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Sie werden es wohl nie einsehen...

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  1. Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: der mit der Maus tanzt 28.05.10 - 09:10

    ... dass Bücher in elektronischer Form etwas grundlegend anderes als gedruckte Bücher sind, und somit preislich nicht vergleichbar sind.

    Alleine für die Herstellung entstehen beim elektronischen Buch nur ein Bruchteil der Kosten, und der Gewinn für die Verlage steigt proportional mit der verkauften Anzahl.

    Gruß,
    der mit der Maus tanzt

  2. Re: Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: Franka 28.05.10 - 10:29

    Sehe ich ganz genau so und erinert mich an die Uneinsichtigkeit der Musikindustrie. Diese Strukturen lassen sich offensichtlich nicht mehr bewegen. Wenn die Verlage den Montag aufhalten wollen, machen die Autoren es halt selbst oder gründen ohne großen Aufwand eigene Verlage. Warum sollte ich mich für läppische 10% an einen Verlag binden... Werbung geht auch anders.

  3. Re: Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: Nero 28.05.10 - 11:30

    @franka - weil der Verlag für Autoren noch mehr macht, außer Satz, Druck, Weiterverarbeitung etc. Hier gehts um Marketing - das wird ein einzelner Autor so niemals schaffen außer dieser besitzt schon einen gewissen Bekanntheitsgrad. Diesbezgl. sehe ich keine Veränderungen in der Zukunft.

    Wo sich jedoch enormen Änderungen anbahnen und diese sind ja nun schon einige Jahre in Gang, ist alles rund um E-Publishing. Und damit meine ich auch, den Content elektronisch vorzuhalten, CMS zu integrieren etc. Hier haben es einige mittelständische Verlage immernoch nicht begriffen. Aber gut... Schlimmer ist eigentlich, dass die großen Verlage zu Beginn es verpennt haben - sie haben es noch nicht einmal wahrgenommen und verstanden und verstehen es teilweise immernoch nicht. Und dann stellt sich da jemand von Axel Springer hin und kraucht Apple in den Po, um sich zu bedanken, dass die die Verlagswelt retten. Ich meine, wir reden hier nicht von kleinen Hausverlagen in ner Altvilla, sondern von Großkonzernen, die weltweit vertreten sind und mit Zahlen rechnen, die ich googeln muss. Und diese Konzerne haben es nicht verstanden, in welche Richtung Electronic gehen wird.

    Und nun stehen sie da - in Europa kenn ich E-Books nur von youtube.com - gesehen habe ich noch nicht viele, die sowas haben - und versuchen mit einer irrsinnigen Preispolitik sich selbst den Rest zu geben. Ich als Freizeitleser, der nur ab und zu liest, findet es zwar technisch schön, aber warum zum Teufel soll ich mir so ein E-Book-Reader holen - hohe Anschaffungskosten und dann kaufe ich mir elektronische Daten, welche genauso teuer sind wie das Taschenbuch?! Satzkosten, Druck etc. alles kosten, die entfallen. Also warum teurer?! Gut, die Autoren werden sich vielleicht nicht mal beschweren, da sie, wenn es ihr Vertrag hergibt, für elektronische Produkte andere, bessere Prozentsätze aushandeln können - das dürfte auch funktionieren. Aber ich als Leser/Konsument sehe doch nun gar keine Vorteile mehr. Sicher, wenn ich wissenschaftlich arbeite - aber wozu gibts Laptops, Eee-PCs, Tablets etc. Zwar von der Bildschirmauflösung und den Lesevergnügen hintenan, aber deutlich funktionaler?!

    Vielleicht sollten die Verlage und die Hersteller solcher Geräte sich mal zusammensetzen und überlegen, was LESER will. Ansonsten kommt Amazon und Apple und dann wuuusch.

