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Darüber kann man getrost streiten ....

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  1. Darüber kann man getrost streiten ....

    Autor: karlchen 21.08.17 - 09:40

    Es ist tatsächlich so, daß sich nur wenige es "leisten" können, ihre Waren bei Amazon einzustellen, abgesehen von der Provision ist es für viele eine nicht überspringbare Hürde die klassifizierten (!) Produktdaten für Amazon bereitzustellen, und das nicht nur einmalig sondern kontinuierlich.

    Was die Innestadtdiskussion betrifft: Bevor ich bestimmte Artikel, wie z. B. Schuhe im Internet bestelle, darauf warte, nur um sie dann wieder zurückszuschicken, weil sie nicht passen, um dann das gleiche Spiel nochmal zu machen, dann gehe ich lieber in der Innenstadt in den Laden meines Vertrauens. Abgesehen davon, daß nicht immer jemand zuhause ist, wenn ein DHL Geist eine Abholkarte einwirft. Ein gravierender Vorteil im stationären Handel, ist die In-Augenscheinnahme. Ich kann etwas anfassen, oder anprobieren, und damit ein Gefühl für die Ware bekommen, das bekommt kein AR / VR hin, gerade bei Möbeln und Klamotten.

    In der Stuttgarter Innenstadt konnte man in den letzten 30 Jahren gut sehen, wie sich alles verändert hat. 1987 gab es noch einige alteingesessene Geschäfte, zu denen man immer gegangen ist. Die hörten aus unterschiedlichsten Gründen auf, zum einen Nachfolgeproblem, zum anderen Wettbewerbsprobleme und steigende Mieten. Danach fand man in der Königsstrasse plötzlich Nagelstudios und 1 EURO Läden, sowie Klamottenläden (H&M direkt neben Peek&Cloppenburg). Dann verschwanden die 1 EURO läden, und die Imbissstuben wuchsen, ebenso wie Gastronomie. Dann wurden die Imbissstuben immer wenige, wie auch die Nagelstudios, manche Restaurants verschwanden und dann begann der Siegeszug der Mobilfunkläden. Wenn ich nun durch die Königsstrasse gehe, habe ich zwischen jeweils zwei Klamottenläden mindestens einen Mobilfunkladen, die Telekom hat alleine auf den ersten 200 Metern zwei Stück, einen davon im Kaufhof. Natürlich kann man nun sagen, das ist der Wandel der Zeit, aber was kommt nach den Mobildfunkläden? Ich kann ja auch den Kram mittlerweile einfacher Online machen, mussa ber warten, darauf, daß mir mein Zeug geschickt wird.

    In manchen Kleinstädten gibt es rund um die Innenstadt sehr innovative Läden, das 9. Nagelstudio und der 11. Friseur ;-), aber beides geht nicht online lol

    Zu den Onlineshops noch: Es gibt auch viele Anbieter die günstiger anbieten können als Amazon & Co., aber die werden eben nicht gefunden. Was die Sache erschwert sind die, bereits mehrfach korrekt genannten Versandkosten sowie die Zahlungsabwicklung.

    Giropay setzt sich nicht durch in DE, dafür ist Paypal zu stark, zum anderen kann ich verstehen, wenn ein Onlinehändler nicht auf Rechnungskauf setzt, da gibt es leider mittlerweile zuviele Zahlungsausfälle. Um es dem Kunden einfach und bequem zu machen, zu bstellen, ist durchaus ein hoher Aufwand zu treiben, und der Händler hat keine Möglichkeit, diesen Aufwand zu refinanzieren ohne die Kosten irgendwie auf den Kunden abzuwälzen, wenn er das über den Einkauf nicht realisieren kann.

    Natürlich will und muss auch jeder leben können; wo ist dann das Prroblem, daß manche ihre Ware in China oder sonstwo in Südostasien holen?

    Klar, um Kosten zu sparen und wettbewerbsfähig zu sein, sind manche kreativ, aber das ist nichts, worauf die Großen nicht auch schon längst gekommen wären ...

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