichen Regeln und daraus resultierende Möglichkeiten gelten für jeden Angestellten, völlig egal ob er sich einer dubiosen Gewerkschaft angeschlossen hat oder nicht.

    > Und unverzichtbar ist niemand, jeder kann ersetzt werden.
    Das hingegen ist sehr wahr.

  10. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: schachbr3tt 17.09.18 - 13:26

    Joyrider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > franzropen schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Den großzügigen Schutz gibt es nur wo die Arbe.itnehmer entsprechend
    > > organisiert sind und die entsprechenden Tarifverträge gelten
    > Was für ein Unfug.
    > Die gesetzlichen Regeln und daraus resultierende Möglichkeiten gelten für
    > jeden Angestellten, völlig egal ob er sich einer dubiosen Gewerkschaft
    > angeschlossen hat oder nicht.

    Was ein Blödsinn.

    Wenn es keinen Betriebsrat gibt oder der Arbeitgeber nicht tarifgebunden ist, dann bleibt dem Arbeitnehmer nur das relativ unklar geregelte Individualrecht. Der ganze Katalog des Betriebsverfassungsgesetzes greift dann nicht. Der Arbeitgeber kann ohne Betriebsrat und Tarifvertrag von seinem Direktionsrecht recht ausufernd Gebrauch machen. Rechtsschutz bekommt der Arbeitnehmer erst, wenn er selbst aktiv vor Gericht zieht. Bei einem Betriebsrat zieht dieser das mit dem Arbeitgeber durch und ruft notfalls die Einigungsstelle an, die auch gegen den Arbeitgeber verbindliche Regelungen im Betrieb herstellen kann.

  11. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: quineloe 17.09.18 - 14:15

    demon driver schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------->
    > Unverzichtbar zu sein ist wirklich die allerdümmste lllusion, der sich ein
    > abhängig Beschäftigter hingeben kann.

    Zu glauben, alle Mitarbeiter seien problemlos ersetzbar, hat allerdings nicht erst einen Firmenchef in den Abgrund gestürzt. Oder zumindest dann mehrere hunderttausend Euro beim IT-Systemhaus gekostet.

  12. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: DerSchwarzseher 17.09.18 - 16:07

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > demon driver schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > ----->
    > > Unverzichtbar zu sein ist wirklich die allerdümmste lllusion, der sich
    > ein
    > > abhängig Beschäftigter hingeben kann.
    >
    > Zu glauben, alle Mitarbeiter seien problemlos ersetzbar, hat allerdings
    > nicht erst einen Firmenchef in den Abgrund gestürzt. Oder zumindest dann
    > mehrere hunderttausend Euro beim IT-Systemhaus gekostet.


    Hat es auch in meinem genannten Fall. Der Chef schwimmt aber immer am längsten hat inzwischen eine neue FIrma und macht weiter wie früher. Alle MItarbeiter haben sich inzwischen ne neue ARbeit suchen müssen.

  13. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: Thunderbird1400 17.09.18 - 16:47

    Natürlich ist niemand unersetzbar, aber es kann schonmal Jahre dauern, bis der Rückstand aufgeholt ist und alles wieder läuft wie vorher, wenn eine Schlüsselposition mit über viele Jahre angehäuftem Fachwissen geht. Gerade heute bei dem Fachkräftemangel.
    Wir haben bei uns (einer der größten deutschen Automobilzulieferer aus Niedersachsen) trotz ordentlicher Bezahlung und attraktivem Betriebsklima teilweise echt Probleme, Stellen nachzubesetzen. Oft sind Stellen ein halbes Jahr unbesetzt, weil niemand gefunden wird. Und wir haben weder exorbitante Anforderung noch suchen wir irgendwelche außergewöhnlichen Spezialisten, sondern ganz normale BWLer, Ingenieure, Wirt.-Ings etc.

    Selbst Praktikanten sind aktuell schwer zu finden, obwohl unsere Stellen als Sprungbrett in den Konzern bekannt sind und vernünftig bezahlt wird. Also bei uns spürt man den Fachkräftemangel und den Konkurrenzkampf um die guten Arbeitskräfte in den letzten Jahren immer mehr.

  14. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: Anonymer Nutzer 17.09.18 - 21:46

    demon driver schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den Umgang mit Ängsten zu trainieren kann eine gute Empfehlung sein, aber
    > vor realen Bedrohungen Angst zu haben ist keine Angststörung. Seit zirka
    > Anfang der Achtzigerjahre verschiebt sich das Kräfteverhältnis auf dem
    > Arbeitsmarkt zu Lasten der Arbeitnehmer, auch wenn es momentan dank eines
    > notwendig vorübergehenden Konjunkturhochs gerade nicht danach aussieht.
    > Einer der Meilensteine auf dem Weg war Hartz IV – Ausfluss des
    > politischen Willens, den Zustand der Arbeitslosigkeit so unerträglich
    > werden zu lassen, dass den Opfern noch jeder Drecksjob lieber sein muss.

    Also jeder mit mäßiger Bildung und etwas Einsatz kann heute bequem von seiner Arbeit leben. Früher musstest du wirklich arbeiten, da war nix mit großzügigem sozialen Fangnetz.

    > Unverzichtbar zu sein ist wirklich die allerdümmste lllusion, der sich ein
    > abhängig Beschäftigter hingeben kann.

    Wenn du nur Mitläufer bist, vielleicht. Wenn du besser bist als der Rest, bist du mindestens einer der letzten die gehen, wobei du vermutlich schon vorher einen entsprechende Alternative findest.

  15. Re: Angst vorm Arbeitgeber

    Autor: Anonymer Nutzer 17.09.18 - 21:49

    franzropen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den großzügigen Schutz gibt es nur wo die Arbe.itnehmer entsprechend
    > organisiert sind und die entsprechenden Tarifverträge gelten
    > Und unverzichtbar ist niemand, jeder kann ersetzt werden.

    Auch ohne organisiert zu sein hast du in Deutschland viele Rechte und kannst diese ganz gut in Anspruch nehmen.

    Natürlich kann jeder in irgendeiner Form ersetzt werden. Wenn du gut genug bist, musst du dir aber wenig sorgen machen.

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