  4. Re: Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: der aus dem verlag 28.05.10 - 14:03

    sie verbreiten leider plattitüden, die nicht wahrer werden, je öfter sie wiederholt werden. der verlag macht ja mehrheitlich anderes als bücher drucken (lassen): lektorat, presse, vertrieb, werbung etc.
    schon beim gedruckten buch sind die druckkosten nach branchenfaustregel nur ein siebtel des ladenpreises. zudem entfällt der satz nicht, sobald es etwas anspruchsvoller wird als reine textmasse, braucht es handarbeit, und die kostet bekanntlich.
    der vertrieb eines e-books ist bisher noch immer teurer als der eines gedruckten buches, da es so viele formate und plattformen mit unterschiedlichen abrechnungsmodalitäten gibt und die verkaufsdaten bisher noch nicht kompatibel sind mit verlags-edv.
    usw.
    die ganze diskussion scheint mir primär von gerätebesitzern und nicht von lesern bestimmt zu sein.

  5. Re: Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: Nero, vom Dienstleister für Verlage 28.05.10 - 15:36

    Das mit den verschiedenen Standards stimmt wohl und verkompliziert einiges.

    Der Anspruch von "mehr als nur reine Textmasse" kann hier noch gar nicht betrachtet werden, da es kein E-Book gibt, welches RGB darstellt (auch wenn hier schon geforscht wird). Und der Verkauf von typografisch anspruchsvollen Werken wird vorerst nicht über E-Books gehen, da es auch bei der Contenterfassung keine Vorteile gibt. Da kann man auch handelsüblich über DTP produzieren.

    Und man darf auch folgendes nicht außer Acht lassen: Wenn der Content stimmt, dann One-Click und fertig ist der Satz - via gutem Satzautomat, InDesign-Scripting oder XSL-FO. Zwar produziert die XMLisierung Aufwand, aber dafür ergibt sich der Vorteil der Mehrfachverwertung ohne Content mehrfach vorhalten zu müssen. Diesen Aspekt in wirtschaftlichen Zahlen auszudrücken und Rückschlüsse auf den Printverkauf zu ziehen, scheint nicht einfach, aber es ist klar, dass hier gespart wird.

    Was du aber nicht bedenkst, ist das der Vertieb sich enorm verändert - und der macht ja bekanntlich 45% des Buchpreises aus. Man muss keine realen Waren transportieren, sondern lediglich jemanden suchen, der den Content an den Leser vermittelt - wobei dies auch hier schon direkter geschieht - beispielsweise bei juristischen Onlineportalen etc. Auch hier spart der Verlag.
    Bis auf die Tatsache, dass die Ausgabe für verschiedene E-Book-Formate Probleme bereitet, gibt es keinen tatsächlichen Grund, den Preis auf die Höhe eines Printproduktes zu bringen.

  6. Re: Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: Balkanfuzzi 28.05.10 - 15:44

    Amiland... Alles gut und schön.
    Liebe deutsche Verlage: Kümmert euch mal intensiver um das Thema E-Book. Das bisher bestehende Angebot ist vollkommen lächerlich und euren DRM verseuchten Mist kauft sowieso keiner.

  7. Re: Sie werden es wohl nie einsehen...

    Autor: der aus dem verlag 28.05.10 - 15:59

    nochmal: die druckkosten sind ja nur ein bruchteil.
    45 % sind nicht vertrieb, sondern der buchhandelsrabatt, je nach barsortimentsanteil.
    Wenn du die Prozente der Portale und digitaler Auslieferer dazu nimmst, kommt man auf nicht viel weniger, je nachdem.
    Aber die Kosten entstehen ja eben im Lektorat, in Pressearbeit und in Vertriebskosten, Lesungen zu organisieren, alles kleinteilige Knochenarbeit, wenn die Autoren nicht prominent sind und aufgebaut werden müssen ...
    Ausserdem gehen die Analysten bis jetzt von einem zukünftigen E-Book-Anteil im Bereich des Hörbuchs aus, die optimistischsten Schätzungen liegen bei 30% der Printauflage. Damit lohnt es sich für sehr viele Bücher gar nicht. Geschweige denn bei den heutigen Verkaufszahlen ...

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