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  5. › eBay könnte Verkauf von Skype heute…

Eine Krähe...

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  1. Eine Krähe...

    Autor: RS 01.09.09 - 11:32

    Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Innnovationen bleiben hierbei leider auf der Strecke. Schade Google Chance versäumt. Android und Skype hätte gut zusammengepasst querälen mit den Mobifu Providern hin oder her. Ab einer gewissen Marktdurchdringung kann man auch Mobilfunkprovider die Konditionen und Bedingungen diktieren. Skype passt in eure Produktschiene!

    Apple machts mit dem iPhone vor. Von den Besten lernen heisst siegen lernen.

    ... Google fürchte durch einen Erwerb Skypes auch Spannungen mit Mobilfunkbetreibern, die aber als Partner für Googles Android-Software wichtig seien. ...

    Bye RS

  2. Re: Eine Krähe...

    Autor: Octane2 01.09.09 - 15:19

    Ich denke eher, sie wollten nicht noch ein Geldgrab wie Youtube. Skype macht eine gute Millarde Verlust. Pro Jahr und eigentlich schon seit Gründung ohne Unterbrechung. Ebay hat schon Millarden versenkt und bei Google sind sie wohl so schlau, solchen ökonomischen Unsinn zu lassen. Skype wird vermutlich nie Gewinn machen. Warum sollte sich also ein Unternehmen sowas antun?

    Wenn Skype jetzt verkauft wird, fein. Bei Ebay werden sie wochenlang die Korken knallen lassen, weil sie diesen Haufen Abfall losgeworden sind und ihnen nicht jedes Jahr die Gesamtbilanz zerschossen wird.

    Was die Käufer sich davon versprechen? Keine Ahnung. Sind vermutlich BWLer, die sowieso keinerlei Ahnung von Ökonomie besitzen aber denken, sie wären intelligent und wüssten bestens bescheid. Wenn einer der Käufer ein Ex-Manager von Skype ist, gehe ich mal stark von Unfähigkeit bei allen Beteiligten aus.
    Schätze mal, die versuchen Skype neu im Markt zu positionieren und evtl. für einen ordentlichen Gewinn wieder zu verkaufen. Wird allerdings nicht erfolgreich werden, weil das Geschäftsmodell absurd ist. Dazu kommen immer weiter fallende Preise für normales Telefon. Kann heute für ein Trinkgeld in die Staaten telefonieren. Wozu brauche ich da noch Skype? Abgesehen davon gibts genügend andere VoIP-Varianten, die mit offenen Standards arbeiten. Das dürfte sich am Ende auch durchsetzen.
    Momentan ist Skype ja im Grunde nur eine aufgebohrte Version von ICQ oder anderen Messengerdiensten. Zusätzlich gibts eine eher maue Telefonfunktion. Damit ist Gewinn praktisch ausgeschlossen.

    Apple als "Beste" zu bezeichnen ist im übrigen ziemlich mutig. Sehen etwa 90% der IT-Nutzer anders. Also sind die 10% Applefreunde entweder ganz besonders genial, was ich allerdings nicht bestätigen kann (technisches Knowhow hat keiner...), oder ganz besonders anfällig für Werbung, was ich durchaus bestätigen kann. Mit nem alten Nokia kann ich zb immernoch all das machen, was das neueste iPhone kann (WLAN, Internet, DivX-Filme schauen, Musik hören, Dateien konvertieren, Server remote Administrieren, GPS und Navi usw.). Einzig der Touchscreen fehlt, aber bisher hat sich dessen Abwesenheit nicht besonders negativ bemerkbar gemacht. Ganz im Gegenteil. Kann mein Handy mit einer Hand bedienen (jede Funktion...) während iPhone-Nutzer das nicht können. Die Haptik ist also bei meinem alten Nokia besser als beim iPhone. Kamera und Robustheit sowieso. Wer mag, kann sich natürlich ein iPhone zulegen. Mehr als ich kann er damit aber nicht machen. Selbst bei der Telekom sind sie mit dem iPhone nichtmehr wirklich glücklich, wie ich aus sehr sicherer Quelle erfahren habe. Bringt kaum Gewinn, kostet enorme Werbegelder und zu allem Überfluss will Apple noch an den Vertragsumsätzen beteiligt werden. Ein klassisches Minusgeschäft.

  3. Re: Eine Krähe...

    Autor: gotit 01.09.09 - 16:26

    >Skype macht eine gute Millarde Verlust.

    den rest deines beitrages möchte ich nicht kritiesieren, aber diese tatsache scheint mir eine fehlannahme zu sein.

    eigentlich ist es eher so, dass skype die bilanzen von ebay immer etwas verbessert hat.
    soweit ich weiß hat skype im letzten jahr, einnahmen in höhe von
    170 milionen dollar gemacht.
    im artikel steht ebenso, dass skype einen umsatz von 600millionen dollar machen wird, glaube kaum, dass die kosten höher sein werden.
    wie kommst du also zu deiner aussage??

  4. Re: Eine Krähe...

    Autor: Octane2 01.09.09 - 19:00

    Naja, weil Ebay die letzten 2 Jahre einen ordentlichen Gewinn gemacht hätte, wenn Skype nicht wäre. Skype wurde mit etwa einer Millarde USD pro Jahr quersubventioniert. Deswegen wurde ja auch die Ebay-Chefin gefeuert, die jahrelang als eine der mächtigsten und erfolgreichsten Frauen in der Branche galt. PayPal ist defizitär aber immerhin eine gute Ergänzung zum Basisgeschäft von Ebay. Die Akquisition von Skype hat eigentlich niemand nachvollziehen können, weil es von anfang an klar war, dass VoIP-Dienste keinerlei Synergien mit dem Kerngeschäft bieten.

    Wenn Skype ordentliche Gewinne einfahren würde, käme es ja auch kaum zum Verkauf. Soweit ich informiert bin ist Ebay seit über einem Jahr krampfhaft auf der Suche nach einem Käufer. Hört sich für mich also eher so an als wäre man sehr froh, Skype loszuwerden. Warum wohl? Weil Skype so traumhafte Gewinne einfährt?

    170Mio Gewinn sind einerseits nicht viel, andererseits ist das auch nur ein gängiger Finanztrick. Schreibe Verluste als "Sonderaufwendungen" ab, dazu Steuerabschreibung und ähnliches. Damit kann man problemlos von mehreren Milliarden Verlust auf ein Plus von ein paar hundert Millionen kommen. Wurde zuletzt von AMD so gehandhabt um die Verluste offiziell recht gering ausfallen zu lassen. Gewinne durch Werksverkäufe wurden eingerechnet, der dadurch entstehene Wertverlust (ne Fab ist ziemlich wertvoll...) jedoch nicht. Damit kam man auf eine rötliche Null in der Bilanz und die Aktienkurse blieben stabil (wichtig für die Manager, die ihre Aktienboni verkaufen wollen...).

    Wobei noch anzumerken ist, dass die "echte" Bilanz sowieso erst etwa zwei bis drei Jahre später veröffentlicht werden muss (Börsengesetze, Steuergesetzgebung usw.). Ergo handelt es sich um eine "freiwillige" Auskunft ohne Gewähr. Kannst ja mal nach den "amtlichen" Bilanzen von deutschen, börsennotierten Unternehmen schauen (Website vom BWMi). Die letzten "echten" Bilanzen stammen fast alle aus den Jahren 2006 und 2007. 2011 werden dann die Bilanzen von 2009 veröffentlicht. Eigentlich immer dann, wenn die Steuern auf Gewinne fällig werden. Interessant ist dann oft die Diskrepanz zwischen der vorläufigen Bilanz und der Bilanz, die beim Finanzamt eingeht. Oftmals wird dann aus einem hohen Gewinn ein gaaaaanz winziger, für den kaum Steuern anfallen. Taktik: heute hohe Gewinne prognostizieren und den Aktienkurs nach oben treiben/stabilisieren, morgen mit einem Verlust Steuern sparen.

    Dazu kommt im Fall Skype/Ebay noch die Quersubventionierung durch den Mutterkonzern. Schätze mal, die haben ganze Finanzbereichsabteilungen nur damit beschäftigt, die Quersubventionierung möglichst geschickt zu verbergen. Würde mich zumindest nicht wundern. Macht zb die Telekom genauso. Oder Siemens. Die Telekom würde zb nie zugeben, dass das Mobilfunkgeschäft defizitär ist und immernoch durch die schwindende Festnetzsparte quersubventioniert wird. Gerade, weil Obermann aus der Mobilfunksparte kommt. Also Deckel drauf und gut.

    Glauben würde ich den Aussagen von Großunternehmen sowieso nicht, zumindest nicht, solange ich nicht deren Geschäftsbücher durchsehen konnte. Da vermutlich niemand dazu bereit wäre, mir seine Geschäftsunterlagen zugänglich zu machen, ist es also unwahrscheinlich, dass ich auch nur eine einzige Bilanz als "sauber" bewerte. Dazu reichen "Börseninformationen" nicht aus. Nach denen waren zb Lehmann Brothers oder AIG völlig gesund. Wie sehr das mit der Wirklichkeit kollidierte ist ja mittlerweile allgemein bekannt. Deren Bilanzen waren vor anderthalb Jahren auch noch völlig korrekt und vielversprechend.

